Henschel Film- und Theaterkonzern in Hamburg OHG / KG

HorstUrichSassUSA1990Horst Urich Sass (Sohn des Kinobesitzers Hermann Urich Sass) in dem Garten  seines Hauses in den USA. Beverly Hills, 719 N. Alpine Drive. Foto 1990

CarlHeinzStreitCarl Heinz Streit, geb. am 26. August 1911 in Hamburg, Foto 1990 in der Wohnung seines Bruders (Rolf Arno Streit) in Belo Horizonte Brasilien. Geflohen aus Deutschland im Jahr 1936. (Sohn des Hamburger Kinobesitzers Hugo Streit, der 1938 aus Deutschland flüchten mußte. Seine Firma  Henschel Film- und Theaterkonzern war damals schon „arisiert“ (enteignet) und  von den den „Nutzniessern“ Paul Romahn und Gustav Schümann übernommen. „Bezahlt haben sie nichts dafür. Dafür hat schon die NSDAP gesorgt, dass den Juden kein Geld zugeflossen ist“. (Rolf Arno Streit 1990 Belo Horizonte.) RolfArnoStreit1990Rolf Arno Streit, geb. am 9. August 1912 in Hamburg, Fotos 1990 in Belo Horizonte, Brasilien. Geflohen aus Deutschland 1936. (Sohn des Hamburger Kinobesitzers Hugo Streit. Henschel Film- und Theaterkonzern). Die Söhne des Hamburger Kinotheaterbesitzers Hugo Streit, der zusammen mit seinem Teilhaber Hermann Urich Sass den Henschel Film- und Theaterkonzern gründete. Die OHG betrieb in Hamburg die Schauburg Kinos. Nach dem Tode von Hermann Urich Sass, am 27. Januar 1933, wurde die Gesellschaft in eine KG umgewandelt, in die die Erben Urich Sass, seine Ehefrau und seine Kinder (Hedwig Urich Sass, Horst Urich Sass, Hans Jürgen Urich Sass und Vera Urich Sass) eintraten.Nilpferd7By-nc-sa_color

Fotos Jens MeyerSchauburg1936Schauburg Kino. Hamburg beim Hauptbahnhof. Die Aufnahme von dem Eingang des Kinos entstand am 31. Januar 1936 (Deutschland Start des Filmes Anna Karenina). Repro: Reinhold Sögtrop.

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Nachtrag: David Urich Sass und Anita Urich Sass

Peter Offenborn hat es herausgefunden (nach der Kultussteuerkartei der Jüdischen Gemeinde). Der Vater von Hermann Urich Sass war David Urich Sass, geb. am 05. Mai 1861 in Lemberg (Galizien), das damals zu Österreich gehörte. Gestorben am 24. Januar 1922 in Hamburg (Beerdigt auf dem Jüdischen Friedhof in Hamburg Ohlsdorf).

Bevor Hermann Urich Sass bei der Kino Firma >J.Henschel< arbeitete, war er angestellt bei der Firma Max Blancke & Co . Film- Import/Export, Eimsbütteler Chaussee 112, später Dammthorstrasse 27, deren Inhaber er später wurde). Die Familie wohnte zuletzt in der Schlüterstrasse 1. Später – nach der Emigration der Kinder – wohnte Hedwig in der Grindelallee 23 b. Neumark. Die Mutter von Hermann Urich Sass, war Anita Urich Sass, geb. Italiener, geb. am 17. Juli 1863 in Hamburg. Anita Urich Sass wurde am 17. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 18.12. 1942 dort ermordet.

Fotos Jens Meyer

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