{"id":10274,"date":"2019-11-10T20:17:11","date_gmt":"2019-11-10T20:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=10274"},"modified":"2019-11-15T16:16:40","modified_gmt":"2019-11-15T16:16:40","slug":"neu-aus-dem-antiquariat-buecher-von-berni-kelb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=10274","title":{"rendered":"Neu aus dem Antiquariat: B\u00fccher von Berni Kelb"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Tieresehendichan3klein-e1573062321533.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7994\" width=\"140\" height=\"106\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/KelbBetriebsfibel-595x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10275\" width=\"188\" height=\"321\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/KelbOrganisierenoderorganisiertwerden-600x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10277\" width=\"189\" height=\"320\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich hatte ich sie auch noch in meinem Schrank. Zwei B\u00fccher, die mir damals sehr geholfen haben. Entdeckt im Antiquariat. Damals 3,50 DM\/4,50 DM. Heute 4,00 Euro. Und ich habe sie beide noch mal gelesen. Wieder mal festgestellt. Sie sind immer noch aktuell. Hilfreich. Im Internet habe ich einen Nachruf von Klaus Wolschner (taz Bremen) aufgesp\u00fcrt. Hier die beiden B\u00fccher: Sie sind beide d\u00fcnn. Erfreulich d\u00fcnn. Die &gt;Betriebsfibel&lt; hat 70 Seiten. &lt; &gt;Organisieren oder organisiert werden&lt; hat 95 Seiten. In der Einleitung hei\u00dft es: &#8222;Es geschieht immer wieder, da\u00df Genossen wie du versuchen, in ihrem Betrieb die Belegschaft zu agitieren. Und von diesen kriegen sie dann gesagt: &gt;Das ist ja alles ganz sch\u00f6n, was du uns da erz\u00e4hlst. Aber mach man so weiter. Dann fliegst du bald raus! Auf deine &#8211; einer etwas kurzsichtigen Opferbereitschaft entspringenden &#8211; Erkl\u00e4rung: &gt;Das macht mir gar nichts aus!&lt; kommt dann die Antwort:&gt;Uns aber.&lt; Damit ist die Sache eigentlich erledigt. Du konntest dein Anliegen nicht vermitteln. Jetzt bist als Revolution\u00e4r isoliert.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>der Arbeitgeber 5 K\u00f6ln 51. Oberl\u00e4nder Ufer 72  <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Klaus\nWagenbach Verlag \n1\nBerlin 31 \nJenaer\nStr.6 \n<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr\ngeehrte Herren, \n<\/p>\n\n\n\n<p>in\nIhrem Verlag ist die \u201eBetriebsfibel\u201c von Herrn Berni Kelb\nerschienen, die jetzt auf den verschiedensten\nLehrlingsveranstaltungen kursiert. Mehrere Leser erbitten in diesem\nZusammenhang n\u00e4here Einzelheiten \u00fcber die Person von Herrn Kelb.\nIch w\u00e4re Ihnen dankbar, wenn Sie mir ggfs. einen Lebenslauf oder\nsonstige Unterlagen hierzu \u00fcbersenden w\u00fcrden. Mit freundlichen\nGr\u00fc\u00dfen \n<\/p>\n\n\n\n<p>(Dr.\nHeinrichsbauer) \n<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 \u2013 \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>1\nBerlin 31, den 10.1.73 \nJenaer\nStra\u00dfe 9 \nBerni\nKelb \nc\/o\nVerlag Klaus Wagenbach \n<\/p>\n\n\n\n<p>An den  arbeitgeber \u2013 Der Chefredakteur \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr\ngeehrter Herr Dr. Heinrichsbauer, \n<\/p>\n\n\n\n<p>ich\nbeziehe mich auf Ihr Schreiben vom 8.1.73. Der Verlag Klaus Wagenbach\nhat \u2013 feige, wie es von einem linken Verlag nicht anders zu\nerwarten ist \u2013 sich vor der Beantwortung Ihrer berechtigten Fragen\nzu dr\u00fccken versucht, indem er Ihren Brief an mich weiterleitete. Ich\nwerde mich bem\u00fchen, Ihnen angemessene Auskunft zu geben. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Ich\nstamme also aus einer Familie, die seit vielen Generationen damit\nbesch\u00e4ftigt war, Arbeit zu nehmen, obwohl geben nach einem bekannten\nZitat eigentlich viel seliger ist, denn nehmen. Wir lebten davon, da\u00df\nwir f\u00fcr die genommene Arbeit auch noch Geld forderten: die st\u00e4ndig\nsteigenden L\u00f6hne. Den Verlockungen eines so bequemen Lebenswandels\nkonnte auch ich mich nicht entziehen: durch die Erlernung eines\nMetallberufes setzte ich die Familientradition fort. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Verschlagen,\nwie unsereins ist, merkte ich bald, da\u00df bei den Unternehmern au\u00dfer\nArbeit und Lohn noch mehr zu holen sein mu\u00df. Von da an war ich nur\nnoch von der Gier getrieben, ihnen alles zu nehmen. Als geeignetes\nMittel dazu erschien mir eine planm\u00e4\u00dfig ausgeweitete Kumpanei mit\ndem Ziel, auf Insubordination gerichtete Zusammenrottungen\nhervorzurufen. Das verdichtete sich bei mir zu der \u201aPrimitivformel\n:\u201cDer Feind steht immer oben!\u201c\u201a, wie Clemens Steindl es auf\nSeite 978 der Nummer 23\/24-1972 Ihres Organs so treffend\ncharakterisiert. Das Unbehagen gegen\u00fcber dieser Losung und ihre\nAblehnung als Vereinfachung teilen Sie \u00fcbrigens mit Nikolaus\nNeumann, der in der bekanntlich DKP-nahen \u201aDeutschen Volkszeitung\u2018\nmeint, mein \u201aeigentlicher Feind\u2018 seien die \u201aorganisierte\nArbeiterschaft, die kommunistischen Parteien und die Gewerkschaften\u2018.\nIch verstehe die Welt nicht mehr! Sie werfen mich mit den Leuten in\neinen Topf, die mich mit Ihnen in einen Topf werfen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Doch weiter im Lebenslauf. Das schreckliche Ende des letzten Krieges brachte es ja mit sich, da\u00df unsere Gesellschaft von Aufweichungstendenzen demokratischer, liberaler und selbst sozialistischer Art durchdrungen wurde. Auch ich kam mit solchen Liberalen, Intellektuellen und \u00e4hnlichen zwielichtigen Gestalten in Ber\u00fchrung (im Vertrauen: manche waren gar Juden!) Sie stifteten mich an, meine b\u00f6sen Gedanken zum Zwecke der Verbreitung aufzuschreiben.  <\/p>\n\n\n\n<p>Das\nErgebnis liegt Ihnen ja vor. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Im\nErnst: Wir haben mit Flei\u00df darauf verzichtet, Daten zur Person des\nVerfassers zu ver\u00f6ffentlichen, wie es sonst bei B\u00fcchern \u00fcblich\nist. Ich betrachte mich nicht als Schriftsteller. Andererseits habe\nich es abgelehnt, ein Pseudonym zu w\u00e4hlen; denn ich kann zu dem, was\nich geschrieben habe, stehen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn\nIhnen mein blo\u00dfer Name nicht gef\u00e4llt, hier ein kleiner Tip. Einer\nmeiner fr\u00fcheren \u201aArbeitgeber\u2018 w\u00fc\u00dfte pl\u00f6tzlich \u00fcber meinen\nLebenslauf sehr detailliert Bescheid. Er lie\u00df auch durchblicken, dan\n(s) meine Vermutung, woher er seine Informationen wohl habe, richtig\nsei. Was einem einzelnen \u201aArbeitgeber\u2018 m\u00f6glich ist, d\u00fcrfte f\u00fcr\nSie als Verallgemeinerung des \u201aarbeitgeber\u2018 doch sicher keine\nnennenswerte Schwierigkeit bereiten. \n<\/p>\n\n\n\n<p>In\nder Hoffnung, Ihnen hiermit gedient zu haben, verbleibe ich \n<\/p>\n\n\n\n<p>mit\nsch\u00f6nen roten Gr\u00fc\u00dfen \n<\/p>\n\n\n\n<p>Berni\nKelb \n<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/pdfBerniKelbandenArbeitgerverband..pdf\">pdfBerniKelbandenArbeitgerverband.<\/a><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/pdfBerniKelbandenArbeitgerverband..pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Barfoot klopft an den Sargdeckel <\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>(Ein Nachruf auf <strong>Berni Kelb<\/strong> von <strong>Klaus Wolschner<\/strong> (Taz Bremen)<\/p>\n\n\n\n<p>1971\nver\u00f6ffentlichte eine &#8222;Betriebsfibel&#8220; &#8211; das war der\ngesammelte Erfahrungsschatz seiner linksradikalen Betriebsarbeit &#8211;\nzuletzt bei der Maschinenfabrik Kampnagel. &#8222;Es geschieht immer\nwieder, da\u00df Genossen wie du versuchen, in ihrem Betrieb die\nBelegschaft zu agitieren&#8220;, f\u00e4ngt das Buch an. Genau darum geht\nes: Wie kann man im Betrieb arbeiten, was sollte man lieber nicht\nmachen? Ganz praktisch &#8211; und mit hohem Anspruch: &#8222;Unsere Arbeit\ngilt der revolution\u00e4ren Umgestaltung der Gesellschaft. Sie hat das\nZiel, jede Form der Herrschaft von Menschen \u00fcber Menschen und die\ndarauf beruhende Ausbeutung zu brechen.&#8220; Kelb kannte auch den\n&#8222;inneren Feind&#8220;, die linken Funktion\u00e4re. Sein Rat: &#8222;Trau\nkeinem, der daf\u00fcr bezahlt wird!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei\nwar Berni Kelb einmal Bestseller-Autor, jedenfalls in linken Kreisen,\nund seine Biografie ist ein St\u00fcck Zeitgeschichte des 20.\nJahrhunderts: Er stammt aus einer streng kommunistischen Hamburger\nArbeiterfamilie. Sein Name wurde Anfang der 70er-Jahre \u00f6ffentlich\nbekannt \u00fcber B\u00fccher, in denen er seine eigene kommunistische\nVergangenheit verarbeitete. Schonungslos rechnete er mit dem Pathos\nder illegalen KPD der Stalin-\u00c4ra ab: &#8222;Die Mitglieder hatten\nzwar noch ihren blinden Glauben und guten Willen, aber die bezahlten,\nillegalen Funktion\u00e4re konnten ihnen keine Perspektive aufzeigen. Sie\nwaren in der Situation einer Dr\u00fcckerkolonne, die Ladenh\u00fcter\nverkaufen soll.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein\nDokument der Zeitgeschichte aus heutiger Sicht, das damals 4 Mark 50\nkostete, heute bei Amazon 39 Cent plus Porto. Irgendwann in den\n90er-Jahren stand Berni Kelb dann bei der taz in Bremen auf der\nMatte. Ein kleines, schrulliges M\u00e4nnchen, das f\u00fcr die, denen der\nName nichts sagte, aufgrund seiner nackten F\u00fc\u00dfe auffiel. Auch im\nWinter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich\nwar er nirgends organisiert, wo auch, war ein Einzelg\u00e4nger. Und\nwollte dennoch etwas sagen. Hin und wieder haben wir einen Text von\nihm gedruckt &#8211; zum Beispiel einen Kommentar \u00fcber das auch damals\ndiskutierte NPD-Verbot.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich\nhabe den Namen Kelb \u00fcber sein anderes Buch kennengelernt:\n&#8222;Organisieren oder organisiert werden. Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Genossen\nlinks unten&#8220; der Titel. Als die Reste der 68er-Bewegung\nautorit\u00e4re Organisationen gr\u00fcndeten, packte Kelb aus &#8211; zur Freude\naller antiautorit\u00e4r gesinnten, undogmatischen Spontis.<\/p>\n\n\n\n<p>Berni Kelb, in den 50er-Jahren strammer Kommunist und bei der illegalen KPD, in den 70ern ein Einzelg\u00e4nger und Theoretiker der Spontis, ist gestorben. Ein &#8222;barf\u00fc\u00dfiger Prophet und gefallener kommunistischer Erzengel&#8220; war Berni Kelb, ein &#8222;Anarcho-Kommunist und Querulant&#8220;, das hat der fr\u00fchere taz-Kolumnist &#8222;Urdrue&#8220; einmal geschrieben. Am 5. 12. 2011 ist Berni Kelb gestorben, bitterarm, auch in Walle unbekannt. Bescheiden wie er war, hat er sich auch in seine Einsamkeit gef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Hitler\nkam an die Macht, weil die Industrie ihn finanziert hat&#8220;, war\nvor elf Jahren sein Argument. In der NPD sammeln sich dagegen &#8222;nur\nein paar Psychopathen, wie es sie in jeder Gesellschaft gibt.&#8220;\nUnd dann sein Gedanke: &#8222;Antidemokratischen Parteien und\nOrganisationen kommt man mit innerorganisatorischer Demokratie bei.&#8220;\nEs m\u00fcsste ein Parteiengesetz geben, das Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Transparenz\nund innerorganisatorische Demokratie setzt &#8211; die dann auch f\u00fcr eine\nNPD gelten w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"> Klaus\nWolschner 9.12. 2011 Taz Bremen<\/h4>\n\n\n\n<p>Eine\nneue Heimat hat Berni Kelb seit den 90er-Jahren in einer Kultur\ngefunden, in der er aufgewachsen ist: bei den &#8222;Plattdeutschen&#8220;\nund ihren Alltagsproblemen. Wie mit seiner Mutter in der K\u00fcche sang\ner im hohen Alter gern die plattdeutschen Lieder. Rund 50\nTheaterkritiken \u00fcber Auff\u00fchrungen der niederdeutschen B\u00fchne im\nWaldau-Theater finden sich im taz-Archiv unter seinem K\u00fcnstlernamen\nBani Barfoot. Und er hat das Schauspiel Rose Bernd von Gerhart\nHauptmann ins Niederdeutsche gebracht, eine Trag\u00f6die voller\nSozialkritik, menschlicher Einsamkeit und erotischer Verstrickung.<\/p>\n\n\n\n<p>Foto: G. Klaut<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"312\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bernbaarfoot.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10276\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bernbaarfoot.png 624w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bernbaarfoot-300x150.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">  <strong>von Barni Barfoot, erschienen in der Taz Bremen Drama un Komedie<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDe Witwenclub\u201c<\/strong> vun Ivan Menchell: Premiere in de Kom\u00f6die Bremen (vormals Niederdeutsches Theater)<\/p>\n\n\n\n<p>Aff\nun an geevt se dor in Walle doch noch wat op Platt. Nu: \u201eDe\nWitwenclub\u201c vun den Amerikoner Ivan Menchell, na de d\u00fc\u00fctsche\nFassung vun Karin Kersten op Platt vun Hans Timmermann. Nich bloots\nde Autor, ok de Rejiess\u00f6r (Thomas Wilberger), un de Dorsteller vun\nden eenzigen Keerl in\u2019t Speel, den verwitweten Slachter Theo (Peter\nWohlert) s\u00fcnd G\u00e4ste. Kannst lang \u00f6ver nadenken!<\/p>\n\n\n\n<p>Twee\nSzenarien gifft dat, \u2013 vun Bojan Boev b\u00fchnenbildnerisch excelent\ndrapen \u2013 op de de Szenen afwesselnd speelen dot. De Kom\u00f6die vun de\ndree Witfroons, de dat St\u00fcck den Namen verdanken deit, speelt in de\nWahnstuuv vun Ida (Elfie Schrodt). Dat Drama \u2013 de deepere Sinn vun\ndat St\u00fcck \u2013 speelt op \u2019n Karkhoff.<\/p>\n\n\n\n<p>Dor\ndreept se sick j\u00fcmmers, de Dree. Jedeen vun jem truuert op eer eegen\nOort. De Een, Doris (Ingeborg Heydorn) f\u00f6hlt sick verlaaten, de\nanner, Luzie (Isolde Beil\u00e9), bedragen, un de dr\u00fctte, Ida, eenfach\nalleen laten.<\/p>\n\n\n\n<p>Un\ndenn kummt de Witwer Theo, de bloots dat Graff vun sien Froo bes\u00f6ken\nwill, jem in de M\u00f6\u00f6t. Ida kennt em as Kundin, bloots so. Doris\nkennt em ok. Se meent, dat harr mol meist \u2019n Afeere warden kunnt.\nIs dat aver nich worden. Un Luzie, de em gor nich kennt, smitt sick\nan em ran.<\/p>\n\n\n\n<p>Dor\u00f6verhen\ngeiht de Fr\u00fcndschaft vun den Witwenclub (in\u2019t Original: Cemetery\nClub) nat\u00fc\u00fcrlich eerst mol koppeister. Man se koomt doch j\u00fcmmers\nwedder tohoop. Op\u2019t End op den Karkhoff, as Doris dootbleven is.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit:\nDat St\u00fcck is \u2019n vigelienschen Balace-Akt tw\u00fcschen Komedie un\nDrama. Wat dor an seelischet Eelend sick afspeelen deit bi den\ngr\u00f6ttsten Deel vun de Minschheit, wat in dat \u00d6ller de Witwen jo\ns\u00fcnd is meisterhaft mookt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bes\u00fcnners\nIngeborg Heydorn speelt eer swore Rull, de so simpel uts\u00fc\u00fct, heel\ninf\u00f6hlsam. Elfie Schrodt speelt eern Deel meisterhaft, as wi dat vun\neer wennt s\u00fcnd. Isolde Beil\u00e9 hett eer egens dankbore Rull as Luzie,\nde an\u2019t Enn leer utgahn deit, \u2019n beten wat \u00f6vertrocken. \u2019N\nsporsomere Gestik harr mehr brocht.<\/p>\n\n\n\n<p>Technisch:\n\u2019n Rejiss\u00f6r schull mehr Moot opbringen, in\u2019n V\u00f6rweg \u2019n poor\n\u00d6verl\u00e4ngen in de Dialogen to strieken. De Souffl\u00f6se (Ingrid\nFrana-Sieweke) hett \u2019n scheune Stimm, de dr\u00e4gen deit. Un Mildred\n(Sabine Junge) \u2013 dat weet wi nu (dank Lore Schnabel, Kost\u00fcme)\nendlich nau \u2013 hett \u2019n wunnerscheun\u2019n R\u00fcggen.<\/p>\n\n\n\n<p>Barni\nBarfoot<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/nilpferd_einauge1-1024x686.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10182\" width=\"174\" height=\"116\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/pdfBarniBarfoot.pdf\">pdfBarniBarfoot<\/a><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/pdfBarniBarfoot.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich hatte ich sie auch noch in meinem Schrank. Zwei B\u00fccher, die mir damals sehr geholfen haben. Entdeckt im Antiquariat. 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