{"id":11058,"date":"2020-03-17T20:07:10","date_gmt":"2020-03-17T20:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=11058"},"modified":"2026-02-02T10:51:54","modified_gmt":"2026-02-02T10:51:54","slug":"vor-48-jahren-die-wirklich-wahre-geschichte-der-walde-81","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=11058","title":{"rendered":"Vor 50 Jahren: DIE WIRKLICH WAHRE GESCHICHTE DER WALDE 81"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/SWN-28-17kleingespiegelt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"685\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/SWN-28-17kleingespiegelt-685x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-31292\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/SWN-28-17kleingespiegelt-685x1024.jpg 685w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/SWN-28-17kleingespiegelt-201x300.jpg 201w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/SWN-28-17kleingespiegelt-768x1148.jpg 768w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/SWN-28-17kleingespiegelt.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/SWN-29-10kontrast-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11123\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Vor 50 Jahren: <strong>Die wirklich, wirklich, wahre Geschichte der Walde 81<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Ich hatte nicht viel Zeit. An jenem Freitag im Februar. Februar 2020. Ein kurzes Foto und schnell wieder zur\u00fcck. Zu Hause habe ich mir dann die Sache genauer angesehen. Erst war ich erschrocken. Dann erbost. Und dann habe gedacht: Sie haben es nicht verstanden. Sie dachten, sie haben die Fassade restauriert. Aber sie haben das Bild nur zerst\u00f6rt. Nach 45 Jahren.  Nur ein Missverst\u00e4ndnis? Wie  kann das sein? Woher kommt es? Vielleicht kennen sie nur die Kurzversion: Ein besetztes Haus? Vielleicht verstehen sie mehr, wenn sie sich die Zeit nehmen f\u00fcr die lange Version?  Wenn sie das Besondere verstehen. Das, was uns unterscheidet von ihnen heute. Und das alles nur, weil mich einer, der am Anfang nicht dabei war, einer aus dritten Walde Generation, gefragt hat, ob die erste Generation nicht was zum 50. Geburtstag der Walde 81 machen will. Der 50. Geburtstag w\u00e4re dann irgendwann im Sommer 2022.  <\/p>\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7943klein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11138\" style=\"width:251px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7943klein.jpg 800w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7943klein-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7943klein-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7943klein-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\"><strong>Aus der Walde:<\/strong> Ein tragbares Bierfass (10 Liter), umgearbeitet zu einem Papierkorb. Gefunden im Juli 1972 im Haus Hotel Stadt G\u00f6rlitz in der Waldemarstrasse 81 in SO 36, Berlin Kreuzberg. Als der Beh\u00e4lter noch als tragbares Bier Fass benutzt wurde, hatte die Waldemarstrasse eine andere Nummerierung. Hotel Stadt G\u00f6rlitz, Waldemarstrasse 20, Telefon 66 65 11. Als Inhaber wird Otto Sauer genannt, was Sinn macht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\"><strong>Korrektur 2022.<\/strong><em><strong> <\/strong>Nein, eine andere Nummerierung hat es nicht gegeben: Waldemarstr. 20  war Waldemarstr. 20. Und Nummer 81 war Nummer 81. <\/em>   <\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Link hat uns den Weg zur Waldemarstr. 20 gezeigt: http:\/\/www.zwangsarbeit-forschung.de\/Lagerstandorte\/Kreuzberg\/kreuzberg.html <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Wenn man diesem Link Glauben schenkt, dann ist der gefundene Biereimer tats\u00e4chlich aus dem Hotel Stadt G\u00f6rlitz, Waldemarstr. 20. Inhaber (1942-45): Otto Sauer. Damals genannt: <strong>Ausl\u00e4nderheim Hotel Stadt G\u00f6rlitz, von AEG-AT gemietetes Hotel fr\u00fchester Beleg 1.1.1942 bei einem Luftangriff am 14. April 1945 zerst\u00f6rt.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Otto Sauer hat vermutlich das Haus in der Waldemarstrasse 81 gekauft oder gemietet und hatte seine Habe u. a. auch den Biertransportbeh\u00e4lter mitgenommen.  <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7942klein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11140\" style=\"width:220px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7942klein.jpg 500w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7942klein-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7942klein-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 85vw, 500px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Aber gibt es nach diesem offensichtlichen Missverst\u00e4ndnis: <strong><em>Wir bleiben drin und wir bleiben alle<\/em><\/strong>,  noch einen Grund sich zu treffen? Gibt es wirklich irgendwas zu Feiern? Vielleicht haben sie mit ihrer angeblichen &gt;Restaurierung&lt; alles verbockt? Vielleicht haben wir es auch verbockt, weil nicht alles in die Gegenwart gekommen ist, von dem, was damals so passiert ist. Vielleicht hilft ihnen <strong>die wirklich wahre Geschichte der Walde 81<\/strong> weiter. Ihnen und letztlich auch uns. Damit wir einen Grund zum Feiern finden! Wie einfach w\u00e4re das Leben gewesen, wenn es so gewesen w\u00e4re, wie es \u00fcbermittelt wurde. <strong>Einmal besetzen und fertig. Nein, so ist es nicht gewesen<\/strong>. So leicht hatten wir es nicht. Vielleicht wird es klarer, wenn wir die M\u00fchen ausf\u00fchrlich schildern, die wir bei der Umsetzung hatten. Vielleicht macht es denen Mut, die heute vor  einer \u00e4hnlichen M\u00fche stehen und sie noch scheuen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Also kommt jetzt <strong>die wirklich wahre Geschichte der Walde 81<\/strong>. Ein Haus. Gemietet. Nicht besetzt. Ein Mietvertrag, der nach zwei Jahren endet, ausl\u00e4uft. Ein Untermietvertrag. Ein Untermietvertrag, den man, mit dem Hauptvermieter gerne verl\u00e4ngern w\u00fcrde. Der aber nicht will. Der keine Mieter will. Der nur ein leeres Haus will.  Ein Haus, dass man schnell abrei\u00dfen kann. Ein Vermieter, der sich weigert zu vermieten. Sich weigert, weil hier mit dem Abriss das gro\u00dfe Geld zu machen ist. Jeder Abriss, der ein paar Tage dauert, sp\u00fclt 300 TDM in die Kassen des Hauptvermieters. Einem Vermieter, dem man einen gro\u00dfen Brief auf die Hauswand schreibt, nachdem man schon so viele Briefe geschrieben hat, die nicht oder nur mit Nein beantwortet wurden. Ein Brief, damit es alle sehen k\u00f6nnen.  Mit der einzigen Botschaft, die man hat: <strong>WIR BLEIBEN DRIN<\/strong>. Und jetzt heute. 2020. F\u00fcnfundvierzig Jahre sp\u00e4ter stellt sich die Frage: Wieso ist das damals gelungen? Das mit dem DRIN BLEIBEN?  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Block 100 haben sie es genannt. Und den Block weg gehauen. Die Herren der Kugelbagger und der Wasserspritzen.  Mit Kugelbagger und Wasserspritzen haben sie sich die Freifl\u00e4chen vergoldet. Jede L\u00fccke ist bares GELD f\u00fcr sie, so hatten sie und wir sp\u00e4ter auch, herausgefunden. Wieso konnte es dennoch gelingen, das Haus in der Walde 81 den Abrisskugeln zu entrei\u00dfen?  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Oft hatte der Gegner doch schon gezeigt, wie  \u00fcberm\u00e4chtig er war! Damals in Kreuzberg. Mit Pr\u00e4mien wurden die Mieter ins M\u00e4rkische Viertel gelockt: <strong>Weg von der Toilette, eine halbe Treppe tiefer. Weg von der Ofenheizung, mit den Briketts und Eierkohlen im Keller oder auf dem Dachboden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Dann die &gt;Zwischenmieter&lt; ohne Rechte. Die Mieter zum Kaputtwohnen der H\u00e4user: Studenten und Migranten. Die selten zueinander fanden. Und es manchmal dann doch gelang, dass gemeinsam an einem Strang gezogen wurde. Und auch noch in die gleiche Richtung. Nicht einfach so was. Nur mit Pinseln allein nicht zu schaffen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Der Gegner, der Nicht-Vermieter, der sich \u00fcber die wahren Machtverh\u00e4ltnisse von uns t\u00e4uschen liess, die vor Ort herrschten. H\u00e4tten sie auch nur geahnt, wie kurz unsere Arme doch waren.  Unsere Plakate kamen gut an. Ein einziges, gut gemachtes, hatte eine gro\u00dfe Wirkung. T\u00e4uschend \u00e4hnlich den offiziellen Plakaten. Nur in wenigen Exemplaren fanden sie aufmerksame Beobachter. Und immer wieder gab es Richtigstellungen der Gegner. Nein, so sei es nicht. Es w\u00e4re so und so. H\u00e4tten sie geahnt, wie wenig aktive Menschen diese Plakat F\u00e4lschungen in die \u00d6ffentlichkeit gebracht haben. Sie w\u00e4ren mit ihren Gegendarstellungen nicht darauf eingegangen. Und erst diese Gegendarstellungen machten unsere Forderungen tats\u00e4chlich popul\u00e4r.  H\u00e4tten sie gewu\u00dft, das da nur kleiner Haufen aktiv war,  dann w\u00e4ren unsere Drohungen glatt verpufft. Und es waren ja auch keine ernsten Drohungen. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">In Wahrheit hatten wir gar nichts zum Drohen, wenn wir am Telefon behaupteten, es w\u00fcrde  etwas passieren, wenn nicht in 15 Minuten das Wasser in dem Haus gegen\u00fcber wieder angestellt wird, das sie im Auftrage gerade hatte abstellen lassen. Wir hatten nichts zum Drohen. Sie wu\u00dften nur, die Leute m\u00f6gen uns und sie nicht. Aber die, bei denen das Wasser dann nach 15 Minuten wieder aus dem Hahn lief, die wurden unsere Freunde. Oder wenn sie mal wieder heimlich den Strom abgestellt hatten und die Mieter pl\u00f6tzlich im Dunkeln sa\u00dfen und der entsprechende Anruf bei Ihnen ankam. Wenn nicht . . .  dann.  Ich kann es nur wiederholen. Eigentlich hatten wir nichts zum Drohen. Aber  die Leute, denen wir auf diese Weise geholfen haben,  zeigen sich dankbar. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Sie kommen und gewinnen Vertrauen.  Zeigen Verst\u00e4ndnis, Sympathie und was man ihnen zur Unterschrift vorgelegt hat. Oft, ohne jede gesetzliche Grundlage. Das solche Texte in die \u00d6ffentlichkeit gelangen, das wollen sie auf jeden Fall verhindern. Und weil ein seri\u00f6ses Auftreten die halbe Miete ist, werden auch die ungesetzlichen Texte in den Mietvertr\u00e4gen immer seltener. So merken die Herren von der st\u00e4dtischen Gesellschaft <strong>BEWOGE<\/strong>, auf der anderen Seite wird ihr Handeln genau beobachtet. Beachten pl\u00f6tzlich Gesetze, von denen sie fr\u00fcher behauptet hatten, es g\u00e4be sie gar nicht. Ersatzwohnraum mu\u00df nicht nachgewiesen werden. Solche S\u00e4tze werden jetzt vermieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sich das bei den Verantwortlichen herumgesprochen hatte, wurden unsere Anrufe oft sofort bis nach oben durchgestellt. Zu den Herren an der Spitze. <strong>Zwingelberg<\/strong> und <strong>K\u00f6nnecke<\/strong> und wie sie alle hiessen, die sich da eine goldene Nase, nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr sie selbst, verdient haben. <\/p>\n\n\n\n<p> Und sieht man sich heute ihre &gt;Hinterlassenschaften&lt; an, ihre verfallenen Neubauten und vergleicht sie mit der unseren, so schneidet &gt;unser Haus&lt;, die Walde 81, nicht schlecht ab. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Unser Vertrag war im November 1974 ausgelaufen.  Es gab einen Menschen in der Baubeh\u00f6rde, der fand unsere Gemeinschaft glaubw\u00fcrdig.  Und unterst\u00fctzte uns. Er ist zwischenzeitlich verstorben und soll deshalb hier auch namentlich genannt werden: <strong>Hermann Hucke<\/strong>, Mitarbeiter in mittlerer Ebene der Wohnungsverwaltung. (Wir hatten ihm viel zu verdanken). Im Februar 1975 der vertragslose Zustand. <strong>Wir blieben drin<\/strong>. <strong>Nun war das Haus tats\u00e4chlich besetzt<\/strong>. Das Haus war verkauft worden. An wen, das wu\u00dften wir nicht. Und wir bekamen Unterst\u00fctzung. Von vielen und einem, der sich mit den geltenden Gesetzen gut aus kannte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Auch er, schon verstorben: <strong>Rainer Graff<\/strong>. Architekturstudent.  Er und einige andere haben den Baum, der dann am 1. Mai 1975 auf die Hauswand gepinselt wurde, entworfen und sich auch dar\u00fcber Gedanken gemacht, wie man die Bemalung ohne teures Ger\u00fcst hinbekommen kann. Mit Kreide wurden die Umrisse der Zeichnung auf die Fassade gebracht. 250,00 DM kosteten die Farben (gelb, gr\u00fcn, weiss) und einige Stunden bis das Bild fertig war und 45 Jahre seine Propagandawirkung verbreitete. Dreissig Leute aus dem Haus und der Nachbarschaft waren beteiligt.   <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Ich war befreit wegen H\u00f6henangst und durfte mit der Kamera Aufnahmen machen. Es ist nat\u00fcrlich nur meine Wahrheit, die in diesem Text untergebracht ist. Aber vielleicht auch unsere Wahrheit. Das werde ich wissen, sobald ich diesen Text unter denen verbreitet habe, die damals dabei waren. Wer alt ist und r\u00fcckw\u00e4rts schaut, so wie wir, ahnt noch, das der Weg, der jetzt so klar hinter uns liegt, kein gerader Weg war. Als gerader Weg w\u00e4re er sicher nicht m\u00f6glich gewesen. Er war ein Weg voller Zweifel. Mit Schrecken, die wir noch nicht ahnten. Doch auch mit viel Gl\u00fcck, f\u00fcr das wir nichts konnten. Das zwar erhofft war, aber dann doch mit Wucht auf uns nieder prallte. Im Ergebnis meist, r\u00fcckw\u00e4rts schauend, viel Best\u00e4tigung und Zuneigung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Nein, ich h\u00e4tte es nicht anders machen wollen und dahinter auch der Zweifel, dass der Weg anders nicht so steinig gewesen w\u00e4re, das manche, die den Versuch vorzeitig abgebrochen haben, besser daran gewesen sind. Einen Versuch der Kl\u00e4rung ist es allemal wert.  Schon damit k\u00fcnftige Generationen, die Nutzen von unseren damaligen T\u00e4tigkeiten haben, nicht denken, dass dieser Weg ohne M\u00fche war. Dass man sich einfach davon l\u00fcgen kann. Und bequem auf den Erfolg warten. Auf das Schlaraffenland. Oder gar, das das bequeme Leben auch die Kraft hat, anderen zum einem bequemen Leben zu verhelfen. Etwas zu tun f\u00fcr die, die einem Leid tun.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">So wie die, die jetzt nach 50 Jahren in einer Genossenschaft wohnen, f\u00fcr die sie nichts k\u00f6nnen und sich deshalb in falscher Weise \u00e4u\u00dfern \u00fcber die, die ihnen diese Bequemlichkeit erm\u00f6glicht haben und deshalb zu der Ansicht gelangen, dass sie nichts zerst\u00f6rt, sondern nur etwas restauriert haben.  Da m\u00fcssen wir jetzt widersprechen. Nein sagen. Das haben wir nicht gemeint. Wir sprachen von uns. Und wir wollten anderen zeigen: Es geht. Es geht, wenn man etwas f\u00fcr sich selber tut. Das gibt auch anderen den Mut, etwas f\u00fcr sich selber zu tun. Eben trotzig zu behaupten: <strong>WIR BLEIBEN DRIN<\/strong> und nicht scheinheilig f\u00fcr andere zu behaupten <strong> WIR BLEIBEN ALLE<\/strong>. Eine Parole, die abgemalt ist und abgemalt klingt.  Abgemalt in der Hafenstrasse in Hamburg. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Eine Parole, die vermutlich die Fl\u00fcchtlinge meint, f\u00fcr die man etwas tun muss, damit sie nicht alle ertrinken.  Nein, das war die Walde 81 nicht. Und das ist vermutlich auch der Grund, warum die Parole: WIR BLEIBEN DRIN dort 45 Jahre gestanden hat. Bevor der Text unter WIR BLEIBEN ALLE  verschwunden ist. F\u00fcnfundvierzig Jahre sind eine lange Zeit. Und darauf sind viele von uns, die damals dabei waren, stolz.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Auch auf die Gefahr hin, das jemand \u00e4u\u00dfert: Die sind ja nicht drin geblieben. <strong>Die sind ja alle ausgezogen.<\/strong> Die durchschnittliche Wohnverweildauer in der Walde 81 ist niemals berechnet worden. Vielleicht sechs Jahre? F\u00fcr viele war diese Zeit pr\u00e4gend. Manche erinnern sich gerne, so wie ich. Manche erinnern sich mit Schrecken und w\u00fcrden es gerne ungeschehen machen und die ganze Sache vergessen. Die erste Besatzung der Walde 81 waren Menschen, die im Stadtteil Charlottenburg gemeinsam einen Laden gemietet hatten (In der Neuen Kantstrasse 31), in dem sie ihre Kinder gemeinsam betreuen wollten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Kinderladen wurde das genannt. Ein leerstehender Laden wurde gemietet. Davon gab es damals viele. Umgebaut. Eine Zentralheizung wurde von uns eingebaut. Wer wollte schon jeden morgen im kalten Kinderladen im Winter den Kachelofen anmachen? Das waren Paare. Verheiratet oder nicht. Und Kinder in dem Alter zwischen 8 und 12 Monaten, die gerade laufen lernten. Dort lagen viele Hoffnungen. Nicht mehr zwangsweise auf dem Topf sich stubenrein sitzen m\u00fcssen. Nicht rosa oder blau. Nicht nur Betreuung durch Frauen, sondern auch durch M\u00e4nner, die den Kindern etwas beibringen sollen. Um dabei selbst auch gleich etwas zu lernen.  Wissen, das vorher nur einem Geschlecht zug\u00e4nglich war. Wir nannten das Ganze: Sozialpsychologischer  Arbeitskreis Charlottenburg e. V.. Fortbildung, einmal in der Woche. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Zum Beispiel: Die Reinlichkeitserziehung. Als fr\u00fches Unterdr\u00fcckungsinstrument des B\u00fcrger- und  Kleinb\u00fcrgertums.  Die Rolle der Frau in der Beziehung der Geschlechter. Die Rolle des Mannes in der Beziehung der Geschlechter. Ehegef\u00e4ngnisse  vermeiden. Wir wollten alles. Und das sofort. Aber erst mal musste die Heizung im Kinderladen finanziert und selbst gebaut werden. Einige Eltern aus diesem Kinderladen wollten, nachdem der in Schwung gekommen war, auch ihre pers\u00f6nlichen Wohnverh\u00e4ltnisse \u00e4ndern und suchten ein entsprechendes Haus f\u00fcr ein solches Projekt. Ehegef\u00e4ngnisse an der Spitze der Bewegung. Erste Besatzung. Im Sommer 1972 war es dann so weit. Der Kinderladen lief einwandfrei. Wir hatten eine Erzieherin eingestellt und jede Woche einmal hatte jeder einmal in der Woche Kinderdienst. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">F\u00fcr mich war die Sache einfach, weil ich durch meinen Studienplatz an der dffb vieles m\u00f6glich machen konnte. F\u00fcr meine damalige Frau war die Sache schon schwieriger, weil sie eine Festanstellung hatte, wo man nicht ohne weiteres Kurzarbeit machen konnte.  Doch f\u00fcr Studenten war die Sache einfach. Jedoch nicht f\u00fcr alle Studentinnen. Da gab es die Sorte Hausfrau, Mutter und Mann auf Arbeit. Aber auch: Nur Hausfrauen, die kaum Probleme damit hatten. Wir waren bunt gemischt. Sogar Menschen, die keine eigenen Kinder hatten, wurde der Zugang zum Kinderladen nicht versperrt. Sie k\u00fcmmerten sich vorwiegend um die Vermittlung der Theorie.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Einer arbeitete als Bronzegie\u00dfer in einer Kunstgie\u00dferei (Bildgiesserei Hermann Noack). Bronze und andere Buntmetalle. Die Firma gibt es heute noch. Aber er ist schon vor l\u00e4ngerer Zeit verstorben. Keine besonders gesunde Arbeit. Wir fanden f\u00fcr Jeden, der mitmachen wollte, L\u00f6sungen. L\u00f6sungen, die alle zufrieden stellen sollten. In einem w\u00f6chentlichen Arbeitskreis holten wir fehlendes Wissen \u00fcber die fr\u00fchkindliche Erziehung nach und erarbeiteten zusammen Modelle, wie wir unsere Kinder anders erziehen wollten. Kinder, die demn\u00e4chst f\u00fcnfzig Jahre alt werden. Anders als in der herk\u00f6mmlichen Erziehung. So, wie sie immer und \u00fcberall praktiziert wurde und vermutlich auch noch wird. Jungs weinen nicht. M\u00e4dchen bekommen rosa Kleidung.  Jungs blaue. Gib das sch\u00f6ne H\u00e4ndchen.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Auch die Beziehungen sollten sich \u00e4ndern. Wir planten eine gro\u00dfe Wohngemeinschaft. Bis eines Tages unser Kunstgie\u00dfer aus Kohlhasenbr\u00fcck mit einer Sonntagsausgabe der Berliner Morgenpost ankam. Oder war es die BZ? Seine Frau hatte die Anzeige von dem Hotel gefunden, das dort angeboten wurde. Von mir wurden damals beide Zeitungen, weil Springer, bestreikt. Bestreikt ist nat\u00fcrlich falsch. Nicht wahrgenommen. Nicht gekauft. Ich wurde der Freund des<strong> INFO BUG<\/strong>,  sp\u00e4ter der Freund des <strong>ID<\/strong> f\u00fcr unterbliebene Nachrichten. Und Leser, das will ich gar nicht verstecken, der Frankfurter Rundschau und in der Walde auch Leser der t\u00e4glich erscheinenden Wahrheit (Zeitung der SEW, was der Ableger der SED in Westberlin (in dieser Schreibweise) war). Was man vielleicht den J\u00fcngeren erkl\u00e4ren muss. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Die verschiedenen Parteien (links von der SPD) hatten 1972 eigene Parteizeitungen. Ein Fan des \u201cVorw\u00e4rts\u201c (die Parteizeitung der SPD) hat es, meiner Erinnerung nach, in der Walde nicht gegeben.  Auch die Zeitungen der studentischen (angeblich) kommunistischen Zeitungen hatten es in der Walde nicht leicht. (Gegen\u00fcber am Mariannenplatz dagegen, in dem Haus, in dem damals eine Apotheke war, gab es mehrere, studentische Wohngemeinschaften, die Anh\u00e4ngerinnen des KBW waren und die Linien, die der KBW so zog, auch mitzogen, was zu einer gewissen Unglaubw\u00fcrdigkeit f\u00fchrte). Sp\u00e4ter hat der KBW dann ein Haus in der Oranienstrasse gekauft. Aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Der KB (aus Hamburg) dagegen hatte hier in SO 36 nicht viele Anh\u00e4nger und fand daher auch keine Verbreitung. W\u00e4hrend das INFO BUG (die Zeitung der Spontis) aus der Stephanstrasse, das jede Woche erschien und f\u00fcr 0,50 Pfennig k\u00e4uflich zu erwerben war, von mir gerne gelesen wurde. Besonders die Kleinanzeigen auf der letzten Seite. Auch unsere Anzeigen. Wenn ein Zimmer frei geworden war, oder auch, wenn ein Kind geboren war. Loretto, so war sein Spitzname, richtig hiess er Bernhard Koch, brachte uns jedenfalls diese Sonntagsausgabe der Berliner Morgenpost mit der Anzeige:  <strong>Leeres Hotel  in Kreuzberg zu verpachten<\/strong>. Den genauen Text der Anzeige wei\u00df ich leider nicht mehr. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Aber irgend wie funkte die Sache. Das war zwar nicht unser Bezirk, aber unsere Geldbeutelgr\u00f6\u00dfe. Ein Hotel, was seit einiger Zeit leer stand, weil ung\u00fcnstig gelegen. Am Rande der Stand. Dicht bei der Mauer. Im Sanierungsgebiet. Sanieren, so lernte ich, hei\u00dft &gt;gesund machen&lt;. (Wer sich dort  wie gesund machte, das konnte man vor Ort hautnah erleben). Die Zimmer wurden billig an Fremdarbeiter vermietet, die sich nur zeitweise in der Stadt aufhielten. Ein Hotel mit 23 Zimmern (je nachdem, wie man z\u00e4hlt), einer Gemeinschafts K\u00fcche, einer Kneipe mit Zapfhahn, einem gro\u00dfen Esszimmer, mit einem Tisch, der zwanzig Leuten Platz bot, einem Badezimmer mit einer Badewanne, in einem Anbau Platz f\u00fcr die Waschmaschine und W\u00e4scheschleuder und einem Keller, in den sogar eine Tischtennisplatte passte. Variabel ein Kinderzimmer im ersten Stock, wo der gemeinsame Mittagsschlaf der Kleinen organisiert werden konnte und sollte. (Sp\u00e4ter stellte sich heraus, die Kleinen wollten dort keinen Mittagsschlaf halten. Sie wollten mittags nicht schlafen, oder lieber bei ihrer Mama schlafen oder sein). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Die Fremdarbeiter waren jedenfalls irgendwie ausgeblieben. Es lohnte sich nicht mehr, das Gesch\u00e4ft mit den Fremdarbeitern. Im letzten Winter hatte man das Haus nicht mehr beheizt und dann vergessen, das Wasser der Zentralheizung abzulassen. (Damals gab es noch richtige Winter, mit Frost und so). Also fror das Wasser in der Heizung ein. Wasser kann viel Kraft haben. Besonders, wenn es einfriert. Das Haus mit drei\u00dfig R\u00e4umen hatte rund sechzig Heizk\u00f6rper, die, aus Gusseisen, dem Frost nicht widerstehen konnten und geplatzt waren. Besonderheit dieses Platzens war es, dass erst das Tauwetter, die Heizk\u00f6rper, die sonst recht stabil sind, platzen lie\u00df, als die Temperaturen im Fr\u00fchling wieder anstiegen.  Man glaubt gar nicht, wie viel Wasser sich in so einer solchen Heizungsanlage mit halb Zoll Rohren befindet (Sechs Stockwerke inkl. Dachgeschoss und Keller) und so folgte den geplatzten Heizk\u00f6rpern jede Menge Wasser mit den \u00fcblichen Wassersch\u00e4den. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Die Heizk\u00f6rper waren im Sommer durch neue Stahlradiatoren von der P\u00e4chterin ersetzt worden. Die P\u00e4chterin, die noch einen zweij\u00e4hrigen Mietvertrag mit einer st\u00e4dtischen Gesellschaft hatte, behauptete uns gegen\u00fcber, die Sch\u00e4den seien nun alle behoben, die Leckagen beseitigt, was wir jedoch nicht glauben konnten, weil die Anlage vorsichtshalber nicht wieder mit Wasser aufgef\u00fcllt worden war.  Was tut man, wenn man 25 Jahre alt ist, Maschinenschlosser gelernt hat und sein Leben ver\u00e4ndern m\u00f6chte? Richtig. Man gr\u00fcndet einen weiteren Verein. Den Sozialpsychologischen Arbeitskreis Kreuzberg e. V.,  w\u00e4hlt einen Vorstand und l\u00e4sst diesen einen Mietvertrag unterschreiben.  Ein befristeten Mietvertrag, der am 1. Oktober 1972 beginnt und 30. September 1974 endet. Zwei Jahre sind eine lange Zeit, denkt man. Aber dann doch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Monatliche Kaltmiete f\u00fcr die Untermieterin (also uns) <strong>1.250,00 DM<\/strong> pro Monat. Heizkosten, Wasser,  Strom und Gas f\u00fcr die Gasherde in der K\u00fcche kommen noch dazu.  Man k\u00fcndigt im Einvernehmen die Wohnung, (bzw. hinterl\u00e4sst sie einem Studienkollegen der Filmakademie) im Horstweg Nummer 6, im Hinterhaus. Drei Zimmer mit Ofenheizung, Kachel\u00f6fen, die mit Brikett geheizt werden. In Charlottenburg, dicht am Theodor Heuss Platz, wo zu dieser Zeit die Filmakademie beheimatet war, wo man 1970 das Studium begonnen hat.  Der Beschluss lautet: <strong>Nun wird sich alles \u00e4ndern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Das erste, was sich \u00e4nderte, waren die Temperaturen. Wir sind noch nicht eingezogen und es gibt im Oktober einen ersten K\u00e4lteeinbruch. Wir bef\u00fcllen die Heizungsanlage, deren Kessel sich unter einer Garage im Nebenhaus befindet, mit Wasser. Und stellen fest, Leckagen \u00fcberall. Schwei\u00dfarbeiten sind n\u00f6tig. Kein Problem. Zwei Personen bringen entsprechende F\u00e4higkeiten mit. Dennoch wird die Sache aufwendig, weil nach jeder Leckage erst mal wieder das Wasser wieder raus muss, bevor die Reparaturarbeiten fortgesetzt werden k\u00f6nnen.  Wir arbeiten uns vor, von unten nach oben. Im dritten Stock angekommen, wird eine Pause eingelegt. Im ersten Stock ist eine Frau aus unserer Gruppe dabei, mit Hilfe eines Zollstockes den Raum in der Mitte auszumessen, obwohl wir die R\u00e4ume noch gar nicht verteilt haben. Klar ist nur das Erdgeschoss, das Gemeinschaftsraum werden soll. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Ich bin emp\u00f6rt. Aber nur innerlich. Ein paar Monate sp\u00e4ter zieht sie wieder aus. Aus dem Zollstockzimmer. Mann und Kind nimmt sie mit. So schnell kanns gehen. In der K\u00fcche bauen wir \u00fcber den Herd noch einen gro\u00dfen L\u00fcfter ein und  bringen dann unsere M\u00f6bel in die Walde 81. Geheizt wird mit Koks, den wir sp\u00e4ter mit gemeinsamen Blutspenden bezahlen. Und jeden Tag gibt es ein Abendessen. 50,00 Mark kommt jeden Tag in die Essenskasse. Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen (warm). Zwei Personen kaufen ein und kochen. Dort kommen auch die ber\u00fchmten Mehlbeutel zu Einsatz. Und die gebratenen Heringe, die sauer eingelegt werden. Manchmal gibt es Napfkuchen mit Rosinen am Sonntag. Einige nennen es Gugelhupf. Und den rheinischen Sauerbraten von Doro, an den uns Helga im Januar 2026 erinnert hat. (Januar 2026)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Und immer wieder Plenum und Neuaufnahmen, wenn Personen das Weite gesucht hatten und Zimmer neu zu besetzen waren (Das erste Mal nach gef\u00fchlten drei Monaten). Die Kinder werden am Morgen mit einem Fahrzeug in den Kinderladen nach Charlottenburg in die Neue Kantstrasse gebracht. Sp\u00e4ter mit einem gemeinsamen VW Bus. (Ein Lottogewinn, dem m\u00fchsam ein neuer Unterboden eingeschwei\u00dft wird, wegen durchrosten). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Damit dieses Wissen von damals nicht verschwindet, ist es an der Zeit, 48 Jahre nach dem Beginn, endlich aufzuschreiben, wie das alles anfing. Das hier ist der ist nur ein Teil, der den ersten Mai 1975 mit einschlie\u00dft. Bis zu meinem\/unserem Auszug 1978. Eben die Verweildauer von sechs Jahren. Der Auszug hatte bei uns nichts mit der Waldemarstrasse 81, sondern eher mit der Stadt Berlin zu tun. \u00dcberall nur Opas, Omas und Studenten. Kein richtiges Leben.  Wir ziehen in anderer Formation aus, als wir eingezogen sind. Seither trinke ich morgens meinen Kaffee immer nur aus gro\u00dfen Bechern.  <\/p>\n\n\n\n<p>Hamburg, d. 20. M\u00e4rz 2020\/ 15. Mai 2022\/ 2. Februar 2026  Jens Meyer<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-52390bb4-a6e7-43d2-be74-fae5ca9b8c86\" href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Die-wirklich-wahre-Geschichte-Wir-bleiben-drin.pdf\">PDF  Die wirklich wahre Geschichte Wir bleiben drin<\/a><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Die-wirklich-wahre-Geschichte-Wir-bleiben-drin.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-52390bb4-a6e7-43d2-be74-fae5ca9b8c86\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/021a-e1404127809766-686x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-668\" style=\"aspect-ratio:0.6699278093425578;width:255px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/waldemai-6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2984\" style=\"width:260px;height:357px\"\/><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Waldemarstrass19756.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4269\" style=\"aspect-ratio:1.406563984337989;width:226px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"664\" height=\"489\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Waldemarstrasse19758.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3434\" style=\"aspect-ratio:1.3578563694768957;width:213px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/walde2-1024x679.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4270\" style=\"aspect-ratio:1.5080789946140036;width:240px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"715\" height=\"489\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WaldemarstrassePlakat.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4266\" style=\"aspect-ratio:1.462169264332065;width:247px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WaldemarstrassePlakat.jpg 715w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WaldemarstrassePlakat-300x205.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"746\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/waldemarstrasse1975-1024x746.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3278\" style=\"aspect-ratio:1.372648679270876;width:250px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"686\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/022a1-1024x686.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-667\" style=\"aspect-ratio:1.4927066081411746;width:250px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_7852Wirbleibenalle.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10956\" 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Mai 1975\" class=\"wp-image-3007\" style=\"aspect-ratio:0.6611273563373097;width:174px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"486\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10572\" style=\"aspect-ratio:1.4814814378465673;width:301px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image.png 720w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-300x203.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"739\" height=\"1024\" 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An jenem Freitag im Februar. Februar 2020. Ein kurzes Foto und schnell wieder zur\u00fcck. Zu Hause habe ich mir dann die Sache genauer angesehen. Erst war ich erschrocken. Dann erbost. 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