{"id":11847,"date":"2020-06-13T19:34:33","date_gmt":"2020-06-13T19:34:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=11847"},"modified":"2026-03-28T18:58:39","modified_gmt":"2026-03-28T18:58:39","slug":"interview-mit-den-streit-bruedern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=11847","title":{"rendered":"Neue Fassung nach versehentlichem L\u00f6schen"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Hugo-und-Sophie-StreitSchauburgZeitung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1448\" height=\"932\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Hugo-und-Sophie-StreitSchauburgZeitung.jpg\" alt=\"Schauburg Zeitung (Vom Oktober 1930)\" class=\"wp-image-19224\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Foto von Louis Segall. Oktober 1930. Hugo Streit und Sophie Sreit mit der Schauburg Zeitung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-2d3e81fd-64f4-4ad5-afd9-f0d618c2c9ad\" href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/pdf-InterviewStreitFamilieBeloHorizonte.pdf\">pdf InterviewStreitFamilieBeloHorizonte<\/a><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/pdf-InterviewStreitFamilieBeloHorizonte.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-2d3e81fd-64f4-4ad5-afd9-f0d618c2c9ad\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>\nInterview\nmit Rolf Arno Streit, Carl Heinz Streit, Hilde Streit am <strong>30. Juli\n1990 31 Juli 1990 in Belo Horizonte Brasilien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Protokoll\nder Tonaufzeichnung <\/strong>\n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: \u201d<\/strong>Mein Gro\u00dfvater Jeremias genannt James Henschel\nwar der Erste in Hamburg, der Kinos gemacht hat. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nEr\nist auf folgende Weise auf diese Idee gekommen. In Paris, so hat er\ngeh\u00f6rt, gibt es einen Grammophon-Laden, dass heisst Leute konnten in\nden Laden gehen , sich&#8230;&#8230;.wie heisst das?&#8230; Telefone an die Ohren\nlegen und konnten dann eine Musik w\u00e4hlen, die sie bekommen haben\ndurch die&#8230;..durch das Grammophon. \u00dcbertragenen. Das wollte er in\nHamburg auch machen und deshalb sind sie dann in Paris gewesen, wo\ndieser<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;.wo\ndieses  Grammophongesch\u00e4ft existierte und sich mit dem Inhaber\ndar\u00fcber zu unterhalten&#8230;..Auf dem Wege dorthin sind\n&#8230;&#8230;.stehengeblieben an vor einer riesigen Schlange von Menschen,\ndie alle in ein sogenanntes Cine gehen wollte. Das war eine Neuigkeit\nf\u00fcr meine Gro\u00dfeltern und&#8230;..da wurden eben die ersten Filme\nvorgef\u00fchrt. Dann sind sie zu dem Grammophonmann gegangen und sind\nnachher in ihr Hotel gegangen und haben geschlafen. Meine\nGro\u00dfmutter-Frida Henschel -hat zu Madam&#8230;..zu meinem Gro\u00dfvater\ngesagt, wei\u00dft du James ich hab es mir \u00fcberlegt, wir machen nicht\nGrammophon, wir machen Kinos. Und das war die Idee, das mein\nGro\u00dfvater der Erste in Hamburg war, der Kinos er\u00f6ffnete. So ist\nauch der Henschel Film und Theaterkonzern nach ihm benannt worden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage:\n<\/strong>Das erste Kino war das Belle Alliance Kino? Das war ein sehr\ngro\u00dfes Kino?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong>\u201cDas kann ich nicht genau sagen, wie gro\u00df es war.\nAuf jeden Fall war das das erste Kino -richtige Kino- in\nHamburg&#8230;..Hamburg Altona&#8230;.wenn ich mich nicht irre.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDer Gro\u00dfvater hat dann mit Ende des Krieges alle Kinos verkauft, sie\nhaben erz\u00e4hlt an die Ufa. K\u00f6nnen sie mal sagen, warum er die Kinos\nverkauft hat?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong>\u201cDie Ufa ist an meinen Gro\u00dfvater herangetreten .\n(LkW Ger\u00e4usch)&#8230;&#8230;&#8230;.Die Ufa ist an meinen Gro\u00dfvater\nherangegangen  und hat ihm gesagt, entweder verkaufen sie uns ihre\nganzen Kinos, oder wir machen ihnen Konkurrenz&#8230;.das war der&#8230;da \nhat mein Gro\u00dfvater sich entschlossen, seine Kinos an die Ufa zu\nverkaufen&#8230; hat sich f\u00fcr das Geld, das er bekommen hat, sofort\nH\u00e4user gekauft&#8230;.Immobilien&#8230;..und ist dadurch&#8230; durch die\nInflation schadlos herausgekommen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nZu\ndem Entschlu\u00df von meinem Gro\u00dfvater, die Kinos zu verkaufen mu\u00dfte\ndie Ufa damit einverstanden sein, da\u00df seine Schwiegers\u00f6hne -n\u00e4mlich\nunser Vater Hugo Streit und unser Onkel Hermann Urich-Sa\u00df &#8230;.also\nseine Schwiegers\u00f6hne Direktoren der Ufa wurden f\u00fcr Norddeutschland,\nwas geschah\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nBis wann waren Hugo Streit und Hermann Urich-Sa\u00df Direktoren der Ufa?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong>\u201cDie waren Direktoren bis &#8230;..ungef\u00e4hr 1926 . Ein\nganz genaues Datum kann ich nicht sagen, aber &#8230;..Mitte der 20iger\nJahre ist es wohl gewesen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\nCarl\nHeinz Streit: Das ist aber richtig. Ich mein, ich erinnere das auch\nnicht mehr so genau.<\/p>\n\n\n\n<p>\nHilde\nStreit: (zu ihrem Mann): Du weisst es noch besser.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\n\u201cJa,\ndurch die ganze Wiedergutmachungsgeschichte&#8230;.bin ich wieder\nda&#8230;&#8230;&#8230; irgendwie erinnert worden. Das ist ja auch nun schon\nviele Jahre her.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong>. Jetzt ist leise&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Das kommt aber immer wenn der Omnibus kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> Ja \u00fcberall, kommt immer&#8230;..bei uns viel mehr noch.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\n1918 wurde die Ufa gegr\u00fcndetund die Ufa trat an ihren Vater heran\nund er hat seine Kinos verkauft. K\u00f6nnen sie das noch mal erz\u00e4hlen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:\u201d<\/strong>Ja&#8230;.nachdem &#8230;ist schon &#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d<\/strong>Nein, wenn das Licht angeht.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Also&#8230;. nach dem\nKriege 14\/18 ist die Ufa an meinen Gro\u00dfvater herangetreten und hat\nihm gesagt, wir bauen hier Kinos, oder sie verkaufen uns ihre Kinos..\nund da ist mein&#8230;&#8230;.hat mein Gro\u00dfvater den Entschlu\u00df gefasst,\nseine Kinos zu verkaufen&#8230;..mit der Bestimmung, da\u00df mein Vater und \nmein Onkel &#8230;Hugo&#8230;Hermann Urich Sass Direktoren der Ufa werden von\nNorddeutschland, was geschah, ausserdem war mein Gro\u00dfvater mit 5 %\n\u00fcber viele Jahre an allen Ufa Einnahmen beteiligt \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;..und\nsp\u00e4terhin&#8230;auch mit  2,5 %  f\u00fcr alle&#8230;von allen Kinos, die noch\nerbaut  worden sind sp\u00e4ter von der Ufa&#8230;Mein Gro\u00dfvater selbst hat\nseine &#8230;hat die Inflation \u00fcberstanden durch Ankauf von Immobilien\n&#8230;.das Geld, was er damals von der Ufa bekommen hatte, hat er sofort\nangelegt in Immobilien und dadurch ist er  aus der Inflation schadlos\nherausgegangen:\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWissen sie noch welche Kinos das waren, die ihr Gro\u00dfvater dort\nverkauft hat?<\/p>\n\n\n\n<p>\nRolf\nArno Streit :\u201cIch kenn\neinige&#8230;&#8230;wei\u00df ich &#8230;..das&#8230;.zum Beispiel das Lessingtheater ,\ndas Passagetheater , das Harvestehuder Lichtspiele und einige\nandere&#8230;&#8230;.ich entsinne die Namen nicht mehr genau. Auf jeden\nFall&#8230;.vielleicht sechs Kinos, die mein Gro\u00dfvater der Ufa verkauft\nhat\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDas Waterloo Theater geh\u00f6rte das auch dazu?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:\u201d<\/strong>Das Waterloo Theater geh\u00f6rte dazu, ja. Das hat\nmein Gro\u00dfvater erbaut.Das war damals das vornehmste Kino in\nHamburg.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nUnd dann hat ihr Vater Hugo Streit und Hermann Urich-Sass &#8230;..haben\nsich selbstst\u00e4ndig gemacht und haben neue Kinos aufgemacht. Wann war\ndas?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:\u201d<\/strong>Sie waren, wie gesagt, Direktoren der Ufa bis 1925\noder 1926&#8230;.und haben sich dann selbstst\u00e4ndig gemacht und haben die\nerste&#8230;.das erste Kino &#8230;.gekauft, die Schauburg\nHauptbahnhof&#8230;..die damals anders hie\u00df&#8230;&#8230;der Name ist mir\nentfallen&#8230;&#8230;das ist die sp\u00e4tere Barke gewesen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nAm\nHauptbahnhof. Dadurch&#8230;..Nach und nach haben sie andere Kinos gebaut\n&#8230;..im ganzen waren&#8230;.bestand der Henschel Film und Theaterkonzern\n&#8230;wie er sich nannte&#8230; aus 12 Kinos .Schauburg Hamm, Schauburg\nHammerbrook, Schauburg Wandsbek,Schauburg Harburg und diverse\nandere&#8230;..die mir im Moment nicht einfallen. Auf jeden Falll waren\nes zw\u00f6lf Gro\u00dfkinos und der Konzern war dadurch &#8230;.der gr\u00f6\u00dfte\nKonzern in Hamburg &#8230;.was die Theaterbranche&#8230;. die Kinobranche\nanbelangt\u201c. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nSie hatten mir erz\u00e4hlt , sie haben auch mal eine Er\u00f6ffnung\nmiterlebt&#8230;von der Schauburg am Millerntor&#8230;.das war ja ein sehr\ngro\u00dfes Kino und zur Er\u00f6ffnung ist Henny Porten gekommen&#8230;k\u00f6nnen\nsie da noch mal was erz\u00e4hlen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: \u201d<\/strong>Ja ich kann dar\u00fcber erz\u00e4hlen, aber ich wei\u00df,\nob es die Schauburg Haupt&#8230;&#8230;Schauburg Millerntor war&#8230;. es kann\nirgend eine andere Schauburg gewesen sein. Alle Schauburgen wurden\ner\u00f6ffnet mit irgendeiner Sensation, so auch eine\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.(LKW L\u00e4rm)&#8230;.so auch eine Schauburg mit der\nHenny Porten. Die Henny Porten kam in Hamburg an &#8230;.am Hauptbahnhof.\nEs waren viel mehr Menschen dort&#8230;.. als seiner Zeit der\nReichspr\u00e4sident Ebert ankam, das schrieben die Zeitungen&#8230;..sp\u00e4ter.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>\nAndere\nSchauburgen wurden er\u00f6ffnet mit anderen Filmschauspielern unter\nanderem auch einmal durch einen Ball bei\n&#8230;&#8230;.Sarasa&#8230;.bei&#8230;.in&#8230; dem Saal &#8230;ich komm nicht auf den\nNamen&#8230;&#8230;&#8230;.. (vermutlich Sagebiel)&#8230;&#8230;&#8230; auf dem gr\u00f6\u00dften\nSaal in Hamburg. Da wurden dann die Leute gefilmt, entweder die\ngetanzt haben oder selbst gesprochen haben und dieser Film wurde\nvorgef\u00fchrt in den Schauburgen und die ganzen Leute die gefilmt\nwurden, haben sich nat\u00fcrlich die Filme angeguckt.Das war ein gutes\nGesch\u00e4ft. Nicht nur eine gut Idee, sondern auch ein gutes\nGesch\u00e4ft&#8230;&#8230;&#8230;..Es wurden auch andere er\u00f6ffnet mit Emil Jannigs,\nsoweit ich erinnere und durch andere Sensationen&#8230;..ich kann nicht\nauf die ganzen Sachen eingehen, weil die Erinnerung mir nicht die\n&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> (der \u00e4ltere Bruder)\u201dLucie Englisch war auch\neinmal da.\u201d \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit : \u201d<\/strong>Lucie Englisch ja&#8230;..sprich du mal weiter<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d<\/strong>Ja ich wei\u00df ja nicht so viel wie du. Du hast\ndoch die ganze Wiedergutmachung betrieben. Dadurch bist du mehr im\nlaufenden.\u201d \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>\n<strong>(an Carl Heinz Streit):<\/strong> Sie haben doch auch mal im Henschel\nFilm und Theaterkonzern gearbeitet? Ein Jahr lang&#8230;?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cJa in der &#8230;. in dem Booking Department\n&#8230;&#8230;wie heisst das auf Deutsch? Programmation\ngearbeitet&#8230;&#8230;&#8230;.Aber ganz kurze Zeit nur. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWas gab es da f\u00fcr Filme&#8230;..wissen sie das noch?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201c!Boh&#8230;&#8230;an die Filme kann ich mich nicht mehr\nerinnern. (lacht)<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cEs gab zum Beispiel &#8230;.es wurde in den\nSchauburgen gezeigt. Der erste Tonfilm mit Harry Liedtke und Marlene\nDietrich, der hiess &gt; Ich k\u00fcsse ihre Hand Madam&lt;.Es waren aber\nnur  einige Minuten, die der Ton herausgekommen ist, n\u00e4mlich das\nLied, ich k\u00fcsse ihre Hand Madam wurde gesungen von Marlene Dietrich\nmit dem Harry Liedtke zusammen&#8230;&#8230;..(Richard Tauber war der\nS\u00e4nger-L\u00e4nge: 2 Minuten 38 Sekunden).<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas\nwar eine Sensation. So fing der Tonfilm in Hamburg an. Sp\u00e4ter\nnat\u00fcrlich kamen andere Filme  wie zum Beispiel:&gt; Der letzte Mann&lt;\nmit Emil Jannings. Das war ein&#8230;.erfolgreicher Film  und auch der\n&gt;Blaue Engel&lt; mit Marlene Dietrich &#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit :<\/strong> \u201eund Emil Jannings\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cJa und Emil Jannings.So nun erz\u00e4hl du mal wieder\nwas (zu seinem Bruder).\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cDann wurde aufgef\u00fchrt der Film &#8230;.ich wei\u00df\nnicht mehr den Namen&#8230; aber es war dieser Schwarze&#8230;., der sich als\nSchwarzer verkleidet hat&#8230;.Al Jolson&#8230;..der Jazzsinger\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDas war  der erste Tonfilm denn auch&#8230; der erste  richtige Tonfilm.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cDas war der Tonfilm, der nicht mehr \u00fcber\nGrammophon ging.  Die ersten &#8230;..die ersten Tonfilme wurden mit\nPlatten bedient. Nachher kam der optische Film.Das war der erste mit\nAl Jolson\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDie Schauburgen -also die Schauburg Hamm und die Schauburg Millerntor\n&#8230;das waren ja alles Neubauten &#8230;.das muss ja ne enorme Stange Geld\ngekostet haben. Wissen sie da irgendwie&#8230;.wieviel das gekostet haben\nmag?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cNein\u201c .<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cDas waren einige Millionen. Ich glaube, mein\nGro\u00dfvater -James Henschel- hat das Anfangskapital zur Verf\u00fcgung\ngestellt. Vielleicht wurden nachher auch Bankkredite aufgenommen. Ich\nkann das nicht genau sagen. Aber auf jeden Fall war das ein\nGro\u00dfunternehmen und die meisten Kinos sind erbaut worden durch den\nVerdienst, der schon bestehenden Kinos (Moped im Hintergrund)&#8230;..Die\nmeisten Kinos sind erbaut worden, durch den Verdienst der schon\nbestehenden Kinos.  Die ganzen Schauburgen, bis auf einigen&#8230;&#8230;bis\nauf einigen&#8230;&#8230; wurden vom Henschel Film und Theaterkonzern selbst\nerbaut. Also es waren eigene Grundst\u00fccke.\u201c \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDann waren es &#8230;&#8230;wenn ich das so richtig recherchiere&#8230;..dann\nwaren es imgrunde nur zwei &#8230;.zwei gro\u00dfe Filmtheaterbetriebe in\nHamburg&#8230;.das war der Henschel und die Ufa. Die m\u00fcssen doch in\nstarker Konkurrenz auch gestanden haben?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cJa, solange sie nicht den Ufa Palast gebaut\nhatten, war das &#8230;&#8230;.gab es keine gro\u00dfe Konkurrenz&#8230;.aber nachdem\nder Ufa Palast&#8230;ich glaube es war im Jahre 19und&#8230;..Ende 1920\n&#8230;&#8230;.vielleicht 1929 &#8230;&#8230;oder 28 &#8230;..ich wei\u00df nicht genau&#8230;.\nda wurde es nat\u00fcrlich eine Konkurrenz. Aber die hat dem Henschel\nFilm und Theater Konzern auch nichts ausgemacht&#8230;.er ist &#8230;..er ist\nsehr solide geblieben &#8230;&#8230;bis zum Ende&#8230;..bis zum Anfang der\nNazizeit&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Da wurde der Henschel Film und Theater Konzern\nsehr stark betroffen&#8230;und &#8230;.es wurde ein &#8230;.ein &#8230;&#8230;ein\nProgramm gegen die Theater ausge\u00fcbt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWann hat das begonnen&#8230;.das man  gegen den Henschel Film und Theater\nKonzern &#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cMit Anfang der Nazizeit&#8230;&#8230;.1933&#8230;&#8230; Da wurde\nder&#8230;&#8230;&#8230;. Henschel Film und Theaterkonzern gestempelt als\nj\u00fcdisches Unternehmen&#8230;..und dadurch sind die &#8230;Besucher ziemlich\nheruntergegangen. &#8230;&#8230;1936&#8230;..ich glaube mich nicht zu\nirren&#8230;.(gemeint ist vermutlich der reichsweite Pogrom in der Nacht\nvom 9\/10 November 1938)&#8230;&#8230;in der Kristallnacht wurden die Kinos\ngesch\u00e4ndet&#8230;&#8230;.und zerst\u00f6rt &#8230;zum Teil, dann haben sie&#8230;&#8230;dann\nhaben sich die Nazis davorgestellt und haben keine Juden\nmehr&#8230;.keine Ar&#8230;..keine Besucher mehr hereingelassen. Dadurch hat\nder Konzern nat\u00fcrlich sehr stark gelitten.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDer Henschel Konzern war eine OHG zwischen Hermann Urich-Sa\u00df und\nHugo Streit und das gab es eine Phase wo&#8230;.ihre&#8230;ihre V\u00e4ter das\nwohl schon voraus gesehen haben &#8230;.sie hatten mir erz\u00e4hlt , er\nw\u00e4r&#8230;der Hugo Streit w\u00e4r zusammen mit dem einen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer\nnach Berlin gefahren und wollte das verkaufen&#8230;&#8230;.das Kino. K\u00f6nnen\nsie dar\u00fcber was sagen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cJa mein Vater &#8230;&#8230;&#8230;.Hugo Streit ist mit\nRomahn&#8230;&#8230;der damals&#8230;&#8230;..Prokurist gewesen ist  von den\nSchauburgen nach Berlin gefahren, um mit der Ufa zu verhandeln&#8230;&#8230;\nk&#8230;.\u00f6nnen wir mal einen Augenblick Schlu\u00df machen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n..zu\n<strong>Carl Heinz:<\/strong>. Weshalb ist Pappa nach Berlin gefahren? Achso\nja&#8230;.kann ich weitermachen&#8230;..Mein Vater ist mit Romahn nach Berlin\ngefahren, um mit der Ufa &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;(lauter LKW)  um mit der Ufa\nzwecks Verkauf zu verhandeln, die Ufa war interessiert daran, die\nKinos zu \u00fcbernehmen &#8230;&#8230;&#8230;in dieser&#8230;&#8230;selben Zeit&#8230;in diesem\nselben Zeitabschnitt starb Hermann Urich-Sass&#8230;..und Romahn wurde\nbenachrichtigt von dem Tode von Hermann Urich-Sass&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\naber\nsollte nicht st\u00f6ren  &#8230;..st\u00f6rend auf die Verhandlungen meines\nVaters  mit der Ufa wirken&#8230;Das geschah aber doch aus irgendeinem\nGrunde..der mir entfallen ist&#8230;..ich glaube durch die\nZeitung&#8230;&#8230;ich wei\u00df es nicht genau&#8230;und mein Vater hat die\nVerhandlungen abbrechen m\u00fcssen&#8230;daraus ist nichts&#8230;leider nichts\ngeworden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDas ist ein historisches Datum in zweierlei Hinsicht. Am 27. Januar\nstarb Hermann Urich-Sass und am 30. Januar &#8230;..wurde er\nbeerdigt&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Am 30&#8230;wurde Hermann Urich Sass beerdigt , das war\nan dem Tag als Hitler zum Reichkanzler ausgerufen wurde&#8230;&#8230;..von\nHindenburg&#8230;&#8230;sp\u00e4ter wurde er der sogenannte F\u00fc&#8230;F\u00fchrer im\nm\u00f6chte lieber sagen Verf\u00fchrer, denn er hat die ganze Welt verf\u00fchrt\nund sechs Millionen Juden ermordet&#8230;&#8230;..aber das geh\u00f6rt nicht zu\n&#8230;&#8230;&#8230;(LKW Ger\u00e4usch)&#8230;..Soll ich wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p>\nAnfangen\nmit Hermann Urich-Sa\u00df, das er starb?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\nFrager:\nJa   \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Mein Vater war mit Romahn dem Prokuristen des\nHenschel Konzerns in Berlin um mit der Ufa zwecks Verkauf der Kinos\nzu verhandeln.  W\u00e4hrend der Verhandlungen ist Hermann Urich-Sa\u00df\ngestorben. Das sollte meinem Vater aber nicht mitgeteilt werden, um\ndie Verhandlungen nicht &#8230;..mit der Ufa nicht zu st\u00f6ren&#8230;&#8230;..und\nRomahn wurde benachrichtigt, aber er konnte es leider nicht\nverschweigen, wahrscheinlich hat mein Vater es aus der Zeitung\nerfahren&#8230;..und ist dann zur\u00fcckgekommen und die Verhandlungen\nwurden abgebrochen<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;.inzwischen\nist der Nazismus weiter gegangen, die Theater wurden weiter\ngesch\u00e4digt und die Ufa war nicht mehr interessiert an einem Kauf der\nKinos. &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;Sp\u00e4ter  wurde mein Vater gezwungen die&#8230;&#8230;nein\nsp\u00e4ter wurde eine Kommanditgesellschaft gegr\u00fcndet &#8230;in dem mein\nVater der alleinige Gesellschafter war und die Kommanditisten die\nErben des verstorbenen Hermann Urich-Sa\u00df&#8230;&#8230;..Sp\u00e4ter wurde mein\nVater gezwungen, die Sachen zu verkaufen &#8230;..oder zu realisiseren,\ndamit &#8230;..die Kinos&#8230;&#8230;.wie heisst das auf gut deutsch? (<strong>An\nCarl Heinz Streit <\/strong>) Carl Heinz: \u201cArisiert\u201c. <strong>Rolf Arno\nStreit:<\/strong> \u201cArisiert worden sind&#8230;&#8230;.arisiert wurden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cGleichschalter wurden eingesetzt\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cGleichschalter wurden eingesetzt, das waren\nRomahn und Sch\u00fcmann&#8230;.die nachher als die Inhaber des Henschel Film\nund Theaterkonzerns fungierten. Gezahlt haben sie nichts daf\u00fcr.\nDaf\u00fcr hat schon die Partei gesorgt, da\u00df den Juden kein Geld\nzugef\u00fcgt worden ist. Und wenn&#8230;das entsinne ich nicht&#8230; .ein ganz\nkleiner &#8230;..Betrag&#8230;.der \u00fcberhaupt nicht &#8230;.dem Unternehmen\nentsprach&#8230;..\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDie Schauburg Lichtspieltheatertgesellschaft Romahn und Sch\u00fcmann\nGmbh&#8230;.wurde ja 1933 schon gegr\u00fcndet mit 20.000,&#8211; RM. Nun hab ich\nmich so gefragt, wie kann man denn mit 20.000,&#8211; RM  ein Geb\u00e4ude\n\u00fcbernehmen das schon allein 500.000,&#8211;RM  gekostet hat?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201eIch glaube sie irren, das war nicht 1930, sondern\n&#8230;&#8230;1934 oder 1935 &#8230;Das war nicht 1930.  1930 geh\u00f6rte doch der\nHenschel Film und Theater Konzern &#8230;&#8230;<strong>Frage<\/strong>: Nee 1933&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Ja 1933&#8230;..geh\u00f6rte der Henschel Film und Theater\nKonzern&#8230;.wurde der Henschel Film und Theater Konzern &#8230;.nach dem\nTode von Hermann Urich-Sa\u00df &#8230;.in eine Kommanditgesellschaft\numgewandelt<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;..wie\nich bereits beschrieben hatte.. gesagt hatte&#8230;..Aber ich\nglaube&#8230;.die Gesellschaft Romahn und Sch\u00fcmann wurde\ngegr\u00fcndet&#8230;..1935&#8230;oder 1936&#8230;&#8230;das war nicht 1930.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nAlso ich hab nur die Handelsregister Eintragung und danach ist es\nschon 1933 passiert. Die Gr\u00fcndung selber und die Eintragung ins\nHandelsregister. Der Widerspruch ist nur der das man mit so wenig\nGrundkapital &#8230;..sag ich mal&#8230;&#8230;..mit 20.000,&#8211; RM so teure Kinos\ndann sp\u00e4ter \u00fcbernehmen kann. &#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cJa das wei\u00df ich nicht ganz genau, wie die Sachen\ngewesen sind, ich wei\u00df nur, da\u00df Romahn und Sch\u00fcmann, die ja kein\nGeld hatten&#8230;..die erste Zeit meinem Vater Zuwendungen gemacht\nhatten. Das wurde auch von den Nazis so vorgeschrieben, da\u00df die\nJuden &#8230;..eben die Gesch\u00e4fte \u00fcbergeben mu\u00dften, das war ein\nZwang&#8230;es lag ein Zwang dahinter&#8230;..ich glaube nicht&#8230;da\u00df man\n&#8230;&#8230;das Romahn und Sch\u00fcmann&#8230;.ich wei\u00df das Romahn und Sch\u00fcmann\nkein Geld hatten um das Unternehmen zu kaufen&#8230;&#8230;Deshalb ist\nvielleicht die Eintragung gewesen&#8230;.20.000 Mark &#8230;.das war eine\nSchein &#8230;&#8230;.eine Schein&#8230;&#8230;.wie nennt man das auf Deutsch?\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.Eine Schein&#8230;&#8230;&#8230;Sache.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>\n<strong>(An Carl Heinz Streit)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\nSie\nhaben ja noch in Berlin lange im Filmverleih gearbeitet?  K\u00f6nnen sie\ndar\u00fcber noch was sagen?<\/p>\n\n\n\n<p>\nCarl\nHeinz Streit: \u201eJa ich hab bei der Universal Films gearbeitet&#8230;..wo\nich nachher &#8230;..in Brasilien auch angestellt wurde.\u201c \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nUniversal ist ja eine amerikanische Firma, hat die auch &#8230;..Juden\nentlassen schon&#8230;zu der Zeit oder &#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Es war eine vollkommen amerikanische Firma und der\nPr\u00e4sident seinerzeit als ich anfing bei der Universal war Carl\nLaemmle&#8230;..das war ja auch ein Jude&#8230;..die waren in ganz\nS\u00fcdamerika&#8230;..in ganz S\u00fcdamerika vertreten durch den Direktor\n&#8230;der vorher in Deutschland &#8230;Direktor f\u00fcr ganz Europa war&#8230;.Al\nSeckler (?)&#8230;..und als ich in Rio de Janeiro ankam, hat der mich\nsofort angestellt&#8230;.bei der Universal Films<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;.\nda hab ich gearbeitet als&#8230;.zuerst als Buchhalter, nachher wurde ich\nversetzt nach Belo Horizonte &#8230;&#8230;.wo ich die Filiale geleitet\nhabe&#8230;.. als Direktor f\u00fcr den Staat Minas Gerais und da hab ich\nlange gearbeitet &#8230;&#8230;zweiunddreissig Jahre &#8230;..in der Universal\nFilms\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage:<\/strong>\nKommen wir noch mal zur\u00fcck zu der Zeit&#8230;&#8230;sie sind ja aus\nDeutschland&#8230;mu\u00dften aus Deutschland fl\u00fcchten&#8230;.das sie mal\nerz\u00e4hlen, wann das war und wie das so im Einzelnen vor sich gegangen\nist. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cWir sind 1936 ausgewandert. Sind zuerst in Rio\nde Janeiro angekommen und von da aus nach Buenos Aires gegangen\n&#8230;&#8230;aber uns gefiel Rio de Janeiro viel besser als Buenos Aires\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;(Lkw Ger\u00e4usche) &#8230;&#8230;&#8230;willst du nichts erz\u00e4hlen von\nSass &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> \u201c&#8230;.das der gestohlen hat&#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d&#8230;<\/strong>brauchst ja keinen Namen zu nennen. &#8230;.sind\neinem Betr\u00fcger in die H\u00e4nde gefallen\u201c..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cDas geh\u00f6rt nicht dazu\u201c. LKW Ger\u00e4usche&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage:<\/strong>\nK\u00f6nnen wir gerne haben. K\u00f6nnen ja von irgend einem Mann erz\u00e4hlen\n&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> \u201cDer lebt vielleicht gar nicht mehr\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cWo sind wir nun?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWir sind noch gar nicht ausgewandert. Sie sind immer schon in\nArgentinien, aber wir sind eigentlich noch in Deutschland. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cNaja denn wollen wir noch mal. Also wir sind\n1933 ausgewandert&#8230;mit der &#8230;.wir sind nach Brasilien gekommen mit\nder Monte Pascia (?Schreibweise).<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cWir sind nicht 1933 ausgewandert. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit Hilde Streit:<\/strong> \u201c1936&#8230;.. 1936 sind wir\nausgewandert&#8230;&#8230;..sind in Brasilien angekommen &#8230;.sind ungef\u00e4hr\neinen Monat in Rio de Janeiro geblieben &#8230;.von da aus nach\nArgentinien Buenos Aires &#8230;..aber uns gefiel Rio de Janeiro\nbedeutend besser. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nSind\nwir also &#8230;nach Brasilien zur\u00fcckgekommen  und &#8230;. da wurde ich\nsofort angestellt bei der Universal &#8230;.wo der der Direktor  der\nvorj\u00e4hrige Direktor f\u00fcr Europa war&#8230;.Al Seckler \n(Schreibweise)&#8230;..da hab ich &#8230;&#8230;hab ich ca 40 Jahre gearbeitet\nbei der Universal.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWie war das.? Das war ja nicht ganz einfach ein Einreisevisum f\u00fcr\ndiese L\u00e4nder zu bekommen:<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cJa die Sache war die&#8230;man hat sich immer den\nKopf zerbrochen wohin&#8230;.denn wir wollten und konnten nicht in\nDeutschland bleiben&#8230;. unter der Naziherrschaft und da kam dann ein\nMann zu uns und sagte er k\u00f6nnte uns Geld r\u00fcberbringen nach (lacht)\nBrasilien und &#8230;ich will diese ganze Geschichte nicht genau\nauslegen&#8230;.denn die ist vergessen&#8230;.relativ&#8230;. und auf jeden Fall\nhaben wir das Geld&#8230;.was unser Vater uns gegeben hat &#8230;&#8230;nicht\nausgezahlt bekommen &#8230;in Brasilien &#8230;.. und der Mann hat dann\ngesagt&#8230;das ist versehentlich nach Argentinien \u00fcberwiesen worden  \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;.dann\nsind wir dann alle zusammen nach Argentinien gefahren, wo er dann\nauch immer wieder die Ausrede hatte&#8230;.es ist noch nicht angekommen.\nWir waren vielleicht zwei drei Wochen &#8230;.vier Wochen in Argentinien\n&#8230;&#8230;.und da bis dahin das Geld nicht \u00fcberwiesen wurde \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;wu\u00dften\nwir dass wir einem Betr\u00fcger in die H\u00e4nde gefallen sind. Uns gefiel\nRio &#8230;&#8230;.wie eben schon beschrieben von meinem Bruder &#8230;&#8230; uns\ngefiel Rio besser&#8230; und deshalb sind wir nach Rio abgefahren und von\nRio aus haben wir dann dem Man geschrieben&#8230;wie das nun ist mit dem\nGeld&#8230;daraufhin antwortete er &#8230;&#8230;wenn ihr noch mal \u00fcber die\nGeschichte fragt oder \u00fcberhaupt schreibt&#8230;.dann wi\u00dft ihr ja, da\u00df\nihr noch Eltern in Deutschland habt&#8230;..an die ich mich r\u00e4chen\nk\u00f6nnte.\u201d \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:Sie\nwaren ja schon in Holland, wenn ich das so richtig entsonnen habe und\nhaben ihr Frau nachgeholt nach Holland zum heiraten und haben dadurch\ndas Visum bekommen. K\u00f6nnen sie das noch mal erz\u00e4hlen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cJa die Sache war folgende\u00b4. Ich habe meiner Frau\ndie Ehe versprochen, bevor ich  Deutschland verlie\u00df und wir sind\ndamals nur als&#8230;&#8230;als Touristen&#8230;..mit einem Touristenvisum in\nBrasilien angekommen f\u00fcr die Zeit von einigen Wochen, wir blieben da\nungef\u00e4hr ein halbes Jahr und es war nicht m\u00f6glich eine Legasisation\nzu erwirken aus verschiedenen Gr\u00fcnden \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;..die\nmir entfallen sind&#8230; auf jeden  Fall&#8230;.habe ich dann meinem Onkel,\nder Konsul von Portugal war und in Holland lebte geschrieben, ob er\nmir helfen kann. Er sagte mir ja&#8230;&#8230;er schrieb mir ja , das kann\nich machen&#8230;.aber du mu\u00dft selbst hier her\u00fcberkommen, dann wird\nalles erledigt. Naja ich will nicht weiter dar\u00fcber reden&#8230;dass\nnichts erledigt wurde. (lacht) aber es kam ein Freund meiner Eltern\nnach Holland um zu h\u00f6ren<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;.wie\nes in Brasilien aussieht, denn er hatte ein Einreisevisum von\nBrasilien bekommen in Antwerpen von dem Generalkonsul von\nBrasilien&#8230;.. und da hab ich ihn gefragt&#8230;.. wie haben sie das\ngemacht&#8230;..da sagt er  einen ganz kleinen Betrag hat er eingezahlt\nwas er in Brasilien wiederbekommen w\u00fcrde und dadurch hat er das\nsogenannte Kapitalistenvisum bekommen  und<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;..ist\nreingekommen &#8230;&#8230;und ich hab mir sehr bedankt bei diesem Mann, denn\nich bin zwei Tage sp\u00e4ter nach Antwerpen gefahren  und hab dort den\nVizekonsul nach dem&#8230;nach diesem Kapitalistenvisum gefragt und der\nhat  mir dann den Rat gegeben zu heiraten wiederhinzukommen und er\nw\u00fcrde mir dann das Kapitalistenvisum geben. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nAlso\nmeine Frau ist dann nach Holland gekommen zusammen mit meinen Eltern\nund ihren Eltern und da wurde geheiratet in Holland&#8230;.in\nHaag&#8230;&#8230;..\u00fcbrigens wo auch die Prinzessin Juliana geheiratet hat\n&#8230;&#8230;aber das nur nebenbei&#8230; auf jeden Fall sind wir dann zwei drei\nTage sp\u00e4ter nach Antwerpen gefahren um das Visum zu erhalten aber\nder Vizekonsul sagt mir &#8230;..es tut mir furchtbar leid..ich kann\nihnen das Visum nicht mehr  geben, denn es kommt kein Mensch mehr\nnach Brasilien rein&#8230;&#8230;kein Deutscher&#8230;&#8230;oder kein Jude ich wei\u00df\ndas nicht mehr genau&#8230;&#8230;.. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n(<strong>Hilde:kein\nDeutscher <\/strong>) auf jeden Fall&#8230;ein Deutscher nicht wahr&#8230;.es war\ngesperrt&#8230;..vom Au\u00dfenministerium&#8230;.da hab ich zu dem Vizekonsul\ngesagt&#8230;h\u00f6ren sie mal zu ich bin da in einer f\u00fcrchterlichen Lage\nich kann in Holland nicht bleiben, ich kann nicht nach Deutschland\nrein, wo ich sofort ins Konzentrationslager gekommen w\u00e4re, also was\nsoll ich machen<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;er\nsagte , ich kann ihnen leider nicht helfen&#8230;.da sagte ich\ndann&#8230;..kam ich auf die gute Idee und bat ihn mich vorzustellen dem\nGeneralkonsul &#8230;&#8230;..was geschah&#8230;&#8230;.. dem Generalkonsul habe ich\nmeine Geschichte erz\u00e4hlt &#8230;&#8230;und dieser gute Mann hat uns\ngl\u00fccklicherweise das Kapitalistenvisum gegeben zusammen mit einem\nBrief ans Aussenministerium und mir eine Kopie \u00fcbergeben von diesem\nBrief<\/p>\n\n\n\n<p>\n &#8230;&#8230;.in\ndem unsere Geschichte beschrieben wurde&#8230;.das er keine andere\nM\u00f6glichkeit  hatte, als mir das Visum gegen die Anordnung des Ida\nMaraties (Schreibweise ?)&#8230;&#8230;.also des Aussenministeriums zu\nerteilen&#8230;&#8230;Aber die brauchte ich nicht, denn wir sind glatt in Rio\nangekommen &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..Somit fing unsere Geschichte in Brasilien\nan..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nSie hatten mir gesagt&#8230;es h\u00e4tte auch so die M\u00f6glichkeit gegeben,\nda\u00df sie mit einer Ausnahmegenehmigung nach Deutschland f\u00fcr drei\nTage fahren und hatten daf\u00fcr einen bestimmten Ausdruck genannt.\nK\u00f6nnen sie das noch mal erz\u00e4hlen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:\u201d<\/strong>Das ist ein &#8230;..ich wei\u00df nicht mehr genau wie\ndas hie\u00df&#8230;auf jeden Fall war das&#8230;..wurde das Leuten &#8230;.auch\nJuden erteilt&#8230;(lautes LKW Ger\u00e4usch)&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nEinfach noch mal von vorne&#8230;.diese Ausnahmegenehmigung&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cDiese Einreisegenehmigung f\u00fcr zweidreivier Tagen\nwurde Juden auch gegeben, um zum Beispiel die Eltern zu beerdigen\noder irgend welche &#8230;..aus irgendwelchen Anl\u00e4ssen und diese hab ich\nmir auch erhofft zu erhalten&#8230;aber hab sie nicht erhalten&#8230;bin von\ndem Konsul in Amsterdam  (Hilde fl\u00fcstert vor: gewarnt\nworden&#8230;&#8230;gewarnt worden) &#8230;..nicht gewarnt worden. &#8230;.erstmal\nr\u00fcbergerufen worden&#8230;&#8230;da hat er mir dann gesagt<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;..das\nes leider nicht m\u00f6glich ist&#8230;.ich soll&#8230;..die Einreisegenehmigung\nist nicht bewilligt worden &#8230;&#8230;.und da hab ich gesagt zu\nihm&#8230;&#8230;das k\u00f6nnten sie mir doch auch am Telefon gesagt haben\n&#8230;&#8230;und darauf hin gab er mir keine Antwort&#8230;..also ich bin wech\ngegangen&#8230;&#8230;.ver\u00e4rgert&#8230;&#8230;und er ist mir nachgelaufen&#8230;..der\nKonsul&#8230;&#8230;Hilde: das war ja deutscher Boden, nech&#8230;das\nKonsulat&#8230;Rolf Arno<\/p>\n\n\n\n<p>\nStreit:\n\u201eKonsulat war Deutscher Boden&#8230;da kam der&#8230;..da kam mir der\nKonsul nachgelaufen ich soll um gotteswillen nicht nach Deutschland\neinwandern ohne diese Genehmigung, denn ich k\u00e4me sofort ins\nKonzentrationslager&#8230;&#8230;na daraufhin haben wir dann in Holland\ngeheiratet &#8230;.wie ich schon gesagt habe&#8230;&#8230;\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nH\u00e4tte man den mit dieser Genehmigung den Nazis eigentlich trauen\nk\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cDas kann ich ihnen nicht sagen  (lacht), weil ich\ndas nicht erlebt habe&#8230;aber ich wei\u00df von Leuten, die r\u00fcbergegangen\nsind und wieder rausgekommen sind&#8230;..zweidrei Tage um Eltern zu\nbeerdigen &#8230;&#8230;oder irgendwas, aber ich h\u00e4tte es gewagt, wenn ich\ndas bekommen h\u00e4tte. In Deutschland geheiratet zu haben&#8230;w\u00e4re f\u00fcr\nmich einfacher gewesen&#8230;..als in Holland&#8230;.bei meiner Tante, bei\nder ich gelebt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nSie sind dann zu dritt aufm Dampfer von Amsterdam ? oder.von\nAntwerpen&#8230;.Hilde:zu zweit zu zweit &#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cZu zweit sind wir gefahren&#8230;.denn mein Bruder\nwar ja schon hier. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d<\/strong>Ich war ja dr\u00fcben geblieben.. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cWir sind gefahren mit einem deutschen\nDampfer&#8230;&#8230;mein Vater hat uns eine Passage geschenkt mit der Monte\n&#8230;&#8230;sie cerra campus (Schreibweise ?)Rolf Arno Streit: \u201e  si\ncerra campus war das auch nicht &#8230;&#8230;Hilde Streit:Nee das war ein\nsehr sch\u00f6nes Schiff&#8230;.das war das sch\u00f6nste an der ganzen\nReise&#8230;..Rolf Arno Streit: \u201e Cap Norte&#8230;..das war die\nCap&#8230;&#8230;Cap Norte&#8230;..das war die Cap&#8230;.wir sind mit der Cap Norte\nwieder nach Brasilien gefahren. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nNen  Hamburg S\u00fcd Schiff ne?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cHamburg S\u00fcd Schiff. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit<\/strong>: Das sch\u00f6nste von der ganzen Reise .<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cDas war ein Schwesternschiff der Cap Polonio\n&#8230;&#8230;.und dann sind wir dr\u00fcben abgekommen&#8230;..wieder hier in\nRio&#8230;&#8230;&#8230;und dann ging die Arbeit los&#8230;&#8230;das war nicht einfach\n&#8230;..ich pers\u00f6nlich habe Klavier gespielt abends f\u00fcr eine &#8230;.f\u00fcr\neinen Club&#8230;&#8230;nicht jeden abend aber Sonnabend und Sonntag auf\njeden Fall<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;und\neinmal die Woche und dann hab ich eine  Anstellung bekommen als\nAufseher in einer Eimerfabrik &#8230;&#8230;..da waren Ratten&#8230;.die Eimer\nwurden teilweise gemacht aus &#8230;.Hilde Streit:\nMarmeladen&#8230;..Marmeladendosen&#8230;.also gro\u00dfen Marmeladengef\u00e4\u00dfen\nund die Ratten, die haben sich dabei&#8230;..davon&#8230;..dadurch\nern\u00e4hrt&#8230;aber wenn die Maschinen zur Mittagszeit abgestellt wurden \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;..dann\nliefen mir die Ratten \u00fcber die F\u00fcsse&#8230;&#8230;.(lacht)&#8230;&#8230;.das\nentspricht der Wirklichkeit &#8230;&#8230;&#8230;aber ich bin dort\ngeblieben&#8230;&#8230;einige Monate bis ich dann den Entschlu\u00df gefasst\nhabe, wieder r\u00fcberzufahren&#8230;..nach Europa&#8230;.also nach Holland.. um\nzu heiraten &#8230;weil ich immer meine Versprechungen im Leben gehalten\nhabe und so auch diese&#8230;.. nun sind wir sehr gl\u00fccklich verheiratet\nschon \u00fcber 50 Jahre &#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> \u201cDreiundf\u00fcnfzig\u201c &#8230;&#8230;&#8230;.(lauter LKW).<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:.\nDie f\u00fcnfzig Jahre sind nicht mehr drauf.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cWir haben schon unsere goldene Hochzeit hinter\nuns und sind schon dreiundf\u00fcnfzig Jahre verheiratet. Gottseidank\ngeht es uns heute gut&#8230;&#8230;.wir sind gl\u00fccklich&#8230;wir haben zwei\nKinder&#8230;leider ist eine gestorben &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Pause\nKassettenwechsel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cMein Vater und mein Onkel betrieben auch die\nScala am Schulterblatt, das war ein Tanzlokal &#8230;..das gr\u00f6\u00dfte\nTanzlokal von Hamburg&#8230;&#8230;dazu geh\u00f6rten auch die &#8230;&#8230;&#8230;das eine\nBallhaus Filmzauber und ein Ballhaus Uhu und noch andere, die mir\nentfallen sind &#8230;..auf jeden Fall war das ein  Zweigunternehmen von\nden Schauburgen&#8230;. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nFrager.\nSind sie da mit ihrer Frau auch Tanzen gewesen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> \u201cNe wir waren&#8230;..da waren wir noch gar nicht\nverheiratet.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nMan kann ja auch tanzen, ohne  verheiratet zu sein. <strong>Rolf Arno\nStreit:<\/strong> \u201cWir haben uns da sehr gut am\u00fcsiert&#8230;..als junge\nLeute&#8230;..aber mit meiner Frau war ich nie da, denn da &#8230;.damals war\ndas schon nicht mehr m\u00f6glich &#8230;.ich glaube, die sind auch sp\u00e4ter\nabgestossen worden&#8230;..das entsinne ich aber nicht mehr genau. Auf\njeden Fall haben wir jungen Leute uns sehr gut da in der Scala\nam\u00fcsiert.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nObwohl\nwir noch nicht achtzehn Jahre alt waren&#8230;&#8230;und eines\nTages&#8230;..f\u00e4llt mir grade ein sind wir &#8230;.bin ich mit verschiedenen\nFreunden dahin gegangen und da sagte ein Mann von der Kapelle, es\nkommt Jung-Jerusalem&#8230;&#8230;.und das hat der Freund mir wiedererz\u00e4hlt\n&#8230;..ich sag, was hat er gesagt? Jung-Jerusalem &#8230;&#8230;also\nAntisemitismus&#8230;..das war vor der Nazi Zeit&#8230;.da kam dann mein\nOnkel Hermann Urich-Sass hinein und dem hab ich das erz\u00e4hlt&#8230;.der\nist dann raufgegangen zur Kapelle  hat gesagt wer hat gesagt ist Jung\nJerusalem<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;da\nwollte sich erst keiner melden und da hat er gesagt, ich entlasse die\nganze Kapelle, wenn ich nicht sofort wei\u00df, wer das gesagt hat. Da\nhat er sich gemeldet. Und den hat er sofort rausgeschmissen. Der ist\ndann zu Gericht gegangen und wollte sein Gehalt haben &#8230;.das nicht\nbezahlt worden ist &#8230;.. da mu\u00dfte ich als Zeuge &#8230;&#8230;&#8230;vor Gericht\ntreten um zu beweisen &#8230;..also um zu<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;..auszusagen&#8230;um\nauszusagen, da\u00df er das gesagt hatte und er hat es auch zugegeben&#8230;.\naber er wollte sein Gehalt haben &#8230;.da hat der Richter gesagt&#8230;..er\nentschuldigte sich damit&#8230;er wollte einen Spass machen ,&#8230;&#8230;da hat\nder Richter gesagt&#8230;.wenn sie einen Spa\u00df machen wollten &#8230;..dann\nm\u00fcssen sie auch die Konsequenzen daf\u00fcr bezahlen &#8230;..und wir haben\nden Proze\u00df gewonnen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:\u201d<\/strong>Aber denn hat er gesagt, wie alt du bist&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201e Dann fragte er mich noch, wie alt ich bin, da\nhab ich mein Alter gesagt, sechzehn Jahre oder f\u00fcnfzehn Jahre\n&#8230;.sechzehn Jahre war ich wohl und da sagt er&#8230;.ja dagegen ist doch\ndie Oberschulbeh\u00f6rde wahrscheinlich angegangen, dass sie mit\nsechzehn (lacht) Jahren sich schon in solchen Lokalen aufhalten. Dann\nhabe ich zu ihm gesagt, ich bin geschickt worden von meinem\nVater&#8230;..(lacht) der der Inhaber der Scala war, um nachzusehen, ob\nda alles in Ordnung ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:\u201d<\/strong> &#8230;der hat davon gar nicht gewu\u00dft\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\nRolf\nArno Streit:\u201d&#8230;&#8230;mein Vater aber wu\u00dfte garnichts davon, denn er\nwar sehr strenge&#8230;&#8230;im Gegensatz zu Hermann, der viel mehr\nVerst\u00e4ndnis f\u00fcr solche Angelegenheiten hatte  (lacht)..und..ich\nwei\u00df nicht mehr genau, wie das ausgelaufen ist&#8230;..auf jeden Fall \nmein Vater hat mich nicht bestraft, weil wir ja den Prozess gewonnen\nhaben&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\nJa\ndas war alles , was ich \u00fcber die Tanzlokale berichten kann&#8230;.da war\nglaub ich noch ein Lokal Filmzauber und auch der Faun &#8230;..der hatte\nden selben Eingang &#8230;.also Nebeneingang &#8230;.vom Lessing Theater\n&#8230;&#8230;.da waren sie auch&#8230;..der war auch &#8230;&#8230;der geh\u00f6rte auch zu\nden sogenannten Freudenh\u00e4usern&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\n<strong>(an Carl Heinz Streit)<\/strong> Wissen sie noch was aus ihrer Jugend,\nwas da so berichtenswert w\u00e4re?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cMit der Scala m\u00f6chte ich noch bemerken,\nda\u00df&#8230;&#8230;.und abends in die Scala war das Wort, das sie gebraucht\nhaben als Propaganda&#8230;&#8230;das ist &#8230;.die Scala bestand auch in\nBerlin &#8230;.die Berliner &#8230;&#8230;sind dagegen an gegangen und da haben\nsie es umbenannt. Anstatt und abends in die Scala  und wieder in die\nScala&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.aber sonst aus Berlin w\u00fc\u00dfte ich nichts mehr zu\nberichten\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nMu\u00dften sie nun auf den j\u00fcngeren Bruder immer aufpassen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cNein  (lacht) ich war in Berlin und er hat in\nHamburg gelebt&#8230;ne ganze Zeit lang.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nJa aber vorher doch<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cVoher? nein wir haben uns immer sehr gut\nverstanden\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cIch h\u00e4tte mir auch nicht reinreden lassen von\nmeinem \u00e4lteren Bruder&#8230;.aber wie mein Bruder eben gesagt\nhat&#8230;betont hat&#8230;..wir waren immer nicht nur Br\u00fcder sondern auch\nFreunde und haben alles gemeinsam erlebt und&#8230;&#8230;..\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nSie hatten mir erz\u00e4hlt, sie waren dann sp\u00e4ter bei zwei\nKonkurrenzfirmen ja eigentlich eingestellt als &#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cAlso ich war bei der Columbia angestellt als\nDirektor f\u00fcr &#8230;.f\u00fcr den Staat Minas Gerais  und hab dort\ngearbeitet etwa 14 Jahre &#8230;&#8230;da wurde mir ein Angebot gemacht von\nder United Artists mit h\u00f6herem Gehalt &#8230;..zu United Artists\ngegangen   \u201c(lauter LKW)&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nIch glaub, das m\u00fcssen wir ganz nochmal haben&#8230;..das m\u00fcssen wir\nnoch mal von vorn haben.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cAlso ich war circa 14 Jahre Direktor bei der\nColumbia&#8230;.Columbia Pictures of Brazil &#8230;.f\u00fcr Minas Gerais&#8230;\nsp\u00e4ter war ich Direktor bei der United Artists&#8230;..auch f\u00fcr Minas\nGerais \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;..weil\nsie mir ein gr\u00f6\u00dferes Gehalt geboten hatten &#8230;&#8230;.und daraufhin bin\nich dann &#8230;in eine Firma &#8230;&#8230;zu einer Firma gegangen, die\nbrasilisanische Filme vertrieben hat<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;Sie\nsind zu mir gekommen und haben mich gebeten, die Sache zu \u00fcbernehmen,\nwas ich auch getan hab&#8230;..weil ich dort etwas mehr verdient\nhabe&#8230;.ich bin immer nach &#8230;.ich war immer ein guter Rechner&#8230;..so\nist es mir auch diesmal passiert..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\n<strong>(an Carl Heinz Streit)<\/strong> Sie waren in der gleichen Zeit auch bei\nder Konkurrenzfirma&#8230;.sie haben sich doch wahrscheinlich mit ihrem \nBruder immer um die Kinotermine streiten m\u00fcssen, wer nun die besten\nKinotermine bekommen hat&#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Nein&#8230;.der Hauptkunde hier in Belo Horizonte\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit <\/strong>(\u00fcber den LKW L\u00e4rm&#8230;Jetzt gehts los, jetzt kommen die\nalle zur\u00fcck. Dies ist hier an sich ruhiger, denn dahinten wohnen die\narmen Leute, die haben alle keine Autos&#8230;&#8230;..\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d<\/strong>Nein wir haben uns immer sehr gut verstanden und\nder Hauptkunde hier in Belo Horizonte war die Cineteatro Minas\nGerais, der Hauptinhaber ist ein gewisser Luciano &#8230;.gewesen, der\nvor kurzem &#8230;&#8230;vor vier Wochen gestorben ist&#8230;..ist der&#8230;.einer\nder reichsten M\u00e4nner der Welt &#8230;..der Welt nicht, von Brasilien<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;\nman sch\u00e4tzt ihn auf \u00fcber drei Billionen Dollar&#8230;..die er\nhinterlassen hat &#8230;..aber er hat auch &#8230;..man sagt ihm nach &#8230;er\nh\u00e4tte noch dreissig uneheliche Kinder&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:\u201d<\/strong>Die streiten sich nun alle mit den ehelichen\u201d. <strong>Carl\nHeinz Streit<\/strong>:\u201dJa ja &#8230;..ehelichen sind zwei Kinder und eine\n&#8230;.ein angenommenes Kind &#8230;&#8230;also drei haben das Hauptrecht, die\nkriegen schon den &#8230;.die&#8230;&#8230;Departe&#8230;&#8230;\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit: \u201c<\/strong>Teil  den Teil der Mutter, die vor drei Jahren\nungef\u00e4hr gestorben ist &#8230;&#8230;&#8230;..\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\n<strong>(zu Carl Heinz Streit)<\/strong>  K\u00f6nnnen sie noch mal sagen, bei\nwelcher Firma sie im Verleih t\u00e4tig waren.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cBei der Universal Pictures &#8230;..die hat hier\ngehiessen Universal Film SA &#8230;.da war der Konzern von Carl Laemmle.\nCarl Laemmle war&#8230;&#8230;die Universal Pictures  in den Staaten  die\nausserdem das gr\u00f6\u00dfte Atelier in Los Angeles haben&#8230;.ich glaub, sie\nhaben das sebst gesehen, das Atelier&#8230;&#8230;.es war das gr\u00f6\u00dfte der\nganzen Welt. &#8230;.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cAlso bei den Filmfirmen war das so das jedes Jahr\neine neue Produktion herauskam. Bei der Columbia waren es meistens so\netwa f\u00fcnfzig Filme, die die Filmtheaterbesitzer &#8230;..haben abnehmen\nm\u00fcssen. Es wurde dann zur Hauptsache mit Festpreisen gemacht und\nimmer zweidrei Filme prozentual vermietet. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas\nheisst die Filmfirma war beteiligt an dem Umsatz der Theater mit\nf\u00fcnfzig&#8230;&#8230;.sogar sechzig Prozent &#8230;&#8230;..oder  ein Film wie zum\nBeispiel ich komm nicht mehr auf den Namen &#8230;&#8230;auf jeden Fall\nGro\u00dffilme  (Hundegebell) wurden auch vermietet bis zu siebzig\nProzent. Das war nat\u00fcrlich Wucherei, aber  die Leute konnten nicht\nanders, sie mu\u00dften es machen&#8230;..da hat da &#8230;zu diesem Zweck haben\nwir Fiskale geschickt &#8230;..Fiskale&#8230;die \u00dcbersetzung\nsind&#8230;.Schrecker ?  Hilde Streit: Fiskale ist auf der ganzen\nWelt&#8230;..ist das richtig &#8230;nein<\/p>\n\n\n\n<p>\nKontrolleure\n&#8230;.. Kontrolleure  das ist es &#8230;&#8230;die haben mit einer Zahluhr die\nZahl der Besucher feststellen&#8230;&#8230;und das war immer ne sehr\nunangenehme Sache, denn die &#8230;..naja ich will dar\u00fcber lieber nicht\nsprechen &#8230;&#8230; es hat keinen Zweck&#8230;.auf jeden Fall haben die\nKompanien sehr gut verdient, sowohl  an den Filmen, die zu\nFestpreisen vermietet wurden  oder eben prozentual &#8230;das war unser\nHauptberuf&#8230;die Festpreise festzusetzen&#8230;denn es gab Kinos&#8230;.die\nhatten f\u00fcnfhundert Pl\u00e4tze und wenig Einwohner und im Gegensatz zu\nanderen gro\u00dfen &#8230;&#8230;die hatten eben viel mehr Besucher &#8230;&#8230;.und\nda wurden die Festpreise nat\u00fcrlich viel h\u00f6her &#8230;..gemacht&#8230;.Haben\nsie sonst noch irgendwelche Fragen zu stellen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nJa wieviele Kinos im Bereich waren.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit<\/strong>: \u201cEs waren wohl &#8230;..nicht Kinos &#8230;.Pl\u00e4tze meinen\nsie &#8230;also St\u00e4dte &#8230;St\u00e4dte ja &#8230;&#8230;das waren so ann\u00e4hernd\nhundert St\u00e4dte, die wir von Minas Gerais&#8230;&#8230;. bearbeiten mu\u00dften .<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cIch glaub es waren mehr sogar\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:\u201d<\/strong>Hunderzwei.\u201d \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit: \u201c<\/strong>Es waren so hundertundsechzig meiner Ansicht\nnach. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nUnd wieviel Kinos gab es so in jeder Stadt? Kann man das so&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d<\/strong>In den kleinen St\u00e4dten ein Kino.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cWenn es zwei gab, dann wurde uns&#8230;&#8230;viel&#8230;..\ndas sehr erleichtert&#8230;.denn wenn der eine nicht zahlen wollte, dann\nist man zum anderen gegangen und der hat dann \u00fcberboten und der hat\ndann die Filme bekommen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nKann man sagen, da\u00df es ungef\u00e4hr zwei bis dreihundert Kinos &#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d<\/strong> &#8230;In Minas Gerais.? viel mehr&#8230;&#8230;.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cSogar in&#8230;&#8230;nur in Belo Horizonte gab es so\nann\u00e4hernd&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201czwanzig &#8230;&#8230;.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:\u201d&#8230;.<\/strong>zwanzig bis\nf\u00fcnfundzwanzig Kinos &#8230;&#8230;&#8230;das ist Minas Gerais der zweitgr\u00f6\u00dfte\nStaat von Brasilien &#8230;ich m\u00f6chte sagen&#8230;.das es so gro\u00df war&#8230;.so\ngro\u00df ist wie Deutschland &#8230;.. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit<\/strong>: \u201cGr\u00f6\u00dfer  &#8230;..\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit: \u201c<\/strong>Ich glaube noch gr\u00f6\u00dfer\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDie Bundesrepublik hat heute noch &#8230;..ich glaube noch 3100 Kinos\n&#8230;.wieviel? dreitausendeinhundert &#8230;.in Deutschland? &#8230;&#8230;Ja\njetzt&#8230;.in der Bundesrepublik.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: \u201d<\/strong>Ja also ich kann es nicht genau sagen, wieviel es\nhier gibt, aber sicherlich nicht dreitausend&#8230;..aber vielleicht\nsogar dreivierhundert &#8230;.ich wei\u00df es nicht genau, die wir zu\nbearbeiten hatten, ich sprech nicht von Brasilien sondern von nur vom\nStaate Minas Gerais &#8230;..\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nSie sind nach dem Kriege 1952 wieder  nach Deutschland gekommen um\ndie Wiedergutmachung durchzusetzen. K\u00f6nnen sie da mal nen bi\u00dfchen\nwas erz\u00e4hlen, wie das so passiert ist alles..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cNein ich bin das erste Mal nach Deutschland\ngefahren&#8230;..geflogen&#8230;.1949 &#8230;..um die Wiedergutmachung zu\nregulieren &#8230;&#8230;und hab mit Romahn und Sch\u00fcmann ein Abkommen\ngetroffen, das  Sass &#8230;.Urich-Sass, \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nalso\ndie Erben Urich-Sass&#8230;.ein Drittel von allem was vorhanden war&#8230;\nauch was sie nachher an &#8230;an Wohnungen gekauft haben oder&#8230;. gebaut\nhaben &#8230;und ein Drittel Hugo Streit&#8230;&#8230;.die Familie und ein\nDrittel Romahn und Sch\u00fcmann zusammen. Das war eine\naussergerichtliche Einigung&#8230;&#8230;wenn sie das nicht gemacht h\u00e4tten,\ndann w\u00e4re ich nat\u00fcrlich zu Gerichtsjustiz gegangen und h\u00e4tte\nvielleicht mehr vielleicht weniger erfahren&#8230;..aber es war ein\ng\u00fcnstiges Abkommen f\u00fcr beide Teile. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nDenn\ndie Romahn und Sch\u00fcmann haben sich meinem Vater gegen\u00fcber bei der\nAusreise &#8230;.bei seiner Auswanderung anst\u00e4ndig gezeigt&#8230;.sie haben\nihm Zuwendungen gemacht&#8230;..die sie nicht n\u00f6tig gehabt\nh\u00e4tten&#8230;..und da hat mein Vater zu mir gesagt&#8230;wenn du r\u00fcber\nf\u00e4hrst und die Sache in Ordnung bringst&#8230;.. ber\u00fccksichtige\ndass&#8230;.dass sie anst\u00e4ndig gewesen sind&#8230;..was ich auch getan\nhabe&#8230;..wir h\u00e4tten nat\u00fcrlich alles haben k\u00f6nnen &#8230;\u00fcbernehmen\nk\u00f6nnen &#8230;.aber es war schon richtig so&#8230;..(LKW Ger\u00e4usch)&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\nhinzukam,\nda\u00df niemand von unseren Familien wieder nach Deutschland zur\u00fcck\ngehen wollte, um die &#8230;..um das Unternehmen zu f\u00fchren &#8230;..deshalb\nhab ich das so gemacht und das war auch im Einverst\u00e4ndnis mit meinem\nVater und meinen&#8230;..den  Urich-Sa\u00df Erben geschehen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>.\nSie haben dann auch f\u00fcr den Manfred Hirschel noch ein\nTelefongespr\u00e4ch mit der Klara Esslen gef\u00fchrt \u00fcber das Waterloo\nTheater&#8230;.K\u00f6nnen sie dar\u00fcber noch mal was erz\u00e4hlen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: <\/strong>\u201cJa das\nWaterloo Theater geh\u00f6rte irgendwie Manfred Hirschel&#8230;..der ist\nverheiratet gewesen mit meiner Tante &#8230;der Schwester meines\nVaters&#8230;..und der bat mich als ich r\u00fcberging auch mal mit der Frau\nEsslen, die das Kino irgendwie bekommen hatte, wie weiss ich heute\nnicht mehr und mich mit der zu unterhalten zwecks Wiedergutmachung\nund diese Frau ist mir unversch\u00e4mt gekommen und da hab ich das dann\nmeinem Onkel geschrieben, dass ich leider f\u00fcr ihn nichts tun kann,\ndenn ich hab genug mit meinen Sachen zu tun und au\u00dferdem ist sie\nunversch\u00e4mt gewesen&#8230;hat mir gesagt&#8230;vorgelogen&#8230;. Sachen, die\nich nicht glaubte und mein Onkel, der hat sp\u00e4ter selbst die Sache\ndurchgef\u00fchrt und hat auch eine Entsch\u00e4digung bekommen&#8230;.Wie die\ngewesen ist, wei\u00df ich nicht&#8230;&#8230;&#8230;\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWenn sie heute beide an Deutschland denken&#8230;.was&#8230;..welche Gef\u00fchle\nhaben sie da? \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cEs war einmal sehr sch\u00f6n&#8230;..sehr sch\u00f6n&#8230;..wir\nsind in Deutschland geboren worden, waren Deutsche und obwohl schon\nin fr\u00fcheren Zeiten&#8230;..ein Antis&#8230;ein gewisser  Antisemitisdmus\nherrschte \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;.aber\nals dann die Nazis kamen&#8230;nicht wahr..und dannn der Durchbruch des\nAntisemitismus gewesen ist&#8230;..da war&#8230;&#8230;.da waren wir froh als wir\ndrau\u00dfen waren..Carl Heinz  Streit: \u201eDas was geschehen ist, das\nkann man nicht mehr vergessen. War zuviel und deswegen sind die\nmeisten auch nicht wieder  zur\u00fcckgegangen nach Deutschland. Hilde\nStreit: Nein ich glaub sehr wenige zur\u00fcck gegangen nach Deutschland.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cSehr wenige\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cSehr wenig Leute&#8230;&#8230; Juden sind zur\u00fcckgegangen\nnach Deutschland. Einige, die nichts hier werden konnten sind\nzur\u00fcckgegangen um dort Stellung zu bekommen&#8230;was vielleicht auch\nm\u00f6glich gewesen war, aber die meisten sind hier geblieben, weil sie\nhier ihre zweite Heimat gefunden haben. &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:\u201d<\/strong>Wir sind zum Beispiel eine der wenigen, die \u00fcberhaupt\nnoch Deutsche geblieben sind, die anderen sind alle keine Deutschen\nmehr.Fast alle. Von unseren Bekannten bist du wir und Einsturz\naus&#8230;.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201c&#8230;.naja aber es gibt nat\u00fcrlich diverse\nDeutsche, die wir nicht kennen, die auch Deutsche geblieben\nsind&#8230;also deutsche Juden.sind Deutsche geblieben. Aber wenig. Wir\nhaben das Recht, das brasilianische Recht erworben durch unsere\nAnwesenheit von \u00fcber f\u00fcnfzig Jahren hier und wir haben ausserdem\nnoch die M\u00f6glichkeit nach Deutschland zu reisen&#8230;ohne Visum und so\nweiter &#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cWir haben ausserdem brasilianische Kinder\n&#8230;.ich pers\u00f6nlich bin mit einer Brasilianerin verheiratet &#8230;&#8230;wir\nhaben so gut wie die selben Rechte (lauter LKW) eines Brasilianers\nFrager: Bitte noch mal ohne LKW<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d<\/strong>Wo  wo soll ich anfangen?\u201d \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:\u201d<\/strong>Das du ne brasilianische Frau hast&#8230;ne<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:\u201d<\/strong>Au\u00dferdem haben wir brasilianische Kinder und ich\npers\u00f6nlich bin mit einer Brasilianerin verheiratet und dadurch haben\nwir die selben Rechte wie ein Brasilianer. Nur das wir nicht\nPr\u00e4sident der Republica werden k\u00f6nnen&#8230;..Pr\u00e4sident von Brasilien\n&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> \u201cMan kann auch kein Brieftr\u00e4ger werden. Irgend etwas\nkann man nicht werden, was sehr wichtig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: \u201d<\/strong>Auf jeden Fall haben wir sehr viel mit\ndurchgemacht, besonders deswegen &#8230;..besonders in den Jahren als\nmeine Eltern noch nicht hier waren. Es wurde ja immer schlimmer und\nschlimmer und mein Vater wurde gehetzt von der Gestapo und hat sich\ngefl\u00fcchtet auf Landstrassen und auch auf B\u00f6den von Freunden \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;..Boden\nheisst das da oben&#8230;ganz oben&#8230;.da hat er geschlafen&#8230;er hatte\neinen Bekannten bei der Gestapo war, der ihm gut gesonnen war und der\nhat ihm immer berichtet, wenn er weggehen m\u00fc\u00dfte, denn es kam\neine&#8230;.Nazi&#8230; Nazi  Razzia und die wollten ihn abholen&#8230;da ist er\ngottseidank &#8230;dem ist er gottseidank entgangen eben durch diesen\nBekannten bei der Gestapo&#8230;&#8230;wenn ich den Namen w\u00fc\u00dfte w\u00fcrde ich\nihn sagen, um ihm nochmal zu danken f\u00fcr alles&#8230;das was er f\u00fcr\nmeinen Vater getan hat ..er wird aber gar nicht mehr leben &#8230;.und\ndadurch hat mein Vater sich gerettet vor dem Konzentrationslager.Ja \u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\n(Autoger\u00e4usche)<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> \u201cSonst ist es eigentlich leiser hier\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nSonst h\u00f6rt man es vielleicht nicht so, wenn man nicht darauf achtet.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit :<\/strong> \u201cDann finde ich es immer leiser als bei uns\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cBei uns hinten h\u00f6rt man \u00fcberhaupt nichts \u201c\n(Warum sind wir da damals nicht hingegangen?)<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>.\nWie oft waren sie jetzt nach dem Kriege in Deutschland? \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: <\/strong>\u201cIch war\nnach dem Kriege sieben oder achtmal in Deutschland, f\u00fcnfmal wegen\nder Wiedergutmachungsgeschichten und \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> Wie oft waren wir da&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Das darfst du ja nicht sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit<\/strong> Warum nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit<\/strong> (lacht) und fl\u00fcstert&#8230;weil wir noch eine Einreise\nhaben wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit<\/strong> Achso.<\/p>\n\n\n\n<p>\n(lacht)<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Bringen sie das bitte nicht mit rein.(lacht)<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> Achja wir wollen ne Einreise haben<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nEs gibt doch so Einladungen auch&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit<\/strong> Ne Einladung vom Senat.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDie haben gerade dieses Jahr wieder so ein Programm aufgelegt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> Ja eben, denn fahren wir wieder hin.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Ja ich pers\u00f6nlich hab geschrieben, ich war schon in\nDeutschland&#8230;&#8230;und deshalb w\u00fcrde mir das nicht\n&#8230;.beschieden&#8230;.aber meine Frau&#8230;die noch nicht in Deutschland\nwar. (Hilde Streit lacht) wird &#8230; da meine Frau noch nicht in\nDeutschland war&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit :<\/strong>Das ist doch gar nicht mehr drauf \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit<\/strong>. Nat\u00fcrlich ist das drauf. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> Achja.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWir legen das da nicht vor.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> Das wird abgeschnitten.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArnos Streit:<\/strong> Da meine Frau noch nicht in Deutschland war, hoffe\nich vielleicht durch sie meine neue Einreise zu bekommen.. (lacht)\nich pers\u00f6nlich w\u00fcrde so gerne meine Spesen \u00fcbernehmen, wenn der\nSenat sie f\u00fcr meine Frau \u00fcbernimmt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n(LKW\n Ger\u00e4usche)<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage.<\/strong>\n\u00dcber den Spesen war der LKW dr\u00fcber&#8230;&#8230;Ich sag&#8230;\u00fcber den Spesen\nwar der LKW dr\u00fcber&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> LKW ?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nLastkraftwagen&#8230;.ich wei\u00df nicht wie sie das \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Dietmar\nBruns:<\/strong> Camioao<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> Camiao \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nEr\nspricht ja perfekt Portugisiesch. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Soll ich das wiederholen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit. <\/strong>Lieber nicht. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Ist schon drauf? Ajah Haben sie sonst irgendwelche\nFragen zu stellen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWas wir vorhin ja nicht hatten, war den Eisenstein&#8230;.das wir dar\u00fcber\nvielleicht noch mal reden, das der Eisenstein ja mit dem\nPotemkin&#8230;&#8230;&#8230;in den Schauburgen gezeigt hat und das es ja bei der\nUfa mehr sone &#8230;..nationale Ausrichtung gab&#8230;.das man so bestimmte\nFilme nicht mehr gezeigt hat&#8230;sp\u00e4ter&#8230;.es gab sp\u00e4ter \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n\u201cIm\nWesten nichts neues\u201d der durfte ja bei der Ufa nicht gezeigt werden\n \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nund\nder lief dann in den Schauburgen, wissen sie dar\u00fcber irgendwas noch?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: <\/strong>\u201cIm\nWesten nichts neues war wohl einer der gr\u00f6\u00dften Filme, der je\nhergestellt wurde und ich glaube, er wurde in den Schauburgen\ngezeigt, aber ich kann das nicht mit Bestimmtheit behaupten\n&#8230;&#8230;&#8230;ich entsinne, das wir den Film gesehen haben in\nLondon&#8230;.wir sind &#8230;..mein Vater hatte eine Einladung bekommen nach\nLondon zur Er\u00f6ffnung eines &#8230;des gr\u00f6\u00dften Theaters von London\n&#8230;..ich glaub es hie\u00df Empire Palace&#8230;..da wurde der Film \u201cIm\nWesten nichts neues\u201d  \u201cGone with the wind\u201d aufgef\u00fchrt<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit\/ Carl Heinz Streit: Das ist \u201cVom Winde verweht\u201d <\/strong>Rolf\nArno Streit: Ach das ist Vom Winde verweht. Wie hie\u00df denn der im\nWesten nichts neues auf Englisch?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\n\u201cAll quiet at.\u201d \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> \u201cAll quiet at the on the eastern front\u201d &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit:<\/strong> \u201cUnd warum durfte das  nicht aufgef\u00fchrt werden? \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:Das\nwar&#8230;..nicht national gesonnen&#8230;.die haben behauptet das war\nGegenpropaganda. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Remarque Remarque.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cIch glaub es war der Film, vielleicht war es auch\nGone with the wind&#8230;ich weiss es nicht. Carl Heinz Streit: Der kam\nsp\u00e4ter, den haben wir in Brasilien gesehen. Hilde Streit:Ja den\nhaben wir in Brasilien gesehen. Rolf Arno Streit: Ja also es war der\nFilm im Westen nichts neues mit dem der &#8230;&#8230;&#8230; mit dem das neue\nKino in London er\u00f6ffnet wurde, da sind wir r\u00fcbergefahren&#8230;das\nentsinnst du noch&#8230;\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nich hab noch eine ein bi\u00dfchen schwierige Frage. Wie das mit dem\nAntisemitismus in Deutschland los ging&#8230;. wie ist das bei ihnen\ngewesen&#8230;&#8230;.ich mein mehr so das religi\u00f6se&#8230;.war das j\u00fcdische ne\nReligion oder war das ne bestimmte Weltanschauung oder waren sie mehr\nDeutsche oder &#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cWir waren mehr Deutsche als Juden. Wir sind sehr\n&#8230;.frei&#8230;liberal erzogen worden, aber wir waren bewu\u00dfte Juden\n&#8230;..wir waren wie man sagt Zweitagjuden&#8230;.wir sind nur zweimal im\nJahr in die Synagoge gegangen&#8230; das war zum Neujahrsfest und zum\nVers\u00f6hnungsfest&#8230;Roshoshone  (Schreibweise?)  war das Jahresfest\nund Jomkippur (Schreibweise?) war das Vers\u00f6hnungsfest&#8230;&#8230;oder ist\ndas Vers\u00f6hnungsfest das auch hier gehalten wird in Brasilien. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nAber\nwir hatten nat\u00fcrlich Unannehmlichkeiten &#8230;in Deutschland &#8230;..ich\nhatte eine ziemliche Aff\u00e4re wegen eines christlichen M\u00e4dchens\nund&#8230;.. hatte dadurch sehr gro\u00dfe Unannehmlichkeiten &#8230;&#8230;.(LKW\nGer\u00e4usche) \u00fcber die ich mit nicht auslassen m\u00f6chte. Auf jeden\nFall&#8230;.die Nazis waren hinter mir her und ich konnte nur durch\nSelbstverteidigung dem Schlimmsten entziehen. &#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWie war das in der Familie ihres Gro\u00dfvaters&#8230;War das st\u00e4rker oder\nweniger stark?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> \u201cSie sprechen jetzt von der Religion, von der\nReligi\u00f6sit\u00e4t? \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nMeine\nGro\u00dfmutter war eine sehr relig\u00f6se J\u00fcdin, mein Gro\u00dfvater nicht.\nAber meine Gro\u00dfmutter hatte auch einen j\u00fcdischen Haushalt, es wurde\ndort nur koscher gegessen..<\/p>\n\n\n\n<p>\nHilde\nStreit: Haben sie erz\u00e4hlt mit dem Schweinefleisch?&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: <\/strong>\u201d &#8230;ja\nund mein Gro\u00dfvater der war sehr&#8230;.sehr wenig religi\u00f6s &#8230;..und a\u00df\nsehr gerne Schweinefleisch&#8230;das kam zweimal im Jahre vor&#8230;.das\nmeine Gro\u00dfmutter von Morgends bis abends &#8230;eben an den gehobenen\nFeiertagen in der Synagoge gewesen ist &#8230;..dann ist er schnell ins\nRestaurant gegangen und hat dort wunderbares Schweinefleisch\ngegessen&#8230;..(lacht) Ja &#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\nWas\nwollen sie sonst wissen?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\nWollt\nihr ein bisschen stehen&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Pause\n<\/strong>\n<\/p>\n\n\n\n<p>\n31.\n07. 1990<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit am Klavier<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>\nAus\nWerbezwecken hat man einen Schlager gemacht, den Schauburg Schlager,\nder den Zuschauern&#8230;ne ich hab falsch gemacht,  k\u00f6nnen wir noch mal\nmachen?<\/p>\n\n\n\n<p>\nIch\nwerde ihnen jetzt den Schauburg Schlager vorspielen, der aus\nWerbezwecken gemacht worden ist \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nKlavier<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit singt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\nKinder\nseid vern\u00fcnftig lasst die Frau durch denn sie will noch schnell mal\nin die Schauburg \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nKlavier\nEnde<\/p>\n\n\n\n<p>\nWiederholung<\/p>\n\n\n\n<p>\nIch\nwerde ihnen jetzt den Schauburg Schlager vorspielen, der aus\nWerbezwecken gemacht worden ist. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nKinder\nseid vern\u00fcnftig lasst die Frau durch, denn sie will noch schnell mal\nin die Schauburg<\/p>\n\n\n\n<p>\nWiederholung<\/p>\n\n\n\n<p>\nIch\nwerde ihnen jetzt den Schauburg Schlager vorspielen, der aus\nPropagandazwecken gemacht worden ist. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nKinder\nseid vern\u00fcnftig lasst die Frau durch, denn sie will noch schnell mal\nin die Schauburg.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage:<\/strong>\nHerr Streit sie hatten erz\u00e4hlt, als im Februar 1927 die Schauburg\nMillerntor er\u00f6ffnet wurde da kam Henny Porten nach Hamburg, k\u00f6nnen\nsie das noch mal erz\u00e4hlen wie das war?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Ja Henny Porten kam nach Hamburg um die Schauburg\nMillerntor zu er\u00f6ffnen. Da haben wir sie abgeholt am Hauptbahnhof.\nDas war eine Menschenmenge unvorstellbar &#8230;..nachher schrieben die\nZeitungen,dass der Bahnhof mehr besetzt war von Menschen als bei der\nAnkunft von dem Reichspr\u00e4sidenten Ebert. Ja und dann ist die Henny\nPorten &#8230;..hat da ein paar Worte gesprochen in der Millerntor\nSchauburg und das war der Anfang der Schauburg<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWissen sie noch wie der Film hiess in dem sie da gespielt hat?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit<\/strong>: Nein, das weiss ich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas\nweiss ich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDann sind ja auch in den Schauburgen die Filme von dem Eisenstein\ngezeigt worden. K\u00f6nnen sie das noch mal erz\u00e4hlen?<\/p>\n\n\n\n<p>\nVon\nEisenstein ist gezeigt worden&#8230;wie ich erinnere &#8230;.der Film\n&#8230;..der Film Potemkin &#8230;.sonst w\u00fc\u00dfte ich nicht, welche Filme dort\naufgef\u00fchrt worden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWollt ich noch mal nachfragen &#8230;.es lief ja  (Flugzeug) &#8230;&#8230;&#8230;es\nlief ja in den Schauburgen auch der erste Tonfilm&#8230;&#8230;. dieser Ton\nwar ja nicht sehr lang. K\u00f6nnen sie mal sagen wie das ausgehen hat?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: <\/strong>\u201cDer Film\nhiess \u201cIch k\u00fcsse ihre Hand Madam\u201d mit Harry Liedtke und Marlene\nDietrich . Innerhalb des Films wurde dann das Lied gesungen&#8230;. vom\nBlauen Engel ne&#8230;.ich wei\u00df nicht mehr genau&#8230;. es wurde ein Lied\ngesungen&#8230;der nicht nachher wie die allgemeinen Tonfilme gespielt\nist sondern durch Grammophon\u00fcbertragung \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Plattensystem Plattensystem&#8230;nachher kam das Optik\nSystem auf  Das war der Jazzsinger mit Al Jolson.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nWann war das?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Das war gleich danach&#8230;ich weiss nicht mehr\nwelches Jahr es war.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDas war denn schon der richtige Tonfilm.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Das war der richtige Tonfilm&#8230;der optische Tonfilm\nja&#8230;der erste optische Tonfilm. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDas hat ja bestimmt damals auch ne Menge Geld gekostet. Wissen sie\nwas sowas kostete&#8230;son Tonfilmapparatur? \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Die Tonfilmapparatur&#8230;.nein das wei\u00df ich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Ja die waren irrsinnig teuer. Wenn&#8230;.das war die\nerste Schauburg, die damit ausger\u00fcstet &#8230;.die &#8230;&#8230;&#8230;die\nTonfilm\u00fcbertragung gehabt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Die optische.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Und dann hintereinander wurden die anderen\nSchauburgen auch damit &#8230;&#8230;&#8230;..versehen&#8230;&#8230;&#8230;Aber wie teuer das\nwar&#8230;&#8230;.das war ein ungeheurer &#8230;ungeheuer teuer&#8230;aber wie teuer\nkann ich leider nicht mehr sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nEs gab ja lange auch einen Streit zwischen den Stummfilmleuten und\nden Tonfilmleuten und die Stummfilmleute haben ja immer gesagt, das\nw\u00e4r gar keine Kunst, das w\u00e4r irgendwie nur &#8230;irgendwas anderes .<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Nun naja &#8230;die sind mit ihrer Meinung ja nicht\ndurch gekommen denn jetzt gibt es ja nur noch Tonfilme&#8230;&#8230;&#8230;Also\ndas glaub ich nicht, das die damit durch gekommen sind&#8230;Das so etwas\nexistiert hat, das erinner ich auch &#8230;..aber wird na\u00fcrlich sofort\nabgeblasen&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nEs gab dann noch&#8230;.den Film \u201dIm Westen nichts neues\u201d \u00fcber den\nersten Weltkrieg &#8230;.ein amerikanischer Film, der in den Ufa Kinos\nweder synchronisiert noch gezeigt werden durfte oder sollte. Und der\nist ja in den Schauburgen gelaufen&#8230;..K\u00f6nnen sie dar\u00fcber noch mal\nwas sagen:<\/p>\n\n\n\n<p>\nRolf\nArno Streit: Ja das war ein gro\u00dfer Erfolg&#8230;aber &#8230;&#8230;viel mehr\nkann ich auch nicht dar\u00fcber sagen. Er wurde in den Schauburgen\ngespielt und das weiss ich, das erinner ich, da\u00df mein Vater uns\nsagte &#8230;.es war ein ganz gro\u00dfer Erfolg &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nZur Premiere waren sie&#8230;&#8230;&#8230;..waren sie &#8230;..zur Premiere des\nFilms &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Sicher waren wir zur Premiere des Films&#8230;aber\nEinzelheiten kann ich nicht sagen&#8230;.denn das liegt ja schon viele\n&#8230;viele Jahre zur\u00fcck. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nHerr Streit &#8230;k\u00f6nnen sie noch mal erz\u00e4hlen, wie sie von Rio nach\nBelo Horizonte gekommen&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;wann das war.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Wir sind angekommen&#8230;&#8230;das sagte ich schon im\nJahre 1936 &#8230;&#8230;.mein Bruder und ich&#8230;..Sp\u00e4ter sind meine Eltern\ngekommen&#8230;im Jahre 1938<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;und\nwie bekannt ist Rio eine der hei\u00dfesten St\u00e4dte der Welt &#8230;..wir\nhaben hier im Sommer &#8230;&#8230;Hitze&#8230;.. bis zu \u00fcber 40 Grad im\nSchatten &#8230;&#8230;..das konnten meine Eltern nicht\nvertragen&#8230;&#8230;deshalb sind wir nach Belo Horizonte \u00fcbersiedelt,\nwelches ungef\u00e4hr achthundert Meter hoch liegt und dadurch\n&#8230;&#8230;einen Filter&#8230;.ein besseres Klima hat. Ich will ihnen jetzt\nmal kurz mal Belo Horizonte zeigen, was wir von oben hier sehen\nk\u00f6nnen.Hier das ist Belo Horizonte  (Die sagen immer bello) \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nSo sah es doch 1941 bestimmt noch nicht aus&#8230;.das war&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Das m\u00f6chte ich noch mal sagen. Belo Horizonte, als\nwir hierher kamen 1941&#8230;..hat circa hundertf\u00fcnfzigtausend\nEinwohner&#8230;.jetzt &#8230;..hat Belo Horizonte etwa drei Millionen\nEinwohner&#8230;.also ist gr\u00f6\u00dfer als Hamburg&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;Pause&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\nFotoansichten<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\nDieses\nFoto ist aufgenommen bei dem Fotografen Bieber, der einstmals der\ngr\u00f6\u00dfte Fotograf in Hamburg war.Dies ist mein Vater, dies ist mein\nBruder Rolf und dies bin ich.Wie sie sehen habe ich vergessen, das\nTaschentuch in die Tasche zu stecken und hab dadurch von meinem Vater\neine gro\u00dfe Tadelung bekommen&#8230;&#8230;(Wiederholung)<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas\nhabich ihnen dann zugedacht.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Dieses hier ist die Familie Urich-Sa\u00df. &#8230;..Mein\nOnkel Hermann Urich-Sa\u00df, meine Tante Hedwig Urich-Sa\u00df, meine\nCousine Vera &#8230;&#8230;schon verstorben&#8230;.mein Vetter  Horst Urich-Sa\u00df\nund mein Vetter J\u00fcrgen Urich-Sa\u00df&#8230;auch schon verstorben &#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\nWiederholung\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit:<\/strong> Dies ist die Familie Urich-Sass&#8230;.Das ist meine\nTante Hedwig Urich-Sa\u00df&#8230;.schon verstorben, das ist die Tochter\nVera&#8230;.auch schon verstorben&#8230;&#8230;mein Onkel  Hermann Urich-Sa\u00df\nverstorben&#8230;&#8230;J\u00fcrgen Urich-Sa\u00df&#8230;.auch verstorben&#8230;.der einzige\n\u00fcberlebende der Familie ist mein Vetter Horst Urich-Sa\u00df, der in\nMexiko und in den Staaten lebt.<\/p>\n\n\n\n<p>\nJetzt\nkommt das n\u00e4chste Foto<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Carl\nHeinz Streit.<\/strong> Dieses sind meine Eltern, mein Vater und meine\nMutter. Beide auch schon verstorben. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nDies\nsind meine Gro\u00dfeltern Frida Henschel und Jeremias -genannt James\nHenschel&#8230; &#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\nEins\nist da noch zwischen&#8230;ein Kinderfoto<\/p>\n\n\n\n<p>\nDies\nist mein Bruder Rolf Arno Streit und dies bin ich Carl Heinz\nStreit&#8230;..das ist aufgenommen vor circa &#8230;.70 Jahren&#8230;. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\naugenommen\nvor circa 70 Jahren&#8230;&#8230;&#8230;.(1990) \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nDa\nwar ich sieben&#8230;.und mein Bruder 6 Jahre alt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nEtwas\n\u00e4lter.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Mein Bruder ist ja ein Jahr \u00e4lter als ich &#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\nDer\nBruder oder selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong>Jein&#8230;mein Bruder ist ja ein Jahr \u00e4lter als\nich&#8230;.der kann ja nie j\u00fcnger werden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\nGut\nja&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas\nBild mit dem Motorrad.Aber das ist aber so klein.<\/p>\n\n\n\n<p>\nGeht\nlos.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Hilde\nStreit.<\/strong> Also ich bin einmal &#8230;..einmal in meinem Leben Motorrad\ngefahren hab keine Ahnung gehabt und der hinter mir gesessen hat hat\nimmer gesagt bremsen und dann hab ich nicht gewu\u00dft, wie zu bremsen\nund hab immer mehr Gas gegeben&#8230;&#8230;.Frager:..Das Foto ist in Hamburg\naufgenommen?. <strong>Hilde Streit <\/strong>: Ja ist in Hamburg aufgenommen\nworden&#8230;aber wo kann ich nicht mehr sagen &#8212;<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.Rolf:\nBebelallee ? Wie lange mu\u00df das her sein,  Hansa Strasse?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong>Dieses Bild ist aufgenommen auf der Hochzeitsfeier\nvon meiner Tante Grete und von dem Onkel Hermann&#8230;&#8230;.der ist \nvielleicht f\u00fcnfundzwanzigsechsundzwanzig Jahre alt gewesen und meine\nTante war ja in den zwanziger &#8230;.Anfang zwanzig &#8230;&#8230;sie war die\nSchwester meiner Mutter &#8230;.ist leider beim ersten Kind verstorben\n&#8230;bei der Geburt des ersten Kindes &#8230;. Dies hier ist mein Gro\u00dfvater\nJames und meine Gro\u00dfmutter Frida&#8230;Dies hier ist mein Vater Hugo\nStreit&#8230;und meine Mutter Sophie Streit&#8230;.. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;Hier\nist ein Familienbild der Familie Streit &#8230;&#8230;das wurde aufgenommen\nin&#8230;.soweit ich erinnere in den Schauburg Studien &#8230;&#8230;es war ein\nFreund meines Vaters &#8230;..der in den Schauburgen &#8230;.in den L\u00e4den\nder Schauburgen Fotoateliers betrieb &#8230;&#8230;&#8230;..Auf diesem Bild sehen\nsie die ganzen Br\u00fcder meines Vaters &#8230;.hier mein Vater&#8230;&#8230;..hier\nein Bruder Max ein Bruder Richard , Bruder Albert &#8230;.ein Bruder John\n&#8230;das war der \u00e4lteste &#8230;..Frauen und die Kinder &#8230;hier ist die\nSchwester Grete Hirschel mit ihrem Mann &#8230;&#8230;..und hier ist noch\nFranz Traugott, der Prokurist meines Vater geworden ist&#8230;.mit seiner\nFrau Bianca&#8230;.die vor einigen Jahren mit neunundneunzig&#8230;. Jahren\ngestorben ist. &#8230;&#8230;&#8230;..Hier sind lauter &#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\n.<strong>Frage<\/strong>:\nDen Manfred &#8230;.ist der auch da drauf zu sehen&#8230;. Manfred\nHirschel&#8230;&#8230;Ist der Manfred Hirschel auch da drauf zu sehen? \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Hier ist Manfred Hirschel &#8230;&#8230;Dies hier ist ein\nFamilienbild der Familie Streit.Und zwar wurde das aufgenommen\n&#8230;.wenn ich mich nicht irre&#8230;.zum siebzigsten Geburtstag meines\nGro\u00dfvaters Jakob Streit&#8230;..Hier sehen sie meine Eltern&#8230;.mein\nVater Hugo Streit und meine Mutter &#8230;hier bin ich &#8230;schlecht\ngetroffen&#8230;hier ist Max&#8230;.Richard&#8230;Albert&#8230;. John&#8230;Bianca&#8230;und\nGrete&#8230;.alles geborene Streits mit ihren M\u00e4nnern &#8230;hier sitzen die\nganzen Kinder &#8230;.also meine Cousinen und meine Cousins &#8230;hier ist\nmein Bruder noch zu sehen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n,,&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;Dies\nhier ist auf dem Eiffelturm&#8230;..hier sitzt meine Mutter &#8230;..mein\nVater&#8230;.mein Bruder Carl Heinz und ich &#8230;..das sind die ersten\nlangen Hosen&#8230;.die wir in Paris von meinen Eltern geschenkt bekommen\nhaben &#8230;&#8230;..das erinner ich noch&#8230;hier auf diesem Bild sehen sie\nmeine Gro\u00dfeltern Frida Henschel  und James Henschel &#8230;..mit ihrer\nTochter Bianca Henschel&#8230;&#8230;.. aufgenommen in Wiesbaden &#8230;&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>\nDie\nist ein Familien&#8230;&#8230;dies ist ein Bild meiner Eltern mit meiner\nGro\u00dfmutter &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..LKW<\/p>\n\n\n\n<p>\nnochmal\nalles ?Frage: nur das  letzte.Bild<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit.:<\/strong> Dies ist das Bild meiner Eltern, mein Vater\n&#8230;meine Mutter&#8230; meine Gro\u00dfmutter Frida Henschel &#8230;..und\nweitl\u00e4ufige Verwandte &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;im Hintergrund sehen sie unseren\nCadillac Wagen &#8230;.das war der erste Cadillac von Hamburg&#8230;&#8230;und\nhatte Aufsehen erregt&#8230;hier ist noch zu sehen unser Chauffeur\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.Ja das ist mein Vater &#8230;.Auf diesem Bild sehen sie\nmeinen Vater im Hintergrund ein Flugzeug &#8230;.wo das gewesen ist, kann\nich ihnen leider nicht mehr sagen .<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;dies\nsind meine Eltern Hugo Streit und Sophie Streit mit der Schauburg\nZeitung&#8230;.Jedes Kino &#8230;.jedes Kino&#8230;.also jede Schauburg hatte\neine &#8230;&#8230;..hat eine&#8230;..hat eine Zeitung bekommen&#8230;.die\ngleichzeitig ein Programm von dem jeweiligen &#8230;..Film &#8230;enthalten\nhat &#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..Hier\nsehen sie mein Vater Hugo Streit&#8230;und Hermann Urich-Sa\u00df&#8230;.sein\nKompagnon &#8230;die beiden haben die Schauburgen und den ganzen Konzern\ngemeinsam aufgebaut&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;Auf diesem Bild sehen sie meine\nGro\u00dfeltern Frida und James Henschel &#8230;&#8230;..mein Vater &#8230;.Hugo\nStreit und meine Mutter Sophie Streit &#8230;&#8230;.am Europ\u00e4ischen\n&#8230;..vor dem Europ\u00e4ischen Hof in Baden Baden \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;Auf\ndiesem Bild sehen sie unser Haus in der Rothenbaumchaussee &#8230;&#8230; im\nVordergrund stehen &#8230;steht die Familie&#8230;. und hier ist der Cadillac\n&#8230;.noch einmal richtig zu sehen \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;Dies\nist ein Bild aufgenommen in Rio de Janeiro &#8230;.da sind wir soweit\nerinnerlich  nach Petropolis raufgefahren&#8230;.dies ist meine Frau und\ndies bin ich &#8230;.Rolf &#8230;&#8230;.auf diesem Bild sehen sie mein\nHochzeitsbild mit meiner Frau &#8230;&#8230;&#8230;die in Holland in Haag\n&#8230;.gefeiert wurde&#8230;..weil ich seinerzeit nicht mehr nach\nDeutschland zur\u00fcckkehren konnte &#8230;ohne Gefahr zu laufen ins\nKonzentrationslager zu \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;..zu\nkommen. Da haben wir bei meiner Tante, die damals in Holland\nlebte&#8230;Bianca&#8230;..unsere Hochzeit gefeiert&#8230;. Zu der Hochzeit sind\ndie ganzen Verwandten &#8230;auch meine Gro\u00dfeltern&#8230;. James und Frida\n&#8230;.auch meine Eltern und die Eltern meiner Frau her\u00fcbergekommen\n&#8230;&#8230;&#8230;.Tja&#8230;&#8230;&#8230;..dies ist ein kleines Bild in Monte Carlo\naufgenommen &#8230;..ich ersehe daraus nur&#8230;.mein Gro\u00dfvater James und\nmeine Gro\u00dfmutter Frida&#8230; &#8230;..ein Moment&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\nDies\nist ein Bild von der Cap Norte&#8230;&#8230;das Schwesternschiff von der Cap\nPolonio &#8230;.mit dem wir &#8230;meine Frau und ich nach der Hochzeit\nwieder zur\u00fcckgefahren sind nach Rio&#8230;. zur\u00fcck bin nur ich gefahren\n&#8230;..meine Frau habe ich aber mitgenommen &#8230;&#8230;..Hilde Streit:\nDankesch\u00f6n (lacht)&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..Dies war auch ein Bild\n&#8230;..hier ist der Betr\u00fcger drauf&#8230;das will ich gar nicht zeigen.\n&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDas ist auch von der \u00dcberfahrt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit<\/strong>:&#8230;das ist auch der Betr\u00fcger drauf<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nDann machen wir die Zwischenstation in Portugal noch. <strong>Rolf Arno\nStreit: <\/strong>Was ist das denn&#8230;..Frager: Portugal.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> In Lissabon Sierra Campus &#8230;&#8230; 1937 \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;.Auf\ndiesem Bild &#8230;.soll ich anfangen&#8230;Auf diesem Bild sehen sie meine\nGro\u00dfeltern Streit Jakob und\nTrude&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;(Strassenbahn?ger\u00e4usche)&#8230;&#8230;.Auf diesem Bild\nsehen sie meine Eltern auf der Cap Polonio &#8230;&#8230; sie besuchten uns\nzu jener Zeit in Rio &#8230;&#8230;&#8230;..sie besuchten uns im Jahre 1937\n&#8230;nein das kann nicht sein&#8230;sie sind damals aus Amerika zur\u00fcck\ngekommen&#8230;&#8230;ich entsinne das nicht mehr ganz genau<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;.\nHier sehen sie meine Eltern  Hugo und Sophie Streit mit den Eltern\nmeines Vaters Trude und Jakob Streit &#8230;..mein Bruder Carl Heinz und\nich als der j\u00fcngere&#8230;.auf dem Bild erscheine ich der H\u00f6he wegen\nals der \u00e4ltere&#8230;.aber in Wirklichkeit bin in der j\u00fcngere \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n&#8230;&#8230;..hier\nauf diesem Bild sehen sie meinen Bruder mit seiner Amme &#8230;&#8230;..das\nbin ich&#8230;.. da&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\nda\narische Musiker nicht mehr f\u00fcr Juden spielen durften&#8230;..spielen\ndurften haben wir eine j\u00fcdische Kapelle gegr\u00fcndet&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. den\nNamen Catus&#8230;..ich war der Kapellmeister &#8230;.dies sind alles\nj\u00fcdische Musiker &#8230;..wir spielten sehr viel auf j\u00fcdischen\nFesten&#8230;privater Natur und auch &#8230;..entsinne ich ein Henry Jones\nLogenball &#8230;&#8230;Henry Jones Logenball &#8230;..Hernry Jones Loge war eine\nj\u00fcddische Loge und die hat dann jedes Jahr ein gro\u00dfes Fest gegeben\nauf dem wir gespielt haben &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:Buenos\nAires steht da hinten drauf.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: <\/strong>Buenos Aires &#8230;&#8230;die haben gar nichts mit uns zu\ntun&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;: Ja dann sind wir durch.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>.\nDas  ist auch schon Buenos Aires \n<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit: <\/strong>Nein das ist Travem\u00fcnde. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nTravem\u00fcnde&#8230;.\nAh ja&#8230;&#8230;.(Hundegebell im Hintergrund)<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Auf diesem Bild sehen sie wie die Menschen fr\u00fcher\nam Strand angezogen waren. Dieses Bild zeigt den Strand von\nTravem\u00fcnde. Mein Vater im Badeanzug meine Mutter in der\nBadeho&#8230;.anzug. Mein Onkel&#8230;..alle gut gekleidet&#8230;hier bin ich und\nhier ist mein Bruder Carl Heinz .<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas\nist 19&#8230;..und etwa 1913 gewesen&#8230;.so ging man an den Strand&#8230;.ne\neben nicht&#8230;ich hab mich geirrt&#8230;.es waren keine Badeanz\u00fcge\n&#8230;&#8230;..es waren Anz\u00fcge mit steifen Kragen&#8230;..Eckenkragen &#8230;.meine\nMutter in einem eleganten Sommerkleid&#8230;.mit Hut und die Amme hier\nmit dicken Br\u00fcsten zu sehen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nFrager:\nUnd das andere Foto&#8230;k\u00f6nnen wir das noch sehen?<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit<\/strong>: Hier sehen sie wiederum am Strand von Travem\u00fcnde\ndie ganze Familie in ihren besten Kleidungsst\u00fccken&#8230;&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>.\nDa waren laute Kinder, wollen wir das noch mal haben<\/p>\n\n\n\n<p>\nja\neinmal<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Rolf\nArno Streit:<\/strong> Aufg diesem Bild sehen sie die ganze Familie wie sie\ndamals vor circa achtzig Jahren am Strand von\nTravem\u00fcnde&#8230;&#8230;.erschienen.<\/p>\n\n\n\n<p>\nHilde\nStreit: Jetzt wenn sie in Rio sehen&#8230;.wie die Leute da schwimmen \n&#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Frage<\/strong>:\nIch glaube, das gen\u00fcgt auch.<\/p>\n\n\n\n<p>\nIst\nes alles sch\u00f6n Herr Kameramann?<\/p>\n\n\n\n<p>\nBrasilianisch\nwird jetzt geredet.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>Die\nFragen stellte Jens Meyer, Kamera hat Dietmar Bruns gemacht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>\u00a9Jens\nMeyer 2014<\/strong><\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto von Louis Segall. 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