{"id":1252,"date":"2016-05-23T13:00:23","date_gmt":"2016-05-23T13:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=1252"},"modified":"2025-12-06T18:56:52","modified_gmt":"2025-12-06T18:56:52","slug":"taetersuche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=1252","title":{"rendered":"Auf der Suche nach Richard Adam"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1251\" aria-describedby=\"caption-attachment-1251\" style=\"width: 3648px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/RIMG0103adamkeitum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1251\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/RIMG0103adamkeitum.jpg\" alt=\"Zehn Jahre haben nach einem Foto des T\u00e4ters gesucht, der damals die Enteignung der j\u00fcdischen Kinobesitzer in Hamburg (Henschel Film und Theaterkonzern) massgeblich organisert hat. Dann haben wir seinen Wohnort gefunden. Elbchaussee 451 in Hamburg und anschliessend in Kampen auf Sylt. Beerdigt ist er in Keitum auf Sylt. Ein h\u00fcbsches Grab mit Blick auf die Nordsee. Einfach ein wenig zu sp\u00e4t zum Suchen. Aber vorher hat keiner gesucht. Anmerkung 2017. Auf dem gleichen Friedhof liegt auch Heinz Friedrich Reinefarth. Todestag 7. Mai 1979. Letzte Wohnanschrift Stadumstrasse 43, 2280 Westerland\" width=\"3648\" height=\"2048\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1251\" class=\"wp-caption-text\">Zehn Jahre haben wir nach einem Foto des T\u00e4ters gesucht, der damals die Enteignung der j\u00fcdischen Kinobesitzer in Hamburg (Henschel Film- und Theaterkonzern &gt;Schauburg Kinos&lt;, Thalia Kino, Waterloo, Kurbel Nobistor u.a.) ma\u00dfgeblich organisiert hat. Dann haben wir seinen Wohnort gefunden. In Hamburg in einer gro\u00dfen Villa an der\u00a0 Elbchaussee 454 (Vor 1951 Nr. 99) und anschliessend in Kampen auf Sylt. Beerdigt ist er auf dem Friedhof St. Severin in Keitum auf Sylt. Ein h\u00fcbsches Grab mit Blick auf die Nordsee. Einfach ein wenig zu sp\u00e4t zum Suchen. Aber vorher hatte niemand gesucht. Anmerkung 2017. Auf dem gleichen Friedhof liegt auch Heinz Friedrich Reinefarth. Todestag 7. Mai 1979. Letzte Wohnanschrift Stadumstrasse 43, 2280 Westerland<\/figcaption><\/figure>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PDF-Die-Geschaefte-des-Richard-Adam.pdf\">PDF Die Gesch\u00e4fte des Richard Adam<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/By-nc-sa_color.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1755 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/By-nc-sa_color.png\" alt=\"By-nc-sa_color\" width=\"58\" height=\"39\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/By-nc-sa_color.png 720w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/By-nc-sa_color-300x202.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 58px) 85vw, 58px\" \/><\/a>Foto Jens Meyer<a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IMG_5356Lerchenweg5-e1495558160265.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2449 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IMG_5356Lerchenweg5-e1495558160265.jpg\" alt=\"Ausschnitt Karte Kampen \/Sylt Lerchenweg 5\" width=\"274\" height=\"365\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ausschnitt Karte Kampen \/Sylt Lerchenweg 5 <a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/VillainKampenParadieschen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2431 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/VillainKampenParadieschen.jpg\" alt=\"Alte Postkarte Lerchenweg 5 Kampen auf Sylt, Wohnsitz von Richard Adam bis zu seinem Tode (Villa Paradieschen) \" width=\"350\" height=\"243\" \/><\/a><\/p>\n<p>Alte Postkarte Lerchenweg 5. Kampen auf Sylt. Wohnsitz von Richard Adam bis zu seinem Tode (Villa Paradieschen) am 26. November 1967. Die Villa wurde 1968 nach dem Tod seiner Ehefrau Hanni Adam (geb. Seim) (25. Januar 1968)\u00a0 verkauft. Die beiden Pudel (schwarz), die den Tod des Ehepaar Adam \u00fcberlebten, wurden eingeschl\u00e4fert. Es stellte sich heraus, dass sie laut Stammbaum nicht reinrassig waren. Das war sicher in Richard Adams Sinne.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=7994\" rel=\"attachment wp-att-7994\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7994 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Tieresehendichan3klein.jpg\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"82\" \/><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_2450\" aria-describedby=\"caption-attachment-2450\" style=\"width: 336px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IMG_5353kampenlerc-henweg5-e1495557948315.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2450\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IMG_5353kampenlerc-henweg5-e1495557948315.jpg\" alt=\"Kampen Sylt Lerchenweg5 bis 1967 im Besitz von Richard Adam (Kinobesitzer in Kiel)\" width=\"336\" height=\"448\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2450\" class=\"wp-caption-text\">Kampen Sylt. Lerchenweg 5. Bis 1968 im Besitz von Richard Adam und seiner Ehefrau Hanni Adam. (Richard Adam war Kinobesitzer in Kiel, Capitol Lichtspiele, Am Dreiecksplatz 1, 881 Sitzpl\u00e4tze, ausgestattet mit zwei Bauer B 8 Maschinen)<\/figcaption><\/figure>\n<p><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/TazKlausBachmannReinefahrth.pdf\">TazKlausBachmannReinefahrth<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Die Gesch\u00e4fte des Richard Franz Wilhelm Adam<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Wir wissen nichts! Wir kennen keinen Adam! Da kann ich ihnen keine Auskunft geben! Der hat sich hier nicht angemeldet! Das darf ich Ihnen nicht sagen. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">So lauten die Antworten, die ich bekomme. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Zum ersten Mal erfahre ich von einem gewissen Adam in einem Brief aus Brasilien. Der gewisse Adam, so schreiben die Deutschlandfl\u00fcchtlinge von 1936, ist der Mann, die treibende Kraft der Nazis, der den Hamburger Kinobesitzern ihre Existenzgrundlage genommen hat. Der daf\u00fcr sorgte, dass der F\u00fchrer in Hamburg etwas zu verschenken hatte. Kinokonzerne an gute Deutsche. Gute Deutsche nannten sich Arier.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Da ist es kein Wunder, das sich keiner mehr an Richard Adam erinnern will. Denn geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen, verr\u00e4t der Volksmund. Niemand will h\u00f6ren, dass die Geschenke des F\u00fchrers gestohlen waren. Da halten sie fest zusammen, die guten Deutschen von damals und die Kinder der guten Deutschen von heute. Die wollen das Diebesgut lieber behalten. Und sich nicht an die Zeiten erinnern, als ihre Eltern \u00fcber Nacht reich wurden. Noch die Tatsache, dass die Geschenke des F\u00fchrers schon bald in Tr\u00fcmmern lagen, dient ihnen als Entschuldigung. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ein Zufall f\u00fchrt mich 1988 auf die Spur von Jeremias Henschel und seinen Kinos. Sie haben zwar viele Menschen und viel Papier verbrannt diese deutschen Nazis. Aber alles konnten sie nicht beseitigen. Zeit und Rohstoffe reichten nicht aus.<br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00dcbrig geblieben sind z. B. die Reichskinoadressb\u00fccher. Die von 1930 bis 1941 erschienen waren. Da tauchen jene Kinos auf, deren Verschwinden dann niemand bemerkt haben will. Die Kinos des Jeremias Henschel und eine Firma gleichen Namens: Der Henschel Film- und Theaterkonzern. Schon m\u00f6glich dass das Eine mit dem Anderen zu tun hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich suche Zeugen, die etwas wissen. Ich finde welche, doch die wissen lieber nichts. F\u00fcnfzig Jahre hat schlie\u00dflich niemand gefragt. Warum jetzt antworten? Die Menschen wurden vergast, erschlagen. Sie sind verhungert, sind gefl\u00fcchtet. Nur wenige j\u00fcdische Menschen entkamen der Vernichtung.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Es gibt Papiere. Die sind schwer zug\u00e4nglich. Auf Mikrofilmen. In irgendwelchen Archiven. Schwer zu finden. Zur systematischen Suche fehlt die Zeit. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Es ist eigentlich nicht die Zeit, die fehlt. Doch der Zeitgeist hat Anderes im Sinn. Gr\u00f6\u00dferes. Schlie\u00dflich muss noch die Sekret\u00e4rin, der G\u00e4rtner und der Sch\u00e4ferhund des F\u00fchrers befragt werden. Ja, richtig. Und Kunstmaler war der Mann ja auch. Postkarten hat er gemalt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Das ist der Stoff aus dem die Tr\u00e4ume sind. Die Opfer? Langweilig. Juden hatten wir schon mal, sagt der Fernsehredakteur. SFB hei\u00dft der Sender. \u201cSender Freies Berlin\u201c zergeht mir auf der Zunge. Dunkel war mir in Erinnerung, das es an der dffb (Deutsche Film und Fernsehakademie Berlin GmbH) in Berlin die Mikrofilme zweier Tageszeitungen gab, die sich ausschlie\u00dflich mit Kino besch\u00e4ftigten. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Lichtbildb\u00fchne (LBB) und der Kinematograph. Ich fing mit der Lichtbildb\u00fchne an und stellte zu meinem Schrecken fest, dass sie sechsmal in der Woche erschienen und dabei recht umfangreich war. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Nach drei Wochen bin ich dann soweit. Bereit aufzugeben. Keine meiner Spekulationen hat sich best\u00e4tigt. Keine Information \u00fcber den Verbleib dieser Kinos oder dieser Kinokette. Warum sollte auch eine Berliner Zeitung etwas \u00fcber Hamburger Kinos bringen? Nach der Berliner Lesereise kann ich nicht einmal behaupten, das das Verschwinden dieses Henschel oder seiner Kinos etwas mit der Judenfeindlichkeit der Nazis zu tun hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich verlege meine Suche auf Jahrestage. Die Zeit vor meinem Hiersein hat davon jede Menge. F\u00fchrers Geburtstag. Der Tag von Sedan. Die Ermordung des Prinzen in Sarajevo. Der Matrosenaufstand. Eisenstein in Deutschland. Die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Die Reichskristallnacht. Der Reichstagsbrand. Und dann finde ich doch etwas. Mit Gl\u00fcck. Mein Gl\u00fcck ist, das einer dieser Kinobesitzer des Henschel Film- und Theaterkonzerns an dem Tag zu Grabe getragen wird, an dem der senile Reichspr\u00e4sident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler ernennt. &gt;Machtergreifung&lt; haben die Nazis es genannt und noch heute ist dieses Wort Umgangssprache. &gt;Sonderbehandlung&lt; ist verschwunden. Das war ihr Wort f\u00fcr Mord. Wenn sie wieder Jemanden umgebracht hatten.<br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Bleibt nur festzustellen, das es manchmal hilfreich ist, dass Ereignisse, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben, oft in der gleichen Zeitung stehen. Die beiden Ereignisse haben, so denke ich damals, nichts miteinander zu tun. Was sich erst viel sp\u00e4ter als Irrtum herausstellt. Der Nazi Richard Adam und der Henschel Film- und Theaterkonzern.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ein 90 Zeilen Nachruf in der Licht Bild B\u00fchne (LBB) vom 30. Januar 1933: <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8222;Hermann Urich-Sa\u00df zum Gedenken. Wie im gr\u00f6\u00dften Teil unserer Sonnabend Ausgabe mitgeteilt, ist Hermann Urich-Sa\u00df am Freitag Abend im bl\u00fchenden Alter von 45 Jahren einem Herzschlag erlegen . . . &#8220; <\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">und endet mit:<\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\"> &#8220; . . . Seine Beerdigung findet heute Montag, den 30. Januar, 3 Uhr nachmittags, in Hamburg-Ohlsdorf auf dem Israelitischen Friedhof statt.&#8220; <\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Auf Seite eins der Lichtbildb\u00fchne (LBB) ein Leitartikel unter der \u00dcberschrift:<em> &#8222;Die neue Reichsregierung und der Film. Es ist nicht die Aufgabe eines Fachblattes, diese tief einschneidende Entscheidung in der deutschen Geschichte nach ihrer politischen Seite zu er\u00f6rtern&#8220; . . . <\/em>und weiter<em> . . . &#8220; . . . das rege Interesse, das die NSDAP h\u00e4ufig f\u00fcr die wirtschaftlichen N\u00f6te des Lichtspielgewerbes bekundet hat. Hier wird jetzt Gelegenheit zum Handeln sein.&#8220; <\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">(Erst 2018 erfahre ich: Die LBB geh\u00f6rt Karl Wolffsohn. Einem j\u00fcdischen Verleger, dem die Zeitung, die auch die Reichskinoadressb\u00fccher herausgibt, weggenommen &#8211; arisiert &#8211; wird. Dem die Flucht nach Israel gelingt. Der \u00fcberlebt. Der nach dem Krieg zur\u00fcckkehrt und bis zu seinem Tode\u00a0 Prozesse vor deutschen Gerichten f\u00fcr die R\u00fcckgabe seines Eigentums f\u00fchrt. Auch zwei gro\u00dfe Kinos geh\u00f6rten dazu. Die Lichtburg in Essen. Die Lichtburg in Berlin. Das Ende des Prozesses erlebt er nicht mehr. Die Lichtburg in Essen ist immer noch das sch\u00f6nste und gr\u00f6\u00dfte Kino in Deutschland. Die Lichtburg in Berlin wurde nach dem Krieg erst umbenannt in Corso Kino und dann abgerissen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Wir sind bei dem Obernazi<\/span><\/span><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\"> Richard Adam. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Er ist seit dem 1. Dezember 1931 Mitglied NSDAP und wartet nun schon fast zwei Jahre auf &#8222;seine Gelegenheit zum Handeln&#8220;. Eine seiner Handlungen wird die Enteignung der jetzigen Besitzer sein. Das ist die Art seiner Partei, die wirtschaftlichen N\u00f6te des Lichtspielgewerbes zu beseitigen. Indem man sie den Eigent\u00fcmern weg nimmt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Wieder habe ich Gl\u00fcck. Juden beerdigen ihre Toten f\u00fcr alle Zeit. Nicht so wie die beiden christlichen Staatskirchen, die bereits nach f\u00fcnfzig Jahren die Totenruhe f\u00fcr beendet erkl\u00e4ren.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich suche auf dem j\u00fcdischen Teil des Ohlsdorfer Friedhofs. Alles fein s\u00e4uberlich voneinander getrennt. Christen und Juden liegen zwar in gleicher Erde, aber getrennt durch einen hohen Zaun. Jeder Friedhof mit einem eigenen Eingang. Der\u00a0 Friedhofsangestellte zeigt mir die Grabstelle von Hermann Urich-Sass. Ich schreibe einen Brief an die, die f\u00fcr die Grabstelle sorgen und bezahlen. Deren Namen ich nicht kenne. Kaum vorstellbar, das die Grabstelle gepflegt wird, ohne das jemand f\u00fcr die Pflege bezahlt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Schlie\u00dflich sind wir in Deutschland. Meinen Brief mit meinen Recherchen und Fragen gebe ich zur Weiterleitung an die J\u00fcdische Gemeinde und denke: Ende der Veranstaltung. Sackgasse. Aus.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Doch nach einigen Wochen kommen tats\u00e4chlich Antworten aus Brasilien, Mexiko und den USA. Es handelt sich um die S\u00f6hne der beiden ehemaligen Eigent\u00fcmer, Hugo Streit und Hermann Urich-Sass, denen die Flucht nach \u00dcbersee gelungen ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Die S\u00f6hne von Hugo Streit: Carl Heinz Streit und Rolf Arno Streit geben ausf\u00fchrlich Antwort \u00fcber den Konzern ihres Vaters und ihres Onkels. Es stellt sich heraus, das beide Herren T\u00f6chter von Jeremias (James) Henschel geheiratet haben und den Kinokonzern nach dem Kinopionier und Schwiegervater Jeremias Henschel, der sich selber James nannte, benannt haben. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Bereits im ersten Brief vom 17. August 1989 weisen Carl Heinz Streit und Rolf Arno Streit darauf hin, das ein Mensch mit Namen Adam &#8222;der Obernazi&#8220; die Enteignung der Henschel Kinos &#8211; von den Deutschen Nazis auch Arisierung genannt &#8211; ma\u00dfgeblich betrieben hat. Sie wissen, das die von den Nazis eingesetzten &#8222;neuen Inhaber&#8220; Paul Romahn und Gustav Sch\u00fcmann mit diesem Obernazi Adam zusammen seit 1946\u00a0 in Kiel ein Kino betreiben. Es handelt sich um das Capitol Kino, das 1937 von Romahn und Sch\u00fcmann &#8222;\u00fcbernommen&#8220;\u00a0 wird. 1931 ist die Nordfilm-Theater GmbH Betreiberin dieses Kinos. <br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Teilhaberschaft von Adam (Bis 1945 Funktion\u00e4r der NSDAP in Hamburg) haben Gustav Sch\u00fcmann und Paul Romahn in dem sog. &#8222;Wiedergutmachungsverfahren&#8220; vor dem Landgericht in Hamburg zugegeben. Leider haben sie in Brasilien au\u00dfer dem Nachnamen keine weiteren Daten \u00fcber diesen Menschen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/PDF-Kein-Zeugengeld-fuer-Richard-Adam.pdf\">PDF Kein Zeugengeld f\u00fcr Richard Adam<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Akte aus dem Wiedergutmachungsverfahren darf ich nicht einsehen. Ich wei\u00df nicht einmal, ob es ein Wiedergutmachungsverfahren gegeben hat. Geschweige denn eine Akte.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich verbringe einen Tag im Kieler Stadtarchiv ohne wirkliches Ergebnis. Das Kieler Adressbuch Jahrgang 1938\/39 nennt zwei Adam mit weiblichen Vornamen und zw\u00f6lf Adam mit m\u00e4nnlichen Vornamen. Ob der gesuchte Adam dabei ist, kann ich nicht beurteilen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Es soll in Kiel einen Menschen geben, der alles \u00fcber die Kieler Kinos wei\u00df. Horst Reimers. Ich telefoniere mit ihm. Es macht den Anschein, als ob er wirklich jede neue Tapete kennt, die in den letzten hundert Jahren in einem Kieler Kino gewechselt wurde. Aber einen Kinobesitzer Adam? Nein. Davon wei\u00df er nichts. Nein, nie geh\u00f6rt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">In seinem Buch, das einige Jahre (1999) sp\u00e4ter erscheint, sind dann auch die Tapeten der Kinos ausf\u00fchrlich beschrieben. Von ehemaligen Besitzern, denen die Kinos in der Nazi Zeit weggenommen wurden, keine Spur. Ja, man hat schon davon geh\u00f6rt das Kinos von Juden verkauft wurden. Der Kinobesitzer August Scepanik, der im Alter von 82 Jahren 1974 in Kiel stirbt, hat auch einmal so ein Kino von einem Juden gekauft. Ganz am Anfang. 1935. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">In den Zeitungsausschnitten aus den Kieler Nachrichten ist von diesem Kino nicht zu lesen. Nur davon, wie flei\u00dfig er in seinem Leben war. So flei\u00dfig wie seine Bienen: <strong><em>&#8222;Er hat die Chancen seines Lebens durch praktisches Zupacken genutzt.&#8220;<\/em><\/strong> schreiben die Kieler Nachrichten am 30.04.1974. Vermutlich war es die Anzeige, die dieser Kinobesitzer am 1.1. 1936 in der Zeitung (KNN) aufgegeben hatte: <em><strong>&#8222;Kaiserkrone jetzt in arischem Besitz und unter arischer Leitung&#8220;<\/strong><\/em> eine dieser Chancen seines Lebens, die er durch praktisches Zupacken genutzt hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Als ich 1993 meinen Dokumentarfilm \u00fcber die Henschel Kinos fertigstelle, bin ich in Sachen Adam nicht viel weiter gekommen, als sich eine Studentin der Universit\u00e4t Hamburg bei mir meldet, die an einer Magisterarbeit &#8222;Kino unterm Hakenkreuz&#8220; arbeitet. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Gerti Keller findet heraus, dass der Mann Richard Adam hei\u00dft und in Hamburg ein Amt bekleidet hat. Er ist der Landeszellenleiter der Landesfilmstelle Nord der NSDAP und Goebbels direkt unterstellt. Mit diesen Daten ist es m\u00f6glich, im Berlin Document Center, das 1993 noch den USA unterstellt ist, die NSDAP Mitgliedsunterlagen von Richard Adam und damit auch Geburtsdatum und Wohnort herauszufinden. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Als ich nach drei Jahren endlich im Landgericht die sog. &#8222;Wiedergutmachungsakte&#8220; von Manfred Hirschel zu Gesicht bekomme, fallen mir fast die Augen aus dem Kopf. Dort taucht der Obernazi Richard Adam als Zeuge daf\u00fcr auf, dass es dem j\u00fcdischen Kinobesitzer Manfred Hirschel schon vor Beginn der Nazizeit wirtschaftlich sehr schlecht gegangen ist und die \u00fcbernehmenden Arier &#8211; C(K)lara Esslen und Heinrich (Heinz) B. Heisig &#8222;nichts wiedergutzumachen h\u00e4tten&#8220;. Es sind zwei Anschriften von Richard Adam angegeben. Elbchaussee 99 und Kampen auf Sylt<strong><em>. <\/em><\/strong>In der Akte befindet sich ein Schreiben von Richard Adam an das Gericht in Hamburg: <em>&#8222;Ihre Zeugenvorladung in obiger Angelegenheit (Hirschel 1.\/1. Esslen) vom 17. Juli mit dem Poststempel vom 23. Juli erreichte mich heute hier in Kampen a. Sylt, wohin ich seit einiger Zeit meinen Wohnsitz verlegt habe. Ich bin gerne bereit, als Zeuge zu erscheinen, mache Sie jedoch darauf aufmerksam, dass mir dadurch an Fahrtkosten 2.Kl. Eisenbahn DM 54.20 entstehen. Ich bitte Sie, mir diesen Betrag rechtzeitig vorher zuzusenden und zwar an die Adresse Richard Adam, Kampen a. Sylt. Ich sehe Ihrer entsprechenden Nachricht entgegen. Hochachtungsvoll. Richard Adam.&#8220; Eingangsstempel beim Gericht 27.7. 1951. Immerhin hat der Mann nicht unterschrieben wie fr\u00fcher immer.<\/em><strong><em><br \/><\/em><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich schreibe an Richard Adam. Die Post kommt nach einiger Zeit mit dem Vermerk: &#8222;Anschrift ungen\u00fcgend&#8220; zur\u00fcck. Inzwischen habe ich weitere Daten \u00fcber diesen Richard Adam aus Berlin Document Center (jetzt Bundesarchiv), dem ich auch erst begr\u00fcnden muss, warum denn diese Daten gebraucht werden. Ich schreibe an das Landratsamt Westerland und bitte um eine Meldeauskunft. Diese &#8211; so wird mir mitgeteilt &#8211; kann nicht erfolgen &#8211; wegen Datenschutz. Auch in der Elbchaussee vom Ortsamt Blankenese wird keine Auskunft erteilt. Nicht einmal die neue Nummerierung wollen sie mir mitteilen. Das unterliegt dem Datenschutz &#8211; ist die flotte Antwort.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Richard und Hanni Adam haben keine Kinder. Als Hanni Adam (geb. Seim) am 25. Januar 1968 stirbt, wird Kurt Hoekstra aus Husum mit der Nachlassverwaltung beauftragt. Am 25. Mai 2010 telefoniere ich mit Husum.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Da gibt es einen, der sich daran erinnert. Helmut Hoekstra. Der Nachlassverwalter war sein Onkel Kurt. Er selbst war damals 11 Jahre alt. Er war bei der Aufl\u00f6sung der beiden H\u00e4user dabei. &gt;Ein gro\u00dfes Haus an der Elbchaussee und ein anderes in Kampen auf Sylt.&lt; Wurde alles in Container weggeschmissen? &gt;Nein, die Sachen wurden aufgeteilt, das muss ein kompliziertes Verfahren gewesen sein. Es gab Verwandte aus Chemnitz, das damals noch Karl Marx Stadt hie\u00df&lt;. Er erinnert sich an eine Familie Ludwig. &gt;Meine Tante mu\u00df das noch wissen. Die ist jetzt \u00fcber neunzig aber noch ganz rege im Kopf. Ich bereite sie auf ihren Anruf vor.&lt;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Am 2. Juni 2010 telefoniere ich mit Mary Hoekstra. Sie hat noch ein Foto von dem Haus in Kampen gefunden. Von dem Richard Adam hat sie kein Foto. Die Postkarte von dem Haus schickt sie mir. Ob sie ihn beschreiben kann? <em>&gt;Der war ziemlich korpulent. Die waren Hundenarren. Sie hatten zwei schwarze Pudel, die hatten sie \u00fcberlebt. Es stellte sich aber sp\u00e4ter heraus, die waren nicht reinrassig. Ich hab den Mann ja erst 1964 kennen gelernt. Wer sind denn sie eigentlich?&lt;<\/em> <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich habe einen Film \u00fcber die j\u00fcdischen Kinos in Hamburg gemacht. 1990 habe ich einen der S\u00f6hne in Brasilien kennengelernt, der mir von diesem Adam erz\u00e4hlt hat. Der hat die Enteignung betrieben. &gt;Ich wusste von dem nur, dass er ein Kino in Kiel hatte.&lt;<a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=7681\" rel=\"attachment wp-att-7681\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7681 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/nilpferd_tumb-1024x816.png\" alt=\"\" width=\"156\" height=\"124\" \/><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=7816\" rel=\"attachment wp-att-7816\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7816 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/keitumfriede.jpg\" alt=\"\" width=\"245\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/keitumfriede.jpg 696w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/keitumfriede-300x297.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 245px) 85vw, 245px\" \/><\/a>Friedhof St. Severin in Keitum. Eingang zur Kapelle.<a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=7951\" rel=\"attachment wp-att-7951\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-7951\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Elbchaussee454-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a>Elbchaussee 454 (wird zurzeit -2018- gerade zum Verkauf angeboten)<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/KNN0111936-904x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15642\" width=\"429\" height=\"485\"\/><figcaption>Anzeige aus den Kieler Neuste Nachrichten (KNN) vom 1.1. 1936 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kiel_Capitol_1938-1024x642.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15634\" width=\"648\" height=\"406\"\/><figcaption>Capitol Kino in Kiel, Am Dreiecksplatz (1952 Dreieckplatz 1). 1937 sind die neuen Besitzer: Paul Romahn und Gustav Sch\u00fcmann. 1946 wird  Richard Adam Teilhaber des Capitol Kino von Paul Romahn und Gustav Sch\u00fcmann. 1963 kauft August Szepanik das Kino. Neuer Name: Studio Kino. Foto gemeinfrei cc Lizenz.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/AproposZeugeRichardAdam.pdf\">AproposZeugeRichardAdam<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"637\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/StudioKinoKiel2kleinFebr2018.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15647\"\/><figcaption>Studio Kino (ehemals Capitol Kino). Foto Jens Meyer. 13. Februar 2018. Der Eingang wurde in die Wilhelminenstrasse 10 verlegt.  Der Platz (1937 Am Dreiecksplatz 1) wurde umbenannt in Dreieckplatz. Adam, Romahn und Sch\u00fcmann, die Betreiber, die 1937 das Kino &#8222;\u00fcbernommen&#8220; hatten, sind vor einigen Jahren verstorben. Paul Romahn 1954, Gustav Sch\u00fcmann 1957, Richard Adam 1967. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"738\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/RichardAdamFahrtkostenerstklein-738x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6402\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/RichardAdamFahrtkostenerstklein-738x1024.jpg 738w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/RichardAdamFahrtkostenerstklein-216x300.jpg 216w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Inselbahnsylt2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Inselbahnsylt2.jpg\" alt=\"Insel Bahn Sylt\" class=\"wp-image-4359\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Inselbahnsylt2.jpg 550w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Inselbahnsylt2-300x204.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 85vw, 550px\" \/><\/a><figcaption>Inselbahn Sylt Foto Jens Meyer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Tieresehendichan1klein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14959\" width=\"174\" height=\"123\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Tieresehendichan1klein.jpg 500w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Tieresehendichan1klein-300x212.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 174px) 85vw, 174px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/By-nc-sa_color.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/By-nc-sa_color.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-17924\" width=\"225\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/By-nc-sa_color.png 720w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/By-nc-sa_color-300x203.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 85vw, 225px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PDF Die Gesch\u00e4fte des Richard Adam Foto Jens Meyer Ausschnitt Karte Kampen \/Sylt Lerchenweg 5 Alte Postkarte Lerchenweg 5. Kampen auf Sylt. Wohnsitz von Richard Adam bis zu seinem Tode (Villa Paradieschen) am 26. November 1967. Die Villa wurde 1968 nach dem Tod seiner Ehefrau Hanni Adam (geb. Seim) (25. Januar 1968)\u00a0 verkauft. 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