{"id":13938,"date":"2021-02-02T15:58:05","date_gmt":"2021-02-02T15:58:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=13938"},"modified":"2024-07-03T07:18:53","modified_gmt":"2024-07-03T07:18:53","slug":"in-erinnerung-an-renate-holland-moritz-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=13938","title":{"rendered":"In Erinnerung an Renate Holland-Moritz (I)"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Leseproben aus dem B\u00fcchlein                  <strong>Ossis, rettet die Bundesrepublik!<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p>\u201cIrgendeiner dieser farblosen schwarzen Politker lie\u00df die staunenende Noch-DDR-\u00d6ffentlichkeit des Jahres 1990 wissen, er habe sich seit dem 17. Juni 1953  &#8211; da war er grade dreizehn \u2013 im inneren Widerstand gegen das herrschende SED-Regime befunden. Gottlob war es ihm gelungen, den Tatbestand so konspirativ zu behandeln, da\u00df nie eine Menschenseele von seinem zur Faust geballten Innenleben erfuhr.\u201c So beginnt der Text: \u201cMein 17. Juni und die literarischen Folgen\u201c von Renate Holland-Mortiz, die leider vor einigen Jahren gestorben ist. Hier kommt noch mal eine kleine Erinnerung an sie. Das Buch ist im Dietz Verlag, Berlin erschienen. Die 5. Auflage ist 1996 erschienen und hat die ISBN 3-320-01827-2- In Corona Zeiten ist der Buchkauf etwas schwieriger als sonst, deswegen hier zwei kleine Ausschnitte  zur Leseprobe.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-7230c978-b2df-4f5c-b538-888cdb1984a3\" href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/ZweiLeseprobenausOssurettetdie-BRD.pdf\">ZweiLeseprobenausOssisrettetdie-BRD<\/a><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/ZweiLeseprobenausOssurettetdie-BRD.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-7230c978-b2df-4f5c-b538-888cdb1984a3\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Renate Holland-Moritz Abschrift <\/strong>aus dem Buch: <strong>Ossis, rettet die Bundesrepublik!<\/strong> Dietz Verlag Berlin. 5. Auflage 1996, Seite 21-30 <strong>\u201cStasi-Kontakt mit Happy-End\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\"> \u201cInfolge ihrer eklatanten \u00dcberfl\u00fcssigkeit wurde die \u00bbFriedenspost\u00ab, Zentralorgan der Gesellschaft f\u00fcr Deutsch-Sowjetische Freundschaft, im Herbst 1953 des sozialistischen Bl\u00e4tterwaldes verwiesen. Ich konnte meine journalistische Ausbildung in der \u00bbBZ am Abend\u00ab fortsetzen, die sich selbstbewu\u00dft als das \u00bbHerzblatt des Berliners\u00ab offerierte. Mir allerdings beschwerte es allmorgendlich das Herz, denn ich schaffte es fast nie, p\u00fcnktlich um 6.30 Uhr (sonnabends und montags gar um 5.30 Uhr) in der Redaktion einzutreffen. Eines griesegrauen Wintermorgends im Jahre 1954 hatte ich mich wieder einmal erheblich versp\u00e4tet und hoffte inst\u00e4ndig, der Allm\u00e4chtige m\u00f6ge mich ungesehen an meinen Schreibtisch gelangen lassen. Doch schon auf dem ersten Treppenabsatz erwartete mich das Strafgericht in Person unseres Chefredakteurs<em> Ernst Hansch<\/em>. Er war totenbleich, zitterte am ganzen Leib und fragte mit tonloser Stimme: \u00bbWas haben sie getan?\u00ab \u00bbVerschlafen\u00ab, gestand ich kleinlaut, \u00bbaber es soll nie wieder vorkommen.\u00ab  \u00bbLenken Sie nicht ab\u00ab, unterbrach er mich schroff, \u00bbsagen sie frei heraus, was Sie wieder angestellt haben. Wenn, wie so oft, Ihre Kodderschnauze mit Ihnen durchgegangen ist, kann ich mich vielleicht f\u00fcr Sie verwenden.\u00ab Nun verstand ich \u00fcberhaupt nichts mehr. \u00bbWovon reden Sie eigentlich?\u00ab \u00bbWovon ich rede?\u00ab Ernst Hansch kiekste wie ein hysterischer Countertenor. \u00bbIch rede davon, da\u00df Sie zum Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit bestellt sind. Der Genosse <em>Ernst Wollweber<\/em> will Sie sprechen, und zwar sofort!\u00ab Mir viel eine Zentnerlast vom Herzen. Also kein Trouble mit meinem Chef! Der Chef der Staatssicherheit interessierte mich \u00fcberhaupt nicht. Seine Klientel bestand doch wohl vorrangig aus Diversanten und Umst\u00fcrzlern, und nichts dergleichen traf auf mich zu. \u00bbBin schon auf dem Wege\u00ab, sagte ich munter, \u00bbwo residiert denn seine Heiligkeit?\u00ab \u00bbUm Gottes Willen, Kindchen\u00ab fl\u00fcsterte Ernst Hansch, \u00bbnehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter. Auf jeden Fall erstatten Sie mir sofort nach Ihrer R\u00fcckkehr Bericht. <em>Falls <\/em>Sie zur\u00fcckkommen\u00ab, f\u00fcgt er noch leiser hinzu.   Auf dem kurzen Weg vom Berliner Verlag in der Otto-Nuschke-Stra\u00dfe bis zum Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit in der Glinkastrasse bem\u00e4chtigte sich meiner doch eine gewisse Nervosit\u00e4t. Konnte es sein, da\u00df mich irgend jemand wegen Verbreitung des einen oder anderen politischen Witzes denunziert hatte? Und wenn schon, dachte ich trotzig. Wegen solcher Delikte hatte man sich in der Nazizeit zu f\u00fcrchten gehabt. Da\u00df auch Opfer der Nazis in der gleichen Weise reagieren w\u00fcrden, hielt ich f\u00fcr \u00fcble feindliche Nachrede.   Am Portal wurde ich von einem Wachtposten im Empfang genommen und im barschen Ton an den n\u00e4chsten weitergereicht. Die Prozedur wieder-holte sich noch einigemal, bis ich endlich einen riesigen Raum betreten durfte. Am Horizont machte ich einen ebenfalls riesigen Schreibtisch aus, hinter dem ein unscheinbares M\u00e4nnchen trohnte: Ernst Wollweber. Etwa zwei Meter entfernt von ihm hockte auf einem Stuhl ein in sich zusammengerutschtes Menschenb\u00fcndel. Als sich unsere Blicke trafen, erkannte ich den Mann. Ich wollte spontan auf ihn zugehen, aber Wollweber befahl mit schneidender Stimme: \u00bbStehenbleiben!\u00ab  Ich verstand nicht, warum ich den Besetzer des Arms\u00fcnderstuhls nicht wenigstens begr\u00fc\u00dfen durfte. Er hie\u00df G\u00fcnther Hoffmann, wohnte in Strausberg und war ein Freund eines mir befreundeten Kollegen . Vor zwei Tagen waren wir bei ihm und seiner Frau Karin zu Gast gewesen. Die mir bis dato unbekannten Hoffmanns hatten auch mich herzlich aufgenommen. Es wurde ein ausgesprochen angenehmer Abend. Wir schwatzten \u00fcber Gott und die Welt und zogen feixend prominente Politiker und K\u00fcnstler durch den Kakao. Da die Hoffmanns regelm\u00e4\u00dfige Leser der \u00bbBZ am Abend\u00ab waren, interessierten sie sich besonders f\u00fcr die Art meiner T\u00e4tigkeit.  Ich berichtete, da\u00df ich &#8211; genau wie die anderen Volont\u00e4re und Assistenten der Lokalredaktion &#8211; mit einer ebenso langweiligen wie unn\u00fctzen Arbeit betraut sei. In den damals noch gar nicht existierenden Mauern unserer Stadt wurde das Au\u00dfenministertreffen der alliierten Siegerm\u00e4chte vorbereitet, und wir sollten die B\u00fcrger befragen, was sie sich von dieser historischen Viererkonferenz verspr\u00e4chen. Es war nicht das erstemal, da\u00df wir die Volksmundpropaganda erforschen mu\u00dften, und es war nicht das letztemal, da\u00df wir es auf die f\u00fcr uns am wenigsten peinliche Weise taten. Indem wir n\u00e4mlich in der Redaktion blieben und uns die h\u00f6heren Orts gew\u00fcnschten positiven Lesermeinungen samt Namen und Adressen einfach ausdachten. \u00bbWas haltet ihr eigentlich von der Konferenz?\u00ab fragte ich unsere Gastgeber. \u00bbMeint ihr, da kommt wirklich was Vern\u00fcnftiges f\u00fcr die Deutschen heraus?\u00ab \u00bbGlaub ich nicht\u00ab, sagte G\u00fcnter Hoffmann, \u00bbsie wird vermutlich ausgehen wie alle diese Treffen, n\u00e4mlich wie das Hornberger Schie\u00dfen.\u00ab Die Formulierung gefiel mir, und ich beschlo\u00df, endlich einmal eine echte, noch dazu kritische Leserstimme ins Blatt zu bringen. Am n\u00e4chsten Morgen tippte ich den Satz vom Hornberger Schie\u00dfen, und ab mittags um 12. Uhr konnten sich die Leser vom Skeptizismus irgendeines G\u00fcnter Hoffmann aus Strausberg \u00fcberzeugen. Minister Wollweber hielt eine Exemplar der \u00bbBZ am Abend\u00ab in der rechten Hand. Mit der Linken zeigte er auf das vor mir sitzende H\u00e4ufchen Ungl\u00fcck und fragte mich in inquisitorischem Ton: \u00bbKennen sie diesen Mann?\u00ab  Ich war zwar ein reichlich naiver Teenager, hatte aber doch gen\u00fcgend Krimis gelesen, um zu wissen, da\u00df man sich nicht in allzu offenkundige Widerspr\u00fcche verwickeln d\u00fcrfe. Wollweber mu\u00dfte bemerkt haben, da\u00df ich G\u00fcnter Hoffmann kannte, seine Frage war also rein rhetorischer Natur. \u00bbIch habe Herrn Hoffmann und seine Frau vorgestern kennengelernt\u00ab, antwortete ich wahrheitsgem\u00e4\u00df, \u00bber ist ein Freund meines derzeitigen Freundes. Was hat der denn gemacht?\u00ab Wollweber lief dunkelrot an. \u00bbHier stelle ich die Fragen\u00ab, donnerte er. \u00bbAlso, wor\u00fcber haben sie gesprochen?\u00ab Ich sah zu G\u00fcnter Hoffmann und glaubte, in seinen glanzlosen Augen ein flehentliches Blinzeln zu bemerken. \u00bb\u00dcber alles M\u00f6gliche und nichts Besonderes\u00ab, sagte ich leichthin. \u00bbIn erster Linie habe ich mich mit Frau Hoffmann unterhalten. Sie ist ein Handarbeitsgenie und will mir aus Wollresten einen Pullover stricken. Au\u00dferdem . . . \u00ab Wollweber fiel mir gereizt ins Wort. \u00bbIch pr\u00e4zisiere: Haben sie mit Hoffmann \u00fcber die Berliner Vierkonferenz gesprochen?\u00ab  \u00bbAber nein\u00ab, sagte ich mit Nachdruck. \u00bbGleich am Anfang des Abends hatte sich Frau Hoffmann n\u00e4mlich ausgebeten, da\u00df die Themenbereiche Politik und Arbeit ausgespart werden sollten. Ich fand das, ehrlich gesagt, ein bi\u00dfchen kleinb\u00fcrgerlich.\u00ab  Wollweber drosch mit einem Lineal auf die \u00bbBZ am Abend\u00ab ein. \u00bbUnd wie kam es dann zu dieser Ver\u00f6ffentlichung?\u00ab Ich tat, als bemerke ich das Corpus delicti erst jetzt. \u00bbAch das meinen Sie\u00ab, sagte ich mit gespielter Betretenheit, \u00bbdas ist nun wirklich ein bi\u00dfchen peinlich. Nat\u00fcrlich kann ich Ihnen alles erkl\u00e4ren, aber Sie m\u00fc\u00dften mir versprechen, die Angelegenheit unbedingt vertraulich zu behandeln. Kann ich mich auf Ihre Verschwiegenheit verlassen?\u00ab   Die oberste Sicherheitsnadel wurde ganz spitz im Gesicht. Doch dem f\u00e4lligen Wutausbruch kam ich zuvor, indem ich detailliert \u00fcber die Plage des kampagneartiken Stimmensammelns berichtete. Ich verriet Wollweber sogar, da\u00df es durchaus nicht ungef\u00e4hrlich sei, B\u00fcrger zu politischen Ereignissen zu befragen. Nicht selten bek\u00e4me man anstelle einer Antwort Ohrfeigen angeboten. Bekannterma\u00dfen geh\u00f6re es doch aber nicht zu den Aufgaben der sozialistischen Presse, den Unmut des Volkes \u00f6ffentlich zu machen. Also seien wir dazu \u00fcbergegangen, den Fragen gleich die politisch richtigen Antworten beizuf\u00fcgen. \u00bbLeider\u00ab fuhr ich fort, \u00bbist da das Problem mit den Namen. Sie sollen nicht zu gew\u00f6hnlich sein. M\u00fcller, Meier, Schulze und Lehmann nimmt mir mein Ressortleiter <em>Klaus Poche <\/em>schon seit Tagen nicht mehr ab. Absonderlich oder gar l\u00e4cherlich d\u00fcrfen sie aber auch nicht sein. Allein aus diesem Grunde konnte eine \u00e4u\u00dferst positive Meinungs\u00e4u\u00dferung eines gewissen Gustav Niederges\u00e4\u00df aus Obersch\u00f6neweide nicht erscheinen.\u00ab \u00bbSchlu\u00df mit dem Bl\u00f6dsinn\u00ab, br\u00fcllte Wollweber, kalt vor Wut. \u00bbIch will auf der Stelle wissen, ob diese def\u00e4tistische Bemerkung \u00fcber die Viererkonferenz von unserem Genossen Hoffmann stammt!\u00ab Erst jetzt wurde mir klar, da\u00df G\u00fcnter Hoffman auch zur Firma geh\u00f6rte. Diese Erkenntnis ber\u00fchrte mich irgend wie seltsam, denn unter einem \u00bbKundschafter\u00ab  hatte ich mir immer etwas Heldenhaftes, vielleicht D\u00e4monisches, auf jeden Fall Geheimnisvolleres als diesen netten Mann vorgestellt. \u00bbNat\u00fcrlich nicht\u00ab, wehrte ich entschieden ab, \u00bbwir haben ja \u00fcberhaupt nicht \u00fcber die Viererkonferenz gesprochen. Es verhielt sich nur so, da\u00df mein Chef Klaus Poche auch einmal eine kritische Stimme abdrucken wollte, der Ausgewogenheit halber. Als ich den Auftrag ausgef\u00fchrt hatte, stand ich wieder vor dem Namenproblem. Und das mu\u00df mir das mit G\u00fcnter Hoffmann, Strau\u00dfberg, einfach unterlaufen sein. Weil die Adresse so sch\u00f6n allgemein und doch nicht fiktiv war. Wenn ich allerdings geahnt h\u00e4tte, da\u00df ich Herrn Hoffmann damit in Schwierigkeiten bringe . . . \u00ab \u00bbSie behaupten also\u00ab, res\u00fcmierte Wollweber, \u00bbsich den Satz selbst ausgedacht und den Namen Hoffmann mi\u00dfbr\u00e4uchlich benutzt zu haben. Ist das so?\u00ab Ich nickte heftig. Wollweber sah mich lange und durchdringend an. Offenbar wurde er sich nicht klar dar\u00fcber, ob er es hier mit blanker Dreistigkeit oder mit echter jugendlicher Naivit\u00e4t zu tun hatte. Schlie\u00dflich forderte er mich in scharfem Ton zum Gehen auf. Ich stand noch einen Moment unschl\u00fcssig in dem kahlen Raum herum und versuchte, mit G\u00fcnter Hoffmann einen Blick zu wechseln. Aber er stierte verbissen auf seine Schuhspitzen. \u00bbSie sollen gehen\u00ab, raunzte Wollweber. Wenig sp\u00e4ter umarmte mich Chefredakteur Ernst Hansch wie den verloren geglaubten Sohn, zeigte sich nach meiner Berichterstattung aber keineswegs beruhigt. Noch tagelang wagte er sich kaum aus seinem Zimmer, immer in Erwartung des gef\u00fcrchteten Anrufs. Der kam \u00fcbrigens nie. Im Fr\u00fchjahr 1984 war ich von den Mitarbeitern der Studiotechnik zu einer Lesung ins Caf\u00e9 des DDR Fernsehens eingeladen worden. Dem literarischen Horsd&#8217;\u0153uvre folgte eine mittleres Gelage, das als sogenanntes geselliges Beisammensein ebenfalls aus dem Kultur- und Sozialfonds des Betriebes finanziert wurde. Ich sa\u00df mit einigen Studiotechnikern am Tisch und gab bereitwillig Auskunft \u00fcber M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Satire unter gerontokratischen Zensurbedingungen. Ein Mann im besten Vorruhestandsalter bat Platz nehmen zu d\u00fcrfen und dr\u00fcckte mir ein Glas Sekt in die  Hand. \u00bbWas sagst du nun?\u00ab fragte er strahlend. \u00bbDanke\u00ab antwortete ich verwirrt, denn ich hatte nicht die Spur einer Ahnung, wer der edle Spender sein k\u00f6nnte.  \u00bbZugegeben, es ist lange her\u00ab r\u00e4umte er ein,\u00bbaber meine Adresse lautet noch immer: G\u00fcnter Hoffmann, Strausberg.\u00ab Ich erlitt fast einen Schock. In all den Jahren hatte ich die Erinnerung an meinen einzigen Direktkontakt mit der Stasi zu verdr\u00e4ngen versucht. Doch das Bild des gebrochenen Mannes vor dem Schreibtisch des damals rangh\u00f6chsten Schn\u00fcfflers (Ernst Wollweber wurde 1958 zusammen mit Karl Schirdewan wegen \u00bbFraktionsbildung\u00ab entmachtet und aus dem Zentralkomitee ausgeschlossen) verlor sich nie ganz aus meinem Ged\u00e4chtnis. Immer wieder belastete mich der Gedanke, einem Menschen aus Un\u00fcberlegtheit Schaden zugef\u00fcgt zu haben. Dann wieder beruhigte ich mein Gewissen mit der Harmlosigkeit des Tatbestandes. Wenn dieser G\u00fcnter Hoffmann Zweifel in die Effektivit\u00e4t der Viererkonferenz gesetzt hatte, so war das sein verbrieftes Grundrecht, nachzulesen in der Verfassung der DDR. Da\u00df diese f\u00fcr die amtlich bestallten Sch\u00fctzer des Staates nur wertloses Papier darstellte, lag im Zynismus des Sicherheitssystems begr\u00fcndet. Nun aber sa\u00df mir der einst so j\u00e4mmerlich Gedem\u00fctigte l\u00e4chelnd gegen\u00fcber und erz\u00e4hlte mir seine Geschichte. G\u00fcnter Hoffmann war das Kind ermordeter Antifaschisten. Nach 1945 ersetzte ihm die Partei die Familie, und als sie beschlo\u00df ihn im Bereich der Staatssicherheit als Nachrichteningenieur ausbilden zu lassen, w\u00e4re er nie auf die Idee gekommen, Widerspruch einzulegen. Doch sp\u00e4testens seit den Ereignissen vom 17. Juni 1953 f\u00fchlte er sich nicht mehr in \u00dcbereinstimmung mit den politischen Idealen seiner Eltern und empfand seine T\u00e4tigkeit mehr und mehr als dr\u00fcckende Last. Allerdings sah er nicht die geringste Chance, aus der Verpflichtung entlassen zu werden, ohne sich der Republikflucht schuldig zu machen. Das aber stand f\u00fcr ihn nicht zur Debatte. Als G\u00fcnter Hoffman nach seinem unfreiwilligen Leserbrief von Minister Wollweber hochnotpeinlich in die Zange genommen wurde, bestritt er zwar nicht, mich zu kennen, leugnete aber die Urheberschaft an der kritischen Bemerkung in der \u00bbBZ am Abend\u00ab. Mein Erscheinen vor dem Allerh\u00f6chsten machte seine vage Hoffnung auf einen gl\u00fccklichen Ausgang der Sache endg\u00fcltig zunichte. Nat\u00fcrlich war er \u00fcberzeugt davon, Wollweber w\u00fcrde mich einsch\u00fcchtern und so die Wahrheit ans Licht bef\u00f6rdern. Allein meine grenzenlose Naivit\u00e4t und der mir innewohnende Spieltrieb retteten G\u00fcnter Hoffman. Selbstverst\u00e4ndlich wurde er fristlos aus dem Staatssicherheitsdienst entlassen, doch mangels Beweises immerhin in Ehren. Das erschlo\u00df sich ihm im Jahre 1954 die unsch\u00e4tzbare M\u00f6glichkeit einer b\u00fcrgerlichen Existenz. Ob G\u00fcnter Hoffmann allerdings nach fast vierzigj\u00e4hriger Stasi-Abstinenz mit der Absolution des gottesf\u00fcrchtigen Hexenj\u00e4gers Gauck rechnen kann, darf bezweifelt werden.1991 Renate Holland Moritz.                                                                                                          Am 14. Juni 2017 ist Renate Holland-Moritz gestorben.                                                                Ich habe, wie vermutlich die meisten Hamburger, erst von Ihrer Existenz erfahren, als der Eulenspiegel  dann auch bei uns am Zeitungskiosk zu erwerben war. Leider konnten wir sie nicht ins 3001 Kino nach Hamburg locken. Aber wir haben es versucht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/800px-Stadtbrunnen.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-13947\" width=\"301\" height=\"306\"\/><figcaption>Aus Wikipedia gemeinfrei <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Inschrift auf dem Stadtbrunnen  Hornberg,                                                                                                                            Baden W\u00fcrttemberg                                                                                                   <strong>Jedwedes Kind auf der weiten Erd v. <br> Hornberger Schiessen schon hat <br> geh\u00f6rt, das Pulver ging aus zur <br> sch\u00f6nsten Stund, so dass man nicht <br> mehr schiessen kunnt! <\/strong> <strong>Anno 1564 <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10572\" width=\"214\" height=\"144\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image.png 720w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-300x203.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 85vw, 214px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/UmschlagBerlinBuchplan-1024x724.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-13951\" width=\"712\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/UmschlagBerlinBuchplan-1024x724.png 1024w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/UmschlagBerlinBuchplan-300x212.png 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/UmschlagBerlinBuchplan-768x543.png 768w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/UmschlagBerlinBuchplan-1536x1086.png 1536w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/UmschlagBerlinBuchplan-2048x1448.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Tieresehendichan1klein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13767\" width=\"151\" height=\"107\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Tieresehendichan1klein.jpg 500w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Tieresehendichan1klein-300x212.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 151px) 85vw, 151px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Seite aus Berlin Buchplan Umschlag R\u00fcckseite. (VEB Tourist Verlag) 8. Auflage 1989. ca. 1:25 000 Besonderheit dieses Planes: Der Westteil von Berlin ist weiss.<\/p>\n\n\n\n<p>Renate Holland-Moritz <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abschrift von Mein 17. Juni und die literarischen Folgen<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aus: Ossis, rettet die Bundesrepublik Seite 16 -20 <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Renate Holland-Moritz schreibt seit 50 Jahren in der Satire-Zeitschrift Eulenspiegel ihre Filmkritiken,. Sie waren zu DDR-Zeiten Kult: Die Kinoeule. Interview mit Andreas Kurtz. Irgendeiner dieser farblosen schwarzen Politiker lie\u00df die staunende Noch-DDR-\u00d6ffentlichkeit des Jahres 1990 wissen, er habe sich seit dem 17. Juni 1953 \u2013 da war er grade dreizehn \u2013 in innerem Widerstand gegen das herrschende SED-Regime befunden. Gottlob war es ihm gelungen, den Tatbestand so konspirativ zu behandeln, da\u00df nie eine Menschenseele von seinem zur Faust  geballten Innenleben erfuhr. \u00c4hnlich heldenhaft habe ich mich leider nicht betragen. Meine Einw\u00e4nde gegen eine antifaschistische, den Sozialismus anvisierende Gesellschaftsordnung waren allerdings auch nicht derart gravierend. Genau genommen beschr\u00e4nkten sie sich auf dogmatische Ausw\u00fcchse und so l\u00e4cherliche Behauptungen, Ringelsocken, Schuhe mit Kreppsohlen und Jazz seien die Insignien der Dekadenz und g\u00e4ben Zeugnis vom verfaulenden, demn\u00e4chst untergehenden Kapitalismus. Um zu beweisen, wie gut sich westliche Mode und Musik mit \u00f6stlicher Weltanschauung vertrugen, marschierte ich auf den Kreppsohlen der Firma Leineweber und lie\u00df mich w\u00e4hrend des sogenannten Selbststudiums der marxistischen Klassiker von den Kl\u00e4ngen des amerikanischen Soldatensenders AFN berieseln. Das hatte gar manche Aussprache mit anschlie\u00dfender Strafaktion zur Folge, deren angenehmste war, da\u00df ich nie mit einer Funktion im Jugendverband betraut wurde.  1953 arbeitete ich, gerade 18 Jahre alt geworden, als Volont\u00e4rin einer  uns\u00e4glich langweiligen Wochenzeitschrift namens \u00bbFriedenspost\u00ab. Die Redaktion befand sich in der 6. Etage des Zentralvorstandes der Gesellschaft f\u00fcr Deutsch-Sowjetische Freundschaft auf dem Berliner Th\u00e4lmannplatz. Hier teilte ich das Zimmer mit meiner Kollegin Hilde Linden, die sp\u00e4ter unter dem Pseudonym Hiltrud Lind vielgelesene  Kinderb\u00fccher schrieb.  An einem sch\u00f6nen sonnigen Junitag sah Hilde aus dem Fenster auf die Wihelmstra\u00dfe und fragte mich: \u00bbKannst du mir sagen, vor welcher Demonstration wir uns heute mal wieder gedr\u00fcckt haben?\u00ab Ich konnte es nicht, \u00fcberzeugte mich aber davon, da\u00df sich ein langer Zug in Richtung  Haus der Ministerien bewegte. Der  Th\u00e4lmannplatz war von erregten, teilweise wild gestikulierenden Menschen besetzt. Hilde bekam es mit der Angst zu tun, ich hingegen war nur neugierig. Deshalb beschlo\u00df ich, mich der geheimnisvollen Veranstaltung beizugesellen, um  ihr auf den Grund zu kommen. Vor dem Haus, in unmittelbarer N\u00e4he des U-Bahn-Einganges, geriet ich in einen Kreis w\u00fctend diskutierender M\u00e4nner. Als sie mich sahen, verstummten sie. Dann allerdings war ich einem Schwall w\u00fcster Beschimpfungen und Drohungen ausgesetzt, die sich nur in der R\u00fcdigkeit von denen meiner emp\u00f6rten FDJ-Funktion\u00e4re unterschieden.  Wie diese nahmen die Demonstranten Ansto\u00df an meinem Outfit. Aber nicht die eindeutig westliche Herkunft meines Kord-Lumberjacks st\u00f6rte sie, sondern die an der linken Jackenseite zweireihig befestigten Blechsymbole. Da prangte neben dem FDJ-Abzeichen das des Komsomol, eingetauscht beim organisierten und streng bewachten Freundschaftstreffen mit Sowjetsoldaten. Ferner ergl\u00e4nzten die Anstecker der Gesellschaft f\u00fcr Deutsch-Sowjetische Freundschaft, der Gesellschaft f\u00fcr Sport und Technik, des Deutschen Turn- und Sportbundes sowie in der Reihenfolge des pers\u00f6nlichen Erwerbs die Abzeichen \u00bbF\u00fcr gutes Wissen\u00ab in Bronze, Silber und Gold. \u00bbRunter mit det Lametta\u00ab, br\u00fcllten die staatsverdrossenen Aufr\u00fchrer. Ich weigerte mich standhaft, beharrte gar auf meinem demokratischen Recht, mich mit allem zu schm\u00fccken, was nicht Krieg oder Nazismus verherrlichte. Das war \u00d6l aufs Feuer. Wenn ich provozieren wolle, k\u00f6nne man auch anders. Ein M\u00e4nnerarm erhob sich schlagfertig. Doch ehe mir die Arbeiterfaust an die W\u00e4sche konnte, wurde der Kreis um mich von einem energischen kleinen Mann zerteilt. Mit befehlsgewohnter Stimme fragte er, ob man sich nicht sch\u00e4me, seinen Zorn an Unschuldigen abzureagieren, sein M\u00fctchen gar an halben Kindern zu k\u00fchlen. Gehorsam traten die Leute einen Schritt zur\u00fcck, so da\u00df dem kleinen Mann Gelegenheit wurde, mich mit festem Griff aus der Gefahrenzone zu ziehen.   \u00bbR\u00e4um deinen Klempnerladen ab\u00ab, schnauzte er mich an. Und ich, die ich eben noch bereit gewesen war, der vermeintlichen Konterrevolution zu trotzen, tat wie gehei\u00dfen. Dann fragte der Mann noch, wo ich arbeite und wer mein Chef sei, und stie\u00df mich schlie\u00dflich unsanft durch die T\u00fcr meines Redaktionshauses. Der Lift war wieder mal kaputt, und ich mu\u00dfte die sechs Etagen zu Fu\u00df erklimmen. Auf dem Gang kam mir mein Chefredakteur Rudi Wetzel in heller Aufregung entgegen. Er hatte gerade eine telefonische Abreibung erfahren wegen \u00bbVernachl\u00e4ssigung der Aufsichtspflicht gegen\u00fcber einer jugendlichen Spinnerin\u00ab. Der Anrufer war niemand anders als mein kleiner Retter. Er hie\u00df <em>Wilhelm Girnus <\/em>und befehligte die Abteilung Kultur in der Redaktion des SED-Zentralorgans \u00bbNeues Deutschland\u00ab. Da ich Girnus nur dieses eine Mal getroffen habe, wei\u00df ich nicht, ob er an jenem denkw\u00fcrdigen 17. Juni 1953 noch eine weitere schicksalhafte Begegnung mit einem jungen M\u00e4dchen auf dem Th\u00e4lmannplatz hatte. Sollte das nicht der Fall gewesen sein, so hat das Erlebnis mit mir eine \u00e4u\u00dferst seltsame Metamorphose in seinem Ged\u00e4chtnis durchgemacht. In seinem autobiographischen Buch \u00bbAus den Papieren des Germain Tawordschus\u00ab (erschienen 1982 in Hinstorff Verlag Rostock) schrieb Wilhelm Girnus: \u00bb<em>Germain ging zum U-Bahn-Eingang. Dort stand ein M\u00e4dchen, etwa f\u00fcnfzehn Jahre alt, im blauen Hemd der Freien Deutschen Jugend, blickte auf die zerst\u00f6rten U-Bahn-Schilder und weinte. Germain trat an sie heran, legte den Arm um sie und blickte ihr in die verweinten Augen. Zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren empfand er Mitleid mit einem deutschen Menschen, eine zarten, leidenden Wesen, das nicht um den Tod von Vater und Mutter weinte, nicht um einen verlorenen Geliebten, sondern darum, das etwas vernichtet wurden, was sie als das ihrige empfand, weil sie es selbst mitgeschaffen hatte. Germain wu\u00dfte nat\u00fcrlich, warum sie weinte, aber er wollte es aus ihrem Munde h\u00f6ren, er kannte, wie wohl es tat, von seinem Schmerz zu einem anderen zu sprechen. Er hatte sie in diesem Augenblick wirklich gern, er dr\u00fcckte sie an sich und fragte: \u203aWarum weinst du?\u2039 Schluchzend sagte sie: \u203aDa haben wir jahrelang aufgebaut, und jetzt kommen die und machen alles wieder kaputt.\u2039 Ein Strom von Tr\u00e4nen und Schluchzen brach aus ihr hervor, und gebrochen lehnte sie sich an Germain.\u00ab<\/em> In n\u00e4mlichen Jahr 1953 schrieb Wilhelm Girnus, sp\u00e4ter Professor f\u00fcr Literaturtheorie und langj\u00e4hriger Chefredakteur der Literaturzeitschrift \u00bbSinn und Form\u00ab, seine Doktorarbeit. Sie trug den Titel: \u00bbGoethe, der gr\u00f6\u00dfte Realist der deutschen Sprache.\u00ab Ob Girnus auch seiner heimlichen Ahnfrau Hedwig Courths-Mahler w\u00fcrdigend gedachte, ist nicht \u00fcberliefert. Renate Holland-Moritz  (1990)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/390px-Bundesarchiv_Bild_183-08658-0006_Ernst_Wollweber_Minister_f\u00fcr_Verkehr_der_DDR.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13983\" width=\"202\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/390px-Bundesarchiv_Bild_183-08658-0006_Ernst_Wollweber_Minister_f\u00fcr_Verkehr_der_DDR.jpeg 390w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/390px-Bundesarchiv_Bild_183-08658-0006_Ernst_Wollweber_Minister_f\u00fcr_Verkehr_der_DDR-195x300.jpeg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 85vw, 202px\" \/><figcaption>Minister Ernst Wollweber  <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bundesarchiv_Bild_183-63107-0001_Berlin_Postzeitungsvertrieb_Zeitungsh\u00e4ndlerin.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13986\" width=\"191\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bundesarchiv_Bild_183-63107-0001_Berlin_Postzeitungsvertrieb_Zeitungsh\u00e4ndlerin.jpeg 603w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bundesarchiv_Bild_183-63107-0001_Berlin_Postzeitungsvertrieb_Zeitungsh\u00e4ndlerin-226x300.jpeg 226w\" sizes=\"auto, (max-width: 191px) 85vw, 191px\" \/><figcaption>Helene Pohling 31.03.1959<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10572\" width=\"171\" height=\"115\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image.png 720w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/image-300x203.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 171px) 85vw, 171px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tieresehendichan1klein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13049\" width=\"212\" height=\"150\"\/><figcaption>Fotos von Wikipedia gemeinfrei Fotografen sind auf der Seite nicht angegeben<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leseproben aus dem B\u00fcchlein Ossis, rettet die Bundesrepublik! \u201cIrgendeiner dieser farblosen schwarzen Politker lie\u00df die staunenende Noch-DDR-\u00d6ffentlichkeit des Jahres 1990 wissen, er habe sich seit dem 17. 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