{"id":14203,"date":"2021-02-18T11:31:20","date_gmt":"2021-02-18T11:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=14203"},"modified":"2026-02-19T17:34:49","modified_gmt":"2026-02-19T17:34:49","slug":"briefe-an-sabine-vi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=14203","title":{"rendered":"Briefe an Wiebeke (XVIII-18) CinemaScope"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"220\" height=\"330\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\" alt=\"Romische Zahlen am BUG\" class=\"wp-image-17347\" style=\"width:123px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg 220w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 85vw, 220px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mische Zahlen<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Briefe an Wiebeke (XVII) Hamburg, d. 18. Februar 2021 <strong>CinemaScope &#8211;  Zur Geschichte der Breitwandfilme. Herausgegeben von Helga Belach und Wolfgang Jacobsen, Verlag Volker Spiess 1993, ISBN 3-89166-646-2<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Hallo Wiebeke,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">ja durch die Pandemie kommt man viel zum Lesen. Auch von B\u00fcchern, die man fr\u00fcher immer nur als Nachschlagewerke benutzt hat. So habe ich vor kurzem ein Buch \u00fcber die Geschichte der Filme in der Nazizeit gelesen. Geschrieben von zwei Franzosen. Sehr erfrischend das ganze. Und wie unbefangen sie mit den Quellen umgehen. Wie die beiden fr\u00f6hlich Adolf Hitler zitieren und aus seinem Kampf immer wieder Zitate und Begr\u00fcndungen f\u00fcr bestimmte deutsche Filme finden. Ein Buch, das ich sonst ebenfalls nie komplett gelesen h\u00e4tte, ist: <strong>CinemaScope &#8211; Zur Geschichte der Breitwandfilme. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CienmaScopeumschlag.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"857\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CienmaScopeumschlag.png\" alt=\"Cinema Scope\" class=\"wp-image-14211\" style=\"width:186px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CienmaScopeumschlag.png 800w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CienmaScopeumschlag-280x300.png 280w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CienmaScopeumschlag-768x823.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">CinemaScope Verlag Volker Spiess<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\"><strong> <\/strong>Das Buch ist mehr oder weniger in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil, der sehr informativ ist, werden die Techniken beschrieben, auf welche Weise die Breitbilder hergestellt werden. Der Teil ist von Gert Koshofer und in dem Teil gibt es nichts zu Meckern. So konzentriert und so differenziert habe ich es noch nie beschrieben gefunden. Auch das von ihm erstellte Glossar am Ende des Buches ist rundum gelungen. Es geht von Actionscope bis Wonderama.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Den\nzweiten Teil kann man Lesen oder es lassen. Interessant die Beitr\u00e4ge\nvon Leuten, die Filme gemacht haben oder daran beteiligt waren.\nWeniger interessant, die Bl\u00e4hungen, die einige Schreiber und\nSchreiberinnen hier zu Papier bringen. Kein Verlust beim Auslassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Im dritten Teil dann Texte von Leuten, die sie sich mit einzelnen Breitfilmen besch\u00e4ftigten. Hier gibt es gro\u00dfe Qualit\u00e4tsunterschiede. Auff\u00e4llig dabei, die Texte von Nurschreibern, die niemals selber Filme gemacht haben, lohnen oft das Lesen nicht. Deshalb ist ein Nachteil dieses Buches, das die Namen der Schreibenden erst am Ende der Artikel erscheinen. Aber mit einiger \u00dcbung gelingt es nach einiger Zeit, immer erst den Namen des Schreibenden herauszufinden, um dann mit dem Lesen eines Artikels zu beginnen, oder ihn zu \u00fcberbl\u00e4ttern.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Ich habe zum Beispiel eine Abneigung gegen Texte von Menschen, die Doppelnamen haben, zumeist verheiratete Frauen, die sich nicht recht entscheiden k\u00f6nnen, ob sie lieber ihren alten oder den neuen Namen ihres neuen Partners \u00fcbernehmen wollen. Diese Eigenschaft des <strong>Nicht-Entscheiden-K\u00f6nnens<\/strong> f\u00fchrt auch meist in den abgelieferten Texten zu den Sowohlalsauch Texten, die meist sehr langweilig sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Und nicht nur das. Komplettiert werden die Texte meist auch noch mit falsch verwendeten Fremdworten. Sie haben oft die Funktion, dass die heisse Luft, die sich Autor und Autorin aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt haben, mit der Aura des Wissens zu umgeben. Wir sollen vor so viel vorget\u00e4uschtem Sachverstand zur Salzs\u00e4ule erstarren. Und wie so oft, gibt es auch hier Ausnahmen von der Regel: Die Texte von Helma Sanders-Brahms lohnen sich alle. Besonders gelungen finde ich den Text von <strong>Neun Leben hat die Katze<\/strong> und den Text von <strong>Pierrot le fou<\/strong> die in dem Buch abgedruckt sind. Besser kann man diese Filme und im besonderen diesen Film von Herrn Godard und das dahinter steckende Lebensmodell nicht beschreiben. Die vorhandenen Qualit\u00e4tsunterschiede merkt der ge\u00fcbte Leser (und ich eben auch) schnell. Ich habe mir deshalb die Namen dieser Autoren und Autorinnen gemerkt. Und das ist ein guter Hinweis. Zwei Texte gelesen und man hat schon herausgefunden, ob es sich wirklich lohnen w\u00fcrde diesen Beitrag zu lesen oder besser nicht. Meine Liste verrate ich hier nat\u00fcrlich nicht. J.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"354\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Tieresehendichan1klein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13767\" style=\"width:219px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Tieresehendichan1klein.jpg 500w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Tieresehendichan1klein-300x212.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 85vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zeichnung Helga Bachmann<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Briefe an Wiebeke (XVII) Hamburg, d. 18. 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