{"id":18544,"date":"2022-07-28T20:00:21","date_gmt":"2022-07-28T20:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=18544"},"modified":"2022-08-28T17:15:08","modified_gmt":"2022-08-28T17:15:08","slug":"das-rhytmographie-verfahren-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=18544","title":{"rendered":"Das Rhytmographie-Verfahren (II)"},"content":{"rendered":"\n<p> <\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/PDF-Abschrift-Rhytmografie-Teil-II.pdf\">PDF Abschrift Rhytmographie Teil (II)<\/a><\/p>\n\n\n<p>Abschrift aus dem Kinematograph vom 19. Juli 1930 Kinotechnische Rundschau Nr. 29 Das Rhytmographie-Verfahren Von Erich Palme (Teil II) (Schlu\u00df)<\/p>\n\n\n\n<p>(Der Artikel enth\u00e4lt ein Foto mit der Bildunterschrift: Lotte Werkmeister am Rhytmonom &#8211; in der Reproduktion unansehnlich, deswegen weggelassen)<\/p>\n\n\n\n<p>Da es nun bei dem fortlaufenden Abspiel des Filmaktes nicht m\u00f6glich w\u00e4re, Fehlstellen im \u201eRhytmoband\u201c durch handschriftliche oder Diktatnotizen sofort und, was die Hauptsache ist, genauest auf Sekundenbruchteile festzustellen, bedient man sich dazu eines weiteren Apparates, des \u201eRhytmographen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser kleine Apparat besteht aus zwei Teilen, dem Schreiber und der Tastatur. Mittels Kontaktstifte, die der Strom\u00fcbertragung dienen, wird der \u201eRhytmograph\u201c dicht unterhalb der Mattscheibe des \u201eRhytmonoms\u201c befestigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201eSchreiber\u201c besteht aus einem dreigepolten Elektro-Magneten, der bei Stromdurchgang je nach Erregung des einen oder anderen positiven Poles zwei verschieden hoch angebrachte Hebel gegen ein an dem \u201eRhytmoband\u201c vorbeilaufendes Farbband kurz andr\u00fcckt und so auf diesem einen Markierungspunkt aufzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201eTicker\u201c oder die Tastatur besteht aus zwei auf einem Kontaktbrett montierten Klaviertasten, rechts schwarz, links wei\u00df. Durch Niederdr\u00fccken der rechten Taste wird der Stromkreis mit dem Elektromagneten geschlossen, der den unteren Hebel gegen das Farbband in Bewegung setzt und so eine punktartige Markierung hinterl\u00e4\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit wird der Beginn einer Fehlerstelle auf dem \u201eRhytmoband\u201c angezeigt, durch Niederdr\u00fccken der linken Taste wird der obere Hebel des \u201eRhytmographen\u201c gegen das Farbband gedr\u00fcckt und so das Ende der Fehlerstelle markiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kontrolleur hat seinen Platz mit dem \u201eRhytmonom\u201c und der Tastatur vor der Bildwand. Bemerkt er beim Ablesen des deutschen Sprachtextes vom \u201eRhytmoband\u201c, da\u00df eine Stelle mit den Lippen-bewegungen des Darstellers auf der Leinwand nicht \u00fcbereinstimmt, l\u00e4\u00dft er durch ein Leuchtsignal den Projektor anhalten, den Film und damit gleichzeitig das synchron gekuppelte \u201eRhytmoband\u201c bis zur ungef\u00e4hren Anfangstelle der Fehlerquelle zur\u00fcckdrehen und dann erneut vorf\u00fchren, wobei er sich jetzt restlos auf die kommende Fehlerstelle konzentrieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Sofort bei Auftreten derselben setzt er mit einem Fingerdruck die Tastatur des \u201eRhytmographen\u201c in Bewegung und markiert auf das genaueste den Anfang und das Ende der abzu\u00e4ndernden Stelle im \u201eRhytmoband\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachtr\u00e4glich wird dann von den Sprachtechnikern und Manuskriptverfassern die Stelle im \u201eRhytmoband\u201c entsprechend korrigiert.<\/p>\n\n\n\n<p>So wird Szene f\u00fcr Szene auf rein maschinellem Wege durchgegangen, eine Arbeit, die besonders zeitraubend und anstrengend ist, aber die Gew\u00e4hr f\u00fcr das restlose \u00dcbereinstimmen der deutschen Sprachversion mit den Mundbewegungen der Darsteller auf der Leinwand bietet. Da die Texte vorl\u00e4ufig auf dem \u201eRhytmoband\u201c nur mit Bleistift aufgetragen sind, lassen sich \u00c4nderungen leicht vornehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist der gesamte Film in dieser Art auf das genaueste gepr\u00fcft, was zur gewissenhaften Kontrolle mehrfach von verschiedenen Kon-trolleuren vorgenommen wird, so kann dann an die Herstellung der einzelnen \u201eRollen-Rhytmob\u00e4nder\u201c gegangen werden. Auf dem ersten \u201eRhytmoband\u201c befinden sind n\u00e4mlich gleichzeitig s\u00e4mtliche auftretenden Sprech- oder Gesangsrollen verzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das endg\u00fcltige \u201ePr\u00fcfband\u201c mit den feststehenden deutschen Texten kommt nunmehr wieder auf das \u201eRhytmoskop\u201c, den Me\u00dftisch, wird dort wie vorher eingespannt und etwas h\u00f6her auf einer weiteren Transportrolle l\u00e4uft nun eine ausfixierter Blankfilm, auf dessen Gelatineschicht nunmehr die s\u00e4mtlichen Texte in genauer \u00dcber-einstimmung mit den Bleistifttext auf dem Milchband sauber mit Tusche aufgeschrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses nunmehr endg\u00fcltige Textband kommt in die Kopieranstalt. Hier wird von diesem handschriftlichen Textband zuerst eine Negativkopie hergestellt und von dieser, die die Schrift wei\u00df auf schwarzem Grund zeigt, zwecks besserer Lesbarkkeit der Schrift im \u201eRhytmonom\u201c soviel Kopien mit schwarzer Schrift auf wei\u00dfem Grund, wie Sprecher in der deutschen Fassung mitwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Sprecher erh\u00e4lt also sein eigenes Textband, auf dem jedoch nur seine zu sprechenden Texte enthalten sind, die \u00fcbrigen, die f\u00fcr ihn belanglos sind und ihn viellleicht nur irritieren k\u00f6nnten, werden sauber ausgekratzt. Stichworte ben\u00f6tigt der Sprecher nicht, da f\u00fcr ihn das Stichwort durch den Richtstrich ersetzt wird. Sobald der erste Buchstabe seines zu sprechenden Wortes, resp. Satzes den Richtstrich erreicht, beginnt er zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirken in einem amerikanischen Film beispielsweise 8 (acht) Solodarsteller und Darstellerinnen, die s\u00e4mtliche mehr oder minder gro\u00dfe Dialoge zu sprechen haben, mit, sowie Chor oder Komparserie, die akustisch in T\u00e4tigkeit treten, so werden f\u00fcr die deutschen Sprach-fassungen genau so viel Sprecher und Specherinnen, ebenso starker Chor oder Komparserie, engagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder einzelne Sprecher nimmt nun vor einem \u201eRhytmonom\u201c Aufstellung, in welchem sein Textband synchron mit dem Bildfilm abl\u00e4uft. Jeder Sprecher liest nun unabh\u00e4ngig vom Bild auf der Leinwand oder seinem Dialogpartner am Nebenapparat seinen Text von kontinuierlich vorbeilaufenden Textband laut ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Er kann sich restlos auf seinen Text konzentrieren, das Bild auf der Leinwand ist f\u00fcr ihn vollkommene Nebensache, die Kontrolle der genauen \u00dcbereinstimmung der Sprecher mit den Lippenbewegungen der Darsteller nimmt der Ton-Regisseur vor, wobei es sich jetzt nur noch darum handeln kann, darauf zu achten, da\u00df die deutschen Sprecher nicht schneller oder langsamer sprechen, als die auf dem \u201eRhytmoband\u201c aufgezeichneten Texte am Richtstrich vorbeziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich ist hierzu auch eine gewisse Anzahl Proben notwendig, bis sich die deutschen Sprecher mit dem ganzen Apparat vertraut gemacht haben und ihre Texte, wenn auch auch nicht vollkommen auswendig, so doch gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig kennen. Ein Rollenlernen kommt nicht mehr in Frage.<\/p>\n\n\n\n<p>Die synchrone Aufnahme der deutschen Dialoge, Lieder usw. erfolgt entweder mittels Lichttonverfahrens oder auch direkt auf Schallplatten, die selbstverst\u00e4ndlich synchron mit dem Film laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei ausl\u00e4ndischen Schallplatten-Tonfilmen wird es auch erforderlich, Musik, die gleichzeitig mit dem ausl\u00e4ndischen Dialog aufgenommen worden ist, neu zu \u00fcbertragen. Dies geschieht auf dem gleichen Weg wie beim Sprechtext.<\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Komponist, der die Musik\u00fcbertragung vornimmt, wird sich zuerst mal die amerikanischen Schallplatten vorspielen lassen und nach dem Geh\u00f6r die Grundmelodien suchen und fixieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere akustische Abh\u00f6rproben dienen der genannten Feststellung der Instrumentierung. Der Rhythmus der einzelnen Melodien wird in diesem Falle nicht takt-, sondern mittels des \u201eRhytmographen\u201c vom Komponisten zeitm\u00e4\u00dfig festgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hat er diese Vorarbeiten erledigt, Melodie, Rhythmus und Orchesterstimmern gefunden, so wird von ihm die neue Musik komponiert und auf dieselbe Weise auf ein Notenband \u00fcbertragen wie der Sprachtext. Nur hat dieses Notenband anstatt der Bild- oder bei amerikanischen Filmen Fu\u00dfeinteilung ein Notenliniensystem, in das die betreffenden Noten eingeschrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pr\u00fcfvorgang, bei dem in diesem Falle nat\u00fcrlich auch die Original-Schallplatte mit eingeschaltet ist, erfolgt in der gleichen oben geschilderten Weise wie beim Sprechtext.<\/p>\n\n\n\n<p>An Hand des am Bildfenster des \u201eRhytmonoms\u201c vorbeilaufenden Notenbandes dirigiert der Kapellmeister dann sein Kapelle mit derselben Genauigkeit der \u00dcbereinstimmung mit der Originalmusik und dem Film, wie dies bei der deutschen Sprachfassung der Fall ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Einzig und allein vorkommende Ger\u00e4usche aller Art werden nach wie vor von einem besonderen \u201eGer\u00e4uschemacher\u201c (ein neuer Zweig der Berufsmusiker, den der Tonfilm geschaffen hat) individuell unter genauer Beobachtung des Bildes auf der Leinwand nachsynchronisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorteil dieses neuen \u201eRhytmographie\u201c \u2013 Verfahrens liegt, wie klar ersichtlich, in der auf rein maschineller Weise erzielten unbedingten \u00dcbereinstimmung zwischen Bild und Wort, resp. Musik.<\/p>\n\n\n\n<p>Ferner sind die deutschen Sprecher vollkommen unabh\u00e4ngig von dem Bild auf der Leinwand. Es ist f\u00fcr sie ohne jedes Interesse, und deshalb k\u00f6nnen sie sich voll und ganz auf den Sprechtext konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie brauchen nicht mehr \u00e4ngstlich auf die Synchronit\u00e4t ihres Sprechens mit dem Darsteller auf der Leinwand zu achten, das besorgt ganz mechanisch die Apparatur, vorausgesetzt, da\u00df der Sprecher sich genau nach ihr richtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber noch ein weiterer Punkt verdient au\u00dferordentliche Beachtung, der f\u00fcr die Kostenfrage der Tonfilmherstellung sehr wichtig ist und vielleicht in Zukunft einige Umw\u00e4lzungen in der deutschen Tonfilmproduktion mit sich bringen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Grund des \u201eRhytmographie\u201c \u2013 Verfahrens ist es n\u00e4mlich gar nicht mehr notwendig, Tonfilme im Tonfilm-Atelier mit dem gro\u00dfen umst\u00e4ndlichen und Zeit und Geld kostenden Tonfilmapparat auf-zunehmen. Zumindest kann man in Zukunft das kostspielige Mehrfach-Drehen von ausl\u00e4ndischen Versionen deutscher Tonfilme im Tonfilm-Atelier ersparen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn mittels des neuen Verfahrens ist jeder stumm aufgenommene Film, dem ein Ton- und Sprechfilmmanuskript nat\u00fcrlich zugrunde liegen mu\u00df, in jeder Sprache nachzusynchronisieren, und zwar mit einer Genauigkeit, die in keiner Weise die Nachsynchronisation erkennen l\u00e4\u00dft. Man l\u00e4\u00dft die Darsteller (auch in der deutschen Fassung) im gew\u00f6hnlichen Atelier ihre Rollen spielen, wobei nat\u00fcrlich die im Manuskript vorgesehenen Dialoge genau gesprochen werden, jedoch nicht gleichzeitig aufgenommen werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf diese Art k\u00f6nnen erstens die K\u00fcnstler sich bei der Aufnahme des Bildfilms wieder frei entfalten, sie brauchen nicht \u00e4ngstlich mehr auf Aussprache usw. zu achten, zweitens gehen die Aufnahmen bedeutend rascher vonstatten, sind nicht mehr vom Tomixer abh\u00e4ngig, wodurch nat\u00fcrlich eine Menge Zeit und Geld gespart wird, und drittens k\u00f6nnen Schauspieler und Schauspielerinnen, deren Stimme f\u00fcr das Mikrophon nicht geeignet ist, trotzdem die betreffende Rolle spielen und die erforderlichen S\u00e4tze sprechen (die ja nicht gleichzeitig mit aufgenommen werden), w\u00e4hrend bei der nacht\u00e4glichen Tonaufnahme an Hand des Tonfilmanuskriptes und mittels des \u201eRhytmographie\u201c -Systems geeignete Sprecher oder S\u00e4nger die Partie \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herstellung von Auslandsversionen deutscher Tonfilme erfordert nicht mehr das Engagement einer Mehrfachbesetzung und zwei- oder dreifach Tonfilmaufnahmen heraus.(?) (unleserlich)<\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Tonfilm wird einmal aufgenommen, und zwar stumm, und die Dialoge in deutscher und fremder Sprache in beliebiger Anzahl nachtr\u00e4glich nach den \u201eRhymographie\u201c \u2013 Verfahren mit besonders ausgew\u00e4hlten Sprechern in vollkommen einwandfreier Form aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Abschrift aus der \u00d6sterreichischen Film Zeitung Nr. 29, vom 19. Juli 1930, Seite 6)  <strong>Eine neuartige L\u00f6sung des Sprachenproblems beim Tonfilm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bekanntlich wird seit dem Beginn der Tonfilmproduktion daran gearbeitet, zu einer zweckm\u00e4\u00dfigen L\u00f6sung des wichtigsten Problems bei der Neuerung, der Sprachenfrage, zu gelangen, um dieses Hindernis, welches sich der Internationalit\u00e4t des Tonfilms entgegenstellt, aus dem Weg zu r\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von den bisherigen Verfahren zur Uebertragung von Tonfilmen aus einer Sprache in die andere hat sich indessen keines so recht bew\u00e4hrt. Nun hat Viktor Abel in Berlin unter Zuhilfenahme des Systems der \u201eRhythmographie\u201c ein Verfahren zur nachtr\u00e4glichen Verdeutschung ausl\u00e4ndischer Filme entdeckt, das als die derzeit beste und f\u00fcr die Zukunft aussichtsreichste Methode auf diesem Gebiet bezeichnet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ueber den Vorgang bei dem von Abel entdeckten Verfahren entnehmen wir der \u201eL. B. B.\u201c nachstehende Einzelheiten:<\/p>\n\n\n\n<p>Der ausl\u00e4ndische Film wird zun\u00e4chst wortgetreu \u00fcbersetzt und nach einem besonderen Verfahren auf ein Blankfilmband geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Blankfilmband l\u00e4uft synchron gekoppelt mit einem Projektor mit einem Uebersetzungsverh\u00e4ltnis von 1: 8, d. h. bei 24 Filmbildern in der Sekunde l\u00e4uft das Blankfilmband nur drei Bilder.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist dadurch also m\u00f6glich, die einzelnen Artikulationen der Darsteller auf dem synchron gekoppelten Schreibband zu vermerken. Auf diese Weise wird Meter f\u00fcr Meter nach den Mundstellungen synchron beschriftet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das so beschriftete Band wird in einem besonders konstruierten Apparat, das Rhythmonom, eingesetzt und die Schauspieler sprechen den nach den eingetragenen Artikulationen ausgew\u00e4hlten Text dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorausetzung ist nat\u00fcrlich immer, da\u00df der Text nicht nur dem Sinne nach dem ausl\u00e4ndischen entspricht, sondern auch die Artikulationen der einzelnen Worte der fremdsprachigen Fassung entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit wird auch verst\u00e4ndlich, warum das Blankfilmband nur ein Achtel der Geschwindigkeit hat. Es wird hierdurch erreicht, da\u00df der Schauspieler Zeit genug hat, um den Satz, der vor seinen Augen vorbeil\u00e4uft, langsam zu verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das korrigierte Band wird dann mit sauberer Druckschrift abgeschrieben, in einer Kopieranstalt so oft kopiert, wie es erforderlich ist. Jeder Schauspieler erh\u00e4lt jetzt ein Band, auf dem nur seine Rolle zu lesen ist, da alle anderen Rollen abgeschabt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt erst f\u00e4ngt die richtige Vertonungsarbeit an. F\u00fcr jeden Schauspieler wird ein Rhythmonom in einem Tonaufnahmeraum aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rhythmonome sind synchron gekoppelt mit dem Projektor, dem Plattenspieler und dem Tonaufnahmeapparat, wobei es selbst-verst\u00e4ndlich gleichg\u00fcltig ist, ob auf Lichtton oder auf Platte aufgenommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schauspieler sind also jetzt in der Lage, ohne den Film sich ansehen zu m\u00fcssen, nur nach den B\u00e4ndern genau synchron ihre Rolle zu sprechen, und zwar mit jeden gew\u00fcnschten Ausdruck und ohne da\u00df ein langes Auswendiglernen oder Rollenstudium notwendig w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Verfahren, welches gegenw\u00e4rtig die Firma Warner Bros. in Berlin f\u00fcr die Uebertragung des gro\u00dfen Farbentonfilms \u201eGolddiggers of Broadway\u201c ins Deutsche verwendet wird, zeichnet sich, wie die hierbei besch\u00e4ftigten Schauspieler \u00fcbereinstimmend erkl\u00e4rten, durch \u00fcber-raschende Einfachheit aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wichtigste bei dem Abelschen Verfahren, mit dem eine vollendete Synchronit\u00e4t erzielt wird, d\u00fcrfte indessen darin liegen, da\u00df mit Hilfe desselben jeder Film selbst f\u00fcr das kleinste Lizenzgebiert mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen Mitteln verwertbar gemacht werden kann, w\u00e4hrend dies bisher infolge der hohen Kosten nicht m\u00f6glich war. (\u00d6sterreichische Film-Zeitung vom 19. Juli 1930, Nr. 29, Seite 6)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/rhythmografie-geraet.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/rhythmografie-geraet.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18530\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Eine-neuartige-Loesung-des-Sprachenproblems-beim-Tonfilm.pdf\">PDF Eine neuartige L\u00f6sung des Sprachenproblems beim Tonfilm<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/pdf-Carl-Robert-Blum-Abschrift-Patent.pdf\">pdf Carl Robert Blum Abschrift Patent<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/PDF-Patent-Carl-Robert-Blum592525.pdf\">PDF Patent Carl Robert Blum592525<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/PDF-Patent-Otto-Bothe.pdf\">PDF Patent Otto Bothe<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/PDF-Luedtke-Rohnstein.pdf\">PDF Luedtke Rohnstein<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/UmSchlagBuchAbel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/UmSchlagBuchAbel-634x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17967\" width=\"131\" height=\"211\"\/><\/a><figcaption>Wie schreibt man einen Film von Viktor Abel<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_9141CarRobertBlumklein2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_9141CarRobertBlumklein2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18070\" width=\"185\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_9141CarRobertBlumklein2.jpg 800w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_9141CarRobertBlumklein2-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_9141CarRobertBlumklein2-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_9141CarRobertBlumklein2-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 185px) 85vw, 185px\" \/><\/a><figcaption>Carl Robert Blum (Erfinder Berlin)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/ViktorAbel68789_ca_object_representations_media_57812_medium.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/ViktorAbel68789_ca_object_representations_media_57812_medium.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17972\" width=\"188\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/ViktorAbel68789_ca_object_representations_media_57812_medium.jpg 387w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/ViktorAbel68789_ca_object_representations_media_57812_medium-290x300.jpg 290w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 85vw, 188px\" \/><\/a><figcaption>Viktor  Abel<\/figcaption><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PDF Abschrift Rhytmographie Teil (II) Abschrift aus dem Kinematograph vom 19. Juli 1930 Kinotechnische Rundschau Nr. 29 Das Rhytmographie-Verfahren Von Erich Palme (Teil II) (Schlu\u00df) (Der Artikel enth\u00e4lt ein Foto mit der Bildunterschrift: Lotte Werkmeister am Rhytmonom &#8211; in der Reproduktion unansehnlich, deswegen weggelassen) Da es nun bei dem fortlaufenden Abspiel des Filmaktes nicht m\u00f6glich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=18544\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDas Rhytmographie-Verfahren (II)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[199,298,2489,2620,5648,3305,4514,5,4273,36,4511,6770,1049,10,2176,5913,3301,7676,5643,7423,1687,1,2378,7253,192,6170,7422],"tags":[7472,7473,7731,7722,7663,559,7730,7678,3446,7677,7723,7721,7727,7729,7670,7672,7673,7665,7654,7724,7674,7725,7726,7462,7461],"class_list":["post-18544","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-berlin","category-deutscher-film","category-deutsches-reich","category-film","category-film-kurier","category-hanns-brodnitz","category-henschel","category-henschel-film-konzern","category-henschel-film-und-theaterkonzern-ohg","category-hermann-urich-sass","category-juden","category-kinoarchitektur","category-kinobesitzer","category-kinogeschichte","category-original-kinematograph","category-regisseur","category-remarque","category-rhytmographie","category-schauspieler","category-schauspielerinnen","category-ufa-2","category-uncategorized","category-universal-film-studios","category-zensur","category-zimmermann","category-zweispaeltiges-hollywood","category-zwiespaeltiges-hollywood","tag-carl-robert-blum","tag-deutsches-pantentamt","tag-deutsches-patent","tag-dr-gerhard-goldbaum","tag-erich-palme","tag-im-westen-nichts-neues","tag-ingenieur-otto-bothe","tag-kinematograf-nr-166","tag-kinematograph","tag-kinotechnische-rundschau-29","tag-luedtke-2","tag-otto-bothe","tag-rhythmograph","tag-rhythmographieverfahren","tag-rhytmoband","tag-rhytmograph","tag-rhytmographen","tag-rhytmographie-verfahren","tag-rhytmonom","tag-rohnstein","tag-synchronisation","tag-tonfilm","tag-tonfilmpatente","tag-victor-abel","tag-viktor-abel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18544","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18544"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18544\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19299,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18544\/revisions\/19299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}