{"id":23278,"date":"2023-07-05T11:32:02","date_gmt":"2023-07-05T11:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=23278"},"modified":"2025-05-08T12:18:34","modified_gmt":"2025-05-08T12:18:34","slug":"briefe-an-eugen-iv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=23278","title":{"rendered":"Briefe an  Eugen (IV-4) Der Name: 3001 Kino."},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"220\" height=\"330\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\" alt=\"Romische Zahlen am BUG\" class=\"wp-image-17347\" style=\"width:178px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg 220w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 85vw, 220px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen<\/strong>, die Frage ist leicht zu beantworten. Der Erfinder des Namens <strong>3001-Kino<\/strong> ist <strong>Leopold Wiemker<\/strong> (Leo Wiemker) gewesen. Er war Leser der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), die wir, die anderen beiden Teilhaber dieser Neugr\u00fcndung, verabscheuten. Las einer die FAZ und nicht die FR (Frankfurter Rundschau), der Liberalit\u00e4t nachgesagt wurde, dann hatte er eigentlich schon verloren. Deswegen hatte sich Leo auch lieber nicht gemerkt, wo er diesen Satz von den Bankfilialen, den Tankstellen und den Kinos gelesen hatte. Ich habe dann lange in den Archiven, nat\u00fcrlich in den falschen Zeitungen nach dem Artikel gesucht und ihn schlie\u00dflich in einer Ver\u00f6ffentlichung des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater e. V. in Wiesbaden gefunden. Ein Buch erschienen 1987. &#8222;Das Kino von Morgen&#8220;. Auf Seite 37 war dieser Artikel dann abgedruckt. Hier als PDF hochgeladen:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Zeise1964Propeller2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"689\" height=\"999\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Zeise1964Propeller2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4872\" style=\"width:249px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Zeise1964Propeller2.jpg 689w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Zeise1964Propeller2-206x300.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto G. Klaut<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<p>PDF <a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Kino-als-Kunst-am-Bau.pdf\">Kino als Kunst am Bau<\/a><\/p>\n<p>Wie Du selbst feststellen kannst, hatte sich Leo die genannten Zahlen von&nbsp; 1987 nicht richtig gemerkt. Denn dort&nbsp; findet sich das richtige Zitat: <em>&#8222;In der Bundesrepublik&nbsp; gibt es heute 4.500 Bankfilialen, 18.000 Tankstellen, aber nicht einmal mehr 3.600 Kinos,&nbsp; deren Zahl im vergangenen Jahr abermals um zehn Prozent gesunken ist.&#8220; <\/em>Von wegen 3.000 Kinos.<\/p>\n<p>Den Artikel hatte Michael M\u00f6nninger 1987 geschrieben. Also waren es 1986, zieht man die zehn Prozent ab: 3.240 Kinos. Und wenn sich der Sinkflug der Kinos 1987 und 1988 (Im Jahr der Namenssuche)&nbsp; fortgesetzt hatte, dann waren es 1987 &#8211; 324 und 1988 &#8211; weitere 291 Kinos weniger geworden. Also gab es &nbsp; Ende 1988 nur noch 2.916 Kinos, w\u00e4hrend die Zahl der Tankstellen und den Bankfilialen&nbsp; vermutlich unver\u00e4ndert war. Nur gut, das mit dem Ankauf der DDR&nbsp; 1989&nbsp; dann wieder Kinos dazu gekommen sind.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Bei Gr\u00fcndung (bei einem Notar in Cuxhaven, weil Leo um die Ecke in Steinau wohnte) der 3001 Kino Betriebs-GmbH am 13. September 1989 waren es sicherlich nicht 3000 Kinos in der Bundesrepublik gewesen. In der Brosch\u00fcre des HDF e. V. (Das Kino von morgen) war auch ein Text \u00fcber das Zeise Kino abgedruckt, verfa\u00dft von den Architekten Peter Wiesner, Ties Jentz, Heiko Popp und Jens St\u00f6rmer, die sich Planungsgruppe &#8222;Me di um&#8220; nannte.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Artikel gab es immerhin eine Pr\u00e4mie von 6.000,00 DM. Daran kannst Du auch sehen, mit welcher Sorte Texte man damals Geld verdienen konnte.&nbsp; Deshalb&nbsp; habe ich meinen Kommentar von damals auch nicht \u00fcbergemalt.&nbsp; Zwei Jahre sp\u00e4ter 1993, wurde das Zeise&nbsp; Kino&nbsp; er\u00f6ffnet.&nbsp; Das gro\u00dfe Kino war ganz sch\u00f6n geworden.&nbsp; Als der Kinotechnicker aus Kiel&nbsp; dann den Vorf\u00fchrraum gesehen hatte, in den er drei Projektoren&nbsp; und drei Gleichrichter einbauen sollte, hatte er kurzzeitig \u00fcberlegt, ob es nicht besser&nbsp; sei, den Beruf zu wechseln.<\/p>\n<p>Hat er dann aber nicht gemacht. Und eine Anekdote hat sich seither auch erhalten: Mein Freund, der Kinotechniker&nbsp; Detlev Lehmann, hatte sie erlebt und von ihr berichtet. Als der Kinotechniker aus Kiel, am Boden kriechend und fluchend \u00fcber den Platzmangel, stand der Architekt,&nbsp; Peter Wiesner, der diesen viel zu kleinen Vorf\u00fchrraum zu&nbsp; verantworten hatte, an der T\u00fcr und lobte sich selber&nbsp; in den h\u00f6chsten T\u00f6nen. Der Kinotechniker, der nicht wu\u00dfte, wer das war, der das Kino da so&nbsp; lobte, hielt nicht an sich und konterte: &#8222;Ja, nur Scheisse, das man hier auch noch einen&nbsp; Projektor aufstellen mu\u00df.&#8220; Diese&nbsp; Antwort hatte den Architekten Peter Wiesner so emp\u00f6rt,&nbsp; das er sich bei der Firma Ernemann&nbsp; in&nbsp; Kiel \u00fcber ihn&nbsp; beschwert und gefordet hatte, da\u00df dieser Mann ausgetauscht werden solle, was dann auch geschah. Er&nbsp; hat nie erfahren, welchen gro\u00dfen Gefallen er dem&nbsp; Mann damit gemacht hatte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/PDF-Zeise-Medium-1987.pdf\">PDF Zeise Medium 1987<\/a><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/nilpferd_tumb.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1042\" height=\"830\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/nilpferd_tumb.png\" alt=\"Nilpferd\" class=\"wp-image-15\" style=\"width:164px;height:auto\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zeichnung Helga Bachmann<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Eugen, die Frage ist leicht zu beantworten. Der Erfinder des Namens 3001-Kino ist Leopold Wiemker (Leo Wiemker) gewesen. 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