{"id":24070,"date":"2023-09-12T11:35:39","date_gmt":"2023-09-12T11:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=24070"},"modified":"2026-03-19T16:58:32","modified_gmt":"2026-03-19T16:58:32","slug":"briefe-an-eugen-xvi-neue-filmkunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=24070","title":{"rendered":"Briefe an Eugen (XVI-16) Neue Filmkunst Walter Kirchner + VEB Progress Film Verleih"},"content":{"rendered":"\n<p>(Zeichen 5.654) Briefe an Eugen (XVI) Neue Filmkunst Walter Kirchner<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"220\" height=\"330\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\" alt=\"R\u00f6mische Zahlen am BUG\" class=\"wp-image-17347\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg 220w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 85vw, 220px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mische Zahlen<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PDF-Briefe-an-Eugen-XVI-Neue-Filmkunst.pdf\">PDF Briefe an Eugen (XVI) Neue Filmkunst<\/a><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Bremen1-e1573059760492.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"689\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Bremen1-689x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8511\" style=\"width:319px;height:auto\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bremen Foto RHM <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Hallo Eugen,                                                                                                                                     der Film \u00bbTitanic\u00ab wurde 1942-43 hergestellt. Geplante Dreharbeiten vom 12. 03. 1942 &#8211; Oktober 1942. Im April 1963 brachte ihn der Verleih:  \u00bbNeue Filmkunst Walter Kirchner\u00ab aus  G\u00f6ttingen ins Kino.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu jedem Film dieses Verleihs wurde ein Programmheft erstellt:  \u00bbKleine Filmkunstreihe Nr. 30\u00ab. Die Redaktion dieser Hefte hatte Fritz Puhl. Die Zusammenstellung und der Text stammt von Wolfgang R. Langenbucher. Die Graphik stammt von Hans Hillmann und Isolde Baumgart. Leider habe ich das Programmheft nicht einzeln, sondern nur in der gebundenen Fassung. Deswegen kommt hier eine Abschrift aus selbigem Heft Nummer 30:<\/p>\n\n\n\n<p>Abschrift:                                                                                                                                 &#8222;Mehrmals in der Geschichte des Films hat die Trag\u00f6die des Ozeanriesen TITANIC vor der Kamera ihre Nachgestaltung erfahren. Zum erstenmal bereits im Jahre 1913 in D\u00e4nemark durch Augustus Blom (unter dem Titel &#8222;Atlantis&#8220;, nach dem gleichnamigen Roman von Gerhard Hauptmann); zum bisher letztenmal in Amerika durch Jean Negulesco (&#8222;Der Untergang der Titanic&#8220;, 1953).<\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Film TITANIC entstand 1942\/43. Er hat ein so bewegtes Schicksal gehabt, da\u00df er selbst Gegenstand eines Filmes oder eines Romans werden k\u00f6nnte, nicht zuletzt, weil er der Anla\u00df war f\u00fcr die pers\u00f6nliche Trag\u00f6die des Regisseurs Herbert Selpin.<\/p>\n\n\n\n<p>Es begann bei den Au\u00dfenaufnahmen auf dem im Hafen von Gdingen liegenden deutschen Luxusdampfer CAP ARCONA. Schon w\u00e4hrend der ersten Drehtage kam es zu erheblichen Differenzen zwischen dem Regisseur und einigen Offizieren der in Gdingen stationierten Verb\u00e4nde der deutschen Kriegsmarine.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Cap-Arrcona.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Cap-Arrcona-720x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24238\" style=\"width:252px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Cap-Arrcona-720x1024.jpg 720w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Cap-Arrcona-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Cap-Arrcona-768x1093.jpg 768w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Cap-Arrcona-1079x1536.jpg 1079w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Cap-Arrcona-1200x1708.jpg 1200w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Cap-Arrcona.jpg 1262w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Sie st\u00f6rten bei Tage die Dreharbeiten, funkten nachts mit ihren Blinklichtern dazwischen und unternahmen am Tage wie bei Nacht schneidige Kaperfahrten auf die Herzen der Statistinnen. Im Kasino von Zoppot lie\u00df Selpin seinem Zorn freien Lauf und nahm, was seine Meinung \u00fcber das Verhalten des Milit\u00e4rs betraf, kein Blatt vor den Mund.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Kollege und ehemals pers\u00f6nlicher Freund   [Walter Zerlett-Olfenius] denunzierte ihn bei dem Pr\u00e4sidenten der Reichskulturkammer, SS-Obergruppenf\u00fchrer [Hans] Hinkel. Nur mit M\u00fche und Not konnte verhindert werden, da\u00df man Selpin bereits vor Abschlu\u00df der Au\u00dfenaufnahmen verhaftete.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum waren jedoch die Aufnahmen in Gdingen beendet, mu\u00dfte Selpin \u2014 die \u00fcbrigen Arbeiten an dem Film waren noch im vollen Gange \u2015 vor einem Ehrengericht erscheinen. Er lehnte es ab, seine \u00c4u\u00dferungen zu widerrufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit war sein Schicksal entschieden. Seine Verhaftung erfolgte am 30. Juli 1942. Zwei Tage sp\u00e4ter, am Morgen des 1. August, fand man ihn tot in seiner Zelle. Alles war so arrangiert, da\u00df man auf Selbstmord schlie\u00dfen sollte. Fotos des Ermordeten erwiesen sp\u00e4ter jedoch, das man ihn erw\u00fcrgt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Selpins Freunde glaubten keinen Augenblick an die Selbstmord-Version. Es kam zu Sympathiekundgebungen, den ersten \u00f6ffentlichen Protesten der &#8222;Kulturschaffenden&#8220; gegen die Gewaltmethoden des Dritten Reiches. Mitarbeiter, die als Selpin-Gegner bekannt waren, wurden offen boykottiert \u2015 bis Goebbels durch Anschl\u00e4ge in den Ateliers mit allem Nachdruck vor weiteren \u00e4hnlichen Kundgebungen warnen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Vorabend des Tages, an dem trotz der &#8222;Affaire Selpin&#8220; der Film uraufgef\u00fchrt werden sollte, zerst\u00f6rte ein Bombenangriff in Berlin das Kino und die bereitliegende Urauff\u00fchrungskopie. Das war f\u00fcr Goebbels eine willkommene Gelegenheit, den Film endg\u00fcltig &#8222;bis nach dem Kriege&#8220; zu verbieten \u2014 angeblich, um die Nerven der Kinobesucher zu schonen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die noch vorhandenen Kopien und das Negativ wurden unter Verschluss getan und galten seitdem als verschollen. Erst im Jahre 1949 fand man eine Kopie des Films wieder und lie\u00df ein neues Negativ anfertigen. Der Film lief an \u2014 und mu\u00dfte schon nach kurzer Zeit wieder abgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Engl\u00e4nder hatten, obwohl der Film von dem damaligen amerikanischen und franz\u00f6sischen Film-Kontroll-Organen freigegeben worden war, die Auff\u00fchrung gesperrt und die Zur\u00fcckziehung der Vorf\u00fchrgenehmigung verlangt. Ihrer Ansicht nach war der Film eine Verunglimpfung der White-Star-Linie wie \u00fcberhaupt ein Werk von allgemein antibritischer Tendenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst nachdem die Amerikaner selbst einen Titanic-Film herausgebracht hatten, wurde der Film endg\u00fcltig freigegeben und konnte nun \u2014 im Jahre 1955 \u2015 ungehindert gezeigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die heutigen Betrachter ist die Frage, welcher Nation Reederei und Besatzung der TITANIC angeh\u00f6rten bedeutungslos geworden. Die Ursachen der Trag\u00f6die \u2014 skrupelloses Gewinnstreben und blinde Rekordsucht \u2015 haben keine Nationalit\u00e4t. Gewi\u00df h\u00e4tte Goebbels keine Millionen f\u00fcr den Film aufgewendet, wenn er in dem Stoff nicht M\u00f6glichkeiten gesehen h\u00e4tte, den r\u00fccksichtslosen Gesch\u00e4ftsgeist in den &#8222;westlichen Plutokratien&#8220; darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Andrerseits: die Vorg\u00e4nge, die der Film schilderte, haben sich ja in der Tat abgespielt. B\u00f6rsenspekulationen standen durchaus \u2014 wenn sie auch nicht die einzigen Antriebsmomente f\u00fcr die Rekordfahrt waren \u2014 im Hintergrund der Ereignisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso gab es an Bord \u2015 wenn auch die verschiedenen privaten Schicksale frei erfunden sind \u2015 einen 1. Offizier mit Namen Petersen und einige andere, die den Kapit\u00e4n wiederholt vor den Gefahren des eingeschlagenen Kurses warnten. Auch die Darstellung der Verhaltensweise des Kapit\u00e4ns und des massiven Druckes, der auf ihn ausge\u00fcbt wurde, entspricht den Tatsachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund daf\u00fcr lag letzten Endes, neben den Finanzspekulationen, in dem damals gerade zwischen englischen und und deutschen Reedereien gef\u00fchrten Wettstreit um die Vorherrschaft im Personenverkehr \u00fcber den Atlantischen Ozean.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Prestigekampf zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten h\u00e4tte \u2014 w\u00e4re es Selpin und seinen Mitarbeitern um einen reinen &#8222;Gott-strafe-England-Film&#8220; nationalsozialistischer Pr\u00e4gung gegangen \u2015 ganz andere M\u00f6glichkeiten geboten, als die Vorg\u00e4nge, die sie in dem Film zeigten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch diese Dinge sind 50 Jahre nach der Katastrophe ohne Belang. Wir sehen heute in dem Untergang der TITANIC mehr als nur einen von bestimmten Menschen verursachten Ungl\u00fccksfall. Wir sehen in ihm \u2014 unabh\u00e4ngig davon, unter welcher Flagge das Schiff fuhr \u2015 ein allgemeing\u00fcltiges Sinnbild f\u00fcr das Scheitern des Menschen mitsamt seiner Technik an den Gewalten der Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Und gleichzeitig ein eindringliches Beispiel f\u00fcr die Folgen menschlicher Vermessenheit, wie sie sich in den Worten eines Angeh\u00f6rigen der Besatzung ausdr\u00fcckt, der kurz vor dem Auslauf des angeblich unsinkbaren Ozeanriesen erkl\u00e4rt hatte: &#8222;Dieses Schiff k\u00f6nnte selbst Gott nicht versenken!&#8220; Da gibts nat\u00fcrlich noch mehr Texte, aber da hatte ich keine Lust, die alle abzuschreiben, J.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen<\/strong>, ja, zu Deiner Nachfrage. Vor einigen Jahren habe ich mir mal eine DVD von der Deutschen Fassung von Titanic angesehen. Die war in einem grauenhaften Zustand. Wenn Friedrich Wilhelm Murnau das gesehen h\u00e4tte. Nicht auszudenken. So konnte er sich nur im Grabe umdrehen, als ich ihm davon berichtete, J.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen,<\/strong> inzwischen habe ich noch herausgefunden, da\u00df der Film auch in der DDR ins Kino gekommen ist. Der Progress Film Verleih hat ihn 1961 als Reprise herausgebracht. (Heft 102\/61). Sogar ein eigenes Plakat wurde daf\u00fcr gedruckt. Wenn man bedenkt, da\u00df Herbert Selpin bei Friedrich Wilhelm Murnau Hilfsassistent des Aufnahmeleiters beim \u00bbFaust\u00ab Film gewesen ist, also der Lehrling, dann wundert man sich schon dar\u00fcber, \u00fcber die grottenschlechte DVD Kopie, die diese Murnau Stiftung von Selpins Film (war er das \u00fcberhaupt noch?) auf den Markt gebracht hatte, J.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Friedel-Behnn-Grund.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"483\" height=\"463\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Friedel-Behnn-Grund.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24127\" style=\"width:227px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Friedel-Behnn-Grund.jpg 483w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Friedel-Behnn-Grund-300x288.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 483px) 85vw, 483px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kameramann Friedl Behn-Grund<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen,<\/strong> ja es sollte sich mal jemand, so \u00e4hnlich wie Enno Patalas um den Film \u00bbMetropolis\u00ab von Fritz Lang, mal daran machen und den Film \u00bbTitanic\u00ab so wiederherstellen, wie er eigentlich h\u00e4tte werden sollen. Davon, das der Kameramann, Friedl Behn-Grund, ein Talent gewesen sein soll, sieht man bei der Wiedergabe der DVD von der Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung , kurz geschrieben: nichts.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/herbert-selpin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"419\" height=\"558\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/herbert-selpin.jpg\" alt=\"Herbert Selpin\" class=\"wp-image-23985\" style=\"width:145px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/herbert-selpin.jpg 419w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/herbert-selpin-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 419px) 85vw, 419px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Regisseur Herbert Selpin  <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen<\/strong>, nur um Deine Neugier zu befriedigen. Ja, Selpin hat es bis in die Seite imdb geschafft. Dort findet sich: Text bei IMDB.com: Herbert Selpin (29 May 1904 \u2013 1 August 1942) was a German film director and screenwriter of light entertainment during the 1930s and 1940s. He is best known for his final film, the partly suppressed Titanic, during the production of which he was arrested by Propaganda Minister Joseph Goebbels. He was later found dead in his prison cell. Died under mysterious circumstances, was quite possibly killed by the Gestapo. Dissatisfied with the scenario of the film Titanic (1943), Selpin openly criticized its writer Walter Zerlett-Olfenius and the whole German Navy. Goebbels had him arrested by the Gestapo. Selpin was found hung in his cell the following day. Suicide or murder.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Suchmaschine \u00fcbersetzt:   Unter mysteri\u00f6sen Umst\u00e4nden gestorben, wurde m\u00f6glicherweise von der Gestapo get\u00f6tet. Unzufrieden mit dem Szenario des Films Titanic (1943) kritisierte Selpin offen dessen Autor Walter Zerlett-Olfenius und die gesamte deutsche Marine. Goebbels lie\u00df ihn von der Gestapo verhaften. Selpin wurde am folgenden Tag erh\u00e4ngt in seiner Zelle aufgefunden. Selbstmord oder Mord.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen,<\/strong> das mit dem RMS der Titanic stimmt auch. RMS ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr: Royal Mail Ship \/ Royal Mail Steamer = K\u00f6niglicher Postdampfer. So schreibt das Heft aus dem Hause Walter Kirchner: &#8222;<em>In Southhampton, Cherbourg und Queenstown hatte die TITANIC Post aufgenommen; insgesamt lagerten bei der \u00dcberfahrt mehr als 3000 Posts\u00e4ck<\/em>e<em> in ihren Lader\u00e4umen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen,<\/strong> auch das schreibt das Heft aus dem Hause Kirchner: <em>&#8222;Die offizielle Totenliste des englischen Handelsministeriums registrierte: von den 323 Passagieren der 1. Klasse wurden 202 gerettet, von den 277 der 2. Klasse 115,  aber von den 709 Passagieren der 3. Klassse entgingen nur 176 dem Tod; von der  Mannschaft wurden 4 Offiziere und weitere 206 Menschen bei einem Personal von insgesamt 900 Mann Besatzung gerettet.&#8220;<\/em> Was lernen wir daraus? Nie bei der Besatzung sein und wenn schon mit einem Schiff nach Amerika, dann immer 1. Klassse fahren, J.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen<\/strong>, nur um Deine Neugier zu befriedigen. Ja. Seit 14. M\u00e4rz 1933 war er Mitglied der NSDAP, J.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen<\/strong>, \u00fcber die Deutsche Erstauff\u00fchrung gibt es unterschiedliche Informationen. Zum Beispiel die, dass eine Premiere in Berlin stattfinden sollte. Leider wurde das Kino am Tage der Auff\u00fchrung mitsamt der bereit gestellten Kopie bombardiert. Der Name des Kinos wird in diesem Zusammenhang nicht genannt. Nun wurden im fraglichen Zeitraum (September &#8211; November 1943) eine ganze Reihe von Kinos in Berlin bombardiert. Eine andere Information lautet: Am 17. Dezember 1942 fand im Reichspropagandaminitsterium eine Vorf\u00fchrung statt.J.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen,<\/strong> ja im Ausland war \u00bbTitanic\u00ab ein gro\u00dfer, auch finanzieller Erfolg. Premiere in Prag am 12. September 1943 (vermutlich eine untertitelte Version?), am 10. November 1943 in Paris (vermutlich eine franz\u00f6sische Synchronisation), am 12. November 1943 in Finnland (Untertitel ?), am 28. Januar 1944 in Schweden (Untertitel ?). Am Ende des Filmes gibt es in der urspr\u00fcnglichen Fassung eine Gerichtsverhandlung in Hallo Eugen,New York, die in der Version, die die Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung vertreibt, fehlt. Die L\u00e4ngenangabe von FWMS ist 2467 m. Noch Fragen? J.<\/p>\n\n\n\n<p>Achso, ja, In der SU kam der Film  am 27. August 1949 ins Kino,  J.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen<\/strong>, Du bist ja wirklich unendlich neugierig. Ja, ich habe was \u00fcber den Kameramann von Titanic, Friedl Behn-Grund gefunden. Bei Hans Helmut Prinzler in seinem Buch: \u00bbChronik des deutschen Films\u00ab auf Seite 15 + Seite 385 schreibt er:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Friedl Behn-Grund, geb. am 26. August 1906 in Bad Bolzin, tgest. am 2. August 1989 in West-Berlin. Kameramann. Zwischen 1925 und 1969 hat er an die 170 Filme photographiert. Sein Faible waren die Hell-Dunkel-Kontraste des Schwarzwei\u00df-Films. \u00bbIn den 30er und 40er Jahren geh\u00f6rt er zum Kamerastab der Ufa und Tobis. Er gilt als solider Handwerker, dessen Arbeit weniger auf Virtuosit\u00e4t einzelner Einstellungen als auf die Geschlossenheit der Filmdramaturgie zielt. Seine Lichtsetzung orientiert sich an den Standards der realistischen Malerei.\u00ab (Michael Esser, Glei\u00dfende Schatten, Mannheim 1994), Da hast Du es. Jedenfalls sehen die Fotos bei Alamy und Imago viel besser aus, als die Bilder auf der DVD von FWMS, J.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Eugen,<\/strong> da hab ich noch was gefunden. Bei Ernst Klee auf Seite 567 seines \u00bbKulturlexikon zum Dritten Reich\u00ab und das ist vermutlich kein Witz von ihm. Danach hie\u00df Herbert Selpin eigentlich Herbert Pinsel. Er hat das nur umgedreht, J.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Selpins-Titanic.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"315\" height=\"165\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Selpins-Titanic.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23992\" style=\"width:315px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Selpins-Titanic.jpg 315w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Selpins-Titanic-300x157.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 315px) 85vw, 315px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Selpins Titanic<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Hotel-Zoppot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"606\" height=\"341\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Hotel-Zoppot.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24072\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Hotel-Zoppot.jpg 606w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Hotel-Zoppot-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Casino Hotel in Zoppot<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/TitanicModel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"857\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/TitanicModel.jpg\" alt=\"Titanic Modell\" class=\"wp-image-29972\" style=\"aspect-ratio:1.4878375687375258;width:217px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/TitanicModel.jpg 857w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/TitanicModel-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/TitanicModel-768x516.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ronald Hirte mit seinem Titanic Modell<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/milpferd_einauge.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1070\" height=\"717\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/milpferd_einauge.jpg\" alt=\"Nilpferd kneift ein Auge zu\" class=\"wp-image-16\" style=\"width:156px;height:auto\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zeichnung Helga Bachmann<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Zeichen 5.654) Briefe an Eugen (XVI) Neue Filmkunst Walter Kirchner PDF Briefe an Eugen (XVI) Neue Filmkunst Hallo Eugen, der Film \u00bbTitanic\u00ab wurde 1942-43 hergestellt. Geplante Dreharbeiten vom 12. 03. 1942 &#8211; Oktober 1942. Im April 1963 brachte ihn der Verleih: \u00bbNeue Filmkunst Walter Kirchner\u00ab aus G\u00f6ttingen ins Kino. 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