{"id":25591,"date":"2024-02-19T08:52:29","date_gmt":"2024-02-19T08:52:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=25591"},"modified":"2026-02-23T11:41:32","modified_gmt":"2026-02-23T11:41:32","slug":"briefe-an-wiebeke-xxxxiii-vermutungen-ueber-herrn-k","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=25591","title":{"rendered":"Briefe an Wiebeke  (XLI &#8211; 41) Vermutungen \u00fcber Herrn  K."},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"220\" height=\"330\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17347\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg 220w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 85vw, 220px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mische Zahlen <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/PDF-Abschrift-Leserbriefe-Daum-Fischer.pdf\">PDF Abschrift Leserbriefe Daum + Fischer<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/PDF-Zeichen-7.647-Briefe-an-Wiebeke-Vermutungen-ueber-Herrn-K..pdf\">PDF (Zeichen 7.647) Briefe an Wiebeke Vermutungen \u00fcber Herrn K.<\/a><\/p>\n\n\n<p><strong>Hallo Wiebeke,<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Du hast natuerlich Recht. Wenn wir uns schon so lange mit der Millionaerin aus Luebars, bei Berlin, beschaeftigen, dann sollten wir uns auch mit ihrem ersten Ehegatten K. beschaeftigen. Und das geht natuerlich weit ueber das hinaus, was er selbst fuer die Oeffentlichkeit ueber sich preisgegeben hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon bei Ilse K. und ihrem Biografen war mir aufgefallen, wie schnell Biografen gerne auf die Bewertungen der sog. \u00bbEntnazifizierung\u00ab zurueckgegriffen hatten. Dieses: &#8222;Unbelastet&#8220; aus den Unterlagen wird gerne dazu benutzt, die Sache nicht weiter zu betrachten. Natuerlich wu\u00dften alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, das dieses Wort &#8222;unbelastet&#8220; in Zusammenhang mit der Zeit von 1933 &#8211; 1945 keinerlei Bedeutung hatte. Das wu\u00dften auch alle. Vor Jahren, als die gefaelschte Version von \u00bbCasablanca\u00ab ruchbar wurde,  hatte ich in meiner Naivitaet angenommen,  dies sei mit der Entfernung saemtlicher Nazis aus dem Film auch ein Akt der Entnazifizierung gewesen, was natuerlich falsch ist.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PersilWerbung1907klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"548\" height=\"421\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PersilWerbung1907klein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30323\" style=\"width:177px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PersilWerbung1907klein.jpg 548w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PersilWerbung1907klein-300x230.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 548px) 85vw, 548px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nein, als K. den Major Strasser aus dem Film \u00bbCasablanca\u00ab entfernen lie\u00df, war dies natuerlich ein voellig unpolitischer Akt gewesen. Das war, wie spaeter behauptet wurde, nur aus geschaeftlichem Interesse der Firma gewesen, bei der er nach dem verlorenen Krieg untergeschluepft gewesen war: Warner Broth. Deutschland. Am schlimmsten, so folgere ich daraus, sind immer noch die Leute, die von sich behaupten, sie seien unpolitisch, was natuerlich ueberhaupt nicht stimmt. Im Gegenteil. Durch ihre Nichteinmischung ermoeglichen sie, was sonst nicht moeglich waere. \u00bbUnbelastet\u00ab waren sie keineswegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr schnell haben das auch die Militaerregierungen verstanden, das es in Deutschland keine \u00bbUnbelasteten\u00ab gab. Die waren bestenfalls gefluechtet, hatten vielleicht in den Gefaengnissen ueberlebt. Aber die meisten tatsaechlich \u00bbUnbelasteten\u00ab waren vertrieben und auf verschiedenste Art und Weise ermordet worden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/FragebogenHamburg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"794\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/FragebogenHamburg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29629\" style=\"width:219px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/FragebogenHamburg.jpg 794w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/FragebogenHamburg-298x300.jpg 298w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/FragebogenHamburg-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/FragebogenHamburg-768x774.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fragebogen werden ausgef\u00fcllt. Hamburg. Britische Besatzungszone.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der Fragebogen der amerikanischen \/ britischen  Militaerregierung mit seinen 131 Fragen, wurde massenhaft gefaelscht. Gegenseitig hatten sich Taeter und Zuschauer \u00bbPersilscheine\u00ab ausgestellt, wie tapfer und erfolglos er oder sie in seinem oder ihrem Widerstand gegen die Nazis jeder und jede gekaempft hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Von den sieben Hauptaetern (Hitler, Goebbels, Goering  u. a.) hatten sich mehrere schon das Leben genommen. Joseph Goebbels hatte erst seine fuenf Kinder, dann seine Frau und anschlie\u00dfend sich selbst vergiftet. Komisch eigentlich, wo Gift in der Kriminalgeschichte doch eher ein Gelaende weiblicher Personen ist. Ihr Fuehrer dagegen, so berichteten sie, sei im Kampf gefallen: Alle anderen waren Opfer eines \u00bbterroristischen Bombenkrieges\u00ab geworden. Jetzt gab es ein \u00bbBesatzungsregime\u00ab, wie einer der Taeter (Dr. Georg Roeber)  aus jener Zeit von damals 1973 in einem Buch, das der \u00bbInnenminister\u00ab herausgab, schrieb. Und diese Taeter wollten die Militaerregierungen und die neuen Machthaber nach dem Kriege zur Verantwortung ziehen? Welch ein Ansinnen!<\/p>\n\n\n\n<p>Da kommt dann auch die Rede ihres Propagandaministers J.  G., die er am 28. M\u00e4rz 1933 im Kaiserhof gehalten hatte, wieder ins Spiel. Vergleiche hinken, wie wir alle wissen, aber mir faellt dabei sofort der Bremsweg eines Oeltankers von sagen wir mal dreihundert Meter Laenge ein. Eine internationale Vorschrift sagt, dass der Bremsweg eines  Schiffes hoechstens 20 Schiffslaengen ausmachen darf. Ein 300 m langes Schiff hat also einen Bremsweg von                            6 Kilometern. (6000 Meter hoert sich viel l\u00e4nger an)<\/p>\n\n\n\n<p>Filmgeschichtler der deutschen Filmgeschichte haben vielfach behauptet, das die Kuendigungen aus rassistischen Gruenden, die der UFA Vorstand am 29. M\u00e4rz 1933 beschlossen hatte, auf Anweisung von Joseph Goebbels erfolgt seien. Zum Beweis wird seine Rede im Hotel Kaiserhof vom Vortage, dem 28. M\u00e4rz 1933, herangezogen. Liest man diese Rede bei Dr. Gerd Albrecht nach, so stellt sich heraus: Das ist komplett an den Haaren herbeigezogen! Der Mann war erst ein paar Wochen im Amt und seine Macht war keineswegs stabilisiert. Im Gegenteil. <\/p>\n\n\n\n<p>Er lobte in der Rede sogar die Filme von Sergej Eisenstein, denen man nacheifern solle, was, wenn man die spaeteren Produkte der deutschen Filmproduktion aus jener Zeit heute bewertet, keineswegs der Fall gewesen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, der UFA Vorstand hatte bei der Entlassung der juedischen Mitarbeiter keineswegs auf Anweisungen des Propagandaministers gehandelt. Zum Beweis dient mir  der Tankervergleich: Der Bremsweg des UFA Tankers, der wie ausgerechnet,  mindestens 6000 Meter betr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/ViktorAbel68789_ca_object_representations_media_57812_medium.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"387\" height=\"400\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/ViktorAbel68789_ca_object_representations_media_57812_medium.jpg\" alt=\"Viktor Abel\" class=\"wp-image-17972\" style=\"width:132px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/ViktorAbel68789_ca_object_representations_media_57812_medium.jpg 387w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/ViktorAbel68789_ca_object_representations_media_57812_medium-290x300.jpg 290w\" sizes=\"auto, (max-width: 387px) 85vw, 387px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Viktor Abel (Victor Abel)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gerhard-Goldbaum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"570\" height=\"534\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gerhard-Goldbaum.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29477\" style=\"width:125px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gerhard-Goldbaum.jpg 570w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Gerhard-Goldbaum-300x281.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 85vw, 570px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gerhard Goldbaum<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Auch der &#8222;vorauseilende Gehorsam&#8220;, von dem Dr. Klaus Kreimeier in seinem Buch die \u00bbUFA Story\u00ab auf Seite 250 schreibt, kann es nicht gewesen sein. Viel eher ist glaublich, was Dr. Klaus Kreimeier auf Seite 247 dem Papier anvertraut: <em>&#8222;Jedenfalls \u00fcberrascht die guillotineartige Perfektion, mit der schon am darauffolgenden Tag die Direktion der Universum-Film AG als Vollstreckungsmaschine in Aktion trat und die antisemitische \u00bbS\u00e4uberung\u00ab des Unternehmens in die Tat umsetzte. Die schwarzen Listen m\u00fcssen vorbereitet gewesen sein.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aus heutiger Sicht kann man sogar davon ausgehen, da\u00df die Entlassung dieser Mitarbeiter, diese \u00bbantisemitische S\u00e4uberung\u00ab des Unternehmens dem Vorstand der UFA im Gegenteil wie gerufen kam. Eine g\u00fcnstige Gelegenheit endlich das zu vollziehen, was schon lange geplant gewesen war. <\/p>\n\n\n\n<p>Und falls die Sache schief gehen sollte, der Minister war ja  erst vor kurzem ins Amt gekommen, und sich die Dinge anders entwickeln sollten, dann konnte man sich auf jeden Fall darauf berufen, das man gezwungen worden sei. Eine Technik, die nach Kriegsende von den selben  Taetern wieder massenhaft angewendet wurde. Aber soweit sind wir nocht nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Wiebeke, <\/strong>zur\u00fcck zu Herrn K.. Schauen wir doch mal genau hin. <strong>1925<\/strong> arbeitet er bei der Parufamet, eine Verbindung von Paramount und MGM und UFA.<strong>1928<\/strong> ist er Volont\u00e4r bei der Berliner Filmgesellschaft: Deutsche First National (DEFINA). 1928 wird er bei der Firma Starfilm in der Friedrichstra\u00dfe Hilfsdisponent. Ein Jahr sp\u00e4ter, <strong>1929<\/strong>, steigt er auf und wird dort Disponent.<\/p>\n\n\n\n<p>K. hat eine schnelle Aufassungsgabe: \u00bbAls sich im Fruehjahr <strong>1933 <\/strong>in der Filmbranche das Geruecht verbreitete, dass den amerikanischen Firmen die Konzession entzogen wuerde, riet mir mein damaliger Chef, F. L. D. Strengholt (Frits L. D. Strengholt) nach mehrmaligen Besprechungen, eine mir von der UFA angebotene, sehr guenstige Stellung, anzunehmen. Ich schied daraufhin im besten Einvernehmen von der Metro-Goldwyn-Mayer aus.\u00ab                               (zitiert nach Michael Kamp, Glanz und Gloria Seite 46, DIF-Frankfurt, Lebenslauf K.).<\/p>\n\n\n\n<p>K. ist wirklich sehr geschickt. Nein. Er hat diesen Karrieresprung gar nicht gewollt. Der wurde ihm aufgedraengt! Von seinem damaligen Chef, der ihm diesen Ratschlag gegeben hatte. Und auch gleich mehrfach. Er wurde also praktisch gezwungen, sich auf einen der  frei gewordenen Arbeitsplaetze bei der UFA zu bewerben! Zur Erinnerung: Dort waren, wegen der \u00bbantisemitischen Saeuberung\u00ab viele Fuehrungsposten \u00bbfrei geworden.\u00ab Wo Frits Strengholm nach dem Krieg weilte, wer wei\u00df das schon?<\/p>\n\n\n\n<p>Nebenbei: Die Geruechte von der schnellen Konzessionsentziehung fuer die amerikanischen Filmgesellschaften waren eben nur Geruechte.<strong> 1935 <\/strong>hatte die Firma MGM, mit ihrem Geschaeftsfuehrer Frits L. D. Strengholt, Filialen in Berlin, Duesseldorf, Frankfurt und Muenchen.                                                             (The film daily year book of motion pictures-1935).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bb<strong>1936<\/strong> hatte Hans Wilhelm Kubaschewski die Filialleitung fuer die Verleihbezirke: Berlin Stadt, Ostdeutschland, Schlesien, Sudentenland und Mitteldeutschland.\u00ab                                                                                                              (Michael Kamp, Glanz und Gloria, Seite 46, Anmerkung 22 in Kapitel 2)<\/p>\n\n\n\n<p>Aus anderer Quelle, der Lichbildb\u00fchne <strong>LBB<\/strong> vom <strong>27. Juli 1938<\/strong>, Beilage zur Nr. 174 (31. Jahrgang), kann man hinzuf\u00fcgen, das die Filiale Berlin, deren Vorgesetzter Kubaschewski war, 27 Mitarbeiter hatte.  Stellvertreter war Heinz Steckel, der es sp\u00e4ter immerhin bis ins Familiengrab der Kubaschewskis geschafft hatte. Zum Vergleich: Die Hamburger Filiale der UFA hatte nur 10 Mitarbeiter.  Und nun kommst Du, J.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hans-Wilhem-Kubaschewski.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"359\" height=\"266\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hans-Wilhem-Kubaschewski.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29125\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hans-Wilhem-Kubaschewski.png 359w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hans-Wilhem-Kubaschewski-300x222.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 85vw, 359px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hans Wilhelm Kubaschewschki . UFI Konzern und sp\u00e4ter Generaldirektor bei Warner Broth. Deutschland. (Germany)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hallo Wiebeke, <\/strong>was ich uebrigens vergessen hatte zu erwaehnen: Der \u00bbKarriereknick\u00ab von <strong>K<\/strong>. 1943 bei der UFA, so will ich das mal nennen, war sehr zu seinem Vorteil geraten. Der Obernazi, der sein neuer Vorgesetzter wurde, hatte seinen weiteren Aufstieg bei der UFA gestoppt und in seiner Boshaftigkeit auch noch dafuer gesorgt, das seine UK Stellung aufgehoben wurde und <strong>K.<\/strong> zur Wehrmacht mu\u00dfte. [Fritz Kaelber, seit 1942 Generaldirektor der UFA<strong>*<\/strong>]. Nicht so schlimm, weil er durch glueckliche Umstaende nicht an die Front, sondern in eine Schreibstube der Wehrmacht gelangte. Das hat ihm auch spaeter sehr geholfen, seine Rolle bei der UFA herabzustufen. Dieses Glueck verbindet ihn biografisch mit <strong>Dr. Alfred Bauer<\/strong> (dem spaeteren Direktor der Berlinale), der in dieser Hinsicht sogar zweimal Glueck hatte. Einmal vernichteten die Bomberpiloten seine Doktorarbeit in W\u00fcrzburg und dann wurde auch noch seine UK Stellung bei der Reichsfilmkammer aufgehoben und so mu\u00dfte der arme Mannn kurz vor Kriegsende auch noch zur Wehrmacht. Und ist aber natuerlich auch in der Schreibstube und nicht an der Front gelandet. Weil, Kameraden helfen sich, und nun kommst wieder Du, J.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>*<\/strong>Ach ja , da kommt noch was zur Person des genannten <strong>Fritz Kaelber<\/strong>. J\u00fcrgen Spiker schreibt dazu (in seinem Buch Film und Kapital auf Seite 294: &#8222;KAELBER, Fritz (geb. 14. 3. 1893) (28) Seit 1919 als Verleihexperte in der Filmwirtschaft taetig. Vorstandsmitglied der Tobis-Rota, stieg, als diese mit dem Verleih Terra vereinigt wurde, zum geschaeftsfuehrenden Direktor der Terra auf. 1942 als leitender Direktor der Deutschen Filmvertriebs GmbH zugleich Vorstand der Ufa AG. Im Herbst 1943 Nachfolger Klitzschs als Generaldirektor der Ufa AG mit Mandat im Ufi-Vorstand. Seit 1.3.1933 in der NSDAP. Er hatte, wie in seinen Personalakten ausdruecklich vermerkt ist, schon vorher die Partei aktiv, inbesondere illegal in der &#8222;Ostmark&#8220;, unterstuezt.&#8220; Und nun kommst wieder Du! J.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Hoven-lse-undHans.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"560\" height=\"444\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Hoven-lse-undHans.jpg\" alt=\"Ilse Kramp\" class=\"wp-image-22158\" style=\"width:214px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Hoven-lse-undHans.jpg 560w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Hoven-lse-undHans-300x238.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 85vw, 560px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ilse und Hans Kubaschewski, (der Mann mit den Blumen ist Adrian Hoven)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/nilpferd_tumb.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1042\" height=\"830\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/nilpferd_tumb.png\" alt=\"Nilpferd\" class=\"wp-image-15\" style=\"width:141px;height:auto\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zeichnung Helga Bachmann<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PDF Abschrift Leserbriefe Daum + Fischer PDF (Zeichen 7.647) Briefe an Wiebeke Vermutungen \u00fcber Herrn K. Hallo Wiebeke, Du hast natuerlich Recht. Wenn wir uns schon so lange mit der Millionaerin aus Luebars, bei Berlin, beschaeftigen, dann sollten wir uns auch mit ihrem ersten Ehegatten K. beschaeftigen. Und das geht natuerlich weit ueber das hinaus, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=25591\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBriefe an Wiebeke  (XLI &#8211; 41) Vermutungen \u00fcber Herrn  K.\u201c<\/span> 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