{"id":26019,"date":"2024-03-15T14:38:37","date_gmt":"2024-03-15T14:38:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=26019"},"modified":"2025-05-07T13:30:38","modified_gmt":"2025-05-07T13:30:38","slug":"briefe-an-eugen-ii-das-besatzungsregime","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=26019","title":{"rendered":"Briefe an Eugen (VIII-8) Das Besatzungsregime"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/PDF-Briefe-an-Eugen-Das-Besatzungsregime-von-Roeber-und-Jacoby.pdf\">PDF Briefe an Eugen Das Besatzungsregime von Roeber und Jacoby<\/a><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"220\" height=\"330\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17347\" style=\"width:148px;height:222px\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck.jpg 220w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Roemische-Zahlen-am-Heck-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 85vw, 220px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mische Zahlen<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1598kleinRoeberJacoby.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1598kleinRoeberJacoby.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29377\" style=\"width:195px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1598kleinRoeberJacoby.jpg 800w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1598kleinRoeberJacoby-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1598kleinRoeberJacoby-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1598kleinRoeberJacoby-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Hallo Eugen, ich erinnere mich, da\u00df ich Dir mal von der dicken Schwarte von Roeber und Jacoby erzaehlt hatte. Gestern habe ich im Philturm diese Schwarte noch mal in der Hand gehabt und einige Seiten daraus fotografiert. Das ist ja schon einfacher, als es vor Jahren war, wo man dann immer suchen mu\u00dfte, wo man eine Kopie davon machen konnte. Das mochten die Bibliothekarinnen immer gar nicht, wenn man die Buecher auf dem Kopierer platt drueckte, damit man das spaeter auch lesen konnte. Jetzt fotografiert man das und weil die Datei so gro\u00df ist, das man sie nicht verschicken kann, faehrt man heim und schreibt das Bild mit einem zweiten Klapprechner von dem ersten Klapprechner ab. Natuerlich ohne sich dabei zu fragen, ob das nun wirklich praktischer als frueher ist. Hier kommt nun die Abschrift des Fotos:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abschrift<\/strong>                                                                                                                                             <em>\u201c2. Abschnitt:<\/em>                                                                                                                                       <em><strong>Das Besatzungsregime<\/strong>                                                                                                                          I. Vorbemerkung                                                                                                                                      1. Grundlagen.                                                                                                                                        Nach dem Zusammenbruch gab es zun\u00e4chst keine Filmt\u00e4tigkeit im gesamten Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches mehr. In der Proklamation des alliierten Kontrollrates Nr. 2 vom 20. September 1945 war auch der Film unter alliierte Kontrolle gestellt. (1).  Diese Proklamation  war die allgemeine Grundlage auch f\u00fcr die Beschlagnahme der Verm\u00f6genswerte des reichsmittelbaren Filmverm\u00f6gens. (2) Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 (3) erfolgte im Rahmen der Aufl\u00f6sung sonstiger nationalsozialistischer Organisationen auch die Aufl\u00f6sung der Reichskulturkammer und damit der Reichsfilmkammer. (4) Die Besatzungsm\u00e4chte erlie\u00dfen f\u00fcr ihren r\u00e4umlichen Zust\u00e4ndigkeitsbereich (5) auf dem Gebiet des Films Gesetze und Verordnungen (6), die zum Teil unver\u00f6ffentlicht blieben. (7) Solche Ma\u00dfnahmen stimmten in der Amerikanischen Zone und der Britischen Zone weitgehend \u00fcberein; die Franz\u00f6sische Zone folgte mit entsprechenden Ma\u00dfnahmen. Mit der Proklamation Nr. 1 des Oberbefehlshabers der Westalliierten Streitkr\u00e4fte in Europa (Dwight D- Eisenhower) wurden alle deutschen Amtsstellen ihrer Befugnisse enthoben. (8) Auf Grund des Gesetzes Nr. 52 wurde das mittelbare und unmittelbare Filmverm\u00f6gen der \u00f6ffentlichen Hand beschlagnahmt (Property Control). (9)\u201c<\/em> (Die Suchmaschine \u00fcbersetzt: Eigenschaftskontrolle).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine erstaunliche Wortwahl von Roeber und Jacoby, wie ich finde. Besonders das Wort <strong>Besatzungsregime<\/strong> und das Wort <strong>Zusammenbruch<\/strong>. Das Wort <strong>Milit\u00e4rregierung<\/strong> und das Wort <strong>Kapitulation<\/strong> wollten sie offensichtlich nicht verwenden. Und wer ihre Geschichte kennt, den wird das nicht verwundern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachtrag: Anmerkungen aus dem Handbuch der filmwirtschaftlichen Medienbereiche 1973, Verlag Dokumentation von Dr. Georg Roeber und Gerhard Jacoby                                                                                                  <\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Anmerkung 11) <\/strong>Siehe Turatus, Die Entwicklung der deutschen Filmwirtschaft nach 1945, Seite 2  <\/em>                                                                                                                           <em><strong>Anmerkung 167)<\/strong> Im Juli 1945 waren in Bayern die ersten Filmtheater wieder spielbereit (so in T\u00f6lz). M\u00fcnchen folgte im August 1945 mit acht lizensierten Filmtheatern.                                                                                                                     <strong>Anmerkung 168<\/strong>) Die urspr\u00fcngliche Bezeichnung war \u201eAmerikanischer Filmverleih\u201c. Der amerikanische Leiter war Sgt. Klinger. (fr\u00fcher Wien); ihm stand Hans Kubaschewski (fr\u00fcherer Bezirksvertreter der Deutschen Filmvertriebsgesellschaft in Berlin) als Deutscher zur Seite. Kubaschewski wurde sp\u00e4ter Deutschland-Chef des Warner Brothers-Verleihs und war anschlie\u00dfend Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der reprivatisierten Bavaria-Filmkunst.                                                                                                               <strong>Anmerkung 169)<\/strong> Vergleiche Turatus, aaO. Seite 4.                                                 <strong>Anmerkung 170)<\/strong> Siehe Anm. 153.                                                                                           <strong>Anmerkung 171)<\/strong> Nachteilig vor allem f\u00fcr den Wiederverkauf einer deutschen Spielfilmproduktion.                                                                                                       <strong>Anmerkung 172)<\/strong> Lizentr\u00e4ger war Dr. Berger, Zahnarzt in Burgkunstadt (Ofr.)  <strong>Anmerkung 173)<\/strong> Sp\u00e4ter Bundeswirtschaftsminister und nachfolgend Bundeskanzler.                                                                                                              <strong>Anmerkung 174)<\/strong> In dieser Richtung bewegten sich auch die Absichten britischer Besatzugsstellen die zur Gr\u00fcndung der Atlas-Film GmbH in Hamburg f\u00fchrten, jedoch mit dem Erfolg, da\u00df die Atlas-Film den Milit\u00e4rfilmverleih abl\u00f6ste und \u2013 auch nur vor\u00fcbgehend \u2013 wurde.                                                                                                     <strong>Anmerkung 175)<\/strong> Ehefrau von Hans Kubaschewski, ehemalige Chefdisponentin des Siegel-Monopol-Filmverleihs in Dresden, bei Einmarsch der amerikanischen Besatzungstruppen Filmtheaterbesitzerin in Oberstdorf. Siehe auch Anm. 168.                                                                                                                    <strong>Anmerkung 176)<\/strong> Mitgesch\u00e4ftsf\u00fchrer war Erich Motzkus, sp\u00e4ter bei der National Film, Hamburg und zuletzt in Berlin auf verschiedenen Filmgebieten t\u00e4tig.<\/em>  Hallo  Eugen,  noch Fragen? J.<\/p>\n\n\n\n<p>Hallo Eugen, beim nochmaligen Lesen faellt mir auch der Begriff von Roeber und Jacoby: &#8220; . . . <em>und war anschlie\u00dfend Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der reprivatisierten Bavaria-Filmkunst. &#8220; ins A<\/em>uge. Soll vermutlich heissen ein Privatbetrieb wieder ein Privatbetrieb.  Das Gegenteil ist der Fall,  wie man den Nachforschungen von Roeber und Jacoby entnehmen  kann. Und nun kommst wieder Du!, J.<em>  <\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/nilpferd_tumb.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1042\" height=\"830\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/nilpferd_tumb.png\" alt=\"Nilpferd\" class=\"wp-image-15\" style=\"width:169px;height:auto\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zeichnung Helga Bachmann<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PDF Briefe an Eugen Das Besatzungsregime von Roeber und Jacoby Hallo Eugen, ich erinnere mich, da\u00df ich Dir mal von der dicken Schwarte von Roeber und Jacoby erzaehlt hatte. Gestern habe ich im Philturm diese Schwarte noch mal in der Hand gehabt und einige Seiten daraus fotografiert. 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