{"id":284,"date":"2014-06-03T16:27:53","date_gmt":"2014-06-03T16:27:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=284"},"modified":"2023-02-09T19:55:32","modified_gmt":"2023-02-09T19:55:32","slug":"alle-macht-den-regisseuren-von-wolf-donner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=284","title":{"rendered":"Wolf Donner. Gegenkurs Out of the past"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/PdfneuWolfDonnerausdemJenseits.pdf\">Pdf WolfDonnerausdemJenseits<\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Tieresehendichan3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6877 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Tieresehendichan3-1024x780.jpg\" alt=\"Tieresehendichan3\" width=\"177\" height=\"135\" \/><\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Wolf Donner aus dem Jenseits: <\/b><\/span><strong>Out of the past<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>&#8222;Alle Macht den Regisseuren&#8220; <\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif; color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein (leider) immer noch sehr aktueller Text von Wolf Donner. Zuerst ver\u00f6ffentlicht im Tip (Berlin) im <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Dezember 1992<\/strong><\/span>. Anschlie\u00dfend abgedruckt im dem Buch: <strong>Wolf Donner: <\/strong><\/span><span style=\"font-size: small;\"><b>Gegenkurs,<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> Ausgew\u00e4hlte Kinotexte von 1983 &#8211; 1992 Verlag Klaus Stemmler Berlin. Das Buch gibt es leider nur noch antiquarisch.<!--more--><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif; color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"> Der Text <\/span><\/span><strong><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u201cAlle Macht den Regisseuren&#8220;<\/span><\/span><\/strong><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif; color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"> beginnt auf Seite 48 und endet auf Seite 62. Ich habe<strong> Christa<\/strong> <strong>Donner<\/strong> und <strong>Jeanine Meerapfel<\/strong> darum gebeten, diesen Text f\u00fcr unsere Internet Seite abschreiben zu d\u00fcrfen. Das haben sie mir freundlicherweise erlaubt. Endlich brauche ich diesen Text nicht mehr dauernd zu kopieren, besonders der Abschnitt unter der \u00dcberschrift <\/span><span style=\"font-size: small;\"><b>Apparatschicks<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> (S.52) hat es mir angetan. F\u00fcnfzehn seiner Worte mu\u00dfte ich nachschlagen, weil ich ihre Bedeutung nicht kannte. Die habe ich am Ende des Artikels von Wolf Donner aufgelistet. Das ist bei einem Artikel, der aus mehr als 5.500 Worten besteht, eigentlich nicht richtig viel, finde ich. (Jens Meyer)<br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201c<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Alle Macht den Regisseuren&#8220;<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>&#8222;I<\/b>mmer mehr Leute sehen immer weniger Filme. Ein ruin\u00f6ser Verdr\u00e4ngungs-Wettbewerb, eine r\u00fcde Bestseller-Politik, die Titelschwemme (im Schnitt t\u00e4glich eine Filmpremiere) und die Kopien-Inflation der Major Companies (bis zu 580 von einem einzigen Film, bis zu 15 allein in Berlin), all das ergibt immer mehr Flops, immer weniger Erfolge. \u00c4u\u00dferlich gesehen ist viel los im deutschen Kinomarkt, tats\u00e4chlich ver\u00f6det er rapide. Das Publikum verliert die Orientierung in der Filmflut, h\u00e4lt sich an die Sensationen, die millionenschweren PR-Objekte, an den Mainstream, an Hollywood. Der Anteil von Filmen, die nicht aus den USA oder Deutschland kommen, liegt inzwischen unter f\u00fcnf Prozent. Europa und der Rest finden kaum noch statt im deutschen Kino. Immer l\u00e4nger wird die entsprechende Liste der Filme \u201cOhne Termin\u201d im Startplan.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b>eutsche Produktionsziffern haben einen Tiefstand seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges erreicht. Die genaue Zahl der gedrehten Filme ist gar nicht zu erfahren; man z\u00e4hlt lieber nur die Starts, um die Peinlichkeit von angeblich bis zu 40 Titeln, die j\u00e4hrlich liegenbleiben, zu kaschieren.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>F<\/b>\u00f6rdermillionen f\u00fcrs Archiv. 50 Prozent der gestarteten deutschen Filme haben weniger als je 20.000 Zuschauer, ihr Verleihumsatz ist in den Jahren 1986 bis 1990 auf die H\u00e4lfte geschrumpft.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>U<\/b>mgekehrt besetzten 1990 die Filme der Major Companies 84 Prozent des deutschen Kinomarktes, kassierten sie 295 Millionen der bisher insgesamt 350 Millionen Mark Verleiheinnahmen. Deutsche Filme bestritten knapp 10 Prozent, im Jahr darauf etwas mehr.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>\u201dW<\/b>erner beinhart\u201d, \u201cAllein unter Frauen\u201d, die Trabis und die Mantas machten es m\u00f6glich. Da\u00df im Jahr 1991 Hollywood in seinem gr\u00f6\u00dften Weltmarkt nach Japan auf 77 Prozent \u201czur\u00fcckgedr\u00e4ngt\u201d wurde und im vereinten Deutschland mehr Leute ins Kino gingen als im Kinomusterland Frankreich, n\u00e4mlich 120 Millionen, sowas verk\u00fcndet die Branche wie Siegesmeldungen. Nur spezifiziert man solche Zahlen nicht, weil sie den Trend best\u00e4tigen:<i> mainstream<\/i> und <i>more of the same, <\/i>ein Boom an der Kasse, aber immer mehr Einheitsbrei auf der Leinwand.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>N<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">icht erst die Multiplexe haben diese Reduktion im Filmmarkt, den Kinoausverkauf, provoziert. Seit sich die Major Companies auf Blockbuchungen und Pauschalabkommen mit den gro\u00dfen Kinoketten oder den Citykinos einlie\u00dfen, seit auch unabh\u00e4ngige Programm- und Off-Kinos den Erstauff\u00fchrer-Status reklamieren und von vorneherein bei den (S.48) prognostizierten Kassenhits mitverdienen wollen, seit immer mehr Kinounternehmen feste Absprachen mit einzelnen Verleihern eingehen, wird die Auswertung zum engen, geschlossenen Kreis, zur erbarmungslosen vertikalen Vermarktung Produktion-Vertrieb-Abspiel. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">ie Chancen f\u00fcr Kleinverleihe und f\u00fcr unabh\u00e4ngige oder deutsche Filme werden drastisch reduziert. Und die deutsche F\u00f6rderszene, notorisch Projekt- und Produktions-fixiert, ohne eine Sensorium <\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(1<\/b><strong>*<\/strong><b>)<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> f\u00fcr Strukturen, Distributionsmechanismen oder die ver\u00e4nderten Konditionen des Kinomarktes, schlingert hilflos und affirmativ <\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(2*)<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> in dieser Entwicklung mit.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Fastfoood im High-Tech-Tempel<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>Z<\/b>ur Talfahrt des deutschen Films wird pomp\u00f6se Begleitmusik intoniert. Nicht nur von immer neuen Filmb\u00fcros, F\u00f6rdert\u00f6pfen, Ausbildungsst\u00e4tten, Medienkongressen, Filmfestivals und europ\u00e4ischen Verzahnungen ist die Rede, sondern von Millionen neuer Zuschauer in den Kinos der neuen Dimension, den Multiplexen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b> S<\/b>echs dieser High-Tech-Filmpal\u00e4ste sind in Betrieb, rund 50 im Bau oder in Planung. Die Betreiber sind das US-deutsche Konsortium Time\/Warner und Constantin (\u201cCinedom\u201d), die Firma United Cinemas International der zwei Major Companies Paramount und Universal (\u201cMultiplex\u201d) und die Gemeinschaft des Kinok\u00f6nigs Hans Joachim Flebbe mit dem Produzenten-Investor-Duo Bodo Scriba und Rolf Deyhle (\u201cCinemaxx\u201d).<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>ie Attraktion der Kino-Superm\u00e4rkte mit bis zu 20 Leinw\u00e4nden und bis zu 5.000 Pl\u00e4tzen ist ihr hoher Standard an Technik und Komfort, die perfekte, oft gigantische Bild- und Tonqualit\u00e4t: ein Novum in Deutschland und hoffentlich das baldige Ende unz\u00e4hliger muffiger, technisch unzureichend und nachl\u00e4ssig gef\u00fchrter Provinz-, Off- und Riech-Kinos. Denen weint sicher niemand nach. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>B<\/b>ei den neuen Trutzburgen kommen zeitgem\u00e4\u00dfe Offerten hinzu, Boutiquen, Bowling, Bars und Restaurants, das Konsum- und Am\u00fcsier-Ambiente der Disco-Generation.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>A<\/b>ber nat\u00fcrlich ziehen solche Entertainment-Tempel ein ganz bestimmtes Publikum an, weckt das postmoderne Design spezifische Erwartungen, grenzt der computerisierte Flie\u00dfbandbetrieb vieles aus. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b> M<\/b>ainstream hei\u00dft auch hier die Devise, eine \u201cMcDonaldisierung\u201d des Filmangebots. Rund 50 Millionen Mark beim \u201cCinedom\u201d K\u00f6ln \u00fcber 100 Millionen Investitionen m\u00fcssen sich amortisierten, da sind Experimente nicht gefragt. Trotz jahrelanger Erfolgsbilanzen und zur\u00fcckeroberter Publikumsschichten stecken z. B. die meisten Multiplexe Gro\u00dfbritanniens noch immer in den roten Zahlen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>S<\/b>ie retten sich ins Diktat der Kasse. Mehr Kinos, mehr Publikum, aber eine weitere Verengung des Marktes, noch mehr Fastfood, noch weniger Chancen f\u00fcr die kleinen, leisen, schwierigen, die nicht amerikanischen, die europ\u00e4ischen, die deutschen Filme. Au\u00dferdem monopolisieren die Multiplexe nicht nur das Abspiel, sie k\u00f6nnen auch den europaweiten Trend nicht verhindern: Video und Fernsehen, ob staatlich, privat oder Pay-TV, sind l\u00e4ngst wichtigere, reichere Filmabnehmer als die Kinoverleihe.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Auf den Hund gekommen<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>E<\/b>in besonders unr\u00fchmliches Ergebnis von 30 Jahren deutscher Filmf\u00f6rderungspolitik: Der zentrale Sektor einer lebendigen Filmszene, die Produktion, ist v\u00f6llig auf den Hund gekommen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>U<\/b>nf\u00e4hig, vertrottelt, kulturell oder politisch oder medienstrategisch desinteressiert, kein akzeptables Gegen\u00fcber eines seri\u00f6sen Autors oder Regisseurs, hoffnungslos provinziell, sitzen deutsche Produzenten in ihren B\u00fcros ohne irgend einen Nachweis der Eignung oder Erfahrung f\u00fcr ihre Profession.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>I<\/b>hre Existenzgrundlage ist die Fernsehauftragsproduktion, ihre Mentalit\u00e4t die Nummer Sicher, ihre einzige Sorge offenbar die Logistik der deutschen Filmf\u00f6rderung. Unselbstst\u00e4ndig, von den Gremien entm\u00fcndigt, scheuen sie nichts so wie klare Urteile und Entscheidungen oder gar das Risiko.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>as meiste ihrer Arbeit schieben sie auf die Regisseure ab. Sie produzieren nicht, sondern verwalten \u00f6ffentliche Gelder. Sie engagieren sich nicht f\u00fcr Menschen, Themen, Projekte, sondern vorzugsweise f\u00fcr ihre Handlungsunkosten. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>S<\/b>ie verh\u00f6kern meistbietend ihren Briefkopf; viele akzeptieren ein Projekt nur, wenn ein Regisseur ihnen ein mehr oder weniger vollfinanziertes Projekt antr\u00e4gt. Die wenigen Ausnahmen in dieser Mischpoke best\u00e4tigen die traurige Regel.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b>er kleinkarierte, unprofessionelle Zuschnitt des deutschen Filmwesens geht vor allem auf diese Berufsgruppe zur\u00fcck. Sie sind nicht einmal unternehmerisch agil und strafen in der Regel die abgedrehten Filme mit Nichtachtung. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>S<\/b>ie profitieren von einer Schim\u00e4re <strong>(3*)<\/strong>: da\u00df nicht der Regisseur, sondern der Produzent der bestimmende Faktor im deutschen Film sei, so wie in Frankreich, in England, in den USA. Darum streichen sie die Preise und Pr\u00e4mien ein, die F\u00f6rdermillionen, die Drehbuch- und Projekt und Referenzmitttel, f\u00fcr Arbeiten also, die nicht sie, sondern die Regisseure leisten. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>U<\/b>nd darum sollen sie nach dem novellierten Filmf\u00f6rderungsgesetz (FFG) 20 Prozent der Referenzmittel nicht f\u00fcr einen neuen Film, sondern \u201czur Verbesserung der Eigenkapitalbasis ihrer Firma\u201d verwenden k\u00f6nnen. Wer hat, dem wird gegeben.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b>ie Tatsache, da\u00df Hunderte von Regisseuren aus Verzweiflung \u00fcber dieses Versagen dieses Berufsbereichs sich selbst als Produzenten einschreiben (\u201cRucksackproduzenten\u201d), interessiert die Reichsverweser deutscher Filmpolitik offenbar so wenig wie das Mitmischen immer neuer Gruppen in diesem Sektor: Verleiher, sogar Kinobesitzer beginnen zu produzieren; Filmb\u00fcros und viele Gremien \u00fcbernehmen immer mehr Funktionen der Produzenten, also der einzigen Gruppierung, die \u00fcber Jahrzehnte gut an der deutschen Filmf\u00f6rderung verdiente.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Volkskunst und Kleingewerbe<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b>eutsche Filmpolitik ist <i>de jure <\/i>verboten. Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung, klagen Bonner Politiker, sind im Grunde unm\u00f6glich, weil illegal. Sind sie kommerziell orientiert, klagt sofort die EG ihre neuen Richtlinien ein, folgt sie k\u00fcnstlerischen Kriterien, pochen die Bundesl\u00e4nder auf ihre Kulturhoheit. In der Medienpolitik treibt der deutsche F\u00f6deralismus besonders bunte, grelle Bl\u00fcten. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>E<\/b>uropa folgt der Devise<i> act local &#8211; think global, <\/i>unsere Duodezf\u00fcrstent\u00fcmer ergehen sich derweil in streng regional begrenztem Heimhandwerk. In manchen Bundesl\u00e4ndern bricht angesichts \u00fcppiger Filmf\u00f6rderungsmittel eine regelrechte Kinomanie aus. Wir wollen sein ein einig Volk von Regisseuren, Drehbuchautoren, Produzenten, Akteuren, Technikern . . . Um zum Kreis der Auserw\u00e4hlten zu geh\u00f6ren, gen\u00fcgt es, eine Adresse zu haben oder geboren zu sein im Land wo Milch und Honig flie\u00dfen &#8211; und reichlich Filmf\u00f6rdergelder.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>ie Resultate dieser breit gestreuten F\u00f6rderaktivit\u00e4ten auf L\u00e4nder-Ebene sind furchterregend. Die Landesf\u00fcrsten schm\u00fccken sich mit ihren pseudo-progressiven Filmhilfsma\u00dfnahmen und naschen ein wenig vom verhei\u00dfenen Glamour des Mediums; die zust\u00e4ndigen Ministerien, Beamten, Institutionen entwickeln regionalpatriotische Profilneurosen, schotten sich eifers\u00fcchtig gegen andere, umliegende Initiativen ab, schwingen erbarmungslos die Keule \u201cLandeseffekt\u201d \u00fcber jedem eingereichten Projekt und beharren auf ihrer grotesken, provinziellen Standortpolitik. Mit geschminkten Kalkulationen, k\u00fcnstlich hochgep\u00e4ppelten belebenden Regionalzuleistungen und halsbrecherischen Versprechungen versuchen die Antragsteller, diesen engstirnigen, ehrgeizigen lokalen Furor <b>(4*)<\/b> zufriedenzustellen. (S. 51)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>N<\/b>at\u00fcrlich reichen die bewilligten Summen der L\u00e4nder- und St\u00e4dte-T\u00f6pfe nie aus. Der Produzent beginnt seine Odyssee durch die Gremien, vom Kuratorium Junger Deutscher Film \u00fcber Innenministerium (BIM) und Filmf\u00f6rderungsanstalt (FFA) bis zu den Aussch\u00fcssen in Hamburg, M\u00fcnchen, Berlin, Potsdam, D\u00fcsseldorf usw. Hilfestellung beim Parcours <b>(5*)<\/b> durch dieses Dickicht leisten, eine neudeutsche Spezialit\u00e4t, hochdotierte Filmf\u00f6rderungsberater. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>A<\/b>ber auch am Ende des L\u00e4nder- und Gremium-Wanderzirkus reicht es nicht, fehlen die letzten 400.000 Mark f\u00fcrs Budget. irgendein Zyniker profitiert nun von dem ganzen aufwendigen Procedere, handelt die ersch\u00f6pften Aspiranten noch ein wenig herunter und l\u00e4\u00dft seine Spitzenfinanzierung mit weitreichenden Gegenrechten vergolden: Kirch, eine Fernsehanstalt, ein cleverer Verleih oder ausl\u00e4ndischer Koproduzent.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>iese t\u00e4gliche Ausbeutung ist im System angelegt. Der Produzent hat alle Rechte an dem Produkt verloren, der Regisseur hat unm\u00f6gliche Konzessionen akzeptiert, aber die eigegangenen Verbindlichkeiten erlauben kein Zur\u00fcck, die Produktion mu\u00df durchgepeitscht werden.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>as wilde Drauflosf\u00f6rdern in deutschen Kleinsteinheiten bedeutet systematische Nivellierung, fl\u00e4chendeckendes Mittelma\u00df. Von zehn bis 15 Expos\u00e9s, Drehb\u00fcchern, Projekten wird h\u00f6chstens eines realisiert, das ist der gesunde internationale Standard.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>I<\/b>m deutschen Filmf\u00f6rderungsparadies wird dagegen alles hochgesp\u00fclt, wird jeder noch so unbeholfene, aussichtslose Stoff irgendwann irgendwo akzeptiert und gef\u00f6rdert, wenn nur die \u201cEffekte\u201d stimmen. Institutionalisiertes Laienhandwerk <i>en gros<\/i> und <i>en detail, <\/i>Film als Volks- und Heimatkunst, als umtriebiges Kleingewerbe. Das sch\u00f6ne Label daf\u00fcr hei\u00dft \u201cInfrastruktur\u201d. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>A<\/b>llen Ernstes glaubt unsere L\u00e4nder-F\u00f6rder-B\u00fcrokratie, sich eine Filmindustrie erfinden zu k\u00f6nnen, von der L\u00fcneburger Heide bis zum Bodensee. Europ\u00e4ische Medienzukunft aus deutscher Sicht.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Apparatschiks (6*)<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b> S<\/b>ie kakeln und mirakeln landauf, landab, sie beraten und beschlie\u00dfen, sie verwalten, vertagen, verwerfen. Man trifft sie auf allen Konferenzen, Kongressen, Messen, auf allen Filmfestivals, bei Premieren und Festen. Sie geben gro\u00dfe Essen und Empf\u00e4nge, sie reisen permanent, steigen in feudalen Hotels ab, verplempern immer mehr Geld und propagieren zunehmend sich selbst, einen neuen Berufsstand, die hauptamtlichen Filmf\u00f6rderer. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Eine pomp\u00f6se Halbwelt hat sich da etabliert, eine gschaftelhubernde Funktion\u00e4rs-Kamarilla <b>(7*)<\/b> auf glamour\u00f6sen Champagner-Level.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>S<\/b>ie reden und bewegen sich wie Filmmogule, aber auf dem satten Polster von Steuergeldern. Institutionalisierte Amtsanma\u00dfung in Permanenz. Nat\u00fcrlich gibt es hier noch r\u00fchmliche Ausnahmen. <strong>(Anmerkung des Abschreibers: Der Artikel wurde im Dezember 1992 ver\u00f6ffentlicht)<\/strong><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>F<\/b>ilmf\u00f6rderung mu\u00df sein, ohne sie g\u00e4be es den deutschen Film nicht. Aber die Vertreter der Institutionen und Gremien agieren mit dem aufgeplusterten Selbstverst\u00e4ndnis von Gro\u00dfproduzenten. Sie verf\u00fcgen \u00fcber Millionen. Sie entscheiden \u00fcber Sein oder Nichtsein von Filmen, Firmen, Autoren, Regisseuren.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>O<\/b>ft m\u00fcssen sie den Produzenten ersetzen, weil dieser Berufszweig nicht mehr funktioniert. Aber ein bi\u00dfchen mehr Bescheidenheit, etwas weniger Lust an der geliehenen Macht und etwas mehr Achtung f\u00fcr die letzten Professionellen dieser maroden Branche, die Kreativen, etwas mehr Freiheit, Schutz, Respekt und Geld f\u00fcr die, deren Subventionen da so gro\u00dfkotzig ausgegeben werden &#8211; ist das zuviel verlangt?<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>U<\/b>nd warum provoziert gerade der Filmbetrieb diesen aufgeplusterten \u00dcberbau? Denn zu dem Tro\u00df selbsternannter Film- und Medienf\u00fcrsten gesellen sich Kulturbeamte, Fernsehrepr\u00e4sentanten, Branchenvertreter. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>I<\/b>hr grassierendes <b>(8*) <\/b>Mediengerede steht in keinem Verh\u00e4ltnis mehr zur Bedeutung der deutschen Medienszene. Und nicht einer riskiert die naheliegende Frage: Noch nie ging es dem deutschen Film k\u00fcnstlerisch und wirtschaftlich so schlecht &#8211; noch nie gab es bei uns derart wuchernde Film- und F\u00f6rderungsapparatur &#8211; was hat beides miteinander zu tun?<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>A<\/b>uf Euro-Ebene, in der Handhabung der MEDIA-Palette, passiert leider nichts anderes, werden gute Ideen in B\u00fcrokratie und selbstgen\u00fcgsamer Repr\u00e4sentation erstickt, werden ganze Programme als blo\u00dfe Papiertiger und PR-Windeier durchgezogen. Oft bestimmen ihre Ignoranz und Arroganz den Ton ihrer Verlautbarungen, die Selbstbedienung das Gesch\u00e4ftsgebahren. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>\u00dc<\/b>ber einschl\u00e4gige Mauscheleien in der FFA erregt sich nur noch die Korrespondenz \u201c<strong>blackbox<\/strong>\u201d gelegentlich, ohne Folgen nat\u00fcrlich.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Pathetische Rede an die Filmemacher<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>O<\/b>hne Euch, die Regisseure und Autoren, die Schauspieler, Kameram\u00e4nner, Cutter, Komponisten g\u00e4be es keine Filme. Ihr seid die Kreativen, die Praktiker, die einzig \u00fcberpr\u00fcfbaren Professionellen des Filmgewerbes. La\u00dft Euch nicht l\u00e4nger verwalten, vertr\u00f6sten, verschaukeln. (s. 53)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>W<\/b>ehrt Euch. Die m\u00e4chtigen Apparate, die F\u00f6rder- und TV-Anstalten, die Verb\u00e4nde, die Produzenten brauchen Euch. Ihr seid der deutsche Film, nicht die. Vieles, was sie immer noch propagieren und praktizieren, will keiner mehr im Kino sehen. Die Erneuerung, die Zur\u00fcckgewinnung des Publikums, die besseren, wichtigeren Stoffe und B\u00fccher, die Bek\u00e4mpfung der Aversion gegen den deutschen Film in den Medien, die Direktiven f\u00fcr das Zusammengehen mit den anderen Europ\u00e4ern, all das k\u00f6nnt nur ihr leisten.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>\u00dc<\/b>ber 30 Jahre lang hat das Gerede vom notwendigen Kommerz auf eine Kriechspur ins totale Abseits gef\u00fchrt. Setzt den k\u00fcnsterischen Anspruch als Euer Anrecht wieder durch. La\u00dft nicht zu, da\u00df aus Euren eigenen Reihen eine origin\u00e4re Leistung Europas, das Autorenkino, denunziert wird. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>\u00dc<\/b>ber Jahrzehnte haben die St\u00fctzen der Gesellschaft in den Gremien Filme vertreten, die die Gesellschaft st\u00fctzen; ersetzt die Kommissare der Schere im Kopf durch Eure Leute, durch Kollegen, die beruflich, nicht als Filmf\u00f6rderer zu lesen wissen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b>as alte System funktioniert l\u00e4ngst nicht mehr. Artikuliert Eure Interessen und delegiert die Arbeit an Menschen und Institutionen, die f\u00fcr Euch da sind, die Euer Vertrauen haben, die Euch Zuliefern, statt Euch als l\u00e4stige Bittsteller zu behandeln.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>W<\/b>er aus dem deutschen Theater-, Kunst-, Literatur- oder Musikleben lie\u00dfe sich von Politiker, Funktion\u00e4ren, TV-Leuten in seine k\u00fcnstlerischen Belange her einreden? Welcher B\u00fchnenregisseur, Dirigent, Buchautor, Museumsleiter w\u00fcrde sich rein marktwirtschaftlichen Ma\u00dfst\u00e4ben beugen? Welch ein Geschrei g\u00e4be es, wenn deutsche Theater nur noch am Broadcast, Opern und Philharmonien an der MTV-Popularit\u00e4t, deutsches Fernsehen an US-Sitcoms, literarische Novit\u00e4ten nun noch an internationalen Bestsellern gemessen w\u00fcrden?<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>I<\/b>m deutschen Film- und Kinowesen ist das \u00fcblich und wird akzeptiert. Fordert endlich die Gleichstellung des Films mit anderen Kulturzweigen. Ihr habt mehr Macht, als ihr wi\u00dft. Tut Euch zusammen. Wehrt Euch.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Das Gesetz<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>E<\/b>s ist seit l\u00e4ngerem f\u00fcnf nach zw\u00f6lf im deutschen Film. Sein Siechtum wird auch ein neues FFG nicht bremsen. In den wilden 70ern, als Alexander Kluge noch als wortgewaltiger Lobbyist in Bonn und M\u00fcnchen herumwuselte, waren die FFG-Klauseln und Gesetzesnovellen (1974, 1980) heftig umstritten, gab es furiose Pl\u00e4doyers aus allen Lagern der Filmwirtschaft, medientheoretische Scharm\u00fctzel aus den Parteien, polemische Attacken der Kritik. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>M<\/b>ehr Kunst oder mehr Kommerz, mehr Geld vom Staat, vom Fernsehen oder von den Kinos, mehr Geld f\u00fcr Innovation oder f\u00fcr das Establishment, f\u00fcr Produktion oder Vertrieb und Abspiel, das waren Themen hei\u00dfer Positionsk\u00e4mpfe<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b> T<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">empi passati. Die akute Diskussion d\u00fcmpelt eher gequ\u00e4lt dahin. Soll man einen geschminkten Leichnam immer noch mal aufbahren? Regisseure, Programmkinos und Kleinverleihe fordern die ersatzlose Aufhebung des FFG. Auch das eher lustlos als vehement. Die SPD wird die Fortschreibung auf drei statt weitere sechs Jahre zu begrenzen versuchen, weil auch in Bonn niemand so recht an das Gesetz, seine hehren Grunds\u00e4tze von 1968 und an immer neue kosmetische Korrekturen glaubt. Peter Conradi, SPD, am 29.4. vor dem Bundestag \u00fcber die FFA: \u201db\u00fcrokratische Ausw\u00fcchse\u00a0 . . . viel zu gro\u00dfe Gremien und viel zu kleine T\u00f6pfe\u201d. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Z<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">u offensichtlich mahnt der desolate Ist-Zustand ein radikales Umdenken an, neue, grunds\u00e4tzliche, vor allem europ\u00e4ische Perspektiven.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>T<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">rend der Novellierung zum 1.1. (19) 93: mehr Markt, eine verst\u00e4rkt kommerzielle Ausrichtung. Nicht Preise, Pr\u00e4dikate, Qualit\u00e4t, nur noch die Zuschauerzahl (50.000, bei Kinder-, Jugend- und Dokumentarfilmen 25.000) soll zur automatischen Referenzf\u00f6rderung berechtigen; der H\u00f6chstbetrag bei \u00fcber einer Million Zuschauer ist auf vier Millionen Mark heraufgesetzt, die Projektf\u00f6rderung auf zwei Millionen; der Produzent darf mit 20 Produzent (?) (Prozent?) der Referenzmittel seine \u201cWirtschaftskraft\u201d st\u00e4rken; umsatzschwache Kinos m\u00fcssen weniger, Privatfernsehen und Videobranche etwas mehr in den Topf der FFA zahlen; die Vertriebsf\u00f6rderung ist um f\u00fcnf Prozent gesteigert.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>ie FFA, Ordensburg konservativer deutscher Filmpolitiker, kann also weiterwursteln. Mit mehr Praktikern in den Vergabekommissionen, hei\u00dft es. Nur zu. 40 Millionen Mark Jahres-Etat, das ist weniger als das Budget der Filmstiftung NRW (50- bis 60 Mio), ist marginal im Vergleich zu rund 150 Mio der L\u00e4nderf\u00f6rderungen. Da\u00df diese endlich besser koordiniert werden m\u00fcssen, steht sogar im Regierungsentwurf der FFG-Novelle. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>N<\/b>ichts steht darin \u00fcber l\u00e4ngst f\u00e4llige Steuer-Erleichterungen der Filmbranche, \u00fcber den \u00fcberall, nur bei uns nicht praktizierten Schutz der nationalen Produktion, \u00fcber Anreize f\u00fcr Fremdkapital. Es ist wie in ganz Europa: Ohne staatlichen Schutz und verst\u00e4rktes Engagement der Multis darben die nationalen Kinematografien vor sich hin. Neue Konstellationen, aber auch neue \u00c4ngste: Dirigismus, Protektionismus, Monopolismus; mehr Kontrolle und Industrie, weniger kleine, unabh\u00e4ngige Einheiten. (S. 55)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>TV-Muffel<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>F<\/b>ilm und Fernsehen, die feindlichen Br\u00fcder. Phasen der Ann\u00e4herung und fruchtbarer Kooperation wechseln mit verbiesterter Feindseligkeit. Momentan stehen die Erfolgsbilanzen und vollmundigen Deklarationen deutscher Fernsehbarone in seltsamem Widerspruch zu einer starren, filmfeindlichen Politik deutscher Fernsehanstalten. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>K<\/b>nebelvertr\u00e4ge entm\u00fcndigen die Produzenten; die Koproduktionssummen sind ein Witz im europ\u00e4ischen Vergleich; deutsche und europ\u00e4ische Filme sieht man immer seltener und dann zu unpopul\u00e4r sp\u00e4ten Zeiten, immer mehr Hollywood und geistloser Kommerz dagegen zur Prime Time; die Filmberichterstattung wird immer seichter, vor allem bei den Privaten, und promotet immer ausschlie\u00dflicher das Hollywoodkino.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>A<\/b>m Wochenende und an Feiertagen findet man circa drei Filme auf jedem Kanal, bei den Privaten noch mehr. Die Filmschwemme wird auf runde 10.000 Ausstrahlungen im Jahr 1992 ansteigen. Der einzelne Titel ist nichts mehr wert in dieser Sintflut, macht den Zuschauer immer konsequenter zum TV-Muffel und treibt ihn ins Kino zur\u00fcck, wo Ereignischarakter, soziale Kommunikation, zus\u00e4tzliche Freizeitangebote und vor allem gr\u00f6\u00dfere Bilder und bessere Technik locken.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>S<\/b>eltsam kleinm\u00fctig reagierte die Filmbranche auf die angedrohte K\u00fcndigung des Film-Fernseh-Abkommens in der FFA. L\u00e4ppische 8,75 Millionen Mark zahlen die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten ins FFA-Budget (dazu kommen noch ca. sechs Millionen von den Privaten), weitere 23,25 Millionen geben sie f\u00fcr Koproduktionen in den gemeinsamen Topf). <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b>as sind Peanuts in der Relation zu den Leistungen nahezu aller anderen europ\u00e4ischen Fernsehstationen. In Frankreich z.B. flie\u00dfen weit \u00fcber 100 Millionen Mark vom Fernsehen in die staatliche Filmf\u00f6rderung. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>A<\/b>u\u00dferdem garantieren in allen EG-L\u00e4ndern gesetzliche Quoten den einheimischen und europ\u00e4ischen Produktionen feste Prozents\u00e4tze. Deutsche Rundfunkgesetze sprechen unverbindlich von \u201cwesentlichen\u201d oder \u201cangemessenen\u201d Anteilen, und ein Blick ins Programm zeigt, wie wenig diese Floskeln wert sind.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>V<\/b>ielleicht wird der offene EG-Markt ab (19) 93 hier als Korrektiv fungieren. Die Entwicklungen im westeurop\u00e4ischen TV-Markt sind verbl\u00fcffend antizyklisch und widersprechen allen Prognosen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><strong>E<\/strong>ben noch begehrtes und williges Terrain US-amerikanischer Exporteure mit erwarteten Steigerungsraten in Milliardenh\u00f6he, wird pl\u00f6tzlich die heimische Auftrags- und multilaterale Koproduktion (oft mit US-Beteiligung) (S. 56) immer attraktiver, entdeckt das europ\u00e4ische Publikum auch bei den Privaten die Lust an der Hausmannskost und den \u00dcberdru\u00df an der US-Meterware. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>E<\/b>in seltsamer Trend, kontr\u00e4r zum Verhalten des Kinopublikums. Das Privatfernsehen wird sich also der Linie des \u00f6ffentlich-rechtlichen anpassen, wird die US-Importe zu drosseln und mehr zu produzieren versuchen- Mainstream, versteht sich, Euro-Seifenopern und Global-Pudding. Umgekehrt fr\u00f6nen ARD und ZDF ihrem \u201cDrombusch\u201d-Syndrom, propagieren Unterhaltung <i>en gros<\/i><i><b>, <\/b><\/i>billige Mini-Serien, Bildschirmkrimis, Infotainment und Deutscht\u00fcmelndes.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>ie Gesamteinnahmen des westeurop\u00e4ischen Fernsehens aus Geb\u00fchren, Werbung und Programmverkauf betrugen 1991 &#8211; 24 Milliarden Dollar. Die prognostizierten Zahlen f\u00fcr 1992: Kosten f\u00fcr Eigenproduktionen 8,4 Milliarden Dollar, f\u00fcr Auftragsproduktionen drei Milliarden, f\u00fcr Kaufprogramme f\u00fcnf Milliarden Dollar. Einnahmen aus Geb\u00fchren neun Milliarden, aus Werbung 14,9 Milliarden (mit vermuteten Steigerungen bis zu 22 Milliarden Dollar im Jahr 2000). <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>em kleinen,unabh\u00e4ngigen Produzenten, dem ambitionierten Film, dem engagierten politisch-publizistischen Programm werden nur geringe Wachstumsraten in diesem lukrativen Markt einger\u00e4umt. Vielmehr prophezeit man \u201cdie \u00dcbermacht von wenigen weltweit operierenden, multinationalen, untereinander \u00fcber Produktionsverb\u00e4nde verwobenen Mediengro\u00dfunternehmen\u201d (MEDIA Perspektiven 12\/91). Das globale Dorf wird zum Billigparadies von den Gnaden weniger internationaler Medienmultis.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Denk ich an Br\u00fcssel in der Nacht&#8230;<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b> E<\/b>uropa, ein unruhiger Traum. Ohne die alten Schutzm\u00e4chte (USA und UdSSR), zerr\u00fcttet von Demokratieverdrossenheit und Neo-Konservatismus im Westen, vom Rekurs <b>(9*)<\/b> auf Fundamentalismus und Nationalismus im Osten, Versuchslabor f\u00fcr politische und noch mehr f\u00fcr \u00f6konomische Szenarios des 21. Jahrhunderts, Heilserwartungen f\u00fcr schwindende nationale Identit\u00e4ten und f\u00fcr unglaubw\u00fcrdig gewordene Intellektuelle: ein Kontinent im \u00dcbergang. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>I<\/b>m Osten die Stunde der Demagogen, der Mafiosi und Polit-Parvenus <b>(10*), <\/b>im Westen das Nahziel des gr\u00f6\u00dften, m\u00e4chtigsten, reichsten Binnenmarktes der Welt.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>St<\/b>att der Utopien und gro\u00dfen Entw\u00fcrfe \u00fcberwiegen die \u00c4ngste. Eurokratie, Eurozentrismus, Eurokolonialismus, Euro-Apathie, Euro-Nationalismus. Multinational, multikulturell &#8211; die Herrschaft der Multis. Die bevorstehenden freie Beweglichkeit von Waren, Kapital, Personal und (S. 57) Dienstleistungen ab Januar (19) 93 f\u00fcr 340 Millionen EG-B\u00fcrger befl\u00fcgeln Euro-M\u00fcdigkeit und Br\u00fcssel-Antipathien: Verdru\u00df \u00fcber den jeweils kleinsten Nenner bei allen sozialen, kulturellen und \u00f6kologischen Problemen, \u00fcber Tendenzen zu Vereinheitlichung, Konzentration und Souverenit\u00e4tsverlust, \u00fcber eine <strong>\u201cSelbstentmachtung der Politik zugunsten der Wirtschaft\u201d (Kursbuch).<\/strong><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>R<\/b>egionen r\u00fccken zusammen, signalisierten Widerstand im Verbund: Skandinavien &#8211; die romanischen L\u00e4nder-die Mittelmeer Anrainer-das alte Mitteleuropa-das ganze alte \u00d6sterreich-Ungarn (Eine Formierung der weit \u00fcber 100 Millionen Deutschsprachigen ist gl\u00fccklicherweise nicht in Sicht). <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>D<\/b>en gleichen Trend beobachtet man weltweit, Muskelspiele im globalen Supermarkt: zw\u00f6lf EG- und sieben EFTA-L\u00e4nder tun sich zum \u201cEurop\u00e4ischen Wirtschaftsraum\u201d zusammen (380 Millionen E), vier reiche Lateinamerikaner, unter Ausschlu\u00df der armen Anden-L\u00e4nder. antworten mit dem Konstrukt \u201dMercorsur\u201d, die islamische Welt formiert sich zu einem politisch-\u00f6konomischen Block, Japan sucht seine reichen Nachbarn im n\u00f6rdlichen Pazifik zu vereinen. Und alle betonen die wachsende Bedeutung des Welthandels mit Unterhaltungs-Elektronik und mit Software made in Hollywood, also TV, Film, Musik.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>S<\/b>eid umschlungen, Millionen. In Br\u00fcssel arbeiten etwa 5.000 Lobbyisten der europ\u00e4ischen Industrie in einem quasi-rechtsfreien Raum, mit ihrem fundamentalen Einflu\u00df auf die multilateralen Regelwerke. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>B<\/b>esonders die Landwirtschaft, die Pharma-, Auto- und Elektro-Branche. Ergebnis: 65 Prozent des gesamten EG-Etats flie\u00dfen in die Landwirtschaft,<strong> 0,00016 Prozent<\/strong> in die Kultur (die in K\u00fcrze in die R\u00f6mischen Vertr\u00e4ge aufgenommen werden soll). Wohlweislich ist die Audiovision davon ausgenommen, die l\u00e4\u00dft sich die Gemeinschaft j\u00e4hrlich 40 Millionen ECU kosten. Und satte 1,5 Milliarden Mark wurden Anfang April als Sondermittel f\u00fcr HDTV-Software in der Euro-Norm bewilligt. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>W<\/b>eil die europ\u00e4ischen Elektronik-Giganten Thomson und Philips bereits zuviel in diese neue Supertechnik ohne Markt investiert haben, um jetzt das Feld kampflos den besseren Systemen der Japaner und US-Amerikaner zu \u00fcberlassen? <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>W<\/b>eil die EG, allen Euro-Schmus zum Trotz, die Monopole, die Herrschaft der wenigen gro\u00dfen Kommunikationskonzerne will und nicht den unw\u00e4gbaren breiten Strom vieler kleiner unabh\u00e4ngiger Firmen? Zukunftsmusik aus den Sph\u00e4ren des bevorstehenden globalen Medien-Powerplays . . . (S. 58)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Das Euro-Debakel<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>P<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">rotektionismus und Dirigismus dieser Art, forciert von der Industrie, von den Regierungen und den Medienmultis, werden vielleicht auch dem darbenden europ\u00e4ischen Film ein befristetes \u00dcberleben garantieren. Denn seine Startbedingungen ins sch\u00f6ne, neue, gro\u00dfe, vereinte Europa sind desastr\u00f6s <\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(11*)<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>A<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">lle europ\u00e4ischen L\u00e4nder schmoren im eigenen Saft, schlagen sich mit vergleichbaren Problemen herum, kranken an den selben Syptomen: sinkende Besucherzahlen, wachsende Dominanz der US-Filme (in Mittel und Osteuropa bis zu 95 Prozent), kontinuierlich schrumpfende Marktanteile des heimischen Films, zunehmende Ferseh-Kofinanzierung, wachsender Subventionsbedarf der Filmbranche, eine Titelschwemme im Kino-, TV- und Kassettenmarkt.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">ie Summe vieler kleine, schwacher europ\u00e4ischer Kinemathographie wird kein starkes Euro-Kino geben. Die K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten, die individuellen Ausdrucksformen, die Vielfalt, der kulturelle, politische und soziale Habitus, das nachdr\u00e4ngende kreative Potential, das sind St\u00e4rken des europ\u00e4ischen Films; seine Nachteile sind die schlechten Drehb\u00fccher, die schwachen Produzenten, die mangelhaften \u00f6konomischen Strukturen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>N<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">icht die Filmkultur, sondern die Filmwirtschaft in Europa liegt darnieder, der Vertrieb stagniert, die Refinanzierung der Produktionskosten auf dem nationalen oder dem europ\u00e4ischen Markt ist kaum m\u00f6glich. Die verk\u00fcndete Einigkeit und Kooperation ersch\u00f6pft sich bisher in wenigen mangelhaften Ko-Produktionen- und Finanzierungen, in Aktivit\u00e4ten der viel zu b\u00fcrokratischen, zu nebul\u00f6sen MEDIA-Palette und in sehr viel bedrucktem Papier.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>E<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">in US-Film kostet im Durchschnitt 27 Millionen Dollar, seine Werbung 12 Millionen. 80 Prozent der EG-Filme dagegen kosten bis zu 4,5 Millionen Mark. Von ernsthafter Konkurrenz kann bei so unterschiedlicher Ausstattung keine Rede sein. Das Durchschnittsbudget eines franz\u00f6sischen Filmes liegt noch bei 7 Millionen Mark, eines italienischen bei 4,5 Millionen, eines deutschen bei 2,7 Millionen. Sowas reicht in Hollywood f\u00fcr die Portokasse. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>U<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">mgekehrt flie\u00dfen aber europ\u00e4ische Milliarden in US-Produktionen, von den gro\u00dfen Banken und ebenso von den international operierenden Medienkonzernen. wie die japanische Hardware-Industrie, die halb Hollywood aufgekauft hat, vertrauen die Europ\u00e4er den Major Companies mehr als den eigenen Produzenten, investieren lieber in die global konvertible US-Software. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">er deutsche Film hat in diesem Szenario besonders tr\u00fcber Auspizien <\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(12*)<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">. Die europ\u00e4ischen (S. 59) Nachbarn sch\u00fctzen ihre Produktion so gut es geht mit hohen staatlichen Zusch\u00fcssen, mit Steuererleichterungen, mit gro\u00dfz\u00fcgigen, von den Regierungen gest\u00fctzten Investitionsprogrammen der Banken. Nichts dergleichen bei uns, keinerlei \u00f6konomische Anreize f\u00fcr die Produktion, f\u00fcr Investitionen in diesem Sektor. Film ist nicht vertrauensw\u00fcrdig. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">eutsche Versicherungen und Kredit-Institute, Baugewerbe und Energiewirtschaft f\u00f6rdern z.B. immer mehr Kultur, kaum aber den Film (Heimat- und Brauchtumspflege 68 Prozent, Musik 62 Prozent, Kunst 59 Prozent, Denkmalpflege 41 Prozent, Darstellende Kunst und Literatur je 26 Prozent, Film und Fotographie 12 Prozent.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>B<\/b>ertelsmann, Kirch, Geissler, Scriba\/Deyhle u.a. transferieren viele hundert Millionen Dollar ins US-amerikanische Medienparadies und binden sich an transatlantische Joint Ventures ein, w\u00e4hrend andrerseits die neuen Definitionen des FFG demn\u00e4chst US-Produzenten einladen weredn (?) (vermutlich ist gemeint: werden?) sich deutscher Filmf\u00f6rderungsgelder zu bedienen. bis auf ein paar medienpolitische Konjunkturritter und die Gesundbeter unserer fabul\u00f6sen Filmf\u00f6rderung scheint niemand an den europ\u00e4ischen oder gar an den deutschen Film und seine Zukunft zu glauben.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Vorschl\u00e4ge<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>H<\/b>undert Jahre hat sich der deutsche Film nicht aus staatlicher Bevormundung befreien k\u00f6nnen, und nun braucht auch er den Staat. Eine absurde Situation. Ohne Hilfe von oben l\u00e4uft nichts mehr. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>W<\/b>enn die Politiker in Bonn nicht die Notbremse ziehen, die Gelder erheblich aufstocken, die divergierenden F\u00f6rderquellen kanalisieren, Quoten akzeptieren und einen versierten Filmvertreter nach Br\u00fcssel entsenden, wird Deutschland im vereinten Medieneuropa keine \u00dcberlebensaussichten haben. Entweder man findet den Film genauso wichtig wie andere Medien- und Kulturbereiche, oder man \u00fcberl\u00e4\u00dft ihn konsequent seiner Agonie <b>(13 *).<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b> A<\/b>uch ohne Steuer- Und Investitionsanreize, ohne Schutzbestimmungen, Kontingente und Limits f\u00fcr Bildschirm und Leinwand l\u00e4uft nichts mehr im deutschen Film. In ganz Europa gibt es unterschiedliche Kino- und Fernsehquoten, sehr legere (Benelux, Skandinavien) und ziemlich rigide (romanische L\u00e4nder). Die deutsche Praxis geht noch hinter der labbrigen Protektionismus-Empfehlungen der EG zur\u00fcck. Ein Bouquet<b> (14 *) <\/b>erster entsprechender Ma\u00dfnahmen, bei unseren Nachbarn abgeguckt, pr\u00e4sentieren die gro\u00dfen L\u00e4nderf\u00f6rderungen (Focus Germany) dem Bundesrat oder der Kultusministerkonferenz. (S. 60)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>E<\/b>ine radikale Entflechtung von Film und Fernsehen im Bereich Filmf\u00f6rderung ist \u00fcberf\u00e4llig, ebenso die Festlegung von Grenzwerten f\u00fcr die Ausstrahlung von deutschen, europ\u00e4ischen und US-Produktionen sowie f\u00fcr Spielfilm-Ausstrahlungen am Wochenende. Das Film-Fernseh-Abkommen wird durch eine feste Filmabgabe pro Ausstrahlung im \u00f6ffentlich-rechtlichen wie im privaten Fernsehen ersetzt. Die mittelst\u00e4ndischen und unabh\u00e4ngigen kleinen Produktionsfirmen bekommen ein Mindestquantum an Auftragsproduktionen zugesichert.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><strong>FFA<\/strong> und <strong>BMI<\/strong> installieren ein Unternehmens-F\u00f6rderungsmodell. Erwiesen professionelle Produktions- und Verleihfirmen bekommen ein Darlehen. z.B. 10 Millionen Mark f\u00fcr 5 Jahre, unbedingt r\u00fcckzahlbar, zinslos, nicht projektgebunden. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Z<\/b>iel ist eine sukzessive <b>(15*)<\/b> Kapitalisierung der Branche; Entscheidungen, Risikobereitschaft, Verantwortung und unternehmerische Libido werden aus den F\u00f6rderapparaten und Gremien an die tats\u00e4chlichen Praktiker zur\u00fcckgeleitet. Produzenten und Verleiher m\u00fcssen wieder lernen, sich f\u00fcr das Schicksal ihrer Produkte zu interessieren, m\u00fcssen die Lust am Gewinn wiederentdecken.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>E<\/b>in Filmbeauftragter der L\u00e4nder, der Kultusministerkonferenz unterstellt, vertritt den f\u00fchrungs- und heimatlosen deutschen Film nach innen und au\u00dfen und versucht, den Wildwuchs der Verb\u00e4nde, Institute, F\u00f6rderungen zu b\u00fcndeln, zu koordinieren und zu vernetzen, ohne gleich die heilige Kuh F\u00f6rderalismus oder Kulturhoheit zu schlachten. Die rechtliche Basis ist ein Staatsvertrag der L\u00e4nder.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b>arlehen, Zusch\u00fcsse, Preis, Pr\u00e4mien, Referenzmittel gehen k\u00fcnftig an die Regisseure, die dadurch nicht eine Zwangsehe mit ihren derzeitigen Produzenten eingehen, das Geld aber f\u00fcr den beantragten oder einen n\u00e4chsten Film verwenden m\u00fcssen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>D<\/b>a der Verwaltungsaufwand bei r\u00fcckflie\u00dfenden F\u00f6rderungsmitteln f\u00fcr Investitionen wie f\u00fcr den Antragsteller meist h\u00f6her ist als die zur\u00fcckgezahlte Summe, werden alle Darlehen in die deutsche Filmf\u00f6rderung k\u00fcnftig als Zusch\u00fcsse abgeschrieben.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>K<\/b>uratorium, BMI, Filmb\u00fcros und die kleinen L\u00e4nderfonds betreiben eine \u00fcberwiegend kulturelle, FFA und die f\u00fcnf gro\u00dfen L\u00e4ndert\u00f6pfe eine prim\u00e4r wirtschaftliche Filmf\u00f6rderung. Die kulturelle wird den Kultursubventionen der L\u00e4nder und Kommunen, die wirtschaftliche dem europ\u00e4ischen Standard angeglichen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>M<\/b>ehr Kreative werden in die eher kulturell, mehr Banker, \u00d6konomen und Produktionsprofis in die wirtschaftlich orientierten Gremien berufen. Alle F\u00f6rderinstitutionen legen ihrer Arbeit Kriterien zugrunde, die sie einem von den deutschen Produzenten entwickelten Standard-Reader \u00fcber die \u00fcblichen Produktions-, Gesch\u00e4fts- und Markt-Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten entnehmen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>J<\/b>e ein Abgeordneter des \u201calten\u201d und des \u201cneuen\u201d Produzentenverbandes, des Verleiherverbandes, der gro\u00dfen Studios, des Fernsehens, dazu zwei Regisseure\/innen, ein Finanzierungs-Spezialist und ein Kenner der europ\u00e4ischen Medienszene, nicht mehr als zehn Leute, br\u00fcten die notwendigen Reformen, Initiativen, neuen Strukturen, Kriterien und Instrumentarien aus, die dem deutschen Film wieder auf die Beine helfen k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"> <b>E<\/b>in Konvent der pragmatischen Weisen und energischen Schw\u00e4rmer. Weil die Gremien und F\u00f6rderfunktion\u00e4re \u00fcberwiegend reaktiv statt initiativ agieren, d.h. sich zu Antr\u00e4gen verhalten m\u00fcssen, k\u00f6nnen sie diese Arbeit nicht leisten; weil sie der Branche Geld verschaffen, ihr aber als Au\u00dfenstehende und Laien nicht hhereinreden sollen, ist dies auch nicht ihre Aufgabe. Sie haben vielmehr gut gearbeitet, wenn sie sich eine Tages \u00fcberfl\u00fcssig gemacht haben.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><strong>A<\/strong>lle Filmf\u00f6rderungsfunktion\u00e4re verzichten f\u00fcr ein Versuchsjahr auf ihre Gesch\u00e4ftsreise zu den Filmfestivals. Von dem gesparten Geld k\u00f6nnen deutsche Regisseure auf Antrag die Festivals in Cannes, Berlin, Venedig oder in den USA besuchen. (TIP 12\/92)\u201d.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Wolf Donner (Dezember 1992)<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>\u00a9 Christa Donner &amp; Jeanine Meerapfel (2014)<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Diese Worte kannte ich nicht<\/b> (beim Abschreiben des Textes) und habe sie deshalb im Duden Fremdw\u00f6rterbuch (5. Auflage 1990) nachgesehen. (Jens Meyer)<br \/><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Vielleicht gehts ja jemand so \u00e4hnlich, dann hilft es vielleicht.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(1*) Sensorium = <\/b>Bewu\u00dftsein, Gesp\u00fcr<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(2*) affirmativ <\/b>= bejahend, best\u00e4tigend<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong><span style=\"color: #000000;\">(3*) Schim\u00e4re <\/span><\/strong><span style=\"color: #000000;\">= Ungeheuer<\/span><span style=\"color: #000000;\">, Trugbild<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(4*) Furor<\/b> = Wut, Raserei<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(5*) Parcours<\/b> = Hindernisbahn f\u00fcr Jagdspringen<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">(6*) Apparatschik <\/span><\/b><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">= (abwertend) Funktion\u00e4r in der Verwaltung u. im Parteiapparat (von Ostblockstaaten), der von h\u00f6herer Stelle ergangene Weisungen u. Anordnungen durchzusetzen versucht.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(7*) Kamarilla <\/b>=<b> <\/b>(K\u00e4mmerchen), Hofpartei oder Clique, in unmittelbarer Umgebung eines Herrschers, die auf diesen einen unkontrollierbaren Einflu\u00df aus\u00fcbt.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(8*) grassieren <\/b>= um sich greifen, w\u00fcten, sich ausbreiten (z.B. von Seuchen)<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(9*) Rekurs<\/b> = R\u00fcckgriff auf etwas., Bezugnahme, Einspruch, Beschwerde<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(10*) Parvenus <\/b>= Empork\u00f6mmling, Neureich<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(11<span style=\"color: #000000;\">*)<\/span> desastr\u00f6s <\/b>= gibts nicht im Duden Fremdw\u00f6rterbuch der 5. Auflage. Gibt nur <b>Desaster <\/b>= (Unstern), Mi\u00dfgeschick, Unheil, Zusammenbruch\u201d- und beim Kluge (Etymologisches W\u00f6rterbuch): \u201cSo bezeichnet nach der Vorstellung, da\u00df bestimmte Gestirnkonstellationen f\u00fcr das Schicksal des Menschen verantwortlich sind.\u201d<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(12*) Auspizium =<\/b> Vogelschau, unter jmds. Auspizien unter jmds. Schutz, Leitung.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(13*) Agonie <\/b>= Gesamtheit der vor dem Eintritt des klinischen Todes auftretenden typischen Erscheinungen, Todeskampf.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(14*) Bouquet <\/b>= Bukett, Blumenstrauss, Duft und Geschmacksstoffe (sog. Blume) des Weines od. Weinbrands<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>(15*) sukzessive <\/b>= allm\u00e4hlich eintretend, nach und nach.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Wolf Donner starb am 6. September 1994. <\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><b>Er wurde 55 Jahre alt.<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Aus einem Nachruf f\u00fcr Wolf Donner von Andreas Kilb in \u201cDie Zeit\u201d vom 16. September 1994:<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201cFilmkritiker sind unsympathische Menschen. Unabl\u00e4ssig n\u00f6rgeln sie an dem herum, was zugleich der einzige Grund ihres Daseins ist, am Kino, das sie ausbr\u00fctet und ern\u00e4hrt. Es gibt keinen Gl\u00fccksmoment, keinen Augenblick der R\u00fchrung und des Verstehens, den sie nicht zerreden, keinen originellen Einfall, den sie nicht bekritteln m\u00fcssen. Wenn sie \u00e4lter werden und merken, da\u00df das Kino nicht mit ihnen altern will, lassen sie ihre Entt\u00e4uschung an den jungen Filmen und den j\u00fcngeren Kritikern aus. Sie versteinern und vergreisen, die Liebhaberei ihrer Anf\u00e4nge verkehrt sich in Ha\u00df auf das Publikum, die Filme, sich selbst. An der Kathedrale des Kinos sind sie die Wasserspeier, die Chim\u00e4ren, die den Gl\u00e4ubigen Furcht und Schrecken einjagen, wenn sie zur Messe gehen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wolf Donner war keiner von ihnen. An vielen der Nachrufe, die in den Tagen seit seinem Tod erschienen sind, kann man ablesen, da\u00df \u201edie Szene\u201c, jedenfalls ihr \u00e4lterer Teil, ihn nicht mochte, da\u00df sie ihn nicht zu den Ihren z\u00e4hlte, zu jenen Kollegen, mit denen man sich beizeiten verbr\u00fcdert und vers\u00f6hnt. Dabei war er ohne Zweifel der wichtigste Kinojournalist in Deutschland, der einzige, der die Filme und ihre Regisseure ebenso gut kannte wie die Firmen, die Gremien, die Mechanismen und Gesetze, die hinter ihnen stehen. Fast alles, was wir \u00fcber die deutsche Filmpolitik, die Strukturen der europ\u00e4ischen Filmf\u00f6rderung, den Machtkampf der internationalen Medienkonzerne und den Streit um das Gatt-Abkommen wissen, haben wir von ihm gelernt . . . \u201d (Aus einem Nachruf von Andreas Kilb in Die Zeit vom 16. September 1994)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>Wer auf der Internet Seite der Zeit (www.Zeit.de) in die Suchmaske eingibt:<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>\u201cSubventionen f\u00fcr Ramschl\u00e4den\u201d<\/strong> und den Zeitraum vom<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b>31.12.1974- 31.12.1975<\/b> der findet die 88 Zeilen von Wolf Donner, die zu einem Proze\u00df vor dem hamburger \u201cHanseatischen Oberlandesgericht\u201d (zweite Instanz) f\u00fchrten, der erst am <b>6. Mai 1982<\/b> mit einem Urteil endete. Auf 23 Seiten wird begr\u00fcndet, warum man in Zukunft f\u00fcr die Kinos des Heinz Riech von Schuhkartons, Ramschl\u00e4den, Pornoschuppen, H\u00f6hlen und Schl\u00e4uchen schreiben darf, wenn man die Ufa Kinos beschreibt. Wer den Artikel von Wolf Donner liest, findet heraus. da\u00df Donner weniger Heinz Riech mit seinen UFA Kinos, als vielmehr die Filmf\u00f6rderungsanstalt in Berlin mit ihrer Subventionspolitik (Geld f\u00fcr die UFA- Kein Geld f\u00fcr die Kinos der AG Kino) gemeint hatte.<a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/abatonca1987.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4250\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/abatonca1987.jpg\" alt=\"abatonca1987\" width=\"723\" height=\"479\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/abatonca1987.jpg 723w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/abatonca1987-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/By-nc-sa_color1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4411 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/By-nc-sa_color1.png\" alt=\"By-nc-sa_color\" width=\"184\" height=\"124\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/By-nc-sa_color1.png 720w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/By-nc-sa_color1-300x202.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 85vw, 184px\" \/><\/a>Fotos Jens Meyer<a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Tieresehendichan3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6877 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Tieresehendichan3-1024x780.jpg\" alt=\"Tieresehendichan3\" width=\"127\" height=\"97\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"773\" height=\"442\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Filmb\u00fchneSteinplatzBerlin.jpg\" alt=\"Filmb\u00fchne am Steinplatz\" class=\"wp-image-10645\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Filmb\u00fchneSteinplatzBerlin.jpg 773w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Filmb\u00fchneSteinplatzBerlin-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Filmb\u00fchneSteinplatzBerlin-768x439.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption>Filmb\u00fchne am Steinplatz\n<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"686\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/003nochneu-1024x686.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5444\"\/><figcaption>Berlinale<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"686\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/015neu-1024x686.jpg\" alt=\"Berlinale\" class=\"wp-image-5411\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"780\" height=\"523\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Zoopalastneueklein.jpg\" alt=\"Berlinale\" class=\"wp-image-10656\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Zoopalastneueklein.jpg 780w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Zoopalastneueklein-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Zoopalastneueklein-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, 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width=\"700\" height=\"465\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Naunynstrasseklein1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10658\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Naunynstrasseklein1.jpg 700w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Naunynstrasseklein1-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption>Naunynstrasse SO 36 (Kreuzberg)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/P1050676Zitronenklein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7998\" width=\"262\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/P1050676Zitronenklein.jpg 500w, 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Zuerst ver\u00f6ffentlicht im Tip (Berlin) im Dezember 1992. Anschlie\u00dfend abgedruckt im dem Buch: Wolf Donner: Gegenkurs, Ausgew\u00e4hlte Kinotexte von 1983 &#8211; 1992 Verlag Klaus Stemmler Berlin. Das Buch gibt es &hellip; <a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=284\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eWolf Donner. 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