{"id":355,"date":"2014-06-07T11:42:37","date_gmt":"2014-06-07T11:42:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=355"},"modified":"2025-10-23T12:17:24","modified_gmt":"2025-10-23T12:17:24","slug":"devotion-ein-nicht-veroeffentlicher-leserbrief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=355","title":{"rendered":"Devotion II Gedanken in der Sommerhitze  zum Heinze Prinzip"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\">Ein Text vom 10.8.2010 an die Zeitschrift Filmecho, der nicht ver\u00f6ffentlicht wurde. <span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Nur ein paar Gedanken in der Sommerhitze zum Thema: Devotion (II)<\/span>. <span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Am Anfang war es nur Unbehagen. <!--more-->Devotion = 1) Andacht 2) Unterw\u00fcrfigkeit (Duden Fremdw\u00f6rterbuch 2001) devot = unterw\u00fcrfig, ein \u00fcbertriebenes Ma\u00df an Ergebenheit zeigend. 2) (veraltet) dem\u00fctig. Da kommt das Unbehagen bei der Betrachtung der Brosch\u00fcre 30 Jahre Filmf\u00f6rderung Hamburg. Weiteres Unbehagen bei der Betrachtung der Beilage (Supplement genannt) des Filmecho\/Filmwoche: 30 Jahre Hamburger Filmf\u00f6rderung.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Neues-von-Stinki-Mueller.pdf\">PDF Neues von Stinki Mueller<\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_0729.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-830\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_0729.jpg\" alt=\"IMG_0729\" width=\"4000\" height=\"3000\" \/><\/a>Auf zw\u00f6lf Druckseiten f\u00fcnf Fotos von Eva Hubert unterbringen, das erinnert an Doris Heinze, die heimliche NDR K\u00f6nigin von damals. Das \u201cHeinze Prinzip\u201c hat Geschichte und ist leider nicht nur Geschichte. Aber unverarbeitete Geschichte. Geschichte, deren Aufarbeitung dringend notwendig w\u00e4re. Nur, wer weckt den Bedarf? Man weiss eigentlich nicht, was nun peinlicher ist. Die &#8222;Unterwerfungserkl\u00e4rungen&#8220;, die vermutlich nicht einmal gefordert sind und die dennoch geleistet werden, oder die \u201cLobhudelei\u201c, wie man so was fr\u00fcher nannte. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Die Maler der F\u00fcrsten und K\u00f6nige wussten, das eine Hand, die einen f\u00fcttert, nicht gebissen werden will. Und dennoch hat Francisco Goya, sie so gemalt, so h\u00e4sslich, wie sie vielleicht gar nicht aussahen. Das wissen wir heute nicht mehr. Im Zeitalter der Telefon Fotografie kommt es darauf offensichtlich nicht mehr an. Man k\u00f6nnte auch sagen, nicht mal das machen sie.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Bei n\u00e4herem Hinsehen stellt sich heraus, das sind gar keine 30 Jahre sondern nur 13 Jahre, die das Eigenlob erfahren. Wenn man richtig z\u00e4hlt. N\u00e4mlich die Zeit, seit die Filmf\u00f6rderung so ist, wie sie heute gefeiert werden soll. Manche sagen: kein Grund zum Feiern: Hier werden die gef\u00fcttert, die eine F\u00fctterung eigentlich nicht n\u00f6tig haben, weil andere Abgabent\u00f6pfe f\u00fcr sie bereit stehen, f\u00fcr die die Filmf\u00f6rderung 1979 auch nicht erk\u00e4mpft wurde. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\"><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_3013.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1170 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_3013-1024x681.jpg\" alt=\"IMG_3013\" width=\"287\" height=\"191\" \/><\/a>Denn es war ein Kampf, das machen die heutigen Brosch\u00fcren vielleicht vergessen, doch nicht alle sind so vergesslich, wie die, die heute das Futter (die Steuergelder) verteilen und jene, die weiter mit Futter bedacht werden wollen und dabei denken, (und das ist das eigentlich schreckliche an dieser &#8222;Unterwerfungskultur&#8220;, ein anderes Wort gibt es daf\u00fcr nicht), dass ein solches Wohlverhalten zu einer Film F\u00f6rderung aus Steuergeldern f\u00fchren soll.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Helmut F\u00e4rber hat bereits 1970 einen Satz in der Zeitschrift Filmkritik geschrieben, der leider hier rein passt: \u201cEs ist immer aufschlussreich, wenn Leute sich in einem liberalen Land verhalten, als w\u00e4re hier eine Diktatur.\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Und um bei dem \u201cHeinze Prinzip\u201c zu bleiben. Das gilt auch f\u00fcr die K\u00f6nigInnen der Filmf\u00f6rderung. Einziges Indiz (Man bei\u00dft nicht in die Hand, die einen f\u00fcttert) in den beiden Brosch\u00fcren: Kritische Randbemerkungen gibt es keine. Und das ist in einem solchen Gewerbe schon merkw\u00fcrdig. Kino lebt ja geradezu von Konflikten. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Nur die geben die Spannung. Spannungsfreie Publikationen gelten zu Recht als langweilig. Die hauseigene Zeitung (erscheint 4 mal im Jahr) der Filmf\u00f6rderung Hamburg ist eine solche &#8222;spannungsfreie&#8220; Zeitung. Vier mal im Jahr gibt sie kund, welche kalte Platten von der Filmf\u00f6rderung Hamburg in welchen L\u00e4ndern angeboten wurde und wie viele Personen der Geldverteilung und -verwaltung, in welchen welchen L\u00e4ndern unterwegs waren.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">\u00dcber Film Inhalte wird kaum geschrieben.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Die Reihe der Lober ist unterbrochen von jenen Personen, die auf Filmf\u00f6rderung Hamburger Art scheints nicht mehr angewiesen sind. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Dennoch d\u00fcrfen ihre Namen nicht fehlen. Schm\u00fcckt sie doch jene, die die F\u00f6rderung vergeben. Und da da offensichtlich was dran ist, dass man nicht die Hand beisst, die einen f\u00fcttert, ist auch dieses Machwerk nicht mit dem jenes Menschen gezeichnet, der dieses in Buchstaben gebracht hat. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">10.8.2010 und der sich deshalb<\/span> <strong><span style=\"font-family: DejaVu Serif Condensed,serif;\">Das leuchtende Auge nennt (2)<br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/By-nc-sa_color1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4411 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/By-nc-sa_color1.png\" alt=\"By-nc-sa_color\" width=\"218\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/By-nc-sa_color1.png 720w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/By-nc-sa_color1-300x202.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 218px) 85vw, 218px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/milpferd_einauge1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4354 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/milpferd_einauge1-1024x686.jpg\" alt=\"milpferd_einauge1\" width=\"224\" height=\"150\" \/><\/a> Foto Jens Meyer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Text vom 10.8.2010 an die Zeitschrift Filmecho, der nicht ver\u00f6ffentlicht wurde. 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