{"id":65,"date":"2014-05-09T14:37:00","date_gmt":"2014-05-09T14:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=65"},"modified":"2022-08-06T13:12:19","modified_gmt":"2022-08-06T13:12:19","slug":"global-player-wo-wir-sind-isch-vorne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=65","title":{"rendered":"Global Player: Wo wir sind isch vorne"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Tieresehendichan3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6877 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Tieresehendichan3-1024x780.jpg\" alt=\"Tieresehendichan3\" width=\"118\" height=\"90\" \/><\/a><strong>Global Player, wo wir sind isch vorne.<\/strong> Wer die Geschichte liest, ist vermutlich wie ich, begeistert oder doch zumindest neugierig. Eine Filmkritik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/PDF-Wo-wir-sind-ist-vorne.pdf\">PDF Wo wir sind ist vorne<\/a><\/p>\n<p>Leider ist es so, wie Wolfgang Neuss einmal gesagt hat: &#8222;Das Leben ist zu kurz, um sich deutsche Filme anzusehen&#8220;. Das sind tolle Bilder, die einem da pr\u00e4sentiert werden. Lange habe ich nicht mehr so was Atemberaubendes gesehen. Aber was die Leute so reden, ist reines Papier. Ich war an unsere Filme aus den 70iger Jahren erinnert, mit denen wir die Welt ver\u00e4ndern oder doch zumindest erziehen wollten. Das reine Kasperle Theater wird uns vorgef\u00fchrt, ohne Witz und Verstand, genau ins Schema passend, wie der kleine Moritz sich die Welt vorstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Unternehmersohn f\u00e4hrt minutenlang mit seinem gelben Porsche durch die Landschaft, wunderbar fotografiert und wir wissen schon, wie die Lage wirklich ist, was als n\u00e4chstes kommt und wie das vermutlich alles enden wird. Sogar die Arbeiter in der Fabrik haben ihren Auftritt, wie wir uns das so denken, der Unternehmer in Tenniskleidung und mit entsprechendem Schl\u00e4ger, h\u00e4lt den Vortrag von dem Boot, in dem wir angeblich alle sitzen sollen, der B\u00e4nker ist b\u00f6se und mittelstandsfeindlich und gibt nur Geld an die, die keines brauchen, weil sie selbst genug davon haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst nach dreissig Minuten gelingt es Hannes St\u00f6hr, eine \u00fcberraschende Szene in seinem Film unterzubringen, die Szene, in dem der Vater des Unternehmersohnes den B\u00e4nker fertig macht. Die gesamte Sequenz sieht in dem Film aus wie ein Fremdk\u00f6rper. Was mir selten im Kino passiert, da\u00df ich mal dringend zum Pinkeln mu\u00df, hier passiert es mir gleich zwei Mal. Vor mir sitzt der freie Mitarbeiter vom Hamburger Abendblatt, das es ja nun bald auch nicht mehr geben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Verschwinden dieser Zeitung, wird, wie das Verschwinden dieses Filmes von Hannes St\u00f6hr niemand bemerken. Das mit der Toilette passiert auch dem Abendblatt Mann. Bei seiner R\u00fcckkehr von der Toilette denke ich, es g\u00e4be nichts \u00fcberraschendes, was in der Zwischenzeit seines Wegbleibens passiert w\u00e4re, was ich ihm berichten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Schlimmste, was diesem Film passieren konnte, ist diesem Film schon zu Beginn des Filmes passiert. Der Mitarbeiter der Hamburger Morgenpost, der nur mit geringen Schreibtalent ausger\u00fcstet ist, hat die Besprechung dieses Filmes f\u00fcr die Morgenpost \u00fcbernommen. Nach einer Stunde, tue ich etwas, was ich sonst nie tue, ehrlich. Ich verlasse das Kino. Das Ende des Filmes kann mich mit Sicherheit nicht \u00fcberraschen und kann (falls doch) vermutlich auch dem Presseheft entnommen werden.<br \/>\nKinostart am Tag der deutschen Einheit 3. Oktober 2013<br \/>\n<strong>Jens Meyer, 2014<a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/milpferd_einauge.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-16\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/milpferd_einauge.jpg\" alt=\"milpferd_einauge\" width=\"132\" height=\"88\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Global Player, wo wir sind isch vorne. Wer die Geschichte liest, ist vermutlich wie ich, begeistert oder doch zumindest neugierig. Eine Filmkritik. PDF Wo wir sind ist vorne Leider ist es so, wie Wolfgang Neuss einmal gesagt hat: &#8222;Das Leben ist zu kurz, um sich deutsche Filme anzusehen&#8220;. 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