{"id":9364,"date":"2019-08-11T21:37:19","date_gmt":"2019-08-11T21:37:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=9364"},"modified":"2022-07-04T10:28:03","modified_gmt":"2022-07-04T10:28:03","slug":"wilfried-weinke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=9364","title":{"rendered":"Wilfried Weinke \u00fcber B\u00fccher"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">(erscheint in k\u00fcrzerer Fassung im Herbst 2019 im Jahrbuch &#8222;exilforschung&#8220;) <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Wilfried Weinke<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Im Turnus von drei Jahren feiert sich die Medienstadt Hamburg auch als Stadt der Fotografie. Seit 1999 findet in der Hansestadt die \u201eTriennale der Photographie\u201c statt, ein Festival unter Beteiligung der lokalen Museen, diverser Galerien und Veranstalter, ein sich \u00fcber Wochen erstreckendes Ereignis, das mittlerweile internationale Beachtung gefunden hat. <\/span><\/span><!--more--><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Allein 2018 interessierten sich mehr als 200.000 Besucher f\u00fcr die angebotenen Veranstaltungen. Eine der zentrale Ausstellungen des letzten Jahres wurde in den Deichtorhallen unter dem Titel <i>Street. Life. Photography. <\/i>gezeigt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Sowohl die von Sabine Schnakenberg kuratierte als auch der von ihr herausgegebene Katalog widmeten sich der Stra\u00dfenfotografie. In sieben Kapiteln: \u201eStreet Life\u201c, \u201eCrashes\u201c, \u201ePublic Transfer\u201c, \u201eLines and Signs\u201c, \u201eUrban Space\u201c \u201eAnonymity\u201c und \u201eAlienation\u201c wurden Klassiker wie Harry Callahan, Robert Frank, Lee Friedl\u00e4nder, William Klein, Lisette Model und Martin Parr mit j\u00fcngeren Vertretern der \u201estreetphotography\u201c zusammengef\u00fchrt, allesamt der Frage nachgehend, wie Menschen, Individuen wie (Passanten-) Gruppen den \u00f6ffentlichen Raum, die Stra\u00dfe bestimmen und erleben. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">So niveauvoll wie beindruckend einzelne Fotoarbeiten aufscheinen, stellt sich angesichts des marktschreierischen Kaleidoskops von \u00fcber 300 Fotografien von mehr als 50 Fotografen\/-innen vor allem ein Gef\u00fchl der Un\u00fcbersichtlichkeit ein. Der Eindruck einer beliebigen Mischung von Schnappsch\u00fcssen oder Photoshop-bearbeiteter Reportagen wird auch nicht durch das deutsch\/englische, reich illustrierte Katalogbuch beseitigt, dessen Einleitungstexte sich in Zitat ges\u00e4ttigter Geschw\u00e4tzigkeit ergehen, viel erz\u00e4hlen, ohne zu erkl\u00e4ren. Auch wenn die lokale Presse die Schau zu einem ph\u00e4nomenalen H\u00f6hepunkt der Triennale erhob, wiegt schwerer, dass dieses Foto-Festival, vor allem aber die beteiligten staatlichen Institutionen, erneut die Besch\u00e4ftigung mit der Hamburger Fotogeschichte ausspart und engagierten (Kunst-) Historikern \u00fcberl\u00e4sst.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Zu ihnen z\u00e4hlt der in Hamburg lebende Kunsthistoriker Roland Jaeger. Seit seiner Dissertation <i>Block &amp; Hochfeld. Die Architekten des Deutschlandhauses. Bauten und Projekte in Hamburg 1921-1938. Exil in Los Angeles<\/i> (1996) besch\u00e4ftigte er sich immer wieder mit dem Architekten Fritz Block (1889-1955). Block war nicht nur ein interessanter Vertreter des Neuen Bauens, sondern als umtriebiger Fotograf dem Stil der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens verbunden. Parallel zu einer in der Handelskammer Hamburg gezeigten Pr\u00e4sentation von Originalabz\u00fcgen, Farbvergr\u00f6\u00dferungen und Druckbelegen aus der Schaffenszeit von Fritz Block erschien 2018 die volumin\u00f6se Monografie zu dem fotografierenden Architekten. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Block hatte nicht nur die Bauausf\u00fchrung und den -fortschritt, den Stahlskelettbau wie die Fassaden des von seinem Partner und ihm entworfenen Deutschlandhauses, einem Geb\u00e4udekomplexes mit B\u00fcros, Restaurants und dem damals gr\u00f6\u00dftem Kinosaal Europas, dem \u201eUfa-Palast\u201c, fotografisch dokumentiert. Von ihm damals erstellte Bildstrecken erschienen in der illustrierten Presse und in Fachzeitschriften wie <i>Die Form<\/i> und <i>Bauwelt<\/i>. Breiten Raum in Jaegers reich illustrierter Darstellung nimmt Blocks Stadt- und Reisefotografie ein, die ihn schon vor 1933 nach Paris, Marseille, an die C\u00f4te d\u2019Azur, nach Algerien und Tunesien f\u00fchrten. Rund 4.000 Aufnahmen entstanden allein w\u00e4hrend einer mehrw\u00f6chigen Reise durch die USA. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Block nahm nicht nur markante architektonische Besonderheiten amerikanischer Metropolen in den Fokus. Die von ihm benutzen Leica-Kameras erm\u00f6glichten ihm zugleich unmittelbare wie humorvolle Aufnahmen von Alltags- und Stra\u00dfenszenen, von Passanten und Kindern. Zahlreiche Fotografien erschienen auf Titeln und in doppelseitigen Reportagen des <i>Hamburger Anzeigers<\/i>, aber auch in Jahrb\u00fcchern zur Fotografie. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Mit der Gleichschaltung der Presse nach 1933 endete f\u00fcr Block jede M\u00f6glichkeit, seine Fotografien zu ver\u00f6ffentlichen. Im Herbst 1933 erfolgte zudem der Ausschluss aus dem Bund Deutscher Architekten. Eine im Fr\u00fchsommer 1938 unternommene Weltreise diente zur Vorbereitung der Emigration. Kurz nach der Pogromnacht gelang dem Ehepaar Block die Flucht in die USA. Dort wandte sich Block der Farbfotografie zu; fortan bezeichnete er sich als \u201ecolor photographer\u201c. Unterst\u00fctzt von seiner Frau versandte die \u201eDr. Block Color Productions\u201c bis 1954 seine Farbdia-Serien zu Architektur, Kunst, Design und Technik. Eine insbesondere im Bereich der Exilfotografie einmalige Leistung! <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Grundlage f\u00fcr Jaegers aufwendig layoutete Monografie bildet der Nachlass des Fotografen, der sich sowohl im Besitz der University of California in Santa Barbara sowie im Familienbesitz befindet. Bleibt zu hoffen, dass die auch in englischer Fassung ver\u00f6ffentlichte komplexe wie vorbildliche Dokumentation von Leben und Werk Fritz Blocks trotz des hohen Preises zur bleibenden Erinnerung an den aus Deutschland vertriebenen Fotografen beitr\u00e4gt. Dem Autor geb\u00fchrt f\u00fcr seine umfassenden Recherchen und sein kontinuierliches Engagement Respekt!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie Fritz Block war auch der in Dresden geborene Fred Stein (1909-1967) kein gelernter Fotograf. Durch das \u201eGesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtengesetz\u201c nahm das Nazi-Regime dem jungen Juristen die M\u00f6glichkeit, seine Dissertation wie das zweites Staatsexamen abzuschlie\u00dfen. Als Jude und Sozialist floh er gemeinsam mit seiner Frau im Herbst 1933 nach Paris. Wie Block gelangte er auf autodidaktischem Weg ins fotografische Handwerk. Wie er es selbst sagte: \u201eDresden vertrieb mich, so wurde ich Fotograf.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Nach einer gro\u00dfen Pr\u00e4sentation der Fotoarbeiten Fred Steins im J\u00fcdischen Museum Berlin vor sechs Jahren kehrte sein Werk posthum nach Dresden zur\u00fcck. Das dortige Stadtmuseum w\u00fcrdigte ihn von April bis Oktober 2018 in einer gro\u00dfen Retrospektive. Schon in Paris, Zufluchtsort deutscher und \u00f6sterreichischer Emigranten, hatte Stein Portr\u00e4ts von Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Alfred Kantorowicz, Arthur Koestler, Klaus Mann und Willi M\u00fcnzenberg erstellt. F\u00fcr Willy Brandt, mit dem Stein freundschaftlich verbunden war, war er r\u00fcckblickend \u201esehr avantgardistisch, ein brillanter Fotograf, &#8230; ein echter Vision\u00e4r, wie die Auswahl der Menschen und Motive, die er fotografierte, eindeutig beweist.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Doch Stein schuf nicht nur beachtliche Portr\u00e4ts; seine Motive fand er &#8211; zuerst in Paris, sp\u00e4ter in New York &#8211; in den Stra\u00dfen dieser Metropolen. Dank seiner Warmherzigkeit, Zugewandtheit und Vertrauensw\u00fcrdigkeit gelangen ihm wunderbare Fotos von Stra\u00dfenarbeitern, Verk\u00e4ufern und Musikanten, Passanten, vor allem aber von Kindern. Lange bevor sich der Begriff \u201estreet photography\u201c etablierte, schuf Fred Stein dank seiner Sensibilit\u00e4t gelungene Momentaufnahmen und Milieustudien.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Nach Internierung in Frankreich und Flucht aus dem Lager flohen die Eheleute Stein gemeinsam mit ihrer Tochter 1941 in die USA. Auch dort erkundete und dokumentierte er mit der Kamera seine neue Heimat; seine Fotografien fanden ihren gedruckten Niederschlag in seinen New York abbildenden Fotokalendern, vor allem in seinem schon 1947 ver\u00f6ffentlichen Buch <i>Fifth Avenue<\/i>. Erst eine k\u00f6rperliche Einschr\u00e4nkung f\u00fchrte dazu, dass er sich wieder auf die Portr\u00e4tfotografie konzentrierte. Kein Manko, denn dank seiner Vorbereitung und Gespr\u00e4chsf\u00fchrung entstanden brillante Portr\u00e4ts von Martin Buber, Marlene Dietrich, Erwin Panofsky, Arnold Sch\u00f6nberg, Josef von Sternberg u.v.a. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Die von ihm ebenfalls portr\u00e4tierte Hannah Arendt schrieb ihm 1964, er sei \u201eeiner der besten zeitgen\u00f6ssischen Portraitfotografen\u201c. Ihr Portr\u00e4t als auch ein ebenso gelungenes Portr\u00e4t von Albert Einstein nutzte die Deutsche Post 2005 und 2006 als Motive bundesdeutscher Briefmarken. All dies, die Stra\u00dfenfotografie wie die Portr\u00e4ts, beinhaltet das die Ausstellung begleitende Katalogbuch. Die vorz\u00fcglich gedruckten Schwarz-Wei\u00df-Fotografien bestechen nicht nur durch ihre handwerkliche Qualit\u00e4t; sie \u00fcberzeugen durch die von Humanit\u00e4t gepr\u00e4gte Sichtweise des Fotografen, der auch den unbekannten Portr\u00e4tierten mit gleicher W\u00fcrde und Respekt begegnete wie den zahlreichen Prominenten. Eine unbedingt empfehlenswerte deutsch-englische Ver\u00f6ffentlichung mit einer ansprechend illustrierten Biografie des Fotografen, einer mehrseitigen Lebensskizze der Frau an seiner Seite, einem pers\u00f6nlichen Blick des 74j\u00e4hrigen Sohnes Peter auf seinen Vater sowie dem lesenswerten Aufsatz \u201eFred Stein im Spiegel von Emigrationserfahrung und politischer \u00dcberzeugung\u201c von Theresia Ziehe, die die Ausstellung im J\u00fcdischen Museum in Berlin kuratierte. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ein besonderes Kapitel in Fred Steins fotografischem Schaffen nimmt das im Fr\u00fchjahr 2019 erschienene Buch \u201eKinder &#8211; Children\u201c in den Blick. Es widmet sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig seinen Fotografien von Fl\u00fcchtlingskindern des Spanischen B\u00fcrgerkriegs in Frankreich.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Noch vor der milit\u00e4rischen Niederlage der republikanischen Streitkr\u00e4fte, als durch die \u201eretirada\u201c, den Massenexodus mehr als eine halbe Million Menschen aus Spanien nach Frankreich floh, waren zwischen 1936 und 1939 auch ca. 35.000 spanische Kinder nach Frankreich geschickt und dort in mehr als 150 Lagern untergebracht worden. Um die spanische Regierung in ihrem Bem\u00fchen zu unterst\u00fctzen und die Betreuung der Kinder zu sichern, fotografierte Fred Stein in Bayonne, Colombes, Valence und andernorts. Hunderte von Aufnahmen entstanden. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Wann und wo sie damals gezeigt und gedruckt wurden, ist bislang ungekl\u00e4rt; nunmehr liegt eine bestechende Auswahl von Motiven vor, eingebettet von weiteren Kinderfotografien Steins aus Paris und New York und kommentiert durch informative Essays der Dokumentarfilmerin Dawn Freer, des Kunsthistorikers Christian Joschke und des Journalisten Michel Lefebvre. Peter Stein, der Sohn des Fotografen, benennt in seinem einf\u00fchlsamen Vorwort den Status seines emigrierten Vaters als den eines \u201eAu\u00dfenseiters\u201c. Er w\u00fcrdigt die Arbeit als eine Art \u201ek\u00fcnstlerischer Anthropologie\u201c. Das vorliegende Buch mit seinen tiefes Gerechtigkeitsempfinden, Toleranz und Humanit\u00e4t ausstrahlenden Fotografien dokumentiert ein jahrzehntelange unbelichtetes und beschwiegenes Kapitel europ\u00e4ischer Geschichte. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Arzt und Schriftsteller, der Emigrant und Remigrant Alfred D\u00f6blin (1878-1957) sollte allgemein bekannt sein. Weniger bekannt d\u00fcrfte hingegen Yolla Niclas sein (1900-1977), die von der Literaturwissenschaft lediglich als \u201eLangzeitgeliebte und Muse\u201c des Schriftstellers beschrieben wurde. Der Frankfurter Literaturwissenschaftler Eckhardt K\u00f6hn rekonstruierte mit seiner schon 2017 vorgelegten Ver\u00f6ffentlichung \u201eYolla Niclas und Alfred D\u00f6blin\u201c die Lebensgeschichte dieser Frau. Denn sie war nat\u00fcrlich nicht hauptberuflich Geliebte, sondern Fotografin. Ihre liberalen j\u00fcdischen Eltern erm\u00f6glichten ihr eine Ausbildung an der \u201ePhotographischen Lehranstalt\u201c des Berliner \u201eLette-Vereins\u201c. Zuerst als Standfotografin beim Film, sodann freiberuflich arbeitend, konnte sie Ende der Zwanziger Jahre ein eigenes Atelier am Kurf\u00fcrstendamm er\u00f6ffnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Niclas, die Alfred D\u00f6blin im Februar 1921 auf einem Kost\u00fcmball kennengelernt hatte und mit ihm eine intensive, keineswegs problemfreie Liebesbeziehung eingegangen war, schuf in diesen Jahren zahlreiche Fotografien des Schriftstellers wie seiner Kinder, die auch Eingang in die 1928 erschienene Festschrift <i>Alfred D\u00f6blin. Im Buch. Zu Haus. Auf der Stra\u00dfe<\/i> fanden. Doch fungierte Niclas nicht allein als D\u00f6blinsche Hausfotografin, sondern ver\u00f6ffentlichte in den einschl\u00e4gigen illustrierten Magazinen der Weimarer Republik. Ausf\u00fchrliches Lob erfuhr sie in der <i>Gebrauchsgraphik<\/i> vom November 1932.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten und angesichts einer Drangsalierung durch Studenten hatte sie sich zur Emigration entschlossen. In ihren Erinnerungen notierte sie: \u201eMit einer ganz geringen Summe Geldes&#8230; verlie\u00df ich f\u00fcr immer mein Elternhaus, das Land meiner Jugend und meiner Begegnung mit D. Aber ich will hier keine Biographe schreiben, obwohl ich glaube, dass sie, wie von fast allen Emigranten, interessant ist.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Frankreich wurde ihr erstes Exilland, in Paris konnte sie erneut ein eigenes Studio er\u00f6ffnen und ihren Lebensunterhalt mit Portr\u00e4t- wie Reklamefotografie bestreiten. Auch sie nutzte das Leben auf der Stra\u00dfe f\u00fcr ihre Motivwahl: \u201eIn meiner freien Zeit machte ich Aufnahmen von Stra\u00dfentypen, die gro\u00dfartig den \u201aesprit\u2018 von Paris wiederspiegelten.\u201c Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges endete auch die zweite Karriere von Yolla Niclas. Nach Internierung und Flucht verlie\u00df sie mit ihrem Mann, dem ebenfalls aus Deutschland geflohenen Rechtsanwalt Rudolf Sachs, 1941 Frankreich und emigrierte in die USA. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Nach anf\u00e4nglichen Schwierigkeiten ver\u00f6ffentlichte Yolla Niclas ab Mitte der 50er Jahre unter ihrem Namen und mit ihren Fotografien illustrierte Kinderb\u00fccher. Alfred D\u00f6blin, mit dem sie auch in Paris in Verbindung gestanden hatte, sah sie erst unmittelbar vor dessen Remigration nach Europa im Oktober 1945 in New York wieder. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Eckhardt K\u00f6hn erweist sich mit diesem in der Reihe <i>edition Luchs<\/i> herausgegebenen Buch erneut als Meister akribischer Spurensuche, so wie er es schon 2011 in seiner Monografie zu dem in Hamburg geborenen Fotografen Rolf Tietgens getan hat. F\u00fcr D\u00f6blin-Forscher werden vor allem die seiner Darstellung vorangestellten Erinnerungen von Yolla Niclas an Alfred D\u00f6blin von gro\u00dfem Interesse sein, die das Literaturarchiv in Marbach mit der Auflage einer 25 Jahre w\u00e4hrenden Sperrfrist archiviert hatte. Dass K\u00f6hn mit seiner sorgsam illustrierten Studie Yolla Niclas ein eigenes Gesicht wie Kontur verleiht, darf uneingeschr\u00e4nkt gelobt werden. Angek\u00fcndigte Ver\u00f6ffentlichungen, z.B. zu Nini und Carry Hess, versprechen dank seiner sorgf\u00e4ltigen Recherchen spannende Neuentdeckungen zu werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Jenseits der wenigen Kundigen d\u00fcrfte die Fotografin Maria Austria (1915-1975) f\u00fcr viele eine wahre Neuentdeckung sein. Zur Pr\u00e4sentation der Ausstellung \u201eMaria Austria. Living for Photography\u201c im Joods Historisch Museum in Amsterdam von Januar bis September 2018 erschien ein umfassendes, in niederl\u00e4ndischer Sprache verfasstes Katalogwerk mit dem Titel <i>Maria Austria. Fotografe<\/i>. Zur erneuten Er\u00f6ffnung unter der \u00dcberschrift \u201eMaria Austria 1915-1975. Eine Amsterdamer Fotografin des Neorealismus\u201c, gezeigt im Verborgenen Museum in Berlin von Oktober 2018 bis M\u00e4rz 2019, erfolgte eine auf 48 Seiten reduzierte, deutschsprachige Publikation. Beide Ver\u00f6ffentlichungen stammen von dem Autor und Verleger Martien Frijns, der die mehr als 700 schwarz-wei\u00dfen wie farbigen Fotografien in enger Zusammenarbeit mit dem \u201eMaria Austria Instituut\u201c (MAI) in Amsterdam chronologisch geordnet hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Als Marie Oestreicher aus einer j\u00fcdischen Familie in Karlsbad stammend, studierte sie von 1933 bis 1936 Fotografie an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Sie lernte, im Stil der Neuen Sachlichkeit zu fotografieren, in der Dunkelkammer zu arbeiten und eigene Fotoabz\u00fcge zu erstellen. Zugleich interessierte sie sich f\u00fcr Portr\u00e4t-, Dokumentar- und Theaterfotografie. Noch vor dem \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs emigrierte sie nach Amsterdam, wo schon ihre Schwester Lisbeth lebte. Gemeinsam mit ihr, die am Bauhaus in Dessau Textilgestaltung studiert hat, betrieb sie ein<b> <\/b>kleines Unternehmen, dem sie den Namen \u201eModel en Foto Austria\u201c gaben. Als freie Fotografin, seit 1939 unter dem Namen Maria Austria, erstellte sie Portr\u00e4ts. Ihre Fotos erschienen in Zeitschriften wie <i>Libelle<\/i> und <i>Wij<\/i>, sogar noch in den \u00f6sterreichischen Zeitschriften <i>Die B\u00fchne<\/i> und <i>Der Sonntag<\/i>.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Nach dem \u00dcberfall der deutschen Wehrmacht auf die Niederlande konnte Maria Austria nicht mehr als Fotografin arbeiten. Beim Joodsche Raad in Amsterdam fand sie eine Besch\u00e4ftigung. 1943 musste sie untertauchen. \u201eDue to her professional skills she was able to fake identity cards and other documents, an activity of great importance for the resistance and which saved quite a number of lives.\u201c schrieben die aus Hamburg resp. Prag stammenden Ruth Liepman und Magda van Emde Boas, die sich wie Maria Austria am Widerstand gegen die deutschen Besatzer beteiligt hatten. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Beide, Liepman wie Emde Boas, hatten das 1976 erschienene, schlicht <i>Maria Austria<\/i> betitelte Buch zu ihrer lebenslangen Freundin eingeleitet. In seinem nun vorgelegten, 784 Seiten z\u00e4hlenden Katalogbuch w\u00fcrdigt Martien Frijns sie als eine der bekanntesten niederl\u00e4ndischen Fotografinnen. Das Buch pr\u00e4sentiert Aufnahmen aus Maria Austrias Versteck in Amsterdams Vondelstraat, wo sie gemeinsam mit Henk Jonker, ihrem sp\u00e4teren Mann, untergetaucht war und das zugleich als F\u00e4lscherwerkstatt diente. Nach der Befreiung der Niederlande hatte sie mit ihm und anderen gleichgesinnten Fotografen die Fotoagentur \u201eParticam\u201c gegr\u00fcndet, eine Wortsch\u00f6pfung aus Partisanen und Camera. Austrias Fotos dokumentieren die Not der Nachkriegsjahre, aber auch die Freude \u00fcber den sozialen wie politischen Neuaufbruch, sie erfasst in ihren Aufnahmen Alltagsszenen auf Stra\u00dfen, auf M\u00e4rkten wie Spielpl\u00e4tzen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Eine bemerkenswerte Fotodokumentation entstand 1954. Beauftragt von Otto Frank dokumentierten Maria Austria und Henk Jonker in der Fotoserie \u201eHet Achterhuis\u201c penibel und bis ins kleinste Detail das Hinterhaus in der Amsterdamer Prinsengracht, in dem die Familie Frank zwei Jahre versteckt lebte. Diese schlichten wie bedr\u00fcckenden Fotos dienten als Grundlage f\u00fcr das B\u00fchnenbild des Theaterst\u00fccks \u201eThe Diary of Anne Frank\u201c, das 1955 in New York uraufgef\u00fchrt wurde. Zudem dienten Maria Austrias Aufnahmen als Grundlage f\u00fcr die authentische Gestaltung des Anne-Frank-Hauses als Gedenkst\u00e4tte. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Neben unz\u00e4hligen Portr\u00e4ts, z.B. von Josephine Baker, James Baldwin, Benjamin Britten, Maria Callas, Norbert Elias, Erika und Thomas Mann, Bertrand Russell und Albert Schweitzer, widmete sich Maria Austria vor allem Musikveranstaltungen, Theater- und Operninszenierungen. Ihr Augenmerk galt besonders dem avantgardistischen Theater und Tanz; f\u00fcr das Mickery-Theater, einer wichtigen B\u00fchne f\u00fcr freie Ensemble, arbeitet sie viele Jahre als \u201eHausfotografin\u201c. Martien Frijns m\u00f6ge es mit seinem Buch gelingen, diese bis an ihr Lebensende engagierte Fotografin auch in Deutschland bekannt zu machen und ihr die geb\u00fchrende Anerkennung in der Fotogeschichte zu verschaffen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Auf drei weitere Ver\u00f6ffentlichungen des letzten Jahres sei, auch wenn sie nicht unmittelbar mit der Exilforschung in Verbindung stehen, unbedingt hingewiesen. Zum 80. Jahrestag des Pogroms vom November 1938 legte der renommierte Fotograf Michael Ruetz eine beachtenswerte Foto- und Textdokumentation vor; der Buch zu den reichsweiten durchgef\u00fchrten Gewalttaten tr\u00e4gt den Titel <i>Pogrom 1938. Das Gesicht in der Menge<\/i>. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Beate Klarsfeld gewidmete und von Christoph St\u00f6lzl eingeleitete Ver\u00f6ffentlichung entstand in Kooperation mit der Berliner Akademie der K\u00fcnste. Dort wurde es in einer Gedenkveranstaltung am 9.11.2018, begleitet von einer Rede des Bundespr\u00e4sidenten Frank-Walter Steinmeier und eines Vortrags des Historikers Wolfgang Benz, der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Ruetz lenkt den Blick, wie es der Untertitel verspricht, auf das \u201eGesicht in der Menge\u201c. Auf jene, die sich in Stra\u00dfen und auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tze einfanden, um dem gewaltsamen Schauspiel beizuwohnen, neugierig wie schaulustig, h\u00e4misch wie schadenfroh, oder, g\u00e4nzlich ungeniert und skrupellos, an den Pl\u00fcnderungen teilnehmend. Die von Ruetz und seiner Mitarbeiterin Astrid K\u00f6ppe zusammengestellte Dokumentation belegt insbesondere durch die Vergr\u00f6\u00dferung von Bildausschnitten die fr\u00f6hliche Teilhabe der deutschen Volksgemeinschaft an \u00f6ffentlicher Diffamierung und organisiertem Zerst\u00f6rungswerk. Das Buch belegt durch Fotos wie begleitende Augenzeugenberichte den, wie Ruetz es ausdr\u00fcckt, \u201eLandfriedensbruch im ganzen Land\u201c, was 1938 vor aller Augen geschah.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Parallel zu der von M\u00e4rz bis November 2018 im M\u00e9morial de la Shoah in Paris gezeigten Ausstellung erschien das dreisprachige Katalogbuch <i>August Sander. Verfolger\/Verfolgte. Menschen des 20. Jahrhunderts<\/i>. Es kann nur auf den ersten Blick verwundern, dass Fotografien von August Sander (1876-1964) an diesem speziellen Ort gezeigt werden, der zentralen Gedenk- und Dokumentationsst\u00e4tte zur Geschichte der Juden in Frankreich und ihrer Verfolgung. Doch gerade die Aufnahmen Sanders, in denen sich Portr\u00e4t- und Dokumentarfotografie\u201c verbinden, liefern, wie es Sophie Nagiscarde, eine der Ausstellungsverantwortlichen, in ihrem Geleitwort schreibt, \u201eeinen unverstellten Blick auf die Geschichte\u201c.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Die nunmehr dank des nachdr\u00fccklichen Engagements des Enkels August Sanders erstmals \u00f6ffentlich gezeigten Gesichter von Opfern wie Akteuren nationalsozialistischer Politik m\u00fcssen dem vom Fotografen betitelten Langzeitprojekt \u201eMenschen des 20. Jahrhunderts\u201c zugeordnet werden. Diese auf 45 Mappen mit jeweils 12 Tafeln konzipierte Dokumentation erschien 1929 in der von Alfred D\u00f6blin mit einem Vorwort versehenen, auf 60 Bildtafeln reduzierten Vorabpublikation <i>Antlitz der Zeit<\/i>, publiziert im Transmare\/Kurt Wolff Verlag. Dieses heute zu den wichtigsten Fotob\u00fcchern des 20. Jahrhunderts z\u00e4hlende Buch wurde 1936 aus dem Handel gezogen und von der Gestapo beschlagnahmt; selbst die Druckplatten wurden zerst\u00f6rt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Schon 1947 arbeitete Sander wieder an seinem Gro\u00dfprojekt. In einem Brief an den Schriftsteller Sarnetzki hie\u00df es: \u201eWir brachten die Judenmappe zu Papier. Es handelt sich hierbei um solche Personen, die entweder emigriert oder ihr Leben in den Gaskammern ausgehaucht haben; alles hervorragende K\u00f6pfe unpolitischer Menschen. Weiter eine Mappe mit politischen Gefangenen und eine dritte Mappe mit Fremdarbeitern\u201c. Dank der Nachforschungen des NS-Dokumentationszentrums K\u00f6ln konnten die von Sander erw\u00e4hnten Portr\u00e4ts K\u00f6lner Juden mit Informationen zu ihren Lebens- und Leidenswegen versehen werden. F\u00fcr die vertiefende Lekt\u00fcre sei besonders auf die Beitr\u00e4ge des Enkels Gerhard Sander sowie von Werner Jung, dem Direktor des K\u00f6lner Dokumentationszentrums, hingewiesen. Jung beschreibt die Beziehung des Vaters zu seinem Sohn Erich Sander (1903-1944), der 1935 als Leiter der illegalen K\u00f6lner Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) und wegen seiner Beteiligung am Widerstand zu einer zehnj\u00e4hrigen Zuchthausstrafe verurteilt worden war. Auch dank der Unterst\u00fctzung seiner Eltern konnte er in seiner Funktion als Zuchthausfotograf Aufnahmen politischer Gefangener machen und aus der Haftanstalt herausschmuggeln. All dies dokumentiert das nun vorgelegte Buch in detaillierter Form. Eine Ausstellung und ein Begleitbuch, die unsere Sicht auf den Fotografen August Sander und sein monumentales Werk \u201eMenschen des 20. Jahrhunderts\u201c um wichtige Facetten erweitert!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Und auch die j\u00fcngste Ver\u00f6ffentlichung zur Fotografin und Reporterin Lee Miller (1907-1977) darf nicht unerw\u00e4hnt bleiben. Denn das Buch <i>Lee Miller. Deutschland 1945 <\/i>mit seinen 160 schwarz-wei\u00df Abbildungen, von dem amerikanischen Historiker Richard Bessel mit einer Schilderung des historischen Kontextes ihrer Entstehung versehen, liefert einen ungesch\u00f6nten Blick auf das gerade durch amerikanische Truppen befreite Deutschland. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Viele werden den Namen Lee Miller lediglich mit jenem Foto verbinden, das sie 1945 in Hitlers Badewanne in M\u00fcnchen zeigt. Doch sie auf diesen provokanten fotografischen Nebenschauplatz zu reduzieren, w\u00e4re oberfl\u00e4chlich. Denn seit Dezember 1942 war sie von der amerikanischen Armee als Korrespondentin der Zeitschrift <i>Vogue<\/i> akkreditiert; seit Mai 1944 arbeitete sie als Kriegsberichterstatterin f\u00fcr die Cond\u00e9 Nast Press. Seit Juli 1944 war sie den vorr\u00fcckenden Truppen gefolgt, dokumentierte die Befreiung von Paris, besuchte das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof kurz nach dessen Befreiung im November 1944. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Erste Aufnahmen auf deutschem Boden machte Lee Miller in den kriegszerst\u00f6rten St\u00e4dten Aachen und K\u00f6ln. Ihre erste Reportage in <i>Vogue<\/i> trug den Titel \u201eGermany &#8230; out of the German Prison\u201c und zeigte das zerst\u00f6rte K\u00f6lner Gestapo-Gef\u00e4ngnis sowie zwei ehemalige Gefangene. Ihre Fotos aus Buchenwald und Dachau erschienen im Juni 1945 unter der \u00dcberschrift \u201eBelieve it. Lee Miller Cables from Germany.\u201c In ihrem Begleittext hie\u00df es: \u201e Deutschland ist eine sch\u00f6ne Landschaft, die mit D\u00f6rfern wie mit Schmuckst\u00fccken \u00fcbers\u00e4t ist, befleckt mit zerst\u00f6rten St\u00e4dten und von Schizophrenen bewohnt&#8230; Sie werden das Ende des Krieges und den Verlust des Krieges geheimnisvoll und unerkl\u00e4rlich finden. Das Einzige, was sie davon verstehen werden: die Verlustlisten und die massive Zerst\u00f6rung ihrer St\u00e4dte aus der Luft.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Das Foto in Hitlers Badewanne kann als symbolische Reinigung verstanden werden; tags zuvor hatte Lee Miller Dachau besucht, Tote und \u00dcberlebende des Konzentrationslagers fotografiert. Es kann nicht verwundern, dass Lee Miller der deutschen Bev\u00f6lkerung mit Vorbehalt und offener Ablehnung begegnete, deren Unterw\u00fcrfigkeit und Liebensw\u00fcrdigkeit sie als absto\u00dfend empfand. Sie war jenem Nachkriegsdeutschland begegnet, das in seiner Majorit\u00e4t den Nationalsozialismus unterst\u00fctzt hatte, jedoch umgehend dazu \u00fcberging, Wissen und Verantwortung zu leugnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Lee Millers Fotografien dienten \u00fcbrigens 1999 als Illustration des Buches <i>L\u00fcgendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944\/45<\/i> von Saul K. Padover. Sie w\u00e4ren f\u00fcr Hannah Arendts Bericht <i>Besuch in Deutschland<\/i> genauso n\u00fctzlich gewesen, in dem die Autorin ein nicht nur \u00e4u\u00dferlich zerst\u00f6rtes Deutschland beschrieb.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Literaturhinweise:<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Sabine Schnakenberg (Hg.): <i>Street. Life. Photography. Street Photography aus sieben Jahrzehnten<\/i>. Heidelberg (Kehrer Verlag) 2018. 244 S.;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Roland Jaeger: <i>Foto-Auge Fritz Block. Neue Fotografie &#8211; Moderne Farbdias<\/i>. Z\u00fcrich (Scheidegger &amp; Spiess) 2018.; 336 S.;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Erika Eschebach, Helena Weber (Hg.): <i>Fred Stein. Dresden. Paris. New York<\/i>. Dresden (Sandstein Verlag) 2018. 240 S.;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Alexander Atanassow (Hg.): <i>Fred Stein. Kinder- Children. Paris &#8211; Spanische B\u00fcrgerkriegsfl\u00fcchtlinge &#8211; New York. Paris &#8211; Spanish Civil War Refugees &#8211; New York. <\/i>Dresden (Kunstblatt-Verlag) 2019. 176 S.;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Eckhardt K\u00f6hn (Hg.): <i>Yolla Niclas und Alfred D\u00f6blin.<\/i> Lautertal (Edition Luchs) 2017. 140 S.;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Martien Frijns<i>: Maria Austria &#8211; Fotografe<\/i>. Enschede\/Doetinchem (AFdH Uitgevers) 2018. 784 S.;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Martien Frijns: <i>Maria Austria &#8211; Fotografin<\/i>. Enschede\/Doetinchem (AFdH Uitgevers) 2018. 48 S.;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Michael Ruetz: <i>Pogrom 1938. Das Gesicht in der Menge.<\/i> W\u00e4denswil (Nimbus Verlag) 2018. 156 S.;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>August Sander. Verfolgte\/Verfolger. Menschen des 20. Jahrhunderts<\/i>. Herausgegeben mit dem M\u00e9morial de la Shoah, Paris und der August Sander Stiftung. G\u00f6ttingen (Steidl Verlag) 2018. 240 S.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Richard Bessel: <i>Lee Miller. Deutschland 1945<\/i>. K\u00f6ln (Greven Verlag) <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">2018. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">140 S. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">Wilfried Weinke<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Ubuntu;\"><span style=\"font-size: large;\">(erscheint in k\u00fcrzerer Fassung im Herbst 2019 im Jahrbuch &#8222;exilforschung&#8220;) <a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pdfWilfried-WeinkeExilforschung.pdf\">pdfWilfried WeinkeExilforschung<\/a><\/span><\/span><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9398\" rel=\"attachment wp-att-9398\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-9398 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/md30019347568.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/md30019347568.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/md30019347568-235x300.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9399\" rel=\"attachment wp-att-9399\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9399 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/serveimage.jpeg\" alt=\"\" width=\"269\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/serveimage.jpeg 325w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/serveimage-244x300.jpeg 244w\" sizes=\"auto, (max-width: 269px) 85vw, 269px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9424\" rel=\"attachment wp-att-9424\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9424\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/DeutschlandhausStahlskelettbau.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"464\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/DeutschlandhausStahlskelettbau.jpg 620w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/DeutschlandhausStahlskelettbau-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a>Stahlskelettbau Deutschlandhaus. Foto Staatsarchiv Hamburg (Sommer 1929)\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9507\" rel=\"attachment wp-att-9507\">pdfSeite15RolandJaegerBDA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9505\" rel=\"attachment wp-att-9505\">pdfBuchumschlagRolandJaeger<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9487\" rel=\"attachment wp-att-9487\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9487 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/aaaaG\u00e4nsemarkt1984.jpg\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"477\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/aaaaG\u00e4nsemarkt1984.jpg 478w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/aaaaG\u00e4nsemarkt1984-211x300.jpg 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 85vw, 336px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9467\" rel=\"attachment wp-att-9467\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9467 alignnone\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7365klein.jpg\" alt=\"\" width=\"257\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7365klein.jpg 500w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7365klein-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 257px) 85vw, 257px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9472\" rel=\"attachment wp-att-9472\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9472 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7360klein.jpg\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7360klein.jpg 500w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7360klein-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 254px) 85vw, 254px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9465\" rel=\"attachment wp-att-9465\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9465 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7367klein.jpg\" alt=\"\" width=\"337\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7367klein.jpg 500w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_7367klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 337px) 85vw, 337px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=9030\" rel=\"attachment wp-att-9030\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9030 alignleft\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/By-nc-sa_color.png\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"153\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/?attachment_id=8642\" rel=\"attachment wp-att-8642\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8642 alignright\" src=\"http:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/milpferd_einauge-1024x686.jpg\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/milpferd_einauge-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/milpferd_einauge-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/milpferd_einauge-768x515.jpg 768w, https:\/\/www.medienberatungev.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/milpferd_einauge.jpg 1070w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 85vw, 216px\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">\u00a0\u00a0 Fotos 1984 oben und Abriss unten August 2019 Jens Meyer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(erscheint in k\u00fcrzerer Fassung im Herbst 2019 im Jahrbuch &#8222;exilforschung&#8220;) Wilfried Weinke Im Turnus von drei Jahren feiert sich die Medienstadt Hamburg auch als Stadt der Fotografie. Seit 1999 findet in der Hansestadt die \u201eTriennale der Photographie\u201c statt, ein Festival unter Beteiligung der lokalen Museen, diverser Galerien und Veranstalter, ein sich \u00fcber Wochen erstreckendes Ereignis, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.medienberatungev.org\/?p=9364\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eWilfried Weinke \u00fcber B\u00fccher\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2008,2126,2398,2626,1988,2329,4613,199,4660,2948,650,298,2489,2050,4912,2620,1245,1618,945,4911,16,463,1895,3362,4665,4215,3305,4514,5,36,37,12,4511,2683,4661,327,1536,1049,10,54,4934,2787,488,35,1687,4658,4937,1725,4512,4893],"tags":[4919,4921,4932,4914,4910,4927,4902,68,4026,4913,4901,4923,4926,4916,4894,4905,4924,4922,4920,4933,594,4906,4925,501,4896,4918,4915,67,4093,4917],"class_list":["post-9364","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2008","category-2126","category-2398","category-2626","category-1988","category-2329","category-4613","category-berlin","category-block-hochfeld","category-deutsche","category-deutsche-filme","category-deutscher-film","category-deutsches-reich","category-dresden","category-erich-hochfeld","category-film","category-fotoarchiv-jens-meyer","category-fotografen","category-fotos","category-fritz-block","category-hamburg","category-hamburg-altona","category-hamburg-dammtor","category-hamburg-hauptbahnhof","category-hamburger-kinos","category-hamburger-prominente","category-hanns-brodnitz","category-henschel","category-henschel-film-konzern","category-hermann-urich-sass","category-hugo-streit","category-jeremias-henschel","category-juden","category-judenfriedhof","category-juedische-fluechtlinge","category-juedischer-friedhof","category-juedischer-friedhof-hamburg-ohlsdorf","category-kinobesitzer","category-kinogeschichte","category-manfred-hirschel","category-medienstadt-hamburg","category-november-1931","category-reichsfluchtsteuer","category-richard-adam","category-ufa-2","category-ufa-ballast","category-ufa-palast","category-urich","category-urich-sass","category-wilfried-weinke","tag-alfred-doeblin","tag-alfred-kantorowicz","tag-architekt","tag-architekten-des-deutschlandhauses","tag-arnold-schoenberg","tag-beate-klarsfeld","tag-bertolt-brecht","tag-deutschlandhaus","tag-dresden","tag-erich-hochfeld","tag-ernst-bloch","tag-erwin-panofsky","tag-faelscherwerkstatt","tag-fred-stein","tag-fritz-block","tag-hannah-arendt","tag-josef-von-sternberg","tag-klaus-mann","tag-lee-miller","tag-maria-austria","tag-marlene-dietrich","tag-martin-buber","tag-martin-frijns","tag-paris","tag-roland-jaeger","tag-rudolf-sachs","tag-stahlskelettbau","tag-ufa-palast","tag-willy-muenzenberg","tag-yolla-niclas"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9364"}],"version-history":[{"count":29,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9364\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18121,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9364\/revisions\/18121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medienberatungev.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}