Schatzkiste Kopien

Schatzkiste des 3001 Kino (Archiv Kopien 35 mm)

und 21 Seiten mit Filmbeschreibungen: Berlin, Ecke Schönhauser (Gerhard Klein), Blaubarts achte Frau (Ernst Lubitsch), Blaumilchkanal, Der (Ephraim Kishon), Blauvogel (Ulrich Weiß), Blondinen bevorzugt (Howard Hawks), Buntkarierten, Die (Kurt Maetzig), Cartouche, der Bandit (Philippe de Broca), Fahr zur Hölle, Liebling (Dick Richards),  Fanfan, der Husar (Christan Jacques), Frau in Rot, Die (Gene Wilder), Fünf Patronenhülsen (Frank Beyer), Heimat, süsse Heimat (Jiri Menzel), Herrenpartie (Wolfgang Staudte), Hiroshima, mon amour (Alain Resnais), His girl friday (D.F.) (Howard Hawks), Ich war 19 (Konrad Wolf), In a lonely place (OmU) (Nicolas Ray), Komm und siehe OmU (Elem Klimov),  Ladykillers (D.F ) (Alexander MacKendrick), Leuchte mein Stern, leuchte (Aleksandr Mitta), Mama ich lebe (Konrad Wolf), Mörder sind unter uns, Die (Wolfgang Staudte), Player, The (D.F.)(Robert Altman), Prämie, Die (Sergej Mikaelian), Rat der Götter, Der (Kurt Maetzig),  Robby Kalle Paul (Dani Levy), Rotation (Wolfgang Staudte), Russen kommen, Die (Heiner Carow), russische Wunder, Das (Annelie und Andrew Thorndicke), Schatten und Nebel (Woody Allen),  Sonnensucher (Konrad Wolf),  Starbuck Holger Meins (Gert Conradt), Tampopo (Juzo Itami) Taschengeld (Francois Truffaut), Thomas Münzer (Martin Hellberg), Tote von Beverly Hills, Die (Michael Pfleghar),  Unbesiegbaren, Die (Artur Pohl), Untertan, Der (Wolfgang Staudte), Wenn Katelbach kommt (Roman Polanski), Working girls (Lizzi Borden).

Berlin Ecke Schönhauser DDR 1957; Regie: Gerhard Klein; Buch: Wolfgang Kohlhaase; mit Ekkehard Schall, Ilse Page, Harry Engel; 81 Min. In der DDR gab es zwar keinen Sozialismus, aber die besseren deutschen Filmemacher und Filme. Einer von ihnen ist Wolfgang Kohlhaase, der das Drehbuch zu diesem Film schrieb. Ein Film über die Halbstarken in der DDR, die es doch eigentlich nur im Kapitalismus gab. Die Welt schrieb 1957 über diesen Film unter dem Titel: „Unter den Torbögen Ostberlins“: Das Bemerkens(t)werte an diesem neuen DEFA Film ist, daß sie (die Halbstarken) auch nach 200(0) Filmmetern die Hände noch in den Taschen haben . . . daß es der FDJ noch nicht gelungen ist, die „gefährlichen Aussenseiter heimzuholen“. Am Schluß stehen sie genau da, wo sie vorher auch standen: abseits im Torbogen mit den Händen in den Hosentaschen. Nur das Mädchen ist nicht mehr dabei. Es sitzt zu Hause und häkelt Babywäsche. Dazwischen Liebe, Todesfall, Totschlag und eine Flucht nach West-Berlin. In der BRD kam der Film nicht in die Kinos. Das Zentralkommitee der SED mißbilligt(e) den Film.

Blaubarts achte Frau (D. F.) (Bluebeard’s Eights Wife) USA 1938; Regie: Ernst Lubitsch; Buch: Charles Brackett nach dem Schauspiel „La huitieme femme de Barbe-bleu“ von Alfred Savoir und der amerikanischen Adaption von Charlton Andrews, Billy Wilder; Kamera: Leo Tover, Eric Locke (Europa Aufnahmen); mit Claudette Colbert (Nicole de Loiselle), Gary Cooper (Michael Brandon), Edward Everett Horton (Marquis de Loiselle), David Niven (Albert de Regnier); 80 Min. Ein Liebesfilm mit Hindernissen. Michael Brandon (Gary Cooper), ein vielfach verheirateter Bankier, besteht in einem Kaufhaus darauf, eine Schlafanzugjacke ohne die zugehörige Hose zu kaufen, was aber für die Geschäftsleitung untragbar ist. Nicole de Loiselle (Claudette Colbert) hilft ihm aus der Patsche, indem sie die Hose übernimmt. Die Sache wird folgenreich, denn eigentlich lieben sich die beiden. Als Banker ist Michael gewohnt, mit Geld etwaige Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Doch Nicole will nicht gekauft werden. Die Sache geht schief und endet vorerst in einer förmlichen Ehe mit getrennten Schlafzimmern. Doch dann nimmt Nicole die Sache in die Hand. Michael landet in der Klappsmühle. Dort brummt er vor sich hin: „Es geht mir gut, es geht mir gut, es geht mir sehr gut. Es ging mir gestern gut, es wird mir morgen gut gehen. iihh Hammelbraten . . . Ich mag Hammelbraten, ich mochte gestern Hammelbraten, ich mag morgen Hammelbraten“. Zum Schluss allerdings hat Sie ihn endlich so, dass eine Beziehung wieder möglich ist. Fast hätte ihn die achte geschafft.

Der Blaumilchkanal (D.F.) Israel/Bundesrepublik Deutschland 1969; Regie: Ephraim Kishon; Buch: Ephraim Kishon nach seiner gleichnamigen Novelle; mit Bomba Zur, Nissim Azkiri, Shraga Friedmann, 87 Min. Der Held der Satire ist Blaumilch, ein harmloser Geisteskranker. Eines Tages klaut er einen Preßlufthammer und fängt an, Tel Avivs belebteste Geschäftsstrasse aufzureißen. Keiner bietet ihm Einhalt, weil alle denken, irgendeine Behörde wird die Arbeiten schon in Auftrag gegeben haben, aber keiner weiss, welche? Die Polizei regelt den Verkehr, sperrt die Strasse und das Chaos ist schnell perfekt. Auch der Verkehr bricht zusammen. Das Gezeter der Anwohner über den Lärm überschlägt sich und die Politiker wissen in ihrem Kompetenzgerangel weder ein noch aus. Als man auf Regierungsseite schließlich doch dahinter kommt, daß hier nur ein einzelner Geisteskranker die Arbeiten begonnen hat, ist es zu spät Blaumilchs Arbeiten zu stoppen. Denn Blaumilch hat vielfältige Hilfe bekommen und einen Kanal gegraben: den Blaumilchkanal, der Tel Aviv in das Venedig des Nahen Ostens verwandelt.

Blauvogel DDR 1979; Regie: Ulrich Weiß nach einem Kinderbuch von Anna Jürgen; mit Robin Jaeger (Georg als Kind), Gabriel Oseciuc (Georg als Erwachsener), Jutta Hoffman (Mildred Ruster), Kurt Böwe (John Ruster), Jan Spitzer (Andrew), Ileana Mavrodineanu (Mittagssonne), 96 Min. Blauvogel spielt vor 200 Jahren in Nordamerika. Eines Tages wird der neunjährige George Ruster von Irokesen entführt, um den Platz eines verstorbenen Kindes in ihrem Stamm einzunehmen. George erhält den Indianernamen Blauvogel. Blauvogel hat Heimweh und Schwierigkeiten, sich den Sitten der Irokesen anzupassen. Blauvogel versucht mehrfach zu fliehen – vergeblich. Doch langsam beginnt Blauvogel, die Indianer und deren Lebensweise zu verstehen. Blauvogel will bei den Irokesen bleiben.

Blondinen bevorzugt (D.F.) (Gentleman prefer blondes) USA 1953; Regie: Howard Hawks; Musikalische Leitung: Lionel Newman; Drehbuch: Charles Lederer nach einem Bühnenstück von Anita Loos und Joseph Fields; mit Jane Russell, Marilyn Monroe, Charles Coburn; 91 Min. Blondinen bevorzugt endet und beginnt mit einer Revue: Jane Russell und Marilyn Monroe in wunderbaren roten Kleidern. Sie singen: We are two little Girls from Little Rock. Und sie suchen Ehemänner. Die eine einen reichen, die andere einen, in den sie sich verlieben kann. Schon ist auch einer da, der sitzt in der ersten Reihe. Sohn eines Millionärs, ein richtiges Papasöhnchen, der alle drei Minuten von seinem Vater angerufen wird, ob er auch nicht vom Pfad der Tugend abgewichen ist, was natürlich alle Zuschauer hoffen. Aber es kommt noch schlimmer: Papa meint: Die Damen sollen sich bewähren und eine Tugendreise nach Paris machen. Natürlich mit dem Schiff. Jane Russell und Marilyn Monroe, ausgestattet mit einem Kreditbrief des Papasöhnchens, gehen an Bord des Luxusschiffes, zusammen mit der amerikanischen Olympia-Mannschaft. Überwacht werden die beiden appetitlichen Damen von einem Tugenddetektiv, den der Alte ihnen hinterher jagt und der sich prompt in Jane Russell verliebt, die ihn aber natürlich zurückweist, als sie herausfindet, in welcher Mission dieser Herr unterwegs ist. Und dann gibt es noch ein altkluges Millionärskind (im Film heisst er Henry Spoffort der Dritte), das auch zwei große Auftritte in dem Film hat. Auch Jane Russell als Blondine, die sie ja nicht ist, vor einem französischen Gericht darf man keinesfalls verpassen.

Die Buntkarierten DDR 1949; Regie: Kurt Maetzig; mit Camilla Spira, Werner Hinz, Lotte Lieck; 110 Min. Die Buntkarierten, das waren die, die nicht in weißer Bettwäsche schlafen durften, sondern eben „nur“ in der buntkarierten Bettwäsche. Damals im Deutschland von 1890 ein großer Makel . . . „Der Film schildert den Lebensweg des unehelichen Dienstmädchens Guste im Berliner Millieu der Arbeiter und der „Herrschaften“, von der Gründerzeit bis 1947. „Lebensgeschichte der Guste, 1884 als uneheliches Kind eines Dienstmädchens geboren. Auch sie wird Dienstmädchen, heiratet den Arbeiter Paul Schmiedecke, erlebt mit ihm und den zwei Kindern für einige Jahre ein bescheidenes Glück. Der Krieg verändert ihr Leben vollkommen. Sie wird Munitionsarbeiterin. Durch einen Landsturmmann über den verbrecherischen Charakter des Krieges aufgeklärt, verweigert sie die Arbeit in der Munitionsfabrik. Paul kehrt aus dem Krieg zurück. Weltwirtschaftskrise und aufkommender Faschismus wecken auch in ihm ein politisches Bewusstsein. Er wird arbeitslos und stirbt bald darauf. Im Zweiten Weltkrieg verliert Guste bei einem Bombenangriff auch ihren Sohn. Ihr bleibt die Sorge für die Enkelin Christel, der sie nach Kriegsende zum Studienbeginn aus der buntkarierten Bettwäsche der einfachen Leute ein Kleid näht.“ (Aus Filmportal.de)“. In der Bunzrepublik kam der Film nicht in die Kinos.

Cartouche, der Bandit (D.F.) (Cartouche) Frankreich 1961; Regie: Philippe de Broca; mit Jean-Paul Belmondo, Claudia Cardinale, Odile Versois, Jean Rochefort, 113 Min. Frankreich zur Zeit Ludwig XV, kurz vor der Revolution. Der Taschendieb Dominique wird zum vom Volk verehrten König der Pariser Unterwelt und nennt sich von nun an Cartouche (Jean Paul Belmondo). Zusammen mit seiner Räuberbraut Venus (Claudia Cardinale), bekämpft er die Herrschenden (in diesem Falle den Adel), raubt sie aus und verteilt einen Teil der Beute an die Armen. Doch eines Tages verliebt sich Cartouche in eine andere Frau und zwar ausgerechnet in Isabelle, die Frau des verhaßten Polizeipräfekten. Bei einem Rendezvous mit Isabelle wird Cartouche gefangen genommen. Die Sache scheint böse zu enden, wäre da nicht Claudia Cardinale, die an der Spitze der Räuberbande ihren Geliebten befreit, aber dabei leider (wie so oft im Kino) ihr Leben lässt. Cartouche schwört den Adligen grausame Rache. Wunderbar, diese Leute, wie sie den vollgefressenen Adligen ihren Schmuck abnehmen und ihre Schlösser leerräumen. Und auch den Tod kann Herr de Broca in betörende Bilder bringen. Unvergeßlich: Wie die silberne Karosse mit der toten Claudia Cardinale in einem roten Kleid und überhäuft mit dem geraubten Schmuck von Jean Paul Belmondo in das schwarze Wasser geschoben wird und malerisch versinkt. Danach der Dialog zwischen Räuber und Räuberhauptmann geht ungefähr so: Und was jetzt passiert jetzt? Jetzt werde ich Rache nehmen. Und wo wird das enden? Es wird da enden, wo es enden muß. Am Galgen. Ich hoffe, es geht schnell. Und dann ist der Film auch schon zu Ende.

Fahr zur Hölle Liebling (D.F.)(Farewell, My Lovely) USA 1975; Regie: Dick Richards; Buch: David Zelag nach dem gleichnamigen Roman von Raymond Chandler; mit Robert Mitchum (Philip Marlowe), Charlotte Rampling, John Ireland, Silvester Stallone; 97 Min. Marlowe erhält den Auftrag eine Vilma zu suchen. Marlowe: „Wie war denn ihre Vilma?“ Moose Malloy: „Süss.“ Pause. „Süss, wie ein Spitzenunterhöschen.“ Marlowe: „Mit der Beschreibung finden wir sie sicher.“ . . . Marlowe zwischen Buchdeckeln: . . . „Ich stieg aus, ging über die Kreuzung zurück und betrat das Hotel. Zwei Reihen leerer, harter Stühle starrten einander über einen rotbraunen Kokosläufer hinweg an. Die Rezeption war hinten im Halbdunkel, und hinter der Rezeption befand sich ein glatzköpfiger Mann, der die Augen geschlossen und die braunen Hände friedlich gefaltet auf dem Empfangstisch liegen hatte. Er döste vor sich hin oder schien jedenfalls zu dösen. Er trug einen Ascot-Schlips, der aussah, als hätte er ihn um das Jahr 1880 umgebunden“.

Fanfan, der Husar (D.F.) (Fanfan la Tulipe) Frankreich 1951; Regie: Christian-Jaque; Buch: Christian-Jacque, Henri Jeanson und Rene Wheeler nach einer Idee von René Wheeler und René Fallet; Kamera: Christian Matras; mit Gerard Philipe, Olivier Hussenot, Gina Lollobrigida; 100 Min. Gunther Groll schrieb zur deutschen Uraufführung in der Süddeutschen Zeitung (1953): “Raffinierte Rokoko-Reißer. Im Vordergrund: funkelnder Schwung. Heroisches Degengeklirr. Im Hintergrund: parodistischer Witz. Heroisches Degengeklirr boshaft belächelnd. Das gibt zusammen doppeltes Vergnügen: weil Christian-Jaque so lustig vordergründigen Jux macht- und weil er sich hintenrum über das, was er so lustig macht, so lustig macht. Denn dieser Film parodiert auf reizendste des Films kokett kostümierte Rauf-, Ritt- und Rosen-Romantik. Aber erst einmal exerziert er sie vor. Wie wird da gefochten, galoppiert und von Liebe geträumt: an Tempo, Glanz und Eleganz überholt hier Filmfrankreich Hollywood. Als wolle man demonstrieren: wenn wir wollen, können wir das auch. Um dann, nicht minder demonstrativ, zu versichern: aber wir nehmen es nicht ernst . . . Und dann begibt sich, des Helden kriegerische Abenteuer kommentierend, bezauberndes Filmkabarett. Wider den kriegerischen Heldenabenteuerfilm. Und wider die Romantisierung der Historie“. (Aus Gunther Groll, Magie des Films, 1953).

Die Frau in Rot (D.F.)(The woman in red) USA 1984; Regie: Gene Wilder; Buch: Gene Wilder nach dem Szenario “Un Elephant ca trompe enormement“ von Jean-Loup Dabadie und Yves Robert (1976); Musik: Stevie Wonder, John Morries; mit Gene Wilder (Theodore Pierce), Charles Grodin (Bodin), Joseph Bologna (Joe), Judith Ivey (Didi), Michael Huddleston (Michael), Kelly Le Brock (Charlotte), Gilda Radner (Miss Millner), Buddy Silbermann (Gilbert), Sandra Wilder, Kyle T. Heffner (Richard), Michael Zorek (Shelly); 86 Min.“Wilders jüngster Kinospaß erzählt ironisch distanziert. teils realistisch, teils augenzwinkernd, eine unwahrscheinliche, aber eben doch alltägliche Geschichte. Die Geschichte von dem (Ehe-) Mann, der die Frau seiner Träume zu treffen glaubt und sich einredet , er könne aus sich und seinen Bindungen einfach so heraus . . . Dieses Remake von EIN ELEFANT IRRT SICH GEWALTIG (von Yves Robert, 1976) ist anders als Roberts Komödie – kein Film lauter Lacher, leicht peinlicher Männerkumpanei oder zweifelhaft zweideutiger Witze. Es ist der Film eines durchaus auch ein bißchen ernst zu nehmenden, unfreiwillig komischen Mannes und seiner vergeblichen Liebesmühen. Dies entspricht Wilders Neigung, Komisches und Trauriges, Lachen und Rührung miteinander zu verbinden. Die Frau in rot ist ein Film , der komödiantisch souverän mit den Schwächen seines Helden und denen der menschlichen Triebstruktur umgeht, die Tragik monogamer Ausweglosigkeit ins Komische wendet . . . “(Detlef Kühn in EPD Film 2/85)

Fünf Patronenhülsen DDR 1960; Regie: Frank Beyer; mit: Erwin Geschonneck, Ulrich Thein, Edwin Marian, Armin Müller-Stahl; 88 Min.Spanien 1936: Eine Gruppe von Interbrigadisten deckt den Rückzug der Brigade und muß nun selbst den Ebro überqueren. Nur wenn alle zusammenhalten kann dies gelingen. In der Bunzrepublik kam der Film nicht ins Kino.

Heimat, süsse Heimat (Westdeutsche Fassung) (Vesnicko ma strediskowa) CSSR 1985; Regie: Jiri Menzel; Buch: Zdenek Sverák; mit Janos Ban, Marian Labuda; 98 Min. „Der Film erzählt die Geschichte von zwei Lastwagenfahrern in einem tschechischen Dörfchen. Der eine, rund wie ein Ball, passt ein bisschen auf seinen Beifahrer auf, dessen intellektuelle Möglichkeiten in der modernen Gesellschaft der Tschechoslowakei in den 70er Jahren nur knapp suboptimal sind. Während der Schilderungen der Ereignisse lernen wir nach und nach auch die anderen so besonders liebenswürdigen Einwohner des Dörfchens kennen: den poetischen Doktor zum Beispiel und den flinken jungen Ehebrecher, den Bürgermeister und seinen Sprössling und den Mann, der seine abgebrannten Streichhölzer immer in die Schachtel zurücksteckt. . . . Obwohl er vielfach gewarnt wurde.“ (Text: Sabine Bartel).

(In der DDR kam der Film (mit einer anderen deutschen Synchronisation und ohne: „Haben sie schon den Spiegel vorgehalten?“) ins Kino unter dem Titel: „Dörfchen, mein Dörfchen“)

Herrenpartie BRD/Jugoslawien 1963; Regie: Wolfgang Staudte; 92 Min. “Das igene Nest beschmutzen? Als der Krieg glücklich verloren war (gemeint ist der zweite Weltkrieg), da war das eigene Nest hoffnungslos verdreckt von oben bis unten. Und da kein revolutionäres Großreinemachen stattfand, wurde der Dreck versteckt, so gut es ging, aber er blieb im eigenen Nest . . . Politische Filme sind ein Stück Geschichtsdarstellung der Gegenwart. Sofern sie Kunst sind werden sie parteiisch sein, herausfordernd und subjektiv, aber immer teilnehmend und besorgt um den Zustand des “eigenen Nestes”. Der Film “Herrenpartie” der als deutscher Beitrag an den Start (Berlinale 1964) geht, ist ein solcher Film. Eine satirische Attacke gegen politische Instinktlosigkeit deutscher Touristen in ehemals besetztem Gebiet (Jugoslawien). Auf der anderen Seite aber wendet er sich auch gegen betonierten Deutschenhass, gegen Unversöhnlichkeit und späte Rache. Nicht nur die Täter, auch die Opfer haben eine Vergangenheit zu bewältigen, und wir, denke ich, haben alle Ursache, ihnen dabei zu helfen . . . Sicher sind es nicht die Filme, die das eigene Nest beschmutzen.” (Wolfgang Staudte, 14. Filmfestspiele Berlin 3. 7. 1964)

Hiroshima mon amour (D.F.) Japan/Frankreich 1959; Regie: Alain Resnais; Produktion: Argos Film Paris, Daiei Motion Pictures Cy Tokio; Buch: Marguerite Duras; Kamera: Takahaski Michio, Sacha Vierny; mit Emmanuelle Riva (Die französische Schauspielerin), Eiji Okada (Der japanische Architekt), Stella Dassas (Die Mutter), Pierre Barbaud (Der Vater), Bernard Fresson (Der Deutsche); 90 Min. „Eine französische Schauspielerin hat eine kurze Affäre mit einem Japaner, den sie bei Dreharbeiten in Hiroshima trifft. Bilder von Liebe und Tod mischen sich in dieser Stadt, die von ihrer tragischen Vergangenheit verfolgt wird, und die Affäre ruft in der Schauspielerin Erinnerungen an eine frühere Liebschaft wach: Während des Kriegs hatte sie sich in ihrem Heimatort Nevers in einen deutschen Soldaten verliebt und eine Nervenkrise erlitten, als er erschossen wurde. Nevers und Hiroshima, persönliche und allgemeine Tragödie, Erinnerung und Vergessen – die Themen erwachsen aus der im Grunde genommen einfachen Liebesgeschichte. Hiroshima, Resnais erster Spielfilm, enthält bemerkenswerte Neuerungen und zeigt Möglichkeiten eines originalen literarischen Films, der sorgfältig ausgearbeitete Texte aufnehmen könnte und doch ganz und gar Kino zu bleiben vermag.“ (Buchers Enzyklopädie des Films, London/Frankfurt 1977)

His Girl Friday (D.F.) USA 1940; Regie: Howard Hawks; Buch: Charles Lederer, nach dem Theaterstück „The Front Page“ von Ben Hecht und Charles McArthur; mit Gary Grant (Walter Burns), Rosalind Russell (Hildy Johnson), Ralph Bellamy (Bruce Baldwin); 80 Min. Zeitungssatire. Diesmal wird die Rolle von Zeitungsreporter Hildebrand Johnson von einer Frau mit Namen Hildegard Johnson (Rosalind Russell) gespielt. Anders als in der Billy Wilder Verfilmung „Extrablatt“ mit Walter Matthau und Jack Lemmon. Die Geschichte ist in etwa die gleiche. Es geht um die Hinrichtung eines zum Tode Verurteilten und die daraus folgende Auflagensteigerung der Zeitung. Auch ein Sheriff braucht hier Hilfe: Hinrichtung ist gleich „Sicherheit und Ordnung“ für die Bürger und bedeutet für den Sheriff den sicheren Wahlgewinn. Schon 1930 wurde „Front Page“ von Lewis Milestone verfilmt, 1974 von Billy Wilder „Extrablatt“ und 1940 von Howard Hawks. Etwas irritierend an dieser deutschen Fassung ist die Tatsache, daß ein anderer (als der bekannte) Synchronsprecher den Gary Grant spricht. Ich hatte zeitweise den Eindruck, das wäre gar nicht Gary Grant. Den Nachgeborenen wird das jedoch nicht passieren.

Ich war neunzehn DDR 1968, Regie: Konrad Wolf, Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase; Kamera: Werner Bergmann, mit Jaecki Schwarz; 119 Min.“Das Sujet ist autobiographisch: Die Heimkehr eines emigrierten Deutschen als Rotarmist 1945. Wolf kam damals 19jährig aus Moskau zurück. Sein Filmprotagonist (zu deutsch etwa: Hauptdarsteller) erlebt als Kommandant von Bernau die unmittelbare deutsche Nachkriegsrealität: Mißtrauen, Opportunismus, Lethargie, Freude, Haß. Auch die Gefühle der Befreier sind ambivalent. Episodenhaft und tagebuchartig hat Wolf die Szenen zusammengefügt. Gefilmt wird mit Verständnis, aber auch mit Wut.“ (Aus Chronik des deutschen Films, von Hans Helmut Prinzler, Metzler Verlag, Stuttgart 1995)

In a lonely place (Ein einsamer Ort) OmU USA 1949; Deutsche Erstaufführung: 21.09. 1989; Regie: Nicholas Ray; Buch: Andrew Sold nach dem Roman von Dorothy B. Hughes, mit Humphrey Bogart (Dixon Steele), Gloria Grahame, Frank Lovejoy, Carl Benton Reid; 94 Min. “Nur gut, daß wir den wackeren Walter Kirchner haben, der seit drei Jahrzehnten dafür sorgt, dass wir die Filme immer noch (oder endlich einmal) auf der Leinwand und im Kino zu sehen bekommen und Ausgrabungen nicht nur dem Fernsehen überlassen bleiben. Mit Schrecken wird dabei manchmal bewußt, daß selbst die wichtigsten und schönsten Filme immer noch nicht zum selbstverständlichen Kanon gehören, der hierzulande zugänglich wäre, daß nicht einmal alle Rays in unsere Kinos gekommen sind- zu schweigen davon daß sie zu jeder Zeit für jedes Kino, das nur wollte, verfügbar wären. Walther Kirchner hat nun dafür gesorgt, daß “In a lonely Place“ endlich zu sehen ist: einer der schönsten Filme Bogarts, in einer Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert ist, als Drehbuchautor Dixon Steele. Ein harter Bursche mit weichem Kern, ein Zyniker, der romantischen Gedanken nicht abgeneigt ist, der hinlangen kann, dem es aber auch gleich leid tut . . . In a lonely Place ist, natürlich auch ein Film über eine solche Beziehung: die zwischen Steele und seiner Nachbarin, der schönen Schauspielerin Laurel (gespielt von der faszinierenden Gloria Graham, der damaligen Ehefrau Rays), die ihm durch ein Alibi schnell hilft, der aber angesichts seiner Brutalität doch Zweifel kommen und die ihn endgültig verläßt, gerade als seine Schuldlosigkeit zweifelsfrei feststeht: Da ist sie wieder, diese meisterhafte Balance zwischen Süße und Bitternis, nach der wir süchtig sind, da ist sie, unsere Droge:Kino, wie es am schönsten ist. (Fischer Film Almanach 1990. S. 109)

Komm und Siehe (Idi i smotri) OmU UdSSR 1985; Regie: Elem Klimov; 146 Min. Weißrussland 1943. Der 14-jährige Florian schließt sich den Partisanen an. Doch seine Partisaneneinheit zieht weiter und muß ihn zurücklassen. Als er in sein Dorf zurückkehrt findet er weder seine Mutter noch seine Geschwister. Die Suppe im Ofen ist noch warm. Er irrt durch das zerstörte Land. Und das Grauen hat noch lange kein Ende. Er wird Zeuge einer „Vergeltungsaktion“ eines SS-Komandos: Die Bewohner eines ganzen Dorfes werden in einer Holzkirche zusammen getrieben und verbrannt. Wie durch ein Wunder entkommt er dem Massaker. Am Ende schießt Florian, dessen Gesicht inzwischen die Züge eines Greises angenommen hat, in ohnmächtiger Verzweiflung auf ein Hitlerbild in einer Pfütze. Kein anderer Film hat die Barbarei der Deutschen während des Krieges gegen die Sowjetunion mit solch filmischer Wucht und dermaßen erschütternd darstellen können wie Elem Klimovs “Komm und Siehe”.

Ladykillers (D.F.) GB 1955; Regie: Alexander Mackendrick; mit Katie Johnson, Alec Guinness, Peter Sellers, Cecil Parker, Herbert Lom, Danny Green; 89 Min Es fängt alles damit an, daß Misses Wimmerforce (Katie Johnson) ein Zimmer zu vermieten hat. Misses Wimmerforce ist eine gutmütig schrullige alte Dame. Sie vermietet das Zimmer an einen älteren Herrn (Alec Guinness), der sich als Professor Markus vorstellt und mit seinen Freunden in dem Zimmer klassische Streichquintette üben will. Doch die vier Freunde sehen nicht so aus, als wenn sie gut mit Streichinstrumenten umgehen könnten. Ihr Handwerkszeug sind eher Brecheisen, Brennschneider und Feuerwaffen. Misses Wimmerforce ahnt nicht, daß in dem kleinen Zimmer nur ein Grammofon Musik macht und stattdessen ein Überfall auf einen Geldtransport geplant wird. Wie der Film zu seinem Titel kommt? Irgendwann kommt die Sache der Misses Wimmerforce komisch vor und sie will zur Polizei. Da wird die Sache brenzlig und eine unliebsame Zeugin soll beseitigt werden. Die Gangster versuchen es, aber letztlich müssen alle mit dem Zug mit. Auch Alec Guinness. Da bleibt nur zu sagen: Guinness ist good for you.

Leuchte, mein Stern, leuchte (Gori, gori, moja zvezda!) (D.F.) UDSSR 1969; Regie: Alexander Mitta; Buch: Juli Dunski, Waleri Frid, Alexander Mitta; Kamera: Juri Sokol; Musik: Boris Tschaikowski; mit Oleg Tabakov, Oleg Jefremow, Jewgeni Leonow, Jelenka Proklowa; 99 Min. 1920 ist die Russische Revolution drei Jahre alt, und es ist Bürgerkrieg. Durch den Süden des Landes zieht der Schauspieler Iskremas (Iskremas = iskusstvo revoljucii massam: die Kunst der Revolution den Massen). Von seinem Pferdewagen herab versucht er die Menschen aufzurütteln: Er hält dem Publikum die große Rede des Antonius aus „Julius Caesar“ und bezieht die stumm Staunenden als römische Massen in sein Spiel mit ein. Unter den immer wieder umschlagenden politischen Verhältnissen folgt Iskremas seiner Mission mit einem Idealismus, der ihn absurde und gefährliche Abenteuer erleben läßt. Iskremas hat Krysja aufgelesen, ein heimatloses, schmollendes Wesen, in dem, so ist er überzeugt, eine große Schauspielerin schlummert. In dem Nest Kaprivncy inszeniert er mit ihr das „Das Mysterium der Jeanne d‘ Arc“, wobei der Scheiterhaufen gleich das ganze Theater in Brand setzt. Sehr erwähnenswert an diesem Film erscheint mir noch ein Kerl namens Paska, der sich stolz „Illusionist“ nennt. Er besitzt eine pedal-angetriebenen Filmprojektor und einen Stummfilm, „Drama am Meer“, den er je nach Herrschaftslage unterschiedlich kommentiert. Paska ist Überlebenskünstler, könnte man schreiben. Iskremas nicht.

Mama, ich lebe DDR/UdSSR 1976; Regie: Konrad Wolf; Buch: Wolfgang Kohlhaase; mit Peter Prager (Becker), Uwe Zerbe (Pankonin), Eberhard Kirchberg (Detlef Gries), Margarita Terechowa (Swetlana), Michail Wasskow (Kolja), 103 Min. Ein Kriegsgefangenenlager in der Sowjetunion. Vier junge Deutsche tauschen ihre Uniform, um an der Seite des ehemaligen Feindes für eine schnelle Beendigung des Krieges zu kämpfen. In sowjetischen Uniformen fahren sie an die Front. Die neue Identität ist für sie nicht einfach. Ihre ehemaligen Kameraden nennen sie Verräter. Sie fahren an die Front, um gegen ihre Landsleute zu kämpfen. Einer von ihnen wir den Krieg überleben. Die Mörder sind unter uns (Ostdeutschland 1946) Regie, Buch: Wolfgang Staudte, Kamera: Friedl Behn-Grund, Musik: Ernst Roters, mit Ernst Wilhelm Borchert, Hildegard Knef, Arno Paulsen, Produktion: DEFA. 90 Min. „Berlin nach dem Ende des Krieges. Ein Arzt und Unteroffizier, psychisch deformiert aus dem Krieg heimgekehrt, trifft seinen Hauptmann wieder, der 1942 in Polen Frauen und Kinder als Geiseln erschiessen ließ. Von dem Versuch, den Mörder von damals, der sich schnell in einer neuen Existenz eingerichtet hat, durch einen Akt der Selbstjustiz zu töten, wird der Arzt durch eine junge Frau abgehalten, die ihm neuen Lebensmut gibt. Staudte formuliert seine Parabel über die Gewissensfragen von Schuld und Sühne in expressiven, metaphorischen Bildern. Die Überhöhung gibt dem Werk eine Bedeutung, an der es als erster deutscher Nachkriegsfilm ohnehin schwer zu tragen hat.“ (Aus Chronik des deutschen Films von Hans Helmut Prinzler, Metzler Verlag Stuttgart 1995)

The Player (D. F.) USA 1992; Regie: Robert Altman; mit: Greta Scacchi, Whoopi Goldberg, Tim Robbins, Julia Roberts, Bruce Willis, Angelica Huston, Jack Lemmon, Andie McDowell, James Coburn, Julia Roberts, Elliot Gould; 124 Min. Film über die Herstellung eines Hollywood Filmes. Tim Robbins spielt den Hollywood Produzenten Griffin Mill, der auf der Suche nach geeigneten Drehbüchern ist, aus denen das Geld der Zukunft zu machen ist. Immer wieder erreichen ihn Postkarten mit Morddrohungen, und er findet auch schon mal eine Giftschlange in seinem Auto. Nur weiß er nicht, wer ihm da ans Leben will. Feinde gibt es sowohl unter seinen Kollegen, die gerne seinen Job hätten, wie auch unter den Drehbuchautoren, deren Bücher er nicht kauft oder denen er die Ideen klaut. Irgendwann sind seine Nerven jedenfalls so dünn, daß er einen Drehbuchautor umbringt und die Polizeimaschine kommt in Bewegung. An der Spitze Kommissarin Susan Avery (Whoopi Goldberg) auf Mörderjagd. Ihre Verhörmethoden bedürfen der Würdigung. Während der richtige Mörder vor ihr sitzt, was nur die Zuschauer wissen, fängt sie im Kommisariat an, ihre Tampons zu suchen. Die werden auch gefunden, aber es sind die von ihrer Kollegin, die mit den Jumbos. Schon allein diese 20 Minuten lohnen die Besichtigung des Filmes. . . . Jedenfalls lehrt uns Robert Altman, daß in Hollywood die Mörder unbestraft nach den Dreharbeiten nach Hause gehen und nicht etwa ins Gefängnis wie bei uns – manchmal. Und noch ein weiterer Lehrsatz, den uns Altman beibringt: In Hollywood werden die Mörder aus dem Filmgewerbe nicht zur Strecke gebracht, sondern aus ihren Taten werden nur neue Drehbücher.

Die Prämie (Premija) (D. F.) UdSSR 1974; Regie: Sergej Mikaelian; Buch: Alexander Gelman; mit Jewgeni Leonow, Michail Gluski, Wladimir Samoilow, 85 Min. “Der Bridadier Potapow und seine ganze Brigade weigern sich am Zahltag, die dem gesamten Betrieb für die Übererfüllung des Plans zustehende Prämie anzunehmen. Darauf hin muß eine Parteisitzung einberufen werden, in der die leitenden Angestellten der verschiedenen Ressorts zu Worte kommen. Zu Beginn herrscht noch die Tendenz vor, den ungebildeten Brigadier, der ja keinen Überblick haben könne, überheblich zurechtzuweisen. Dem anfänglichen Widerwillen folgen Wut und Bestürzung, als Potapow nach Schilderung von Einzelfällen eine Berechnung vorlegt, aus der hervorgeht, daß ein ursprünglich festgelegtes, später stark reduziertes Plansoll hätte erfüllt werden können; der ganze Betrieb, so sein Antrag, solle die für Übererfüllung eines unrechtmäßig reduzierten Solls erhaltene Prämie zurückzahlen“. (ARD Film Heft 1976)

Der Rat der Götter DDR 1950; Regie: Kurt Maetzig; 111 Min.Die unrühmliche Geschichte der IG Farben, des großen deutschen Chemiekonzerns, der so prächtig mit den Nazis zusammgearbeitet hat. Nach dem Krieg von den Allierten aufgelöst und in drei neue Konzerne aufgeteilt: Bayer, BASF und Höchst. Die IG Farben hat mit Zyklon B, jenem Gas, mit dem die Deutschen Nationalsozialisten Millionen von Menschen in den Konzentrationslagern umgebracht haben, viel Geld verdient.

RobbyKallePaul BRD/Schweiz 1988; Regie: Dani Levy, mit Dani Levy (Robby), Frank Beilike (Kalle), Josef Hoffmann (Paul), Anja Franke (Henny), Maria Schrader (Malu), Nina Schulz, Helma Fehrmann, Martin Walz, Holger Franke, Gerd Hunger; 95 Min. Robby, Kalle und Paul leben in einer Berliner Wohngemeinschaft. Henny, die Freundin von Robby, hat sich in Kalle verknallt. Deshalb zieht sie aus. Dafür zieht der biedere Landschwabe Paul ein. Der ist in seine Arbeitskollegin Tilla verliebt, die jedoch vor seinen Annäherungsversuchen in die Arme von Kalle flüchtet. Das ist zuviel. Die beiden Verlassenen verschwören sich gegen den Don Juan. Zur Versöhnung beschließen sie, auf Beziehungen zu Frauen künftig ganz zu verzichten. Sexuelle Askese ist angesagt. Das geht nicht gut und auch nicht lange. Denn es taucht Malu auf und die verliebt sich in Robby und bleibt einfach da. Motto des Filmes: Es gibt hundert Wege, eine Frau zu finden, aber noch mehr, nie eine zu kriegen.

Rotation, DDR/DEFA 1949, Regie: Wolfgang Staudte, Buch: Erwin Klein; Wolfgang Staudte, Kamera: Bruno Mondi, Musik H. W. Wiemann, mit Paul Esser, Irene Korb, Karl Heinz Deikert, Brigitte Krause. 84 Min. „Im Mittelpunkt des Filmes steht der Schriftsetzer Behnke, ein vor dem Hitlerfaschismus indifferenter Kleinbürger, der sich bis zum Maschinenmeiste hochgearbeitet hat. Während des Krieges erkennt er die Fragwürigkeit seines Verhaltens und wechselt vom Weg des geringsten Widerstands zum aktiven Widerstand.“(Aus Filme im Klassenkampf, Herausgegeben vom Medienzentrum Kreuzberg; 2. Auflage Berlin 1977, S. 108).

Die Russen kommen DDR 1968/1987; Regie: Heiner Carow; Buch: Klaus Küchenmeister; mit Gert Krause-Melzer (Günther Walcher), Viktor Perelwalow (Russischer Junge), Dorothea Meissner (Christine), Norbert Christian, Karla Runkehl, Wsewolod Safanow, Hans Hardt-Hartloff, Rolf Ludwig, Lissy Tempelhof; 96 Min. Ein kleiner Ort an der Ostsee, im Frühjahr 1945: Die Erwachsenen hoffen, daß die West-Alliierten bei ihnen einmarschieren, und fürchten, daß die Russen kommen. Die Hitler-Jungen ziehen hinter Landsknechtstrommeln im letzten Aufgebot des Volkssturms in den Kampf. Günter, mitschuldig geworden an der Erschießung eines jungen geflüchteten Fremdarbeiters, möchte gerne ein Held sein und findet sich am Morgen nach der ersten Wache allein. Seine Kampfgefährten haben sich davon gemacht. Dann sind die Russen da, ganz undramatisch, und richten sich ein. Günter glaubt, alle Gefahr sei vorbei. Dann wird er verhaftet, wegen Mordes an einem Sowjetbürger. Ein Film von Heiner Carow, der zwanzig Jahre brauchte, um auf die Leinwand zu kommen

Das russische Wunder Teil 1 Kompilations-Dokumentarfilm, DDR 1963; Regie: Annelie und Andrew Thorndike; Kamera: Sergej Kisseljow; 118 Min. Am Anfang sehen wir den ersten Sozialisten in das Weltall fliegen. Juri Gagarin fliegt um den Mond herum. Dem Film dient er als Beweis für die Überlegenheit des Kommunismus über den Kapitalismus. Zar Nikolaus <der Bösewicht> wird vorgeführt. Hunger und Elend herrschen im Russischen Reich. Die Bauern werden ausgeplündert nach Strich und Faden. Dann kommt Vladimir Iljitsch Uljanow <der Gute> und befreit sie alle. Vorher müssen jedoch noch die anderen Bösen <Kaiser Wilhelm, USA, British Empire, Japan, und die Feinde im Lande> bekämpft werden. Das dauert seine Zeit. Aber der <Gute> Lenin und die gute Rote Armee gewinnt. Jetzt kommt der <Gute> Stalin und läßt große Fabriken bauen. Stahl, Strom, Traktoren kommen ins Land. Der Hunger hat ein Ende. Dann kommt der <Gute> Eisenbahnschlosser Burakow und führt den Subbotnik ein. Die freiwillige Überstunde am kommunistischen Sonnabend Ende der 20iger Jahre. Zum Schluß sehen wir Gagarin auf dem Roten Platz in Moskau. Das russische Wunder ist auf jeden Fall dem Wirtschaftswunder überlegen. Doch das kommt erst im zweiten Teil. Bei Erfolg des ersten reichen wir den zweiten gerne nach. Das ganze ist nicht so sehr Kasperletheater, wie es nach der Beschreibung scheint. Die Thorndikes sind wirklich um die halbe Welt gefahren, um relativ einmalige Aufnahmen in den Filmarchiven zu finden.

Schatten und Nebel (D.F.)(Shadows and fog) USA 1992; Regie: Woody Allen; Musik: Kurt Weill; mit: Woody Allen, Mia Farrow, Donald Pleasance, Jodi Forster, 85 Min. Der jüdische Buchhalter Kleinmann wird von seinen Nachbarn geweckt. Er soll helfen, einen Mörder zu fangen, den die ganze Stadt sucht. Mit etwas Pfefferpulver bewaffnet, schleicht Kleinmann ängstlich durch die Stadt.

Die Sonnensucher DDR 1958/1972; Regie: Konrad Wolf; Buch: Karl Georg Engel; mit Ulrike Germer, Günther Simon, Erwin Geschonneck, Wiktor Awdjuschko, Wladimir Jemeljanow, Willi Schrade, Manja Behrens, Norbert Christian, Erich Franz, Horst Kube, Brigitte Krause; 115 Min. 1950 in der DDR: „Brodelnde Goldgräberatmosphäre im Urangebiet der „Wismut“. Aus vielen Gegenden strömen Menschen zusammen, gleichgültige und hoffnungsvolle, freiwillig und unfreiwillig. Ohne Scheu greift der Film die Konflikte dieses schwierigen Anfangs auf. Fahl, gleichsam kraftlos steht die Sonne am trüben Himmel. Wird sie einmal heller scheinen?“ (Progreß Film – Programm Nr. 112/1959 – nicht erschienen). Auf der Wismut leben vor allem Außenseiter: Mißtrauische, Beschädigte, Ungebundene, denen die Arbeitsbedingungen und die sowjetischen Beobachter viel abverlangen. Konrad Wolfs Darstellung der Verhältnisse vor Ort ist so realistisch geworden, daß der 1957/58 gedrehte Filme – vor allem auf Veranlassung der Russen – nicht ins Kino kam. Erst dreizehn Jahre später: 1971 erblickte er das Licht der Leinwand.

Tampopo (D.F.) Japan 1986; Regie und Buch: Juzo Itami; mit Tsutomu Yamazaki, Nobuko Miyamoto, 114 Min. Liebe und Nudelsuppe. Die Frage, wie beides perfekt wird, beschäftigt Tampopo und den Lastwagenfahrer Goro. Mit List und Tücke werden die Geheimnisse des Kochens von Nudelsuppe bei anderen Meisterköchen herausgebracht. Tampopos Spione sind überall. Der Film besteht aus zahlreichen kleinen Geschichten. Am Ende jedenfalls stehen die Gäste vor Tampopos Suppenküche Schlange. ”Der Film beginnt mit einem kleinen Angriff auf uns, das Kinopublikum. Da setzen sich ein smarter junger Gangster und seine schöne Gangsterbraut in die erste Reihe eines Kinos und lassen sich einen kleinen Tisch vom Feinsten zu essen und zu trinken auftragen. Mit einem kalten Lächeln begrüßt der Gourmet Gangster uns und macht uns gleich darauf aufmerksam, daß er Leute, die im Kino geräuschvoll Chips essen, nicht leiden kann. Das macht er denn gleich auch einem Zuschauer handgreiflich klar. Und übrigens mag er auch diese piepsenden Uhren nicht. Ertappt blicke ich auf meine 9.99 – DM-Casio, der ich das Piepen immer noch nicht habe abgewöhnen können und für einen Augenblick denke ich an ein Kino in Tokyo, in dem 144 von den 210 Zuschauern genauso erschreckt auf ihre verdammten Piepsuhren sehen . . . Ein japanischer Nudelsuppen Western, der den Ehrgeiz hat, auch noch über den Zusammenhang zwischen Essen und Liebe zu berichten, ist eigentlich das, was ich mir schon immer zu sehen gewünscht habe.”(Georg Seeßlen in EPD Film 6/89)

Taschengeld (D.F.) (L’argent de poche) Frankreich 1975; Regie: Francois Truffaut; Drehbuch: Francois Truffaut, Suzanne Schiffman; Kamera: William Glenn; mit Geory Desmouceaux, Philippe Goldman, Chantal Mercier, Eva Truffaut; 104 Min. Ein Film über Kinder in einer französischen Kleinstadt. Über ihre Sorgen und ihre Abenteuer. Die meisten gehen in dieselbe Klasse. Am Sonntag trifft sich die ganze Stadt im Kino. Am Ende des Schuljahres fahren die Kinder ins Ferienlager. Die 18 einzelnen Episoden sind nur oberflächlich zusammengehalten, deshalb ist der Film eigentlich nicht zu erzählen. Aber einen Versuch will ich wagen:“Silvie will unbedingt ihre alte Handtasche, in der sie alles wichtige aufbewahrt, ins Restaurant mitnehmen. Weil sie so eigensinnig ist, lassen ihre Eltern sie zuhause. Aber Silvie weiß sich zu helfen. Schließlich hat der Papa das Megafon in der Wohnung gelassen. Richard leiht zwei Freunden das Geld, das er von seinen Eltern für den Friseur bekommen hat. Die selbstgeschnittene Haartracht weckt beim Vater keine Begeisterung. Patrick verliebt sich in die Mutter eines Klassenkameraden. Im Mittelpunkt der Episoden des Films stehen die Kinder einer französischen Schulklasse. „Kinder haben die Gabe, mich um den Verstand zu bringen. Ich vergöttere sie, und schon ist es um mich geschehen“. (Victor Hugo)“ zitiert Francois Truffaut in Taschengeld. So ist es.

Thomas Müntzer DDR 1955; Regie: Martin Hellberg, Buch: Martin Hellberg, mit Wolfgang Stumpf (Thomas Müntzer), Margarete Taudte (Ottilie von Gersen), Wolf Kaiser (Schwabenhannes), Martin Flörchinger (Heinrich Pfeiffer), Wolfgang Kaehler (Markus Stübner), Heinrich Gies (Hans Buss), Ruth Maria Kubitscheck (Bärbel Buss, die Schwester) Albert Garbe (Bauer Barthel), Maly Delschaft (Die Frau des Bauer Barthel), Hans Joachim Büttner (Veit, ein Bergknappe).135 Min. „Der junge Thomas Müntzer kommt 1523 mit seiner Frau Ottilie ins thüringische Allstedt, wo er eine Pfarrstelle antreten soll. Als Anhänger der Lehre Luthers sieht er in der Bibel nicht nur Ansätze zu geistlichen, sondern auch zu weltlichen Reformen. Als es mit Luther darüber zum Zerwürfnis kommt und sich dieser von der notleidenden Landbevölkerung abwendet, erhebt sich Müntzer zu deren Sprecher. Er ist gezwungen, nach Süddeutschland zu gehen, wo er mit aufständischen Bauern zusammenkommt. Doch sein Weg führt ihn zurück nach Thüringen. 1525 bildet er gemeinsam mit Heinrich Pfeiffer Mühlhausen das Zentrum des thüringischen Bauernaufstandes, dessen Erfolg allerdings darunter leidet, dass Bauern und Handwerker nicht imstande scheinen, an einem Strang zu ziehen. In Frankenhausen wird er zum Anführer eines Bauernheers, das sich in einer Schlacht den Fürsten stellt – und vernichtend geschlagen wird. Müntzer wird festgesetzt und für seine aufrührerischen Taten zum Tod durch Enthaupten verurteilt.“ (Abgeschrieben bei: Filmportal.de).

Die Tote von Beverly Hills BRD 1964; Regie: Michael Pfleghar; Kamera: Ernst Wild; Buch: Peter Laregh zusammen mit Hansjürgen Pohland nach einer Satire von Curt Goetz; mit Heidelinde Weiss (Lu), Klausjürgen Wussow (Curt Gerst), Wolfgang Neuss (In einer Doppelrolle: Detektiv Ben und Sheriff), Alice und Ellen Kessler (The Tiddy Sisters) , Horst Frank (Dr. Maning alias Steiniger), E. F. Fürbringer (Sostlov), Peter Schütte (Swendka); Produktion: Modern Art Film Hansjürgen Pohland; 110 Min. Am 25. Juni 1991 nahm sich in Düsseldorf ein Mann das Leben, der 27 Jahre früher (im Frühjahr 1964) mit seinem ersten Film in die Kinos kam. Kritik und Publikum waren sich einig: Der Regisseur des Filmes „Die Tote von Beverly Hills“ hat eine grosse Zukunft. Dennoch hat Michael Pfleghar nie wieder einen Film fürs Kino gemacht (doch einen, aber der ist an mir vorbeigegangen: 1965 >Serenade für zwei Spione<), nur im Fernsehen konnte man seine Shows bewundern, auch diese waren ihrer Zeit weit voraus. Mit von der Partie 1964 waren (der damals noch ganz junge) Klausjürgen Wussow, der ewige Bösewicht Horst Frank, Wolfgang Neuss (in einer Doppelrolle), Heidelinde Weiss und nicht zu vergessen: Alice und Ellen Kessler. Die Regenbogenpresse wusste 1991 genau, warum sich Michael Pfleghar eine Kugel gab: Wencke Myhre (Er hat ein knall – knallrotes Gummiboot), der norwegische Schlagerstar, hatte ihn verlassen wegen eines anderen (Mannes). Curt Goetz hat die Satire “Die Tote von Beverly Hills“    1951                                                     Foto von Wolfgang Neuss: Gisela Groenewold             geschrieben. „Curt Goetz, charmant und originell, widmete dieses Buch seiner Frau, die da behauptet, ich könne keinen erotischen Roman schreiben. Und ob ers kann. Dieser spritzige Cocktail aus Kriminalgeschichte, erotisch geladenem Tagebuch, stilechtem Western und einem Schuß Autobiographie, gemixt in Hollywood und versetzt mit einem Hauch Melancholie, ist ein äußerst geistreicher Genuß. Das Vergnügen am schlagkräftigen Wort, an der überraschenden Pointe, am Gewagten, das delikat das Allzu-Gewagte verschweigt, alles, was Bühnenautor Goetz so unnachahmlich macht, funkelt auch in jeder Zeile dieser Satire auf einen Bestseller.“ (Klappentext dtv Band 155, 7. Auflage Dezember 1965). „Was Pfleghar beinahe gelungen wäre, das ist eine eigene Variante der sophiticated comedy. Hollywood or Bust und Hellzapoppin sind hier viel näher als Der Apfel ist ab oder Lulu.“ (Enno Patalas in Filmkritik vom Mai 1964. Es ist die erste Filmrolle von Klausjürgen Wussow gewesen. Der junge deutsche Film mußte Geld sparen, deswegen Wolfgang Neuss in einer Doppelrolle (Detektiv Ben und Sheriff).

Die Unbesiegbaren DDR 1953; Regie: Artur Pohl; Kamera: Joachim Hasler, Musik: Walter Sieber; mit Alice Treff, Willy Kleinau, Karl Paryla, Tamara Osske, Werner Peters, Erwin Geschonneck. 107 Min. „Im Jahr 1878 wurde das Bismarcksche Sozialistengesetz verkündet, das alle Vereine und Gruppen verbot, die sich zu sozialistischen Zielen bekannten. Sozialdemokratische Arbeiter wurden ausgewiesen oder zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Dieses Gesetz bewirkte das genaue Gegenteil von dem, was seine reaktionären Urheber beabsichtigt hatten: die Arbeiter schlossen sich im Widerstand und unter vielen Opfern fester zusammen und wurden eine unbesigbare Macht. Der Film schildert die 12-jährige Entwicklung am Beispiel einer Berliner Arbeiterfamilie:“ (Aus: Film im Klassenkampf, Berlin 1977, S. 102, Herausgegeben vom Medienzentrum Kreuzberg). Start in der DDR war am 10. April 1953. In Westdeutschland kam der Film nicht in die Kinos. Arthur Pohl selber fiel nach der Fertigstellung des Filmes „Die Spielbankaffäre“ (1957) in der DDR in Ungnade. Der als Farbfilm hergestellte Film kommt nur als Schwarz-Weiss Film in wenige Kinos der DDR und wird nach kurzer Zeit zurückgezogen. Der Westen sei zu positiv dargestellt. Das Negativ wird vernichtet. Erst zwanzig Jahre später wird dieser Film einmal bei der Berlinale gezeigt, aber erst, als es DDR nicht mehr gibt. Arthur Pohl geht nach West Berlin. 1960 betraut ihn der „Sender Freies Berlin“ (SFB), wie er sich damals nennt, mit der Regie des Filmes „Das Haus voller Gäste“. Wegen der heftigen Kritik aus dem „Konservativem Lager“ ist mit diesem Film auch im Westen seine Karriere als Regisseur beendet, bevor sie richtig begonnen hat. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er mit dem Verfassen von Drehbüchern belangloser Fernsehvorabendserien. Arthur Pohl stirbt im Alter von 70 Jahren am 15. Juni 1970 in Berlin (West).

Der Untertan, DDR 1951, Regie: Wolfgang Staudte; Buch: Wolfgang und Fritz Staudte nach dem Roman von Heinrich Mann, Kamera: Robert Baberske, Musik: Hosrst Hann Sieber mit Werner Peters, Paul Esser, Sabine Thalbach, Blandine Ebinger. 109 Min. „Satire auf die Deutschen Stationen eines Kleinbürgers auf dem Weg nach oben: Schule, Universität, schlagende Verbindung, Militär, Direktorensessel einer Fabrik. Bei der Hochzeitsreise hat er eine Begegnung der dritten Art mit dem deutschen Kaiser. Ihm baut er zu Hause sofort ein Denkmal. In der Bundesrepublik wird der Film erst 1956 freigegeben-gekürzt und mit dem Hinweis versehen, daß es sich bei dem Geschehnissen um einen Einzelfall handelt.“ (Chronik des deutschen Films von Hans Helmut Prinzler, Metzler Verlag, Stuttgart)

Wenn Katelbach kommt (D.F.) (Cul-de-Sac) GB 1966; Regie: Roman Polanski; Buch: Roman Polanski und Gerard Brach; mit Donald Pleasance (George), Francoise Dorleac (Teresa). Lionel Stander (Richard genannt Dickie), Jack MacGowran (Albert); 116 Min. „Zwei Gangster (der schwerverletzte Albie und der bärenstarke Dickie) bleiben auf einer Verbindungsstrasse zu einer kleinen Insel mit ihrem alten Wagen hängen. Sie versuchen, mit ihrem Chef Katelbach Verbindung aufzunehmen. Die Insel bewohnt nur ein Ehepaar, zu dem sie bald in ihre Burg stossen: George, glatzköpfig, infantil, ein ehemaliger Fabrikant, und Teresa, Französin, vom Typ der Dirne der gehobenen Gesellschaft. Albie stirbt und so bleibt nur mehr Dickie zurück und drangsaliert das Paar, spielt mit Teresa, trinkt schließlich mit George. Als Gäste auftauchen, bricht der Konflikt auf. Mehr zufällig erschießt der degenerierte Gutsherr den Gangster, seine Frau verschwindet mit einem Bekannten. Der Herr der Insel bleibt winselnd zurück.“ (Text: G. Klaut) (An die nächste Generation. Diesen Katelbach schreibt man nur mit einem T., sonst würde er ja Kattelbach heissen.

WORKING GIRLS (D.F.) USA 1986; Regie: Lizzie Borden, Sandra Kay; 93 Min. Die 30-jährige Molly, Hochschulabsolventin und Lesbe , arbeitet drei Schichten in der Woche in einem kleinen Bordell mit einer unangenehmen Chefin. Nüchtern und distanziert, bei zahlreichen Szenen mit den verschiedensten Kunden, wird ein ganz normaler Arbeitstag der dort anschaffenden Frauen gezeigt.

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