Der Umbau von einer Kirche zum Supermarkt – geht flott voran!

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Fotos Jens Meyer

Die Kirche macht uns vor, wie aus Wohnungen Verkaufsräume werden. Die Wechsler im Tempel. Martin Luther schaut weg.

Der Michel führt mal wieder ein Theaterstück auf:

Podest rechts Kardinal Cajetan liest in einem Buch. Kardinal Bibbiena und ein zweiter Kardinal, der Bücher und Papiere in der Hand hat, kommt auf das Podest. „BIBBIENA: Moischele steht vor a kirche. Tate, was is da für a haus mit dem hohen turm? Moischele, dos ist a kirche. Was ist a kirche? Nun, die goim sagen, da wohnt der liebe Gott. Aber tate, der liebe gott wohnt doch im himmel. Sollst recht habn, wohnen tut er im himmel, aber do drinnen hat er sein gschäft. (Beide lachen) Der Heilige Vater. (Der Papst kommt auf das Podest. Er trägt Stiefel und um den Hals eine lange Kette.)“ “ (Seite 15) Aus: dem Theaterstück: Martin Luther & Thomas Münzer oder die Einführung der Buchhaltung von Dieter Forte. (1971 Verlag Klaus Wagenbach, Berlin)

Martin Luther
Martin Luther schaut lieber weg

Aus der Bibel Übersetzung von Herrn Martin Luther [(der steht links vom Eingang und guckt lieber weg in Richtung auf die Ost-West Strasse), (inzwischen mehrfach umbenannt)]

Reinigung des Tempels: 14) Und er fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feilhielten, und die Wechsler. 15) Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschüttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische um 16) und sprach zu denen, die die Tauben feilhielten: Traget das von dannen und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause!“ [(Aus: Das Evangelium nach Johannes I. 2, Seite I 20, Vierte Auflage 1972), Würtembergische Bibelanstalt Stuttgart (Volksbibel)]

Kann man nur erwidern: Machen sie ja auch nicht. Sie machen das Wohnhaus des Pastors zum Kaufhaus! Die andere Fraktion übersetzt die Geschichte ein wenig anders (1,46-2,22) Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel. „14) Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen.15) Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus und ihre Tische stieß er um. 16) Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!“ (Aus Einheitsübersetzung 1980 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart)

Fotos Jens Meyer

Auf der Suche nach Ludwig Averdieck

Erinnerungen an die Zukunft der Vergangenheit Auf der Suche nach Ludwig Averdieck Förderantrag für einen Film. Exposee (1982) pdfErinnerungenaneinenDeserteur

Die Gräber wurden gepflegt. Man stieg von Motorrollern auf Kleinwagen um. Unbequeme Menschen waren längst vergessen. Nur einige Steine mit Namen konnte man noch lesen. Halb vergammelt. Moos und Schimmel bedeckten die Steine. Buchsbaumhecken, Heldengedenksteine. Jeden Sonntag der Ausflug mit meinem Vater zu seinem Vater. Stinkiges Blumenwasser und alte Frauen. „Auf der Suche nach Ludwig Averdieck“ weiterlesen

AUF DER REEPERBAHN NACHTS UM HALB EINS von Peter Panter

AUF DER REEPERBAHN NACHTS UM HALB EINS

Nein. Nicht der Film mit Hans Albers. Sondern der Text von Peter Panter alias Kurt Tucholsky.Im >Grenzfaß<, da, wo Preußen an Hamburg stößt, gibt es morgens um halb fünf eine herrliche Hühnerbrühe,

„AUF DER REEPERBAHN NACHTS UM HALB EINS von Peter Panter“ weiterlesen

Stintfang endlich verkauft

Paula Karpinski ist die einzige tote SPD Genossin vor der ich Hochachtung habe. Sie hat in Hamburg keine Straße bekommen, „Stintfang endlich verkauft“ weiterlesen