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Die Dampfkesselkatastrophe und das Schneekind

Foto Jens Meyer

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Buch: David Wittenberg Film und Text – Brief an Sabine (II)

Hallo S., das Buch kam in meine Hände, weil mein Freund Dietrich Leder das Nachwort geschrieben hat. Wie es sich für ein Nachwort gehört, ist es hinten im Buch auf den Seiten 403 – 422. Ich habe deswegen die Krimi Lese Methode angewandt und zuerst die letzten Seiten des Buches gelesen. So erfährt man bei Krimis immer vorher, wer der Mörder ist und kann dann entscheiden, ob man den Rest auch lesen will. Habe ich gemacht. Den Rest auch gelesen. Das Nachwort ist nicht der letzte Text in diesem Buch. Bevor das Buch zu Ende geht, kommt noch eine Filmographie, denn David Wittenberg ist Filmemacher. Es folgt eine „Editorische Nachbemerkung“ (Zwei Seiten) von Irma Wittenberg, die die Texte aus den Jahren 1965 – 2010 herausgesucht hat. Ich kenne einige Filme von ihm und habe, in meiner kurzen Karriere als Filmverleiher bei Zentral Film, einige Filme von ihm und Edith Schmidt, mehr oder weniger erfolglos, verliehen. (Der Lip Film gehoerte dazu). Zu schreiben, in dem Buch werden die Filme gezeigt, wäre falsch, beschrieben wäre auch nicht richtig, vielleicht passt am besten: Mit Hinweisen versehen. Ein spannendes und manchmal kurzweiliges Buch. Man merkt den Texten an, hier war jemand mit Freude unterwegs. Keine Fleißarbeit, die die Mühe zeigt, mit der sie entstanden ist. Manchmal sind es spannende Gespräche, die von D.W. geführt werden. Besondere Freude machen mir Fundstücke, so wie diese (willkürlich herausgesucht):

Im Kapitel : Zeitsprung – Von Menschen und Denkmälern auf Seite 101. Überschrift: Der kleine Alltag.

»“Berlin , Alt Rudow 43, Auf einer Gedenktafel heißt es: Hier stand das Geburtshaus von Heinrich Stahl, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin 1933 – 1942. Dazu gab es einen Festakt des Berliner Senats, 1993, Stahl war aber Vorsitzender nur bis 1940, da wurde er von den Nazis aus dem Amt gejagt. Er wurde 1942 in Theresienstadt ermordet. Die Tafel hängt auch am falschen Haus. Das Geburtshaus, Alt Rudow 41 gehört einem Bäckermeister, der ein halbes Jahr nachdachte und dann die Gedenktafel doch lieber nicht am Haus haben wollte. Jetzt ist sie am Nachbarhaus befestigt. Das wird im Herbst 1993 abgerissen.“«

Quelle. Film und Text. Seite 101, David Wittenberg, Sa.Ga. Verlag für die Gesellschaft. 1. Auflage, Tbilissi, Georgien 2020.
ISBN 978-9941-8-24812-4

Nur als Hinweis für Menschen, die die Ecke von Berlin nicht kennen. Der Ausschnitt aus dem Falkplan. Alt Rudow 41 hat die Postleitzahl 12357 und ist im Planquadrat W 5 des Berliner Falk Planes zu finden.

David Wittenberg- Film und Text, Seite 111 (Aus dem Kapitel Zeitsprung- Von Menschen und Denkmälern).

„Die Neue Wache von Schinkel war zu DDR -Zeiten den „Opfern des Faschismus und Militarismus“ gewidmet, mit zwei symbolischen Urnen, eine „Dem unbekannten Soldaten“, die andere „Dem unbekannten Widerstandskämpfer“; es war nicht klar, ob vielleicht der unbekannte Soldat den unbekannten Widerstandskämpfer ermordet hatte“.

(David Wittenberg- Film und Text, Verlag für die Gesellschaft. 2020)

Diese Texte finden sich unter der Überschrift:„Was ist zumutbar?

Ein zurück gekehrter Emigrant berichtet, nach Besuch einer Ausstellung über Anne Frank habe eine ältere Dame ganz bewegt gemeint: „Aber warum hat man dieses Mädchen nicht wenigstens retten können?“

Ein Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald führte 1993 im Frühjahr eine Gruppe junger Frauen durch das KZ-Gelände. Sie waren zu Tränen gerührt vom Schicksal der Kinder in Buchenwald . Beim Gang über den ehemaligen Appellplatz kam ein Punk mit bunter Frisur vorbei. Da hieß es: „Na, der hätte auch hier herein gehört.“

David Wittenberg- Film und Text, Verlag für die Gesellschaft, Seite 110.

Herausgeberin: Irma Wittenberg Mitarbeit: Soso Dumbadze Buchlayout: Giorgi Bagrationi Umschlagdesign: Ani Asatiani Vorwort : Detlev Claussen Nachwort: Dietrich Leder

Frage an den Nachwortschreiber: Hallo Dietrich, meine Freundin Sabine und ich natuerlich auch, wir haben uns die Frage gestellt, wie kommt das Buch nach Tbilissi in Georgien und warum? Ist es dort besonders billig zu drucken, oder wie oder was? Jens Hallo Jens, Irma (Wittenberg) hatte nach einem Verlag gesucht. Die einen wollten nicht, die anderen zuviel Geld. Dann gab es vor 15 Monaten eine Veranstaltung von LaDOC zu Agnes Varda in der KHM (Kunsthochschule für Medien), die ich moderierte. Da waren Irma und David (Wittenberg). Und Soso Dumbatze, der bei mir Diplom machte und der einst in einem Seminar zum Essayfilm war, zu dem ich nach Hartmut B. (Bitomsky) und Harun F. (Farocki) auch David (Wittenberg) eingeladen hatte. Soso ging deshalb auf David zu, den und seine Filme er sehr schaetzt, und so kamen sie ohne mein Zutun ins Gespraech. Soso kommt aus Georgien und hat dort einen Verlag gegruendet, um philosophische und medienhistorische Texte in Englisch, Deutsch und Georgisch zu veroeffentlichen. Schoene Geschichte finde ich. Gruesse nach HH! Dietrich

Veröffentlicht unter 1993, Alt Rudow 41, Berlin, Berlin Buch, Berlin Rudow, David Wittenberg, Deutsche Filme, Deutscher Film, Dokumentarfilm, Juden, NSDAP, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Die Freiheit des Andersdenkenden – Brief an Sabine (I)

Hallo S.,

die erste Wahrheit (Prawda) im neuen Jahr: Ich hab herausgefunden, warum das Rozalia Luksenburg (richtige Schreibweise) Zitat oft ohne Quellenangabe abgedruckt wird. Dahinter verbirgt sich eine boese Absicht. Eine boese Absicht, die man nur herausfindet, wenn man das Zitat dann endlich gefunden hat. Ein Zufall fuehrte mich auf diese Spur. Ich hatte gerade ein Buch abgeschlossen und war sehr unzufrieden damit, wusste aber eigentlich nicht so recht, warum es mir nicht gefallen hat. Das Buch, dir kann ich das ja schreiben, ist von Florian Huber, erschienen im Berlin Verlag, was eine Unterabteilung vom Piper Verlag in Muenchen ist. Es heisst : „Die Rache der Verlierer, Die Erfindung des Rechtsterrors in Deutschland“. Leider verspricht der Umschlag mehr, als der Inhalt tatsaechlich hergibt. Keine neuen Erkenntnisse, aber die alten Erkenntnisse sorgsam relativiert, so daß man mit den Nazis richtig Mitleid bekommt, wie schlecht man mit ihnen damals (AFD – NSU fehlt) und heute umgegangen ist und wird. Es ist langweilig und unnoetig. Besonders dann, wenn man vorher von Sebastian Haffner „Der Verrat“ gelesen hat. Aber ein Freund hat mir ein zweites Buch geschickt, was er vorher selber gelesen hatte und dieses Buch, ueber die gleiche Problematik (ebenfalls aus dem Piper Verlag in Muenchen), ist ein Jahr vorher erschienen und bringt tatsaechlich einige Informationen, von denen ich noch nicht wusste. Auf dem Umschlag der Titel „1918 Aufstand fuer die Freiheit – Die Revolution der Besonnenen“ von Joachim Käppner. Einzige Kritik an diesem Buch sind die Anmerkungen, die sehr unuebersichtlich und unpraktisch angeordnet sind, wenn man die Erklaerungen der Anmerkungen hinten im Buch sucht. Sie sind immer dem Haupttitel und nicht den Zwischenueberschriften zugeordnet.

Dort habe ich jedenfalls den Hinweis auf das Luksenburg (Luxemburg) Zitat gefunden und gleich mal das entsprechende Buch dazu bestellt, um zu ueberpruefen, was die Suche nicht gerade einfach macht, wenn man ueberpruefen will, wer was wann gesagt hat und ob die Quellenangaben tatsaechlich stimmen. Das mit der Freiheit und dem Andersdenken. Die Luksenburg Angabe stimmt jedenfalls. Das Zitat findet sich im Band 4, Rosa Luxemburg, Gesammelte Werke. August 1914 bis Januar 1919, erschienen im Dietz Verlag Berlin (Ost) 1983. Auf Seite 359. Damit Du erleben kannst, was der Hintergrund fuer die Quellenangabe, die fehlende ist, habe ich Dir die Seite auf den Skaenner gelegt. In einer 4 Punkt Schrift befindet sich das Zitat im Kleingedruckten und war der Dame offensichtlich nicht so wichtig, erschienen unter Nummer 3 findet sich:
„3) Bemerkung am linken Rand ohne Einordnungshinweis: „Freiheit nur fuer die Anhaenger der Regierung, nur fuer die Mitglieder einer Partei – moegen sie auch noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der ‚Gerechtigkeit‘, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen haengt und seine Wirkung versagt, wenn die ‚Freiheit‘ zum Privilegium wird. (Im Kapitel Zur russischen Revolution)““.

Weil es bei Frau Luxemburg eben nur kleingedruckt am Rand erscheint, deswegen verzichten die Damen und Herren Zitate Sucher immer darauf, den Platz zu nennen, an dem es gedruckt erscheint. Das musste mal geschrieben werden. Und noch ein Hinweis: Der Band 4 der Gesamtausgabe hat ein Vorwort von 56 Seiten. So viele Seiten sind sehr selten bei Vorwoertern. Das koennte man schon „Vor Roman“ nennen. Dazu kommt noch eine redaktionelle Vorbemerkung von zwei Seiten. Aber so ist das bei Menschen, die schon so lange nicht mehr unter uns weilen. Die koennen sich gegen sechsundfuenfzig (56) Seiten Vorwörter und zwei Seiten Vorbemerkungen nicht wehren. Das haette Rosa bestimmt gemacht. Der letzte Text in diesem Buch wurde in der Roten Fahne vom 14. Januar 1919 unter dem Titel: „Die Ordnung herrscht in Berlin“ veröffentlicht. (Band 4, S. 536) (Ps: Im Register gibt es keinen Hinweis auf dieses Zitat, obwohl das Register achtzehn Seiten hat. Aber fuer eine Randnotiz reichte wohl der Platz nicht aus. Das war 1983 vermutlich nicht modern, oder? Den Dietz Verlag in Berlin gibt es doch noch? Oder gehoert der schon einem Andersdenkenden?

Rosa Luxemburg 1915 Foto Paul Bommel (Wikipedia cc)

Veröffentlicht unter 1. Mai 1929, 1871, Alexandra Michailowna Kollontai, Arbeiter, Arbeiterin, Arbeiterklasse, Berlin, Berlin Buch, Berlin Kreuzberg, Der Verrat, Deutsche, Deutsches Reich, Freiheit, Freiheit des Andersdenkenden, Friedrich Ebert, Friedrich Zörgiebel, Gustav Noske, Hamburg, Juden, Kriegswahnsinn, Notverordnung, Oberste Heeresleitung, Rosa Luxemburg, Rote Hilfe, Rozalia Luksenburg, Sebastian Haffner, Soldaten sind Mörder, Sozialismus, SPD, Uncategorized, Waldemar Pabst | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Endlich: Ein Denkmal für die ZwangsarbeiterInnen und -arbeiter

Der Senat tut etwas. Es tut sich was. Auf dem Gelände des Heiligengeistfeldes. Man sucht nach Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg und der Senat hat es sich nicht nehmen lassen und Geld in die Hand genommen, um endlich ein Denkmal für die Menschen zu errichten, die 1942-43 diesen Bunker errichtet haben. Bravo. Das ist gelebte Erinnerungskultur! Erinnerungskultur mit Fahrstuhl! Wenn sie das noch erlebt hätten. Sie haben diesen Bunker nicht freiwillig gebaut. Sie wurden, wie der Name Zwangsarbeit schon sagt, dazu gezwungen. Und so finden sich auch heute noch viele Blindgänger. Mit Graben hat das wenig zu tun. Und damit sie keine Treppen steigen müssen, bekommen sie Fahrstühle, die dem ehemaligen Flakbunker hinzugefügt werden. Neunundneunzig Jahre lang. Und alles ohne Luftballons.

Fotos Jens Meyer

Denkmal

Veröffentlicht unter 1933, 1934, 1935, 1936, 1937, 1938, 1939, 1940, 1941, 1942, 1943, 1944, 1945, 2019, 2020, Arbeiter, Arbeiterin, Deutsches Reich, Fotoarchiv Jens Meyer, Fotos, Hamburg, Hamburger, Hamburger Dom, KZ Konzentrationslager, NSDAP, Obrigkeit, SPD, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Vögel Wasser

Fotos Jens Meyer

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Warnung vor einem Buch

Hallo J. noch ist Zeit, Dich vor einem Buch zu warnen, das ich selber gerade absolviert habe. Der Umschlag verspricht viel. Nur schade, dass ich nicht meinem Bauchgefühl beim Lesen des Wortes „Rechtsterror“ gefolgt bin. Dahinter steckt meist eine Relativierung. Auch hier. Am Ende sind die Erkenntnisse von Tucholsky wieder da, der sich auf die Zählung beschränkt und verlassen hat. In etwa so: 400 Tote durch Nazis, 4 Tote durch Kommunisten. 2 Nazis verurteilt, natürlich auf Bewährung. Die 4 Kommunisten alle zum Tode verurteilt. Bei Florian Huber kommt es genauso, wird von ihm, aber nur scheinbar, differenzierter dargestellt. Dadurch bleiben die Versprechungen des Umschlags erhalten und bleiben auf diese Weise unbefriedigt zurück, was eigentlich nicht verwundern sollte. Das hat übrigens damals schon dein Papa erkannt. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit ihm über die Besatzungsstreitkräfte (Amis), die er kennen gelernt hatte und die immer auf der Suche nach der nationalsozialistischen Ideologie waren und sie nicht finden konnten, was nach Ansicht deines Vaters gar kein Wunder war, weil, die Nazis hatten eben keine Ideologie, das macht auch die Auseinandersetzung mit Ihnen so unmöglich: Da ist es besser, mal wieder ein paar alte Schallplatten aufzulegen. Gerade habe ich bei mir eine Amiga Pressung (LP) ausgegraben und dort zum ersten mal ein Lied gefunden, das ich ganz toll finde und vorher aber nie bemerkt hatte. Probier doch mal, ob Du den Song in der Runterladeabteilung deiner Generation findest: Es handelt sich um die AMIGA Platte 20 x Beat. Das Jahr der Veröffentlichung ist 1975. Auf Seite 1 der LP ist das Lied von Nina Hagen und der Gruppe Automobil, das 1974 zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Das mit dem Farbfilm, den sie vergessen hat und es ihrem Freund in die Schuhe schieben will. Aber um das Lied geht es nicht. Es geht um das siebte Lied auf Seite eins mit dem Titel: „Wind, komm, bring den Regen her“. Die Sängerin heisst Kati Kovács und die Juventus Gruppe spielt dazu. Die Frau kann was, oha!! Es scheint sich um einen Import zu handeln (Ungarn? Slowakei? Tschechien?) aber die Dame singt deutsch, wenn man sie mehrfach gehört hat klingt das durch, aber der Text nicht so richtig, was dem Lied gut bekommt, also eine Suche, die sich lohnt, Nina Hagen mit dem Farbfilm kennen wir ja schon. Wie das Buch heisst. Hab ich vergessen, Jens

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Havel

Fotos Jens Meyer

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Spiegel

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Nachruf: Uwe Schulz (aus der Taz Hamburg vom 15.08.1995)

Uwe Schulz ist tot.

Kinogänger kennen ihn. Er war das Neue Cinema. Er war immer da. Morgens mit dem Staubsauger und Schraubenzieher. Abends beim Filmeinlegen und Kartenabreissen. Der kleine Mann mit dem kodderigen Maul, dem nichts und niemand heilig war.

Er war schon da, als das Neue Cinema noch zur Ufa gehörte. Ich weiß gar nicht mehr, welche Filme damals dort gezeigt wurden. Uwe Schulz hätte es gewußt. Er kannte alle Kinos, ihre Maschinen (die Projektortypen), die Besitzverhältnisse.

Auch nach der Bestuhlung in den Kinos konnte man ihn fragen. Quinette ist große Scheiße. Alles aus Plastik, nach fünf Jahren bricht alles auseinander. Von seinem Chef (H. J. Flebbe) waren da ganz andere Urteile – „der Rolls Royce unter den Stuhlfirmen“ – zu hören. Uwe Schulz wußte es besser.

Er kannte alle Disponenten der Filmverleihe. Schon in der Zeit, als sie alle am Steindamm ihre Filialen hatten: Centfox, Warner, Columbia, Filmverlag, Filmwelt, Endfilm und wie sie alle hießen. Ich weiß es nicht mehr – Uwe Schulz hätte es gewusst. Auch für hochgelobte Kino-Innenarchitekten war seine Kodderschnauze gut: „Der Dempe Wolff läßt überall die gleichen Teppiche an die Wand nageln“.

Was mir immer besonders gut gefallen hat: Man konnte ihm nichts vormachen. Titel und gesellschaftliche Stellung waren ihm wurscht. Ob nun einer Chef des Filmbüros, Chef des Filmfonds oder sonstwas war. Ihm imponierten nur Leistungen, die man auf der Leinwand sehen konnte.

Eine Zeitlang hat er selbst ein Landkino betrieben. Aber sie haben ihm die Filme nicht gegeben, die er für das Kino brauchte.

Manchmal habe ich ihn geärgert mit dem Ausruf „Schulz!“ aus dem Lubitsch FilmSein oder Nichtsein“.

Uwe Schulz ist tot. Er starb am 19. Juli in seiner Wohnung über dem Kino. Er wurde nur 53 Jahre alt. Die besten sterben immer zuerst. Jens Meyer

Brennende Betten im Neuen Cinema im November 1988 (Nebel) Foto Jens Meyer

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Wissen von Gestern (I) Filmformate und Film- wiedergabeverfahren (Deutsche Hochschule für Filmkunst DDR – 1965)

Veröffentlicht unter 35 mm Film, 35 mm Projektoren, 70 mm Film, 70 mm Projektoren, Deutsche Hochschule für Filmkunst, Gesichtsfeld, Kurt Grusser, Lehrbrief 9, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar