Interview mit Norbert J. Kobler USA, L.A. 21. Juli 1990

Sohn des Schauspielers Julius Kobler (1866 – 1942)

Tieresehendichan3Norbert Kobler bei einem Interview in LA

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Interview mit Norbert J. (ulius) Kobler

(Sohn des Schauspielers Julius Kobler)

am 21. Juli 1990 in Los Angeles im Garten des Sportsman’s Lodge Hotel

Geboren am 17. Juni 1916, gestorben  am 19. November 2003

 Frage: Wann sind sie geboren?

Norbert J. Kobler: “Ich bin im Juni 1916 geboren. In Hamburg”.

Frage: Haben sie daran noch irgendwelche Erinnerungen, also an die Zeit von 1916 bis 1933?

Norbert J. Kobler: “Oh ja, oh ja . . . es war ja meine Schulzeit und das . . . waren noch meine ersten Auftritte als . . . noch als Junge beim Theater . . . und zwar im Schauspielhaus zu der Zeit . . . ich hab meine erste . . . meine erste Rolle war in . . . im . . . wie ich 14 Jahre alt war . . . und dann wie ich 15 Jahre alt war . . . da spielte ich die Hauptrolle in Kampf um Kitsch . . . das war ein Zeitstück zu der Zeit . . . bei einem Mann namens Stemmle . . . und Glücksmann führte Regie und da hab ich die Hauptrolle gespielt . . . eigentlich den Sohn meines Vaters . . . denn mein Vater war auch in dem Stück. . . . und nachdem ging ich weiter auf die Schule . . . ging ja dauernd auf die Schule bis ungefähr 18 . . . dann wurde mir zwangsweise . . . die Möglichkeit weiter in die Schule zu gehen genommen . . . und dann bin ich in die . . . Tschechoslowakei damals . . . gegangen und zwar habe ich . . . im Sudetenland an verschiedenen deutschen Theatern gespielt und zwar als erstes in Gablonz und dann in Aussig . . . und dann in Reichenberg . . . und dann bekam ich ein Engagement für ein Jahr in die Fritz Hirsch Operette in Holland und da spielte ich die Hauptrolle in Sissy bei Kreisler . . . den Kaiser Franz Josef . . . ich glaub . . . circa 100 mal vielleicht . . . ich war in allen möglichen . . . Orten . . . das war eine Operette, die ihren Stammsitz in Haag hatte . . . Also wir spielten vom Norden . . . da vom nördlichsten Städten in Holland bis nach Maastricht . . . was die südlichste Stadt war. Wir spielten meistens in kleinen Theatern und . . . fuhren mit dem Bus von einer Stadt zur anderen . . . beinahe das ganze Jahr . . . wir waren auch in Belgien . . . Wir spielten in Antwerpen . . . und im Circle . . . Royale Artististique . . . ein sehr schönes Theater eigentlich . . . und dann wir spielten auch in Brüssel und nach dem Jahr ging ich wieder zurück nach . . . dem Sudetenland . . . da spielte ich noch ein halbes Jahr in Reichenberg bei der Sudetenbühne . . . die aber herausfand nach ungefähr vier Monaten, daß ich nicht ganz arisch war und . . . mir kurzerhand den Vertrag kündigten . . . was sie eigentlich legal gesehen nicht konnten . . . aber taten . . . und . . . ich hab mich dann dagegen gewehrt . . . soweit man sich wehren konnte, aber ich wurde dann kurzerhand ganz minimal ausgezahlt und dann ging ich wieder . . . nach Deutschland . . . nach Hamburg . . . in meine Heimat . . . und an der Grenze wurde ich erst noch mal verhaftet . . . weil es damals illegal war . . . für einen sogenannten Nichtarier, wenn er einmal ins Ausland geht . . . wieder zurück nach Deutschland zu kommen . . . und dann haben sich verschiedene Sachen gehäuft . . . dann kam ich nach Hamburg . . . auf dem ich von der Grenze wieder freigelassen wurde und soll in Details gehen . . . oder soll ich . . . ”

Frage: Ich würde noch gerne mal wissen, wann . . . wann hatten sie diese Schwierigkeiten, dass sie nicht weiter beschäftigt wurden

Norbert J. Kobler: “Ja . . . also ich meine . . . ich . . . das war im Jahre 1937 . . . im Herbst . . . das war Reichenberg . . . und dann kam ich nach Hamburg . . . im Dezember 1937 . . . und dann wurde ich . . . zum Stadthaus . . . wo die Gestapo ihren . . . Hauptsitz hatte . . . da wurde ich hinbeordert und wurde erst einmal festgenommen . . . und dann durch die großen Beziehungen meines Vaters . . . wurde es mir ermöglicht . . . erst einmal einen Paß zu bekommen . . . was schon schwierig war . . . und dann mußte mein Vater noch die sogenannte Reichsfluchtsteuer bezahlen und dann durch die Beziehungen des Herrn Warburg . . . Max Warburg . . . deren Bankhaus im selben Gebäude war wie die amerikanische . . . wie das amerikanische Konsulat . . . durch die bekam ich dann die Möglichkeit . . . nach Amerika auszuwandern . . . denn ich hatte keine andere Möglichkeit . . . in keinem anderem Land und ich hatte auch keine Beziehungen und auch keine Verwandte irgendwo . . . und damals war es absolut nötig einen Verwandten in Amerika zu haben um ein Visum zu erhalten . . . man konnte jedoch . . . als ganz junger Mensch, der ich ja war . . . mit circa Tausend Dollar . . . die man vorweisen mußte nach Amerika einreisen . . . und diese tausend Dollar bekam ich überwiesen . . . an die damals Manhattan Bank . . . die jetzt Chase Manhattan ist und die teilweise der Warburg Familie . . . mit der Warburg Familie liiert war . . . und so kam ich . . . im April 38 . . . nachdem ich mehrere Male verhört, verhaftet und anderweitig schikaniert wurde . . . haben sie mir eine Woche gegeben und das Land zu verlassen . . . und ich glücklicherweise dann mein Visum erhalten und das war im April 38 und dann ging ich mit . . . fuhr ich mit einem Schiff von Frankreich . . . das war die alte Aquitania . . . ein alter Kasten . . . aber aber hin ein gutes Schiff . . . nach Amerika . . . und zwar war es so dass ich eine Zeitlang in Paris bleiben musste . . . ich wurde deportiert als nichtarischer unerwünschter Bürger . . . und durch die Beziehungen meines Vaters hatte ich einen Bekannten in Paris , bei dem ich eine Zeitlang wohnen konnte und der war eigentlich der Vertreter für Shell Öl und war wieder ein guter Freund eines Freundes meines Vaters . . . und dann im . . . ungefähr einen Monat später fuhr ich von Le Havre nach New York . . . in New York. war ich . . . ich glaube drei Monate . . . dort hatte ich einen alten Schulfreund, der schon früher nach Amerika ausgewandert war mit seiner ganzen Familie . . . und zu ihm ging ich , wie wohl ich nicht dort wohnte . . . oder wohnen konnte . . . oder auch wohnen wollte . . . aber er war ein Anhalt in der neuen Welt . . . und so ich ging zu ihm und sah wie elendig die Situation dort für die Emigranten war . . . sein Vater war ein sehr alter Mann schon und er hat so versucht Zigarren zu verkaufen . . . und die Arbeitslosigkeit im Jahre 38 war enorm . . . es war ja noch sozusagen die Nachwirkung von dem 1929 Börsenkrach wo Millionen Menschen alle ihre ganzen . . . Mittel verloren . . . und plötzlich bettelarm da standen . . . ”Frage: Vielleicht, daß wir nochmal einmal kurz zurück auf die Zeit von 1933, wie haben sie selber das empfunden als die Nazis an die Macht . . . wie sagt man in Deutschland . . . in Deutschland sagt man . . . gekommen waren . . . als den Nazis die Macht übergeben wurde . . . wie haben sie das empfunden? Norbert J. Kobler: “Na die ganze Zeit von 1932 an möchte ich sagen war schon eine sehr prekäre Periode . . . im Leben aller Juden in Deutschland und Hamburg war . . . möchte ich sagen noch liberaler . . . wenn man das so ausdrücken kann . . . denn es waren nur ungefähr zehntausend Juden circa in Hamburg . . . und die Stadt hatte circa 2 Millionen Einwohner . . . und die meisten Juden, die dort lebten, die waren entweder prominent oder anderweitig gebildete Menschen,die sozusagen vollkommen assimiliert waren und nicht in ihrer Art und Weise oder durch ihre Religion oder irgendwelche äußere Umstände anders sich benahmen oder aussahen wie der Rest der Bevölkerung . . . aber das Problem war . . . wie diese Nazisituation kam . . . ich war erst am Heinrich Hertz Gymnasium . . . und da wurde es schon sehr unangenehm . . . und mein Vater schulte mich um auf die Oberrealschule Eppendorf , weil dort eine bessere Atmosphäre sein sollte . . . es war aber nicht . . . ich war der einzige jüdische Schüler in meiner Klasse . . . ich war damals . . . weiß nicht mehr genau ich glaube Untertertia oder Obertertia . . . so ungefähr . . . und da . . . ich wurde regelmässig entweder verprügelt oder die ham mir morgends den Stürmer . . . das war damals die prävalente Zeitung der Nazis auf meinen Schultisch da gelegt und dann . . . wir hatten ja damals Schülermützen getragen und zwar jede Klasse hatte ihre eigene Farbe und meine Schülermütze war fast jeden zweiten Tag im Isebeck Kanal . . . das war ein netter kleiner Kanal . . . hinter der Schule . . . und nach ungefähr einem Jahr . . . wurde es sehr unangenehm und sehr möchte ich sagen . . . man hatte keine Ruhe mehr . . . denn es wurde von allen Seiten gehetzt . . . und die Juden, die man natürlich kannte und besonders ich als Sohn meines Vaters, der sehr prominent war in der Stadt . . . war ein besonderes Ziel dieser Burschen . . . ich bin dann . . . man hat sich irgendwie isoliert gefühlt . . . das war ja logisch denn es war ganz selten, dass man zu der Zeit . . . zweiunddreissig oder dreiunddreissig . . . besonders . . . das man mit irgendwelchen anderen Menschen als mit jüdischen Mitbürgern zusammen kommen konnte oder wollte . . . denn man war ja immer der Gefahr ausgesetzt . . . dass irgendetwas gesagt wurde . . . das man angeblich . . . gesprochen haben sollte . . . obs abfällig oder nicht war . . . und das war gewöhnlicherweise genug, um eingesperrt zu werden . . . damals . . . kann ich mich erinnern . . . war das erste Konzentrationslager . . . wenn es so eins war in Ochsenzoll . . . und ich weiß, dass . . . nicht nur jüdische . . . aber auch viele Kommunisten . . . und Sozialdemokraten, die anderer Ansicht waren . . . oder irgendwelche . . . unangenehme Bemerkungen . . . oder abfällige Bemerkungen über die Nazis machten . . . wurden dort eingekastelt. . . ich weiß nur die Zeit . . . war eine schreckliche Zeit . . . in jeder Beziehung . . . man konnte nirgends hingehen . . . und als dreiunddreissig kam . . . ich war immerhin schon ein junger Mann . . . man durfte natürlich nicht mit irgendwelchen arischen Mädchen gesehen werden, oder überhaupt mit ihnen gehen . . . oder irgendwas mit ihnen zu tun haben . . . und man war sozusagen von der Zeit . . . vollkommen isoliert und war nur heilfroh . . . das nachts um drei nicht die Glocke . . . läutete, dass jemand wieder abgeholt wurde . . . zu der Zeit wurden viele Leute abgeholt . . . mitten in der Nacht . . . das war sozusagen das System der Nazis . . . da waren sie sicher, dass jemand im Hause ist. . . . und . . . entweder wurden sie verhört . . . wurden geschlagen . . . oder wurden nach Ochsenzoll geschickt. . . immerhin . . . es war unwahrscheinlich . . . schreckliche Zeit . . . emotionell . . . und in jeder Beziehung . . . und man hat natürlich nicht gewußt . . . wie das alles ausgehen wird . . . mein Vater, der ein sehr positiver Optimist . . . immer war . . . hat gesagt . . . naja . . . das wird schon wieder vorbeigehen . . . mach dir keine Sorgen . . . der Maler . . . der malt halt net . . . er wird schon wieder weggehen. . . aber wir Kinder damals hatten nicht dies . . . dieses positive Gefühl . . . dass es weggehen würde . . . und ich glaube, daß jeder, der konnte zu der Zeit . . . von vierunddreissig an . . . möchte ich sagen . . . hat versucht . . . irgendwo ins Ausland zu kommen . . . wo er sich sozusagen wieder ein neues Leben machen konnte . . . denn .wir sahen, daß es bei uns unmöglich war . . . und . . . da waren so unwahrschleinlich viele Leute . . . ich weiß . . . ein sehr guter Freund von mir . . . der hiess Frank (amerikanisch ausgesprochen). . . Frank (deutsch ausgesprochen) . . . der Sohn von einer bekannten Familie in Hamburg . . . denen Warenhäuser gehörte . . . der wurde ins Stadthaus berufen . . . und zwar glaub ich . . . zu Gestapo . . . ich glaube zur selben Zeit . . . wie ich . . . aber ich wußte . . . das viel später erst . . . dass das passiert war. . . und den haben sie so wahnsinnig geprügelt . . . und haben solche fürchterlichen Sachen ihm zugestossen . . . wie sagt man . . . ihm . . . vorgeworfen . . . dass er in seiner . . . Desparation sich aus dem Fenster stürzte . . . und das ist natürlich sehr oft passiert . . . viele Leute . . . haben Selbstmord verübt . . . oder haben die Unmöglichkeit . . . eines Auswegs gesehen . . . ich würde sagen die Majoritiät . . . der jüdischen Bevölkerung . . . hatte ja keine . . . Verwandtschaft . . . im Amerika . . . oder in Südamerika. . . oder in irgendeinem Land, wo man überhaupt nur hingehen konnte und da . . . das größte Problem war natürlich auch . . . wenn man sie hatte . . . man bekam nicht so ohne weiteres ein Visum und dann das dritte war natürlich die Tatsache dass man diese Reichsfluchtsteuer bezahlen mußte, wenn man Geld hatte . . . oder irgendwelches Geld hatte . . . die haben einem Summen . . . aufge . . . bürgert, das die Leute einfach gar nicht hatten . . . ”Frage. Wenn ich das richtig verstanden hab, dann hat man sie praktisch gezwungen auch auszureisen und dann mußten sie . . . mußte ihr Vater auch noch dafür . . . das sie gezwungen wurden auszureisen Reichsfluchtsteuer bezahlen . . . was war das genau? Nobert J. Kobler: “Der Betrag damals . . . soweit ich mich erinnere . . . war fünfzigtausend . . . Reichsmark . . . die haben jeden . . . jeder so . . . at will möchte ich sagen . . . haben sie jeden irgendwie eine Summe genannt . . . ich weiss nicht was die anderen Leute bezahlt haben . . . ich weiss nur das kam bei uns heraus . . . weil das war damals noch eine Sache wo wir mit dem Warburg drüber gesprochen hatten . . . eigentlich hab ich etwas nicht erwähnt . . . und eigentlich hat mir das das Leben gerettet . . . und zwar wie mein Vater . . . mein Vater war Österreicher . . . und . . . mir fällt das nur langsam ein . . . weil ich so viele Sachen im Kopf hab . . . mein Vater war Österreicher aber nach dem ersten Weltkrieg wurde dieses Gebiet außerhalb von Wien . . . es war Mähren . . . Provinz Mähren . . . wurde Tschechoslowakei . . . die Tschechoslowakei wurd ja 1918 in Philadelphia in Amerika gegründet . . . und da war ein gewisser Masarek . . . der ein berühmter Mann war . . . dabei und viele andere Leute und . . . mein Vater . . . ich weiss nicht warum . . . aber er hat nie optiert . . . was man konnte . . . für Österreich. . . er hätte wieder Österreicher werden können oder sein . . . oder bleiben können . . . nicht wahr . . . ich glaub mein Vater war ein . . . ein apolitischer Mensch, der sich mit Politik überhaupt nicht befasste . . . er hatte . . . ihn auch gar nicht interessiert . . . ausser die Tatsache, daß . . . dass wir eben in einer Zeit lebten, wo man daran denken mußte . . . und darum wurde ich . . . wie ich geboren wurde, automatisch tschechischer Staatsbürger . . . und das hat mir eigentlich das Leben gerettet . . . denn wie ich da verhaftet wurde . . . ist der tschechische Generalkonsul gekommen und hat mir sozusagen bedeutet . . . das eben . . . das er sehen wird, daß ich beschützt werde . . . dass ich nicht eingekastelt werde . . . und . . . dann war ein Problem im . . . weil ich damals in dem Alter war . . . wo man hätte in der tschechischen Armee dienen müssen . . . das war eine Wehrpflicht . . . und . . . die Tschechen anfangs wollten mir keinen Pass geben . . . und darauf hin hab ich . . . hat mein Vater . . . jemanden gekannt auch in Prag . . . mein Vater kannte ja Gott und die Welt . . . gottseidank . . . und der hat durch diesen Mann in Prag . . . hat der dem Konsulat in Hamburg gesagt. . . hör mal zu . . . gebt dem Burschen Norbert . . . einen Pass . . . auch wenn er nicht Wehrpflicht macht . . . er ist ja in grossen Schwierigkeiten . . . und die haben mir dann einen Pass gegegeben . . . (ups Entschuldigung, stößt gegen das Mikro) . . . dann war es so, daß . . . ich wurde deportiert . . . nicht nur als Nichtarier . . . der wieder zurück nach Deutschland gekommen war . . . sondern auch als lästiger, ausländischer Jude . . . also ich hatte verschiedene Sachen, warum sie mich los werden wollten.”Frage: War das ein Fachausdruck? Norbert J. Kobler: “Ja wahrscheinlich.! (lacht) . . . ich weiß es nicht . . . das waren alles Fachausdrücke . . . die ich heute gar nicht mehr erinnere . . . und dann noch etwas haben sie mit mir gemacht . . . dann . . . mein . . . ich hatte ein . . . eine Briefmarkensammlung . . . man durfte ja nur 10 Mark . . . aus Deutschland raus nehmen . . . das war alles . . . ich hab einen Scheck gehabt für tausend Dollar . . . der mir das Visum ermöglichte . . . ermöglichte . . . aber den hatte ich natürlich in der Tasche . . . der war ja wertlos bis ich nach Amerika kam . . . und die zehn Mark waren ja nicht genug . . . um sich Frühstück zu kaufen . . . und da . . . und da hatte ich eine eine Briefmarkensammlung, die ziemlich wertvoll war . . . und die hatte ich . . . ich hatte früher Briefmarken gesammelt und dann hab ich noch eine geerbt von einem Vetter von mir . . . und die hab ich mitgeschleppt . . . und wie ich an die Grenze kam . . . der Zug fuhr von Hamburg durch Belgien nach Paris . . . und wie ich an die belgische Grenze kam, da haben sie erst einmal alle aus dem Zug raus . . . alles ausziehn . . . was du anhast . . . zeig mal, was du mitgebracht hast . . . und da haben sie natürlich promt die . . . meine Briefmarkensammlung abgenommen . . . und dann kam ich in Paris an und dann . . . gottseidank war dieser Freund meines Vaters . . . der hieß Antonio Cambi (schreibweise?) . . . weiß ich noch wie heute . . . sehr netter junger Mann und der hat mich dann abgeholt und da hab ich bei ihm . . . in seinem Appartment gewohnt . . . bis mein . . . sogenannter . . . das hieß damals . . . ein Schiffszug . . . also die Schiffe haben ihre eigenen Züge gehabt . . . die haben . . . die fuhren von Paris nach Le Havre . . . um auf die . . . auf . . . die Passagiere auf das Schiff zu bringen . . . ist ein besonderer . . . ein Sonderzug . . . fuhr glaub ich . . . weiß nicht wie lange . . . ziemliche Zeit . . . ich weiß nicht mehr genau . . . ich weiß nicht mehr genau, wie lange ich in Paris war . . . ich war eine ziemliche Zeit in Paris (im Hintergrund ein Düsenflugzeug) . . . und dann kam Amerika. . . . ” Frage: Ihr Vater hat . . . Dietmar Bruns bedeutet Pause . . . wegen dem Flugzeug) . . . Ihr Vater hat am Thalia Theater . . . und am Deutschen Schauspielhaus gespielt . . . bis 1934 . . . wenn ich das richtig verstanden habe.Norbert J. Kobler: “Er war ursprünglich . . . also er kam . . . er war im . . . in Amerika gewesen . . . im . . . um frühen Jahr . . . Anfang dieses Jahrhunderts und zwar an dem Deutschen Theater in New York . . . Irving Place Theater (schreibweise?) . . . und da waren also viele berühmte Schauspieler damals da . . . und da . . . er ging dann zurück nach Hamburg . . . damals haben die . . . wie auch das heute üblich ist . . . die Agenten verkaufen die Schauspieler . . . und er wurde verkauft ans Thalia Theater . . . und ging . . . blieb am Thalia Theater eine ganze Zeit . . . und dann ging er ans Schauspielhaus . . . und 1933 im Januar . . . da wurden alle . . . jüdischen und nichtarischen Schauspieler fristlos entlassen . . . und mein Vater . . . und eine Sängerin . . . an der Oper . . . die hieß Sabine Kalter . . . die beiden durften noch bleiben . . . warum, weiß ich nicht . . . das Publikum hat . . . anscheinend es verlangt . . . ehrbar . . . aber es hat ja nichts genützt . . . und mein Vater blieb dann bis 34 . . . was ein Jahr länger war als alle anderen . . . und nach 34 . . . dann wars natürlich aus . . . dann kam der Kulturbund . . . das war sone . . . eine Organisation . . . von nichtarischen Künstlern, die sich zusammengefunden hatten . . . um Theater zu spielen . . . in . . . ich weiß nicht in Turnhallen . . . privaten  little kleinen . . . kleinen Hallen . . . überall in Deutschland” Frage: Nochmal zurück . . . waren das staatliche Theater damals . . . oder gabs da . . . irgendwie . . . möglicherweise irgendwelche Widerstandsregelungen . . . also . . . hätte da zum Beispiel der Intendant sagen können . . . also nein . . . diesen Mann möchte ich gerne behalten . . . oder war . . . war das Regime der Nazis schon so total . . . gerade zu Beginn der Nazi Zeit . . . das es da überhaupt keine Möglichkeit . . . gegeben hätte . . . das da jemand weiter beschäftig wird . . . Norbert J. Kobler: “Nein . . . die . . . die Nazis waren ein . . . unwahrscheinliche Organisation . . . und keiner hat eine Möglichkeit irgend etwas gegen die zu stimmen . . . das wurde von Staats wegen ein . . . eine . . . Mandat verkündet . . . und ob ein Intendant oder ein Direktor . . . andrer Meinung war . . . war absolut illusorisch.und unwichtig . . . die Leute haben gesagt . . . alles, was nicht arisch ist, muß weg . . . und es war weg . . . die Leute waren vollkommen brotlos . . . die haben natürlich kein Einkommen mehr gehabt . . . denn die meisten Theater waren ja zwölf Monatstheater quasi . . . ich mein die Leute haben das ganze Jahr gearbeitet . . . die haben wohl einen Monat im Sommer nicht gespielt . . . aber das Einkommen war natürlich da . . . nicht wahr . . . und mein Vater hat im Film damals gespielt . . . da war eine Vera Film Gesellschaft . . . in Hamburg . . . dann war er im Radio betätigt . . . alles war weg . . . das ganze Einkommen . . . alles war weg. . . und das wurde von Staats . . . wegen . . . organisiert . . . ich meine nicht organisiert . . . die haben das . . . die haben einfach den . . . verschiedenen Theatern im ganzen Land . . . gesagt . . . ab heute . . . kein Jude wird mehr beschäftigt . . . kein Jude bekommt Gehalt . . . keiner bekommt Geld . . . das war das Ende . . . und dann wie das . . . ich war ja schon in Amerika . . . ich war im April neunzehnhundertachtunddreissig in New York . . . und im November wie sie sich erinnern werden . . . war doch die . . . bekannte “ . . . (Flugzeug) . . . (Stühle werden transportiert) . . . Frage. Im Kino waren sie nie zu der Zeit? Ich meine . . . kannten sie eine von diesen Schauburgen? Waren sie da vielleicht mal drin? Norbert J. Kobler: “Ja natürlich . . . ich kannte die Familie Sass . . . der Bruder vom Horst . . . Horst hieß früher . . . Horst Sass, soweit ich mich erinnere und das Urich . . . das hat er so . . . das ist ja üblich in südamerikanischen Ländern . . . wohl auch in Mittelamerika . . . einen Doppelnamen zu haben . . . ich glaube, diesen Doppelnamen hat er sich zu der Zeit irgendwie so zugelegt . . . denn ich kannte seinen Bruder sehr gut . . . den . . . wir haben ihn eigentlich scherzhafter Weise den dicken Sass genannt . . . das sollte man . . . eigentlich . . . gar nicht kolportieren (lacht) . . . er war der Bruder vom Horst . . . er war etwas korpulent . . . wir haben ihn immer den dicken Sass genannt . . . er war in meinem Alter . . . sehr netter Kerl . . . leider gottes ist er schon vor einigen Jahren gestorben . . . in Mexiko . . . und Horst kannte ich eigentlich weniger . . . ausser ich kannte seine Familie . . . das war die Henschel Familie und die Streitsche Familie . . . Streit . . . das Streitsche Hotel in Hamburg . . . das war die Familie . . . seine Tante, die über neunzig Jahre alt wurde war eine sehr . . . sehr gute Freundin meiner Mutter und wir kannten die Familie sehr gut und wir kannten auch die Kinos -Schauburgen, das waren ihr Kinos . . . und . . . es war eine sehr prominente Familie und sehr prominente Leute . . . und wir hatten sehr gute . . . ich meine wir hatten Verbindungen zu denen . . . kannten sie . . . wir sahen sie ab und zu . . . ” Pause (Kassettenwechsel)Frage: Mit den Schauburgen . . . Ich kenn eigentlich nur den Grundriss von der einen Schauburg . . . die vorne am Millerntor, Ecke Reeperbahn gewesen ist. Das muss ja ein riesen Neubau gewesen sein . . . ich glaube das sind tausendachthundert Sitzplätze . . . waren sie da mal drin? Norbert J. Kobler: “Ja an der Ecke Millerntor . . . Reeperbahn . . . da war das bekannte Cafe Heinze . . . das war so ein Lokal, wo eigentlich nettere Leute hingingen . . . während die Reeperbahn ja einen . . . etwas schlechteren Ruf hatte als . . . sagen wir mal als . . . Ort, wo man sozusagen Kaffee trinkt . . . und hingeht . . . aber Cafe Heinze war ein nettes Lokal. . . das war direkt an der Ecke . . . und ich weiß nicht, ob das . . . ob die Schauburg . . . glaub ich war gegenüber, wie ich mich erinnere (Flugzeug im Hintergrund) . . . und da gab es verschiedene Schauburgen . . . in . . . (Flugzeuge) . . . ich glaub es gab auch in anderen Stadtteilen Schauburgen . . . ich weiß nicht genau wo überall . . . wissen sie zu der Zeit war ich natürlich und . . . solchem Druck . . . wie ich nach Hamburg zurück kam . . . nicht wahr . . . dass ich nicht einen . . . sagen wir mal. . . ein begeisteter Kinogänger war . . . und ausserdem war man immer in Gefahr . . . wenn man in ein Kino ging . . . nach 33 . . . als Jude . . . wo man sagen könnte . . . guck mal da sitzt neben einem Arierer . . . das darf er gar nicht . . . es wäre möglich . . . irgendeinen SA oder SS Bonze könnte kommen . . . und sagen wieso sitzt du hier . . . du gehörst doch hier nicht hin . . . oder so etwas . . . um sich nicht . . . zu . . . beschimpfen lassen . . . oder randalieren lassen oder irgend solcher Möglichkeiten . . . ich meine die Umstände sind schwer heute für einen Menschen wie sie der . . . sozusagen nicht kennt oder gar nicht mit erlebt hat . . . nicht wahr . . . sie könnnen sich gar nicht vorstellen . . . was für fürchterliche emotionelles . . . es . . . welche fürchterlichen emotionelle . . . Schmerzen das waren . . . für jeden . . . der dort lebte . . . denn es war ja unsere Heimat genau so . . . wie die Heimat der . . . sogenannten Nazis . . . die da lebten . . . nicht wahr . . . ich meine ich hatte Schulkolllegen . . . die quasi meine Freunde waren . . . und mit einen mal im . . . nach 33 . . . oder eigentlich schon vor 33 . . . wurde es sehr klar . . . daß . . . wir uns nicht kennen durften oder wenigstens nicht miteinander zu tun haben durften. Nicht mal reden . . . Frage: Schwierige Frage . . . und zwar . . . ich hab mir das lange überlegt . . . was . . . was . . . bedeutet das . . . vor dieser Nazi Zeit . . . was bedeutet das . . . da Jude zu sein . . . ich frag jetzt mal so . . . ist es einfach nur eine Religion . . . oder ist das ne bestimmte Ideologie auch . . . oder . . . war das irgendwie etwas was eigentlich von aussen an sie herangebracht ist . . . Nobert J. Kobler: “Ich kann das nur so beantworten., dass die Majorität . . . der Juden in Hamburg . . . und wahrscheinlich auch in Deutschland . . . vollkommen assimiliert waren . . . sie waren . . . die meisten Älteren waren im ersten Weltkrieg. . . haben besonderes Eisernes Kreuz bekommen . . . für . . . weiss ich nicht . . . für Mut oder Tapferkeit oder was immer . . . und wurden als sogenannte Frontkämpfer geehrt . . . quasi . . . bis die Nazis kamen . . . die Juden waren nie religiös . . . im Sinne dass sie . . . weiss ich . . . dass sie fleissig in den Tempel oder in die Synagoge gegangen sind . . . sehr sehr wenige . . . sehr wenige . . . der Prozentsatz . . . der deutschen Juden . . . möchte ich sagen . . . 80 % waren nicht religiös . . . sie sind wohl zu den hohen Feiertagen . . . die einmal im Jahr passieren . . . das ist Neujahr und der Versöhnungstag . . . also Rashoshone heißt das eine . . . und das andere Jomkipur . . . sie werden sich erinnern an den Namen . . . weil doch der Israel Krieg . . . der Jomkipur Krieg war . . . das waren sozusagen die Feiertage, wo die Juden plötzlich religiös wurden . . . für zweimal und dann in den Tempel oder die Synagoge gingen . . . aber im großen ganzen waren sie keine religiösen Menschen . . . sie haben sich vollkommen als Deutsche gefühlt . . . waren stolz, daß sie deutsche Frontkämpfer waren . . . was weiß ich . . . im ersten Weltkrieg . . . und haben sich hundert Prozent als Deutsche gefühlt . . . das war nur wie . . . in den . . . in der letzten Epoche im letzten . . . in letzten Jahren . . . nach 1928/29 . . . da kamen . . . einige Leute vom Osten . . . Polen . . . sogenannte Ostjuden und die waren natürlich auch anders angezogen . . . die haben auch andere Idees . . . Ideen gehabt und die waren an sich gar nicht so populär . . . aber trotzdem möchte ich sagen, daß bei uns im . . . Norden . . . eigentlich gar kein Antisemitismus als solcher exististierte . . . bis die Nazis . . . das sozusagen den Leuten schmackhaft gemacht haben . . . und plausibel gemacht haben . . . denn ich kann mich erinnern, daß die meisten . . . Hamburg war immer eine Stadt . . . die, sehr mit dem Ausland ihre ganzen Geschäfte gemacht hat . . . florierte, weil eben die mit dem Ausland arbeitete und exportierte und der Hafen lebte ja von dem . . . den fremden Ländern, die ihre Schiffe da hin schickten . . . so ich würde sagen . . . Hamburg war sehr liberal . . . hatte sehr . . . hatte einen . . . möchte ich sagen . . . nicht einen eingebauten Antisemitismus . . . den man zum Beispiel in Österreich . . . sehr positiv fand . . . vielleicht war einer der Grund . . . weil der . . . der Bursche . . . der Malermeister . . . von dort kam . . . nicht wahr und die Ideen wahrscheinlich von dort . . . mitbrachte . . . aber ich weiß von meinem jetzigen Erfahrung . . . dass noch heute . . . in Wien die Leute . . . viel mehr . . . wenn sie als Juden sind . . . sind die . . . werden sie als Juden . . . man sagt . . . der Jude soundso der . . . einen . . . weiß ich ein . . . ein Goldschmiedegeschäft hat . . . und der Jude soundso . . . das wurde in Hamburg nie gesagt . . . zu meiner Zeit . . . in Hamburg waren wir vollkommen assimiliert . . . wir waren Deutsche . . . in erster Linie waren wir Deutsche . . . und dann waren wir Juden . . . ich mein das mein Vater tschechischen Pass hatte . . . hat das . . . nix davon abgehalten . . . das wir Deutsche waren . . . war ja da geboren . . . ich wußte von dem tschechischen Pass gar nicht . . . bis es plötzlich dazu kam . . . du mußt ja was machen . . . du mußt weg . . . wie machen wir das . . . nicht . . . da wurde die Sache überhaupt akut erst . . . und da hat man sich überhaupt drum erst bemüht . . . und darum überhaupt erst dran Interesse gehabt . . . aber das religionsmäßig . . . es war . . . keine . . . ich möchte sagen . . . die meisten Menschen waren sich dessen gar nicht so bewußt . . . das sie jüdisch waren . . . es waren auch viele die zum Beispiel . . . meine Mutter war nicht jüdisch . . . meine Mutter war Christin . . . so ich war nur halbjüdisch . . . wenn ich nicht zur jüdischen Gemeinde gehört hätte . . . das mein Vater damals gemacht hat . . . vor . . . Gründe . . . die er damals wollte . . . hätte ich wahrscheinlich . . . Ascheimer ausgetragen und wäre nicht . . . deportiert worden . . . weil . . . ich hab verschiedene Leute gekannt, die waren Halbjuden . . . wie ich . . . und die . . . denen ist nichts passiert . . . also passiert schon . . . aber ich mein . . . die wurden nicht in Konzentrationslager geschickt . . . besonders wenn die Mutter christlich war . . . das war das primäre . . . so . . . und auch die meisten Leute in Hamburg . . . möchte ich sagen . . . die . . . die . . . es war nie eine . . . eine . . . ein fanatisches Gefühl . . . auch unter den Nazis . . . glaub ich . . . die haben sie erst langsam dazu . . . bringen müssen . . . das sie fanatisch wurden . . . und brutal wurden . . . ich glaub am Anfang war das Volk . . . soweit ich mich erinnere . . . nicht so brutal . . . wie die Nazis dann kamen . . . 32 . . . 33 . . . dann natürlich wurde. . . wurden sie aufgepuscht . . . jeden Tag . . . entweder durchs Radio oder durch die Zeitung . . . den Stürmer . . . oder was sie sonst noch hatten . . . und . . . die Arbeitslosigkeit in Deutschland . . . und die ökonomische . . . prekäre Situation . . . die damals existierte . . . besonders in . . . in . . . möchte ich sagen . . . in allen Teilen .Deutschlands . . . aber besonders auch im Hafen . . . oben und in Hamburg . . . war natürlich einer der Gründe, weil . . . das Volk . . . das ja nicht notwendigerweise . . . eine Situation analysiert und sich daran interessiert . . . warum, wieso, was . . . wenn ein Mann dir verspricht . . . du hast keinen Job und du bekommst einen Job und es gibt keine Arbeitslose mehr . . . das war einer der Gründe, warum sie sich dafür interessiert haben . . . und dass der Antisemitismus und die Brutalität sozusagen mitging mit der ganzen Sache . . . das hat das Volk als solches glaub ich . . . am Anfang wahrscheinlich gar nicht mitbekommen . . . und später einfach ignoriert . . . weil es eine Sache war . . . leben oder sterben . . . am Leben bleiben . . . Job halten . . . solche Sachen . . . ich mein es ist heute . . . wenn man das so retrospekt . . . die ganze Sache . . . sieht . . . war es eine . . . wirtschaftliche Katastrophe . . . die über Deutschland gekommen war . . . die sozusagen . . . diese Sache . . . floriert hat . . . und ins Leben gerufen hat . . . und das waren die Verträge des ersten Weltkrieges . . . und die fürchterliche Zeit nach dem ersten Weltkrieg in Hamburg . . . waren große Unruhen . . . da waren die Kommunisten da . . . da wurde viel geschossen in den Strassen . . . und . . . es war eben eine Zeit die reif war für . . . Revolutionäre . . . das ist uns auch passiert . . . ” Frage: Ihr Vater ist ja bis 1942 in Hamburg geblieben . . . warum ist er nicht emigriert so wie sie? Norbert J. Kobler: “Ja das ist eine sehr gute Frage . . . wie ich in Amerika damals war . . . ich war ja ein ganz junger Kerl . . . es war mir einfach unmöglich . . . einen . . . ich brauchte Geld . . . ich brauchte . . . ich mußte eine Garantie auf einer Bank bringen . . . von mindestens fünfodersechstausend Dollar. . . was damals eine riesige Summe war . . . ich konnte sie einfach nicht bringen . . . ich hab auch niemanden gefunden . . . der mir damals helfen wollte . . . denn jeder fast . . . (Flugzeug) . . . fast jeder Emigrant hat Leute zurückgelassen . . . es waren sehr wenige, die sozusagen die ganze Familie rausbringen konnten . . . die amerikanischen Behörden zu der Zeit . . . waren sehr taff . . . sehr hart . . . sehr . . . nicht gewillt . . . irgendwelche Ausnahmen zu machen . . . mein Vater . . . ich brauchte unbedingt das Geld . . . als Garantie einer Bank . . . das mußte in der Bank bleiben . . . um meinen Eltern das Visum zu ermöglichen und ich konnte es effektiv nicht aufbringen . . . und dann . . . noch dazu kam . . . das das nicht nur mein Vater und meine Mutter . . . es war auch meine Schwester . . . die viel jünger war als ich und ich konnte sie unmöglich alle . . . dem amerikanischen Staat garantieren . . . das sie nicht zur Last fallen würden . . . das war . . . nämlich der . . . das Requisit das Prärequisit . . . um . . . um dies . . . das Visum zu erhalten . . . und ich hab alles versucht . . . war sehr desperat. . . ich hab alles versucht . . . was man überhaupt nur machen konnte . . . aber wie im Jahre 1938 im November dann meinem Vater alles weggenommen wurde . . . was immer er besaß . . . ich meine . . . wir hatten sicher noch Geld . . . wir hatten sicher noch Werte . . . und so weiter . . . es wurde ja alles konfisziert zu der Zeit . . . von allen Juden . . . und mein Vater war bettelarm . . . sodaß die tausend Dollar . . . die ich damals hatte . . . da hab ich zum größten Teil . . . hab ich wieder zurückgeschickt . . . nach Deutschland . . . und zwar gab es da eine Firma in New York und das war sogar im Interesse der Nazis . . . denn die wollten ja Devisen haben und die waren sehr bereit . . . das Geld zu nehmen und damals meinem Vater zu geben. . . was immer . . . ob sie was zurück gehalten haben das weiss ich nicht . . . ich meine . . . ich war ja nicht mehr da und man konnte damals auch nicht sehr gut mit den Eltern . . . korrespondieren . . . es wurde ja alles . . . damals sehr . . . wurde alles gescheckt . . . die Leute haben . . . Briefe wurden damals geöffnet . . . und ich hab einmal . . . damals noch telefoniert . . . das war das letzte Mal . . . da konnte man am Telefon auch nicht mehr viel sagen . . . abgesehen davon war es ja für mich damals unerschwinglich solche Sachen zu machen . . . ich war ja damals sehr arm und hab mich sehr . . . versucht durchzudringen . . . durchzuringen . . . und mein . . . mein Leben zu machen . . . das war ne schwierige Zeit . . . aber . . . anyway . . . das war der Hauptgrund . . . warum ich . . . es war einfach unmöglich . . . es ging nicht . . . so die Chances . . . war nicht .da . . . mein Vater ist dann 1942 elendig gestorben . . . weil sie . . . er brauchte eine Operation . . . ich weiß die Ärzte in Eppendorf . . . damals haben sich geweigert . . . einen Juden zu operieren . . . und . . . soweit ich weiß . . . soweit meine Mutter mir erzählte . . . dann war noch etwas in Deutschland . . . zu der Zeit . . . das sie vielleicht von ihren Verwandten wissen . . . da hat doch jeder ein . . . eine sogenannte Karte bekommen . . . Rationskarte . . . nicht wahr . . . und . . . einem Juden gab man keine Rationskarte . . . der braucht nicht essen . . . meine Schwester braucht auch nicht essen . . . nur meine Mutter hat ne Karte bekommen . . . na die Karte war selbstverständlich nicht genug . . . um drei Personen davon zu ernähren . . . es gab eh nix . . . viel .zu essen . . . oder viel zu kaufen . . . man hat auch wenig Geld gehabt . . . sie haben ja nur  . . . sozusagen . . . was . . . sie . . . von irgenwelchen Leuten vielleicht was bekommen . . . oder noch was . . . es war . . . mein Vater hatte angeblich eine Pension bekommen . . . aber ich weiß nicht . . . ob die ihm ausbezahlt wurde . . . oder nicht . . . ich weiß nicht mehr . . . ich weiß nur etwas . . . daß es eine fürchterliche Zeit war um überhaupt am Leben zu bleiben . . . und da mein Vater . . . da sie ihn nicht operieren wollten . . . weil sie gesagt haben . . . Juden operieren wir nicht . . . hat er in so einem kleinem Haus da an der Johnsallee . . . glaub ich war das . . . das ist in der Nähe vom Rothenbaum . . . da war ein . . . so ein altes kleines Haus . . . das für die jüdischen Kranken . . . sozusagen stand . . . und . . . da hat er im Bett gelegen . . . aber ich glaub sie haben weder Medikamente noch irgendwas ihm erlaubt zu haben . . . und er dann so dahingesiecht. . . so weit ich das weiß . . . ich meine . . . ich hab von meinem Vaters Tod eigentlich erst ein Jahr später erfahren durch einen Bekannten von meinem Vater . . . einem Arzt, der in Zürich lebte . . . und . . . meine Mutter hat ihn . . . glaub ich . . . durchs Rote Kreuz benachrichtigt . . . das Rote Kreuz hat mich ein Jahr später . . . 1943 . . . dann hier benachrichtigt . . . also . . . das war eine . . . das war eine schwere Zeit . . . ” Frage: Die Ärzte . . . haben die das von sich aus selber gesagt . . . oder wurden die dazu irgendwie angehalten oder gezwungen . . . ich mein . . . damit meine ich diesen vorauseilenden Gehorsam . . . den es ja in Deutschland sehr oft gibt . . . das das also Sachen getan werden . . . die nicht unbedingt . . . erzwungen sind . . . sondern die jemand von sich aus tut . . . um der Strafe zu entgehen . . . sag ich mal . . . Norbert J. Kobler: “Soweit ich das weiß . . . die Ärzte wurden ja kontrolliert von den Nazis . . . verstehen sie zu der Zeit . . . ist folgendes passiert . . . soweit ich . . . ich war ja nicht da . . . ich weiß nur was meine Mutter mir erzählt hat . . . es war so, daß überall . . . in allen staatlichen und nichtstaatlichen . . . Institutionen . . . wurden neue Leute . . . eingesetzt . . . Leute, die früher . . . weiß ich . . . überhaupt weder . . . akademische Bildung hatten . . . noch irgendwelche besondere . . . Funktionen ausübten . . . die können auch . . . Leute gewesen sein. . . die ein ganz . . . unwichtige Positionen hatten . . . weiß ich . . . Ascheimer ausgeschüttet haben . . . oder weiß der Teufel was . . . plötzlich . . . war sie hoch . . . im . . . in Ehren in der Partei waren und schon früh in die Partei eingetreten waren . . . wurden sie als . . . Sturmbannführer und weiß der Teufel noch was alles eingesetzt und bekamen . . . wurden die Bosses . . . nicht nur in den Spitälern aber auch in . . . beim Theater und in . . . im Staat . . . in allen . . . in allen . . . möchte ich sagen . . . Büros wo es darum ging gewisse Sachen zu kontrollieren . . . und zu übersehen . . . und was . . . wer das war . . . das weiß man heute nicht mehr . . . und ich weiß es auch nicht . . . aber ich meine . . . die Ärzte glaube ich von meiner Erfahrung sind im allgemeinen humane Menschen . . . es gab natürlich auch fürchterliche Menschen unter Ihnen . . . davon bin ich überzeugt . . . aber im großen und ganzen . . . glaube ich . . . dass diese Direktiven . . . von irgendwelchen . . . neuen Bossen kam . . . der sich sozusagen . . . die Ordnung . . . die neue . . . die sogenannte neue Ordnung bis ins kleinste . . . sich damit . . . die neue Ordnung bis ins kleinste . . . befolgen wollte . . . und ich glaubedas . . . zu der Zeit . . . war es . . . schon wie ich noch da war. . . war es so . . . daß die . . . die SS Leute . . . besonders die SS Leute . . . Haudegen waren . . . von was ich gesehen habe . . . und . . . nur aufgrund ihrer . . . frühen . . . Eingruppierung . . . in die Partei . . . hohe Positionen bekamen und über den Leuten . . . die sagten . . . sozusagen gebildet waren . . . und . . . und ihre . . . ihre Position verstanden . . . ihren Job verstanden . . . über sie . . . über denen . . . stand und Direktiven ausgab . . . die kein Mensch . . . diskutieren . . . diskutieren konnte . . . so es war eben eine Zeit . . . wo man . . . wo das . . . wo der untere Plebs . . . des Volkes zu den großen Herren wurde . . . ” Frage: Über die Enteigung . . . sage ich jetzt mal . . . der jüdischen Betriebe . . . Arisierung hat man das damals genannt . . . haben sie da schon zu der Zeit etwas mitbekommen oder ist das mehr . . . daneben gewesen. Norbert J. Kobler: “Naja ich hab ja . . . ich war ja ein Schauspieler . . . ich war Schauspieler . . . wurde Schauspieler . . . nachdem ich von der Schule abging . . . und . . . ich hab an sich davon nichts gewußt . . . (Flugzeug) . . . es war nur so, daß alle Betriebe . . . genau wie . . . ”Frage: Machen wir den Anfang noch mal . . . Norbert J. Kobler: “Ja natürlich, ja . . . Frage: Über die Enteignung jüdischer Betriebe Norbert J. Kobler: “Jedes . . . jeder . . . alle Betriebe . . . vom kleinsten bis zum größten . . . jede Bank . . . jede . . . jedes Warenhaus . . . jedes Geschäft . . . ganz egal wie groß . . . oder wie klein . . . wurde ab neunzehnhundertdreiunddreissig . . . in dem Jahr besonders . . . vollkommen . . . wie sie das so schön nannten . . . arisiert . . . mit anderen Worten . . . da war nicht ein jüdischer .oder nichtjüdischer . . . oder sogar halbjüdischer . . . Mann oder Frau in einer Position . . . die sozusagen von sagen ihnen die Möglichkeit gab . . . eigene Entscheidungen zu treffen. . . die Entscheidungen wurden strictly von denen . . . von den Nazi und ihren . . . Leuten getroffen . . . Arisierung . . . war eine Sache . . . das wurde überhaupt ganz . . . strikt ausgeführt . . . da waren . . . möchte ich sagen da wurden neue Positionen kreiert . . . da wurden Leute zum Beispiel . . . man hat . . . man hat . . . wie sie sich vielleicht erinnern werden . . . man hat . . . wir hatten einen Statthalter . . . ich glaub, seit den römischen Zeiten hat es keine Statthalter mehr gegeben . . . und der wurde plötzlich ein Statthalter . . . das war ein interessantes deutsches Wort . . . ich mein . . . das ist ja irgendwie in . . . Kontrast zu dem . . . was da passierte eigentlich gar nicht passte . . . aber plötzlich hatten wir einen nich römischen Statthalter . . . ein Mann mit dem Namen Kaufmann gehabt . . . Kaufmann . . . weiß ich nicht was der vorher war . . . der war gornix . . . der war irgendwie ein kleiner Angestellter . . . irgendwo glaub ich . . . in einer Firma . . . wo er . . . so vielleicht Komi (?) gewesen . . . wie man damals gesagt hat . . . so Volontär . . . das heisst ohne Gehalt . . . und da wurde er plötzlich etwas besseres . . . und da er ein großer Parteiknabe war und die richtigen Leute in der Partei kannte . . . dann haben sie ihn zum Statthalter gemacht . . . und haben ihm ein Haus in der Bellevue . . . der besten Strasse in . . . in . . . Hamburg . . . ein Haus gegeben . . . und so wurde das durch die Bank mit allen gemacht . . . ich meine . . . da waren Leute . . . die plötzlich . . . die man gar nicht kannte . . . dieüberhaupt keine . . . die gar keine Verbindung mit der Firma hatten . . . wo sie plötzlich eingesetzt wurden . . . die wurden eingesetzt als die großen . . . als die großen Bonzen . . . und . . . sie waren nach den Ideen der Nazis . . . eben verläßlich . . . das war das positive . . . bei ihnen . . . und das . . . ist das was ihnen die Möglichkeit gab nach Gutdingen . . . vollkommen absolut zu herrschen . . . die waren so . . . wichtig und so . . . möchte ich sagen . . . haben eine solche Macht ausgeübt . . . die waren manchmal . . . Herren über Leben und Tod

. . . denn wenn die sagten, daß der Mann ist nicht verläßlich . . . und er hat das und das gemacht . . . der wurde abgeschifft und wurde in ein Konzentrationslager geschickt . . . das war gewöhnlicherweise der Tod von dem Mann . . . aber diese Leute haben über Leben und Tod regiert . . . früher waren sie wahrscheinlich . . . Briefe ausgetragen . . . oder waren . . . weiß nicht . . . kleine Angestellte irgendwo . . . bei einer Firma . . . plötzlich wurden sie große Männer . . . ich mein . . . so ist es (Feuerwehrauto im Hintergrund) . . . durchs ganze Deutschland gegangen . . . dann die Leute . . . die in der Führung sassen . . . mit wenigen Ausnahmen . . . ” Frage: Die . . . der Henschel Film und Theaterkonzern, der die Schauburgen mit betrieb, der ist ja offensichtlich auch arisiert worden . . . und kennen sie da irgendwelche Zusammenhänge . . . oder hat ihnen da jemand mal was erzählt . . . wie das genau abgelaufen ist . . . gegangen ist. Norbert J. Kobler: “Nein, das ist . . . ich glaube das ist nach . . . na ich würde sagen es ist wahrscheinlich auch in 33 oder 34 passiert . . . aber ich war damals sozusagen noch zu jung und hab mich dafür wahrscheinlich nicht so sehr interessiert . . . oder davon auch nicht gewußt . . . man hat eigentlich . . . unter der jüdischen Bevölkerung sehr wenig . . . über diese Sachen gesprochen . . . es wurde immer sozusagen . . . vertuscht und man hat versucht . . . so wenig . . . offensichtlich . . . oder augenscheinlich . . . oder wie das im Deutsch heißt . . . mit anderen Worten . . . man wollte nicht auffallen . . . so ist das Wort . . . man wollte nicht auffallen . . . (Stühle werden abgeladen) . . . Frage: Vorhin hatte ich sie da son bißchen unterbrochen . . . in der Zeit von . . . mit dem Greyhound . . . das wir das vielleicht noch mal machen . . . Norbert J. Kobler: “ Ja das haben wir noch gar nicht. Ich bin im April in New York angekommen und bin dann im . . . im Juni . . . hab ich mich entschlossen . . . das New York ein sehr hartes Pflaster ist für einen jungen Emigranten . . . und vor allem sah ich da nicht sehr grosse Möglichkeiten, weil ich . . . meine Freunde von Hamburg dort sah und . . . bemerkte wie schäbig . . . ihr Leben so dahin ging und sie überhaupt nichts werden konnten wenigstens zu der Zeit, das hat sich natürlich drastisch geändert . . . später . . . aber trotzdem . . . zu der Zeit war es schlimm . . . sodaß ich ein Greyhound Bus genommen habe und vier Tage und vier Nächte von New York nach Californien gefahren bin . . . und zwar bin ich . . . mein Vater hatte . . . den Bekannten oder Freund . . . wenn man so sagen soll . . . der hieß . . . Josef Schildkraut . . . Peppi Schildkraut . . . er war ein ziemlich berühmter Schauspieler . . . hier im Film . . . in diesen Jahren . . . in den vierziger Jahren möchte ich sagen . . . und ich ging zu ihm . . . er hat mir an sich fast gar nicht geholfen . . . denn er war nicht begeistert, daß ich überhaupt da war . . . denn er hatte seine eigenen Probleme . . . mit seinem persönlichen Leben . . . das war der Hauptgrund. . . aber ich bin trotzdem hier geblieben und hab dann . . . war vorübergehend erfolgreich im Film . . . ich war bei MGM für ne Zeitlang . . . haben Teste gemacht . . . bei Columbia Pictures . . . haben wir Teste gemacht . . . aber damals war ich ja noch . . . nicht so gut in meiner englischen Sprache . . . ich sprach schon . . . aber ich meine ich hab nicht . . . ich war immer noch ein ausländischer Schauspieler . . . und die . . . Möglichkeiten für . . . Ausländer war damals . . . möchte ich sagen . . . limitiert . . . und da so viele hier waren . . . so große Kapazitäten . . . war es überhaupt . . . besonders schwierig. . . wir haben dann Theater gespielt . . . einmal mit Ernst Deutsch und . . . Hermine Sterler . . . hieß sie . . . eine berühmte Schauspielerin . . . Alexander Granach . . . berühmter Schauspieler von Berlin . . . und viele andere . . . Jessner war eine Kapazität . . . als Regisseur in Deutschland . . . zu der Zeit . . . der war auch hier . . . ich meine . . . ich kannte sie alle . . . da war Dieterle hier . . . ich habe erwähnt . . . den ja . . . (?.unverständlich) . . . William Dieterle nennt er sich . . . er war der einzig erfolgreiche .von der ganzen Gruppe . . . er war schon Regisseur . . . er war schon etabliert . . . hatte schon verschiedene Filme gemacht und hat . . . sozusagen uns alle eingeladen . . . in sein Haus und hat uns . . . und . . . dann hat man etwas gemacht. . . dann hat man eine Filmfonds gemacht . . . das war die Frau vom Dieterle . . . die Frau vom Dieterle , glaub ich war . . . ihre Mutter . . . glaub ich . . . war die Frizzi Massari . . . das ist eine berühmte Frau ist . . . es gab in Deutschland . . . letzte Woche war ich sogar . . . eine Recording . . . also eine Platte . . . eine alte Platte von ihr gehört . . . sie war eine Kaberettistin . . . eine berühmte Frau . . . und . . . ich meine es war eine wunderbare Atmosphere . . . von sehr berühmten Leuten . . . großen Könnern . . . aber wir waren alle . . . down and out . . . wie man sagt . . . ohne Geld . . . (lacht). . . so der Filmfonds hat dann den jüngeren Leuten die sozusagen am Hungertuch nagten . . . wie man so schön sagt . . . die haben uns dann einen gewissen Betrag . . . jede Woche gegeben . . . und haben uns versucht zu helfen . . . bis wir auf unsere Füsse fallen . . . und . . . Jobs bekommen . . . andere Jobs . . . man konnte sich auf den Film nicht verlassen . . . ich meine, da war mal ein Job . . . mal für eine Woche . . . verdient man viel Geld . . . relativ gesehen . . . und dann wieder für vier oder fünf Wochen . . . nichts . . . man mußte ja irgendwie leben . . . wir haben . . . wir haben verschiedene Jobs . . . ich habe nen Job bekommen und die anderen Leute . . . haben Jobs bekommen . . . und dann wurde man wieder rausgeschmissen . . . weil man nicht pünktlich da war . . . oder weil man irgendwas . . . was sie nicht mochten . . . was wir taten . . . oder wie wir arbeiteten . . . oder wie wir aussahen . . . wir sahen nicht aus wie . . . ich weiß nicht wie . . . Angestellte in einem Schnapsladen . . . wir waren nicht . . . so gut angezogen . . . oder wir . . . irgendwas passte den Leuten manchmal nicht . . . und man mußte irgendwie . . . mehr subaltern in seiner ganzen Ausführung und wie man sich benahm undsoweiter . . . also wir haben gelitten . . . aber ich meine man hat gerlernt . . . man hat . . . man hat sich . . . bemüht . . . die . . . wir hatten sehr viel . . . sehr viele schwierige Jahre . . . und ich weiß nicht . . . ob sie wollen, daß ich nochmal über das ganze . . . geh was da . . . was in meinem . . . persönlichen Leben . . . und da alles war . . . Frage: Besonders spannend fand ich eigentlich die Geschichte . . . die mit dem Steuerberater . . . mit dem Steuerberatertenor . . . diese Eignungsprüfung . . . die sie da erzählt haben . . . Norbert J.Kobler.: Was habe ich Ihnen da erzählt? Frage: Sie haben irgendwie ein Stipendium für eine Universität bekommen Norbert J. Kobler: “Achso, ja, ja . . . das war so ne Sache . . . ich war ja . . . ich wurde neunzehnhundertund . . . vierundvierzig . . . wurde ich eingezogen . . . in die Armee . . . ich hatte . . . ich hatte . . . im Sommer ein . . . ich hatte Sommerjobs . . . ich hatte Nachmittagsjobs . . . ich hatte Abendsjobs . . . ich hatte drei . . . zwei mindestens . . . minimum zwei Jobs gehabt . . . ja . . . und einen Job hatte ich . . . der war . . . da bin ich im Sommer . . . von morgends um drei . . . bis . . . da hatte ich nur einen Job . . . zwölf Stunden gearbeitet . . . achtundzwanzig Tage . . . und dann hab ich zwei Tage frei gehabt . . . und da hab ich einen Milchwagen gefahren . . . und zwar von morgends um drei . . . da mußte ich um zwölf aufstehen . . . ein Uhr da. . . um zwei da sein . . . Wagen laden und all das Zeug . . . und da hab ich einen großen Unfall gehabt . . . da hab ich beinah meine linke Hand verloren . . . und zwar bin ich in . . . ausgerutscht und . . . bin in eine Milchflasche gefallen . . . und war fürchterlich verletzt . . . und hatte großes Glück . . . das ich einen guten Arzt fand, der mich geflickt hat . . . und dann war ich . . . (Flugzeug) . . . da hab ich mindestens drei oder vier Monate nicht arbeiten können . . . und dann . . . neunzehnhundertvierundvierzig . . . ja ich wurde dann eingezogen . . . kam dann zum Arzt . . . von der Armee . . . nicht wahr . . . ich war im . . . ich glaub,das war in einundvierzig . . . oder .zweiundvierzig . . . wie ich den Unfall hatte . . . wie er meine Hand gesehen hatte . . . hat er gesagt . . . muss noch etwas warten . . . nächstes Jahr nehmen wir dich . . . bestimmt . . . und da . . . da war über die Sache . . . man hat immer gesagt, der eine Arzthat dir ins eine Ohr reingesehen . . . der andere Arzt hat dir ins andere Ohr reingesehen . . . wenn die sich beide nicht sahen . . . hat er gesagt . . . bist du gesund kommst rein . . . bist in der Armee . . . so auf der Basis war es . . . und zum Schluss in 44 waren sie schon desperat . . . wir hatten enorme Verluste in Italien und auch an der Front . . . in . . . in Frankreich wars schlecht . . . es sah überall schlecht aus . . . wir hatten ja eine grosse Offensive . . . war ja grade vor der Tür . . . so . . . brauchten jeden . . . so wurde ich dann eingezogen . . . war in der Armee. . . es waren nicht die glücklichsten Jahre meines Lebens . . . aber ich habs auch überstanden . . . und wie ich dann rauskam war es so dass man . . . ich wollte ja immer Gesang studieren . . . außer meiner schauspielerischen Ambitionen . . . und meinem Background in dem . . . in dem Beruf hatte ich auch eine sehr schöne Tenorstimme . . . angeblich und . . . ich wurde dann . . . es war so . . . dass die Armee . . . also dass die Regierung . . . den Soldaten . . . die aus der Armee rauskamen . . . die Möglichkeit gab . . . das zu studieren . . . was sie gerne wollten . . . wofür sie prädestiniert waren . . . und . . . die Prädestinierung war nicht nur die . . . Sache des . . . des Antragstellers . . . sondern da war auch ein . . . gewisser Mann, der sozusagen von der Regierung eingesetzt war . . . der das prüfen mußte . . . und da bin ich . . . bin ich auf . . . ich wollte auf die Universität Südcalifornien . . . USC . . . (schreibweise?) . . . wollte ich gerne gehen, weil da ein berühmter Mann von Berlin . . . Musik unterrichtete . . . ein gewisser Ebert . . . war ein sehr berühmter Mann in Berlin . . . und ich hab das Gefühl gehabt . . . das ich mir das leisten konnte . . . wiewohl ich keine . . . ich bekam keineUnterstützung . . . was . . . meine . . . was mein Leben als solches . . . Miete und Essen undsoweiter anbelangt . . . aber ich würde die Möglichkeit bekommen . . . alle meine scorses . . . meine ganzen . . . meine ganzen Musik . . . meine ganze Musik . . . sozusagen von den ersetzt zu bekommen. . . und die . . . und sie würden auch bezahlen . . . für die Gesangstunden und sie würden auch bezahlen . . . für Coaching . . . das gehörte ja dazu . . . mit anderen Worten . . . zahlen das ganze Studium . . . ausser sie zahlen nicht mein Leben . . . meine Existenz, die muss ich mir selber schaffen . . . man kann auf . . . hier auf die Universität ja part time gehen . . . man kann entweder morgends gehen . . . man kann nachmittags gehen . . . man kann auch manchmal nur dreimal die Woche gehen . . . kommt drauf an . . . wann die . . . wann der unterrichtet . . . und zu dem wollte ich ja nur gehen . . . es . . . damals gab es so . . . wenn man sozusagen. . . wieder studieren will . . . kann man sich das aussuchen . . . welches Fach man will und was man studieren will . . . es braucht nicht . . . normalerweise wenn man ins College geht . . . als erstes . . . das erste Jahr . . . ist es general education . . . (schreibweise?) . . . mit anderen Worten . . . es ist alles . . . man bekommt alles mit . . . von weiss nicht . . . von der elementarsten Sachen . . . die man normalerweise in der High scoole (schreibweise?) lernt . . . das kommt die ersten zwei Jahre dann noch dabei . . . also ich bekam das nicht und wie ich rauskam und dann . . . dann musste ich diesen Test machen . . . und zwar . . . eine Woche lang . . . jeden Tag. . . haben sie mir musikalische Teste gegeben . . . und auch . . . wie man hier sagt . . . allgemeine Wissenheit . . . mit anderen Worten . . . es waren Bücher über . . . die wir . . . bekamen . . . da waren . . . Fragen und Antworten . . . und auch musikalische Fragen . . . die verdammt schwer waren . . . weil ich . . . ich kann nicht immer gleich feststellen . . . ob das mit dreissig . . . wie hoch der Ton war . . . oder was er war . . . ob das Kreuze davor waren . . . weiss ich was . . . alle diese Sachen mußte man wissen . . . zu der Zeit konnte ich das . . . und wie ich dann fertig war . . . mit dem Test . . . da hatte ich meinen Mann dort . . . der von der Regierung für die Universität arbeitete und der hat sich mit mir in ein Zimmer gesetzt . . . ganze Stunde lang und hat sich das alles angeguckt was ich gern wollte . . . und hat dann meine Papiere alle durchgesehen . . . was ich ausgefüllt hatte . . . ne ganze Woche und hat er gesagt. . . weißt du warum willst du eigentlich Gesang studieren . . . weil ich das liebe . . . ausserdem ich hab ne gute Stimme . . . das ist doch ein Wahnsinn . . . verdienst du doch kein Geld damit . . . sag wieso . . . woher weißt du das . . . ja ich weiß das . . . Sänger hier das ist . . . wie Sand am Meer . . . stimmt ja . . . in Amerika es gibt ja keine Engagements . . . in dem Sinne . . . es gibt keine Theater . . . man muß meistens umsonst . . . singen . . . und Theater spielen auch . . . es gibt ja auch keine Theater . . . wie deutsch . . . die Repertoire Theater . . . wie in Deutschland gibts hier ja nicht . . . sage ich . . . nein aber ich liebe es . . . sagt er weisst du was . . . ich hab mir deine ganzen Papiere angesehen. . . du wärst . . . wunderbar prädestiniert . . . als Steuerberater . . . als CPA . . . heisst das . . . Certified . . . Accountend . . . Certified Public Accountend . . . was ein akademischer Grad ist . . . wir geben dir jetzt drei Jahre . . . und ich bekam drei Jahre . . . das Studium ist vier Jahre in der Universität . . . drei Jahre hat er mir umsonst gegeben, weil er gesagt hat ich hätte die Teste alle . . . gut bestanden und ich wäre mindestens drei Jahre voraus . . . mit dem . . . was ich sehr ehrenhaft.fand und sehr anständig fand . . . aber sag . . . . . . . . . (Flugzeuge) . . . wir haben einen Flugplatz hier drüben . . . das ist der Bernais . . . und dann noch einen anderen . . . Burbank ist auch ganz nah . . . und ist ein zweiter . . . das geht tagungslos . . . sagte er . . . also ich werd dir was sagen . . . wenn du drauf bestehst . . . geben wirs dir . . . aber du wirst dich eines Tages daran erinnern . . . das es ein großer Fehler war . . . denn du würdest . . . bestimmt sehr erfolgreich sein und sehr viel Geld verdienen können als CPA . . . das ist . . . das stimmt . . . CPA ist eine . . . ist wie ein Anwalt . . . ausgesprochen . . . ist ein akademischer Grad . . . ist ausgesprochen . . . eine wunderbare Sache . . . die man . . . ich meine . . . nicht jeder wird reich . . . aber es gibt schon viele Leute . . . die sehr erfolgreich sind . . . ic hab mich trotzdem dagegen gewehrt . . . und . . . ich war nie sehr gut . . . mit Nummern und solche Sachen . . . und das hat mich auch gar nicht interessiert . . . und dann ist es auch so . . . ein sehr . . . möchte ich sagen . . . ein Beruf der . . . sitzt man am Schreibtisch . . . den ganzen Tag nicht wahr . . . und muss ausrechnen wie die verschiedenen Machinationen (schreibweise?) sind die sie dort mit ihren Steuern da machen und das ist . . . das wäre nicht mein Fall gewesen . . . auf jeden Fall . . . ist auch heut nicht mein Fall . . . aber auf jeden Fall . . . das war was der Mann mir sagte . . . fand das sehr nett . . . die haben mir die drei Jahre gegeben . . . und haben mir gesagt. . . dass sie würden meine Bücher bezahlen und meine Scorses (schreibweise ?) bezahlen . . . und würden meine . . . würden mir meine . . . meine . . . die haben auch meine Stunden bezahlt . . . natürlich haben sie mir vorgeschrieben . . . wie was ich nehmen kann und wieviel ich nehmen kann und wie lange Jahre ich das nehmen darf . . . aber es war alles so dass ich auf jeden Fall . . . ich hab dann ja auch gesungen hier . . . ich hab dann . . . wir haben einen . . . eine . . . wollshier Ebel Theater (schreibweise?) . . . da haben wir so . . . (Im Hintergrund Orgel Musik) . . . das war wie ein Konservatorium . . . möchte ich sagen . . . da hab ich dann studiert lange Jahre . . . da hab ich Tamino gesungen in der Zauberflöte . . . und den . . . Rudolfo in Boheme . . . und einige andere Sachen . . . und ich hab . . . viele Partien . . . studiert . . . viele . . . ach, weiss nicht wieviele . . . aber ich meine . . . ich hab die Bücher noch heute . . . aber das . . . es war eine schlechte Zeit . . . es war zwanzig Jahre zu früh . . . ich meine . . . jetzt . . . sehen sie . . . ich weiß nicht . . . wieviele . . . amerikanische Sänger und Sängerinnen in fast jedem deutschen Theater in allen hundertundfünfzig oder zweihundert Theatern, die es da gibt . . . sind überall amerikanische junge Sänger und Sängerinnen . . . überall . . . weil sie hier überhaupt keine Möglichkeit haben, eine Karriere zu machen . . . man kann hier nur Karriere machen, wenn man schon ein großer Mann ist . . . wenn man große Sängerin ist . . . dann wird man eventuell freundlicherweise eingeladen . . . in einer Partie . . . in . . . in . . . an der Metropolitan . . . zu singen . . . aber davon kann man ja nicht leben . . . nicht wahr . . . das die Leute . . . diese Leute machen alle ihr Leben in Europa . . . und sehr erfolgreich . . . und sehr gut . . . nur die großen Stars . . . natürlich . . . kommen an die Wiener Staatsoper . . . oder an die . . . weiß ich . . . an die Oper in München oder . . . an die Staatsoper in Hamburg . . . aber da gibts viele kleine Opern . . . da gibts in Hof und in Bielefeld . . . und in Oldenburg . . . und in . . . .weiß ich. . . in kleinsten Nestern . . . nicht wahr . . . wo gutes Theater gespielt wird und wo Leute ihre . . . die Möglichkeit bekommen . . . ihre Stimmen zu perfektuieren . . . und ihre . . . ihre Repertoire zu perfektuieren . . . und zu lernen . . . die Möglichkeit hat man hier ja nicht . . . nie gehabt . . . und wird auch nie haben . . . denn hier ist das Interesse ja gar nicht da . . . wir leben in einer . . . in einer anderen Welt . . . in der alles . . . Geld bringen muß . . . und Musik und Kunst . . . ist nicht immer gleich . . . Geld bringend . . . da muß der Staat . . . oder die Stadt . . . oder wer immer das ist . . . etwas dazu geben um diese Möglichkeit den Leuten . . . zu offerieren . . . die Kunst zu offerieren . . . und ihnen . . . sie in diese Welt sozusagen . . . hinein zu . . . introducen . . . wie sagt man . . . einzuladen . . . in diese Welt . . . nicht wahr . . . und hier wird das durchaus kleingeschrieben . . . und . . . noch heute . . . es ist . . . nur ist es heute natürlich so . . . daß jeder wenn er kann . . . und wenn er die Möglichkeit hat . . . geht nach Europa . . . in Europa sind ja die Möglichkeiten . . . München ist voll von Agenten und von . . . weiß ich . . . alle möglichen . . . fantastischen . . . Möglichkeiten . . . es gibt diese Festivals . . . die sie haben . . . außer den . . . Theatern . . . und dann ist . . . natürlich . . . Fernsehen ist ganz groß . . . und dann . . . Radio ist auch groß . . . und . . . also ich meine . . . diese Welt, die Europa zu offerieren hat . . . gibts hier nicht . . . es ist ein kommerzielles Land, das . . . möchte ich sagen überschattet ist mit dem . . . Fanatismus . . . würde ich sagen . . . Fanatismus für den Sport . . . aber den anderen Sport . . . nich Fußball . . . was wir kennen . . . sondern Baseball . . . und Football. . . und der Grund für all das . . . weil dieses eine enorm hoch bezahlte Karrieren sind . . . für.die diese Leute . . . in keinem Vergleich zu dem . . . was normalerweise . . . ein Bürger verdienen würde . . . nicht wahr . . . auch mit grossem Talent . . . und damit aufgewertet . . . da ist viel Geld . . . in der Sache . . . wir haben eine andere Mentalität . . . wir haben eine andere Welt hier und in dieser Welt habe ich mit behauptet . . . durch eine andere Karriere . . . Frage: Die Geschichte wie sie Kaufmann geworden sind, die hört sich so ein bißchen an, wie vom Tellerwäscher zum Millionär. Norbert J. Kobler: “Naja . . . ich will Ihnen sagen . . . (lacht) das Millionär weiss ich nicht . . . aber es hat bestimmt gewisse . . . da ist ne solche Beziehung . . . man geht durch diese Phase im Leben . . . wenn man sieht, dass man eben nur auf eine Art . . . in einer Art und Weise . . . das Leben machen kann . . . dann macht man es so wie eben am besten ist für die . . . unter den Umständen . . . ich hatte keine . . . ich hab am Anfang . . . überhaupt keine . . . Idee konzipiert . . . wo ich sage . . . das muss ich machen . . . oder das bringt mir eine Möglicheit gut ´zu verdienen . . . ich habe genommen . . . was sich mir geboten hat. . . denn zu der Zeit . . . wie ich schon anfangs sagte . . . waren auch . . . die Möglichkeiten sehr limitiert . . . denn es war eine große Arbeitslosigkeit . . . hier und . . . um ehrlich zu sein . . . kein Mensch wartete auf mich . . . kein Mensch wartete auf überhaupt jemanden . . . es war eine Sache . . . wie man in englisch sagt . . . dog eat dog . . . ich meine es war . . . jeder hat das . . . jeder hat sich vorgepuscht . . . so weit wie möglich und versucht . . . das möglichste zu tun . . . um ein gutes Leben zu machen . . . ich war . . . ich hab alle möglichen Jobs gehabt . . . wie ich schon erwähnte . . . und ich bin dann . . . ich war . . . beinah dran . . . Bassist(?) und Regisseur zu werden für einen Film . . . und das hat sich dann verlaufen . . . weil die Geldgeber . . . hier ist es ja so . . . hier ist ja auch . . . drüben ja auch . . . es muß immer Geldgeber geben . . . die den Film sozusagen finanzieren . . . nicht wahr . . . und . . . damals hat sich das verlaufen . . . und da kam einer zu mir und hat gesagt . . . wie wäre das . . . wenn du Vertreter wirst . . . für eine Glasfirma . . . und . . . wie sie ja wissen . . . jeder ist Schauspieler . . . sein ganzes Leben . . . irgendwie . . . wenn sie mal Schauspieler sind . . . dann sind sie Schauspieler ein ganzes Leben . . . sie können immer eine gute Rolle spielen . . . auf jeden Fall versuchen sie es um sich zu behaupten . . . und um dem mit dem sie arbeiten müssen . . . den Eindruck zu erwecken dass eben sie doch ihre . . . ihre . . . ihren Mann stehen können . . . was immer sie da machen . . . also um die Sache kurz zu machen . . . ich hab dann . . . bin dann Vertreter geworden . . . für eine Glasfirma . . . die in Westvirginia . . . war . . . das ist ungefähr . . . naja . . . es ist nicht sehr weit von Chikago . . . es ist Middlewesten . . . wie man hier sagt . . . und da hab ich anfgefangen für die zu verkaufen . . . da hab ich eigene Ideen bekommen . . . damals hab ich . . . ich sah die Möglichkeit . . . dass man sogenanntes Crackely Glass heisst das deutsch glaub ich machen kann . . . und zwar . . . ich hatte vorher . . . wie ich schon erwähnte eine . . . Fabrik wo ich Keramik gemacht habe . . . die Sache fiel ich hinein . . . weil das alles durch die Schauspielerleute . . . sich entwickelte . . . und zwar war das . . . Robert .Siodmak . . . der ganz berühmter Regisseur war . . . der war Bekannter von mir . . . und . . . (Flugzeug) . . . das ist ein ganz großer Jet . . . der ist ganz oben . . . der macht große Geräusche . . . Auf jeden Fall der Robert Siodmak der hatte eine . . . hatte eine . . . der hatte eine Idee, dass seine Schwägerin . . . die war . . . sie glaubte Künstlerin zu sein . . . und . . . der hatte eine Fabrik . . . und ich hatte schon angefangen . . . in einer Keramik Fabrik . . . ich hatte ungefähr . . . ich hatte angefangen . . . das war noch . . . wie ich auf die Universität ging . . . zuerst . . . C . . . da hab ich einen Bekannten . . . einen anderen Burschen . . . da kennengelernt . . . der in . . . das hiess . . . Ceramic engineering (schreibweise?) . . . das war also . . . ein. Kurs in Keramik aber nicht notwendigerweise . . . in Geschenkartikeln sondern in sanitären Sachen, wo man eben . . . man braucht ja eben Keramik in vielen . . . Sachen, sogar wenn man in den Raum . . . in out of space fährt . . . nicht wahr . . . also Keramik ist sozusagen eine Sache die . . . die . . . weitläufige . . . Verwendungsmöglichkeiten hat . . . und ich war aber nur daran interessiert daraus ein Geschäft zu machen . . . der hat mir dann gesagt . . . weisst du, ich helf dir . . . man muß das sehr viel . . . ich hab gelernt . . . wir haben . . . unsere eigenen Farben gemacht . . . warmels heisst das und unseren eigenen Klee gemacht . . . in riesig großen . . . das sah aus wie ein Bierfass . . . ungefähr . . . so weit . . . so groß . . . und . . . ich fing damit an . . . eigentlich ohne welche . . . ich hab damals sehr wenig davon verstanden . . . aber ich hab das langsam gelernt . . . es ging sehr schnell . . . denn ich hatte keine Zeit . . . und dann hab ich im großen und ganzen hundert Leute da engagiert . . . und zwar hab ich alles . . . meine Kollegen . . . meine Spezis, wie man in Wien sagt . . . meine Freunde, die alle arbeitslos waren . . . Schauspieler, Schauspielerinnen die haben sich gefreut, sie haben einen Job gehabt bei mir und es war sehr gut . . . und es ging sehr gut . . . ich hab da jemanden gefunden . . . auch ein Emigrant, der . . . (Flugzeug) . . . auf jeden Fall, ich hab jemanden gefunden, der die Sache kaufte, sodaß wir nicht eine Marketing Problem hatten, wir brauchten unsere eigenen . . . wir brauchten nicht unsere eigenen Geschäfte finden und Vertreter finden . . . die an uns verdienen . . . sogenannter Engros . . . ein Grossist . . . und das ging sehr erfolgreich. . . und dann kam der Robert Siodmak . . . zu mir, den ich ja kannte . . . er und seine Schwägerin und George Sanders and Zsa Zsa Gabor, das war damals seine Frau . . . die . . . denen gehörte eine Fabrik . . . auch ungefähr . . . achtzigneunzig Angestellte . . . in einer kleinen Stadt . . . vierzig Kilometer von hier . . . und da bat er mich . . . ob ich nicht interessiert wäre . . . die Sache zu übernehmen . . . weil das Ding in Grund und Boden gewirtschaftet sei . . . und da hab ich gesagt . . . ja . . . da hat er gesagt . . . ich zahl dir dafür eine große Summe . . . für mich zehntausend Dollar.hat er mir gesagt . . . das war für mich ne grosse Summe . . . und .da hab ich gesagt . . . dafür tue ich das . . . es war allerdings keine erfreuliche Situation, denn ich hab fürchterlich gelitten mit den Sachen . . . weil man da Leute hatte, die absolut unfähig waren und uns bestohlen haben und . . . ich mein ich habs einige Jahre gemacht . . . und es war erfolgreich . . . und ich hab damals sehr gutes verdient . . . und dann hab ich die ganze Geschichte verkauft . . . also die seinen . . . seinen Apparat hab ich ihm wieder zurückgegeben.da draussen . . . das war in Elsinor hieß die Stadt . . . das ist in Entfernung von hier (?) . . . und meine war in Beverly Hills . . . im dem industriellen Teil von Beverly Hills .am . . . Apil? . . . -Drive . . . da waren Leute von mir. . . ich geb ihnen mal nen Namen . . . Paul Kohner Agency . . . ist die prominentiste . . . Künstleragentur, die es hier gibt in Hollywood . . . und sein Bruder Walter . . . war ein alter Freund von mir . . . den kannte ich noch von Europa . . . und die waren ursprünglich von Teplitz aus Sudetenland . . . und . . . dessen Frau hat auch für mich gearbeitet . . . wie er ganz frisch . . . wie sie ganz frisch ankam . . . also ich hab sehr interessante Leute damals gehabt . . . und es war ja eine wunderbare Zeit . . . ich hab es nicht so wunderbar empfunden . . . damals . . . weil ich immer unter Druck war . . . ich mußte produzieren . . . ich mußte das Geld reinbringen . . . mußte die Gehälter bezahlen . . . es war nicht leicht . . . auf jeden Fall . . . ich hab das nachher adacta gelegt und nachher kam . . . was ich eben schon erwähnte . . . dann wurde ich Vertreter . . . von dieser Glasfirma . . . und Glas ist ja irgendwie ähnlich . . . wie Keramik . . . was die Fabrikation anbelangt . . . da sind die gewisse Sachen, die gleich sind . . . oder die gewissermassen . . . relevant sind . . . nicht wahr . . . also ich mein . . . man kann sagen . . . da besteht eine gewisse . . . chemische Verbindung . . . und das hab ich sozusagen . . . verstanden und hab das . . . und hab mich damit bemüht . . . und hab dieses Crakely Glas . . . crakleglass heisst das auf Englisch . . . und das war enorm erfolgreich . . . und darauf hin haben sie mich innerhalb von einem Jahr haben sie mich zum Regionalmanager gemacht . . . Sales Manager . . . wurde ich National Sales Manager . . . dann haben sie mich zum Vize Präsidenten gemacht und dann nach einigen Jahren wurde mir die Fabrik offeriert, ob ich sie kaufen will . . . sie gehörte einer Frau . . . einer älteren Dame . . . und ich wollte damit an sich . . . die nicht kaufen . . . weil ich mir gedacht hatte . . . es ist zu gefährlich . . . nämlich deren Schwiegersohn der Präsident von der Fabrik war dort . . . und den sollte ich unbedingt rauswerfen . . . und das lag mir nicht . . . weil ich wollte nicht . . . in Westvirginia leben . . . ich brauchte ihn dort als Overseeer . . . bißchen . . . ich hab die wohl . . . die ganzen Angestellten gewechselt . . . nicht alle . . . nur die Generalis im Büro . . . und auch die Steuerberater hab ich gewechselt . . . die so wahnsinnig gestohlen hatten . . . wir hatten eine . . . wir hatten eine Detail Store . . . dort und . . . das Geschäft wurde . . . beliefert von der Fabrik . . . mit angeblich zweiter Ware . . . aber das war keine zweite Ware . . . das war alles gute Ware . . . die sie . . . einfach reingepuscht hatten . . . und haben sie das Geld in die Tasche gesteckt . . . und das hab ich dann rausgefunden . . . und das lief ne Zeitlang . . . nicht wahr . . . und das ist dann auch peinlich, wenn man dann das erwähnt . . . das mögen sie gar nicht . . . gerne hören . . . so naja dann habe ich . . . einiges habe ich gemacht nicht wahr . . . und dann wie das aus war . . . habe ich mich wieder auf Vertretung konzentriert . . . wie ich das verkauft hatte . . . und zwar hatte ich dann sehr . . . sehr gute Firmen die alle etabliert waren im Glas . . . ich kannte ja die ganzen Glasleute . . . die sitzen ja hauptsächlich im Staat Ohio und Westvirginia . . . das sitzt das ganze Glas . . . Glasfabrikation ist hauptsächlich in der Gegend . . . weil der Sand von dort ist . . . aus dem Mann Glas macht . . . und naja dann hab ich das gemacht . . . und dann hab ich eine Importfirma gefunden, die enorm erfolgreich war und ich hab sehr viel . . . ziemlich viel Geld verdient . . . viel ist relativ . . . für mich wars viel . . . ich war zufrieden . . . und dann hab ich gesehen . . . dass man wenn man importiert . . . selber importiert . . . das man natürlich mit einer größeren Spanne arbeitet . . . mit einer viel größeren Spanne . . . gar kein Vergleich . . . als wenn man auf Provision arbeitet . . . nicht wahr . . . ist man auch viel sicherer, weil ja nicht rausgeschmissen werden kann . . . können einem die (Flugzeuge´) . . . Firma nicht wegnehmen . . . ich mein das passiert ja auch . . . da ist immer sehr viel Eifersucht unter den Leuten . . . nicht wahr . . . so habe ich.bin ich in das gegangen in einer kleinen . . . klein erst angefangen und dann sehr groß . . . erfolgreich . . . dann im ganzen Lande und dann hab ichs vor ungefähr 11/2 Jahren an eine japanische Firma verkauft . . . und das war sozusagen . . . das Ende meiner kaufmännischen Karriere . . . hier . . . möchte ich sagen . . . so und das ging sehr gut und war sehr . . . erfolgreich . . . ich und . . . mein Gott ich will ihnen sagen . . . es ist nicht alles . . . was sie können . . . es hat sehr viel . . . zu tun mit Glück . . . es hat sehr viel zu tun mit . . . die Möglichkeit . . . die sich einem offerieren . . . durch Glück . . . durch Umstände . . . die man gar nicht erwartet . . . plötzlich, der Japaner kam from nowhere wie man sagt in englisch . . . ich hab das gar nicht . . . antizipiert . . . gar nicht erwartet . . . gar nicht mich bemüht . . . zu verkaufen . . . ich hab nur gedacht . . . naja wenn es passiert . . . wäre mir das sehr angenehm . . . weil es wurde sehr . . . es ist eine Sache . . . der . . . man ist hier in Amerika ist es so . . . man hat größte Schwierigkeiten . . . von Leuten das Geld zu kriegen . . . man verschifft Ware . . . mit einem . . . mit dreissig manchmal sechzig Tage Ziel . . . und wenn die Leute . . . weiss ich in dreitausend Kilometern entfernt irgendwo sitzen . . . in einem kleinen Kaff . . . und der plötzlich sagt,ich kann nicht bezahlen und für fünf oder sechshundert Dollar . . . normal ist es sehr schwer, dort jemanden zu engagieren, der für die Ware . . . der das Geld für einen kollektet . . . sehr schwer . . . hier gibts keinen UHU hier gibts keinen . . . keinen . . . wie heisst das noch bei euch . . . der draufklebt . . . wenn man nicht zahlt . . . (Gerichtsvollzieher aus dem Off) . . . das gibts hier nicht . . . wie? Gerichtsvollzieher, ja ! . . . so war das schöne Wort . . . (lacht) . . . hier vollzieht man das selber und dann hat man die größten Schwierigkeiten . . . ich mein, keiner tut es für einen . . . wir haben immer Schwierigkeiten damit gehabt . . . wir haben . . . das Glück gehabt . . . dass wir mit ziemlich großem Firmen teilweise gearbeitet haben . . . die . . . sagen wir mal . . . die . . . wiewohl sie nicht immer prompt bezahlten . . . aber waren doch ziemlich verläßlich . . . aber wir trotzdem auch grosse Verluste gehabt . . . und es kommt zu einem Punkt manchmal wo man sagt . . . lass doch jemand anders mal das ein bißchen . . . ne weile machen . . . ich will mich mal etwas ausruhen von der Geschichte . . . so war es und das . . . und das ist dann geworden . . . vor ungefähr eineinhalb Jahren . . . und inzwischen waren wir . . . es war natürlich schön irgendwie . . . war interessant . . . sind sehr viel in der Welt rumgekommen . . . waren in Europa . . . wir waren in Asien . . . wir sind überall nach Japan, Taiwan in Hongkong in Manila in Bangkog . . . wir sind überall herumgefahren und haben überall , wenn ich sag wir . . . das ist meine Frau . . . ist mit mir gefahren . . . ich bin auch sehr oft allein gewesen aber sie . . . ich habe ihre . . . ihre . . . ich habe ihren Geschmack . . . als wichtig gehalten . . . es . . . eine Frau hat einen anderen . . . hat ein Angebot über Waren . . . wenn es zu Geschenkartikeln kommt als Männer und weil das Großteil der Kunden sind ja die Frauen, die die Sachen kaufen . . . so habe ich das immer respektiert . . . und hab versucht . . . verschiedene Meinungen zu bekommen, was mir gut getan hat . . . sodaß ungefähr . . . ”.(Hubschrauber) Frage: Mit welchen Gefühlen fahren sie heute nach Deutschland? Norbert J. Kobler: “Das ist interessant . . . viele Leute fragen mich das . . . und ich denke . . . ganz ehrlich sagen . . . wie sie wissen, ich war jetzt grade in Hamburg . . . mir hats großartig gefallen . . . ich würde sehr gern fünfsechs Monate drüben leben und mich wahrscheinlich sogar auch betätigen in irgend einer Form . . . und mich stört es heute nicht mehr das was gewesen ist . . . man kann . . . es ist unmöglich, daß man die Kinder . . . für die Taten der Eltern verantwortlich machen kann . . . aber etwas meiner Meinung nach soll man tun . . . man soll sicher machen, daß es nicht vergessen wird . . . es darf nicht vergessen werden . . . aber man kann die Leute nicht verantwortlich machen . . . heute, die jungen Deutschen, die ich getroffen hab und ich kenn sehr viele . . . sind durchaus Europäer und dann Deutsche . . . der Nationali smus , der damals da war und der sozusagen auch in anderen europäischen Ländern . . . wie zum Beispiel in England noch sehr stark ist . . . der ist irgendwie heute nicht mehr so prävalent . . . ich glaube . . . heute ist das Gefühl . . . drüben das jetzt besonders mit der EWG und mit den 1992 Sachen . . . wo das ganze . . . wo sie 300 Millionen Menschen in Europa haben werden . . . die geschäftlich unwahrscheinliche Möglichkeiten haben werden . . . ich glaube, das wird alles überschattet . . . von dem fürchterlichen Taten . . . die damals passiert sind . . . aber wie gesagt, vergessen darf mans nicht . . . aber man kann heute nicht mehr durch die Strassen ziehen und sagen . . . war der Nazi war er kein Nazi. Ja ich meine, ich bin mit einer Österreicherin verheiratet, ihr Vater war in der Österreichischdeutschen Armee . . . in der deutschen Armee . . . es war ja eine Armee . . . ich meine ich weiß nicht, ob er was gemacht hat . . . was vielleicht mir nicht passte . . . ich weiß der Herr Waldheim , der sogenannte Präsident von Österreich . . . hat alles mögliche gemacht . . . wahrscheinlich nichts schlimmes . . . er war ein junger Hund und was hat man in jungen Jahren zu sagen gehabt. Aber sein Fehler war, daß er gelogen hat . . . man darf nicht lügen . . . man muß zugeben, wenn man etwas falsch gemacht hat, aber ich glaube, die Welt wie sie heute ist . . . da ist . . . (Flugzeug) . . . will das etwas neues wird . . . das ein neues Europa . . . sich entwickelt . . . dass eine neue Marktwirtschaft . . . sein wird . . . dass die alten . . . Isems . . . diese . . . all die Sachen, die den Leuten nicht gefallen hat . . . das muß heute irgendwie ad acta gelegt werden . . . finde ich . . . und mir gefällt es sehr gut . . . ich bin in Hamburg immer glücklich, wenn ich dort . . . ich geh jedes Jahr dort hin . . . und ich hab viele Freunde und Bekannte dort . . . sogar jetzt einer von der Bürgerschaft . . . das ist ein sehr guter Freund von mir , der kommt jetzt zu Besuch zu uns . . . das erste mal nach Amerika . . . der heißt Löffler . . . Gerd Löffler . . . allerdings ist er von der falschen Partei . . . von der CDU . . . Hamburg ist die CDU ja keine richtige Partei . . . die richtige Partei ist ja die SPD . . . aber da kann der arme Kerl ja nicht . . . (lacht) . . . aber trotzdem . . . ist ein sehr charmanter Mann und seine Frau . . . sehr nette Leute . . . und ich bin . . . ich interessiere mich für die politische Entwicklung in Deutschland . . . interessiere mich für die Leute . . . die dort sind . . . bin sogar in die DDR gefahren . . . einmal ganz kurz rüber . . . mußte mal sehen . . . wie es dort aussieht . . . und ich habe das größte Vertrauen in der Entwicklung die sich dort jetzt ausbreitet . . . ich war in der Tschechoslowakei . . . dort bei einem . . . Freunde dort . . . die hab ich eingeladen nach Wien . . . auch die sind auch beim Fernsehen die hat das Fernsehen dort geleitet . . . bis vor zweiundzwanzig Jahren . . . wie der Prager Frühling kam, da war es aus . . . und sie ist jetzt wieder dabei aber sie ist so alt schon daß sie sagt, dass heute zweiundzwanzig Jahre später nützt es mir nicht mehr viel . . . aber trotztdem die Länder werden sich entwickeln . . . und ich glaube daß Deutschland mit 80 Millionen Menschen wird sehr prominent sein . . . wenn sie nur . . . wenn sie nur nicht vergessen wollen, daß sie nicht . . . überheblich sein dürfen . . . und nicht sozusagen . . . nicht den anderen Ländern das Gefühl geben . . . daß sie besser sind und mehr können . . . sie können ja vielleicht mehr . . . aber man darf das nicht jedem auf die Nase reiben . . . man muß irgendwie eine gewisse Bescheidenheit . . . entwickeln . . . als sie heute tun . . . der Kohl hat das sogar sehr nett . . . in einer Ansprache da erwähnt und ich fand es war richtig . . . Dann haben wir eine Präsidenten hier in Amerika . . . den Bush . . . (1991) . . . der sehr interessiert ist an einem erfolgreichen Unification . . . mit Deutschtand und ich glaube das auch Russland . . . da haben sich ja enorme Sachen entwickelt dort . . . das ist ja unbeschreiblich was sich da getan hat . . . ich sehe sehr zuversichtlich . . . leider bin ich nicht jung genug, um das alles mitzuerleben, aber vielleicht einen Teil . . . ich hoffe . . . Danke für das Gespräch. Jetzt wollen wir noch mal die Fotos sehen Sind wir soweit? Gut . . .Mein Debüt war als Junge im Februar 1931 . . . ich spielte mit meinem Vater und natürlich . . . mit den bekannten Schauspielern im Schauspielhaus in dem Stück Glaube und Heimat von Schönherr . . . spielte den Jungen drin . . . ” Frage: Können sie mal drauf zeigen, welcher sie sind?Norbert J. Kobler: “Das bin ich, der kleine dort . . . so jetzt . . . da sind verschiedene Kritiken hier . . . die wir nicht weiter diskutieren brauchen . . . dann kam . . . das ist noch mal Glaube und Heimat . . . und zwar . . . hab ich da mir so Kritiken aufbewahrt . . . auch und den Zettel von dem . . . dieses Programmheft . . . das man bekommt . . . Frage: Dieses Kaufhaus, das war ja auch ein jüdisches . . . Norbert J. Kobler: “Robinson . . . ja die sind auch .nach Amerika . . . Südamerika ausgewandert . . . Frage. Und sie waren Spatz sein Sohn . . . ”Norbert J. Kobler: “Ich war Spatz sein Sohn . . . Vater hat den Altrott, seinen Vater gespielt . . . ich würde sagen das keiner von den Leuten mehr ausser von mir noch am Leben ist . . . ich glaub kaum . . . weil ich war ja damals sehr jung . . . war vierzehn Jahre und die Leute würden ja alle über hundert heute sein nicht wahr um noch am Leben zu sein . . . wahrscheinlich . . . dann das nächste war . . . da hab im Zerbrochenen Krug . . . das berühmte Stück in . . . und zwar von Kleist . . . im Stadtpark war ein . . . eine . . . wie sagt man das . . . (Frage:Freilichtbühne?) . . . eine Freilichtbühne . . . ja und da hat man das mit da gespielt . . . und da bin ich hier . . . da auch mein Vater spielte . . . den Dorfrichter Adam . . . der sitzt dort hinten . . . dann das nächste . . . als nächstes im Jahre 1931 . . . auch selbe Jahr . . . da war ich inzwischen . . . ein Jahr älter geworden . . . spielte ich die Hauptrolle in Kampf um Kitsch . . . und da . . . da bin ich hier August . . . August Witt der Sohn . . . und zwar dieser Mann . . . der Willy Eichberger . . . war ein berühmter Schauspieler . . . damals ganz junger Mensch . . . am Schauspielhaus . . . hat seinen Namen später geändert zu Carl Esmond . . . und lebt heute hier in . . . hier in in Los Angeles . . . also in Hollywood . . . ich habe ihn leider schon viele Jahre nicht gesehen . . . aber ich weiß er lebt . . . noch . . . und das sind die Kritiken . . . das ist ein Bild . . . das bin ich . . . und das ist mein Vater . . . das ist meine Mutter . . . die meine Mutter spielt . . . nicht meine Mutter . . . die spielt meine Mutter . . . und das ist ein junge . . . Dame . . . ich glaube . . . sie ist . . . eine Lehrerin . . . in dem Stück . . . . und hier sind noch Bilder von der Aufführung die während der Aufführung genommen wurden . . . das bin ich . . . mach grade mal . . . gurgel da anscheinend . . . und das ist . . . die ganzen Schüler . . . die alle als Statisten . . . mitwirkten . . . das bin ich . . . ich hab die Sache dirigiert . . . das bin ich wieder . . . als mein Vater noch war . . . das bin ich wieder da . . . und nebenbei . . . die meisten . . . nicht die meisten . . . aber viele von den jungen Mädels und von den Jungen . . . das sind teilweise von meiner Schule . . . teilweise Freunde von mir, die ich alle als Statisten und weiß ich in kleineren Rollen untergebracht habe . . . sorry . . . hier ist noch einmal . . . der war nach her berühmter Schauspieler in Berlin . . . hieß Hinze . . . der ist auch . . . der glaub ich lebt auch nicht mehr . . . das bin ich wieder . . . natürlich . . . ist das richtig . . . kommst du aus . . . okay fine”Frage. Ist das jetzt an der Schule alles . . . oder wo ist das?Norbert J. Kobler: “Das ist alles auf der Bühne . . . das spielt in der Schule und im Hause . . . von meinem Vater . . . ich war mit meinem Vater in dem Stück . . . nicht wahr es ist eine Protestkundgebung, die Kinder damals wollten . . . Kitsch . . . als solchen eliminieren . . . und wollten Kunst den Kindern beibringen . . . ich weiß nicht wie das möglich war in dem Alter . . . aber auf jeden Fall . . . das war die Idee . . . es war so ein . . . es so ein Avantgarde Stück nicht wahr . . . und ging eigentlich sehr gut . . . ich glaub wir haben das mindestens . . . 20 mal gespielt . . . es war sehr nett . . . sehr interessant . . . das war . . . 1933 . . . und zwar Ende des Jahres . . . wo man schon nicht mehr spielen durfte . . . und da hab ich rezitiert . . . von Bialek . . . ein sehr bekannter palästinensischer . . . heute würde man sagen israelischer . . . palästinensischer Dichter . . . der hieß Bialek . . . und da hab ich Rezitation gemacht . . . Das war auch eine Vorstellung . . . wo ich . . . das war schon der . . . die . . . der Kulturbund . . . wo man alles . . . wo nur jüdische . . . wo keine . . . wo man nicht mehr spielen durfte . . . und wo ich eine Möglichkeit bekam, in diesem Rahmen dort . . . für die notleidende jüdischen Künstler hab ich dort gespielt auch der Zerbrochene Krug . . . und auch die Rütli Szene von Wilhelm Tell . . . bin ich . . . da hab ich den Melchtal gespielt und in dem Zerbrochenen Krug hab ich natürlich wieder . . . den Ruprecht gespielt . . . das war 1933 . . . ja . . . im August . . . da können sie sehen, das war schon zu der Zeit wo nichts mehr . . . nichts mehr an den normalen Bühnen vor sich ging . . . es war . . . was jüdische Künstler anbelangt . . . dann hab ich eine kleine Rolle gespielt . . . mit meinem Vater . . . in den Egerer Festspielen . . . ich glaube, das war in 34 im Juli . . . da hab ich den Rittmeister . . . Neumann gespielt . . . mein Vater spielte eine andere Rolle . . . ich weiß nicht . . . was es war .ich weiß nicht mehr . . . dann war meine erste Saison in der Tschechoslowakei . . .also im Sudetenland 1934/35 in Gablonz an der Neisse . . . und da hab ich Towarisch gespielt . . . und diese junge Dame ist diejenige . . . die ich jetzt wieder getroffen habe in Wien . . . die beim Fernsehen in Prag war . . . ist eine Tschechin . . . aber spricht perfekt Deutsch . . . sie ist inzwischen eine ältere Dame geworden . . . damals war sie sehr hübsch und jung . . . und wir haben . . . das bin ich . . . das bin hier . . . und . . . zu schnell . . . Frage: ja . . . den Finger länger drauf halten . . . Norbert J. Kobler: “.und hier bin ich wieder . . . (Flugzeug) . . . das ist nur von der Litfasssäule ein Plakat . . . und das sind Kritiken . . . von Gablonz und da ist dieDame, die meine Partnerin war . . . und das ist . . . ich wurde sehr krank in Prag . . . in Gablonz erstes Engangement . . . ich bekam eine perforierten Blinddarm . . . und war gelähmt teilweise . . . und hatte Appendizis perforator . . . platzenden Blinddarm da war ich sehr . . . war ich sehr lange krank dort . . . von 22. April . . . bis 31. Mai . . . lange Zeit . . . dann kam Aussig an der Elbe . . . da habe ich die Kabale und Liebe . . . den . . . wie heisst er denn . . . bin schon nicht mehr dabei . . . können sich vorstellen . . . momentan habe ich vergessen . . . wie der heißt . . . das ist die Hauptrolle . . . in Kabale und Liebe . . . Herr Kobler . . . zeigte sich im besten Licht . . . das war 1936 . . . 35/36 . . . die Saison da hab ich viel dort gespielt . . . die erste Legion hab ich dort gespielt . . . dann hab ich . . . alle möglichen Stücke dort . . . mindestens zehn fünfzehn neue Stücke . . . Frage zum Kameramann Dietmar Bruns: Du mußt sagen, wenn dir das zu schnell ist . . . Norbert J. Kobler: “Ja bitte dann ging ich nach Reichenberg . . . und dort wurde ich ja . . . entlassen wegen meiner nichtarischen Vergangenheit und da bin ich hier . . . von dort ging ich nach Holland und Belgien . . . habe ich die Hauptrolle gespielt . . . in Sissy . . . ” Frage: Nein . . . ist doch ne Frauenrolle oder nichtNorbert J. Kobler: Ja . . . Nee Sissy heisst das Stück .Das Stück heisst Sissy . . . aber der . . . der . . . die Rolle ist der Kaiser Franz Josef . . . und das ist bei Fritz Kreisler . . . Fritz Kreisler hat die Musik geschrieben . . . das ist alles in holländisch und in flämisch . . . an sich heisst die Operette anders in deutsch . . . aber die wurde dort Sissy genannt . . . und zwar ist das die Frau . . . zu schnell? . . . Hier bin ich Kaiser Franz Josef . . . das ist holländisch und französisch . . . und spanisch (Flugzeug) das war in Antwerpen . . . wir haben es in Brüssel, Antwerpen und in ganz Holland gespielt . . . (Flugzeug). Frage: . . . das war im Februar 1937 . . . Norbert J.Kobler:” . . . das war 1937 . . . im Februar richtig . . .  da ist das ganze Album noch mal . . . von all den Schauspielern . . . dann hab ich eins vorher . . . das hätte ich erwähnen müssen . . . ich hab beim Volkstheater gespielt . . . 1935 . . . in einer Rolle nur und zwar mit ganz berühmten Leuten . . . das Stück hiess Regen und Wind . . . englisches Stück Merten Heartch (schreibweise?) . . . hat es geschrieben . . . da war Karl Paryla . . . den gibts heute noch . . . der der lebt in Zürich glaub ich . . . Gusti Huber . . . lebt absolut noch . . . lebt in Wien Inge List . . . und dann ist der Norbert Kobler., der lebt noch . . . da isser . . . der spielt den Roger Kohl (schreibweise?) das war ne ziemliche Ehre als junger Mensch im so im Deutschen Volkstheater in Wie zu spielen zu können . . . es ist nicht so jedem passiert . . . da hab ich schon großes Glück gehabt . . . ” Frage an den Kameramann Dietmar Bruns: Hast es? . . . Bruns: brumm mhhjaa. Norbert J. Kobler “Dann . . . das waren noch mal Kritiken über mich was da war . . . und das ist nun ganz kurz . . . ich hab hier in einem Privattheater gespielt . . . bei der hieß . . . Noel Langly (schreibweise?) . . . das war ein Schriftsteller . . . das war im Jahre . . . Februar 1940 . . . und da hab ich eine Rolle . . . aber die Filmsachen . . . habe ich natürlich nichts gehabt . . . das konnte ich nicht einkleben . . . und das war das einzige kleine Theater . . . was ich damals gemacht habe . . . und dann meine da hatte ich glaub ich noch . . . von meiner Singerei . . . eventuell noch was . . . das sind Bilder von mir . . . Ah ja das kommt noch hier . . . (Flugzeug) . . . das bin ich im Jahre . . . 40 . . . /41 . . . Frage: War das auch ne Rolle da? Norbert J. Kobler: “Das hier ist eine . . . (Flugzeug) . . . das ist ein bekannter Schauspieler, mit dem ich in Prag damals . . . verhandelt habe.im Jahr 31.das bin ich 15 Jahre alt . . . aber ich seh viel älter aus . . . und zwar war das eine Sache damals . . . da war mein Vater . . . brauchte eine Operation und . . . konnte das in Deutschland nicht so ohne weiteres bekommen . . . da bin ich mit ihm nach Wien gefahren . . . und auf dem Wege nach Wien . . . da habe ich in Prag gehalten . . . wir sind mit dem Auto damals gefahren . . . undda hab ich das aufgenommen . . . jemand hat es aufgenommen für mich . . . mit dem Schauspieler . . . den wir kannten . . . der war früher in Hamburg und den kannten wir sehr gut . . . das ist die Zauberflöte . . . da hab ich den . . . Termino gesungen . . . ich geb ihnen das einmal so und einmal in die andere Richtung . . . okay? . . . und dieses hier . . . da haben wir alterniert . . . ich hab den Termino einen Abend gesungen . . . dann sang Joe Sullivan . . . der hieß later . . . der hieß später . . . Brian Sullivan . . . war ein berühmter Tenor . . . und ist in Genf . . . vor glaub . . . vierfünf Jahren gestorben . . . da ist noch ein sehr berühmter Mann . . . George Burnson . . . der hieß später George London . . . ein ganz berühmter Mann hat in Wien in .den Boris gesungen . . . in New Yorck an der Metropolitan und wurde später der Leiter von dem Kennedy Center in Washington DC . . . leider ist er vor einigen Jahren gestorben . . . es waren alles bekannte Leute teilweise . . . das waren so meine musikalischen Eskapaden . . . so und das ist hier . . . Los Angeles 39 da sind alle die . . . berühmten Emigranten . . . drin . . . und zwar . . . da Hermine Sterler . . . da ist Ernst Deutsch . . . nach dem das Theater in Hamburg genannt wird . . . das der Schlüter Schüler . . . Schlüter glaub ich leitet es . . . und das ist Lionel Reus (schreibweise) . . . wen haben wir denn noch . . . das bin ich da oben auf der Treppeund das ist der Alexander Granach . . . eine Kapazität in Berlin . . . und naja und da hab ich nun die Strassenbenennung meines Vaters hineingeklebt . . . (lacht) . . . das war sehr nett, wie sie mir das geschrieben haben . . . ist ne grosse Ehre . . . kommt ja auch . . . kriegen ja auch nicht viele . . . Haben sies? Hab ich irgendwas zu schnell gemacht?” Wiederholung. Nobert J. Kobler: “Ich fang an mit meinem Debüt in Glaube und Heimat . . . im Februar 1931 . . . hier bin ich . . . hier ist mein Vater . . . und hier ist der . . . Karl Wüstenhagen . . . okay? . . . dann hier ist noch mal das . . . die . . . das Heft . . . (Flugzeug) . . . das man bekommt . . . im Theater zur Vorstellung wo die ganzen Schauspieler . . . und Schauspielerinnen . . . die dort mitspielen drin beschrieben stehen . . . I mean . . . wo und weiß wer was spielt. . . . (Flugzeug) Frage: Was sind das für Briefe.da auf der anderen Seite? Norbert J. Kobler: Ach . . . das hat meine Mutter für mich geschrieben damals . . . Frage: Mickey Mouse . . . oder was steht da drunter . . . Die Mikey Mouse die grüßt dich . . . ? Norbert J. Kobler: “Das war ein Witz . . . sie hat damals . . . sie hat sozusagen . . . ich wollte ja an sich gar nicht so . . . ich hab ein bissl Angst gehabt . . . da mit zu spielen . . . mein Vater . . . ah versuch es . . . ich war doch nie auf der Bühne vorher . . . vierzehn Jahre und ich habe voll Lampenfieber gehabt . . . Angst geschwitzt . . . meine Mutter hat mich da irgendwie unterstützt . . . und hat gesagt . . . du wirst es schon schaffen . . . so hat sie ein bissl Witz gemacht . . . wie sies geschrieben hat . . . das ist der Freilichtbühne in Hamburg im Stadtpark da hab ich wieder den Ruprecht . . . gespielt im Zerbrochenen Krug . . . hier bin ich . . . Frage: Ihr Vater hat Regie gemacht? Norbert J. Kobler: “Ja Regie . . . und das ist Kampf um Kitsch . . . das ist die Rolle, wo ich die . . . das ist das Stück . . . ein so ein Avantgarde Stück war . . . wo ich die Hauptrolle gespielt hab als Schüler in einer Hamburger Versuchsschule . . . und da waren auch berühmte Leute . . . teilweise . . . einer lebt noch hier . . . der heißt jetzt Esmond . . . der hieß damals Willy Eichberger . . . und das sind nur Kritiken und da ist noch ein aus der Zeitung . . . ein Bild . . . wo ich sitze hier mit meinem Vater . . . mit meinem Vater . . . der auch der Vater war in dem Stück . . . ”Frage: Robert A. Stemmle . . . der ist doch auch aus dem Film bekannt oder ? Norbert J. Kobler: “Ja Stemmle, der hat viele Sachen . . . gemacht . . . der hat für die Filme geschrieben und war ein . . . das ist ein Schulstück . . . ein Zeittheater und er war ein bißchen . . . reaktionär (?) ich glaub wie die Nazis kamen . . . da hat es nicht so gut gehabt . . . da war er zu . . . wie soll ich sagen . . . er war mehr links gerichtet als rechts . . . ”. Frage:.Hamburger Echo ist auch ne sozialdemokratische Zeitung . . . Norbert J. Kobler: Absolut SPD ja hundert Prozent . . . Frage. Gibts gar nicht mehr . . . Norbert J. Kobler: “Nöh . . . ”Frage: Es gab sie nach dem Krieg noch mal wieder . . . aber . . . Norbert J. Kobler: Hamburger Anzeiger gab es auch . . . ist alles weg . . . Hamburger Fremdenblatt war das renomierteste . . . das hat . . . hat . . . der Springer übernommen . . . und zeigts noch immer auf der Titelseite . . . zeigt er noch immer . . . Hamburger Abendblatt in ganz klein . . . darunter Hamburger Fremdenblatt . . . und da . . . Kupfertiefdruckbeilage . . . hieß das . . . das war ne große Sache damals . . . hat noch keine Farbe gegeben . . . es hieß Kupfertiefdruckbeilage . . . darf ich (umblättern) . . . Kameramann: (Dietmar Bruns) Ja . . . Norbert J. Kobler: “Nur nicht zu schnell machen . . . den muß ich mal wieder in Ordnung bringen . . . der wackelt bißchen . . . okay . . . so und dass sind die Bilder vom . . . von Kampf um Kitsch während der Auff . . . während der Vorstellung fotografiert . . . mein Vater . . . das bin ich . . . das bin ich . . . wie ich den ganzen Chor dort dirigiere . . . da singen sie alle . . . das bin ich noch einmal . . . und hier noch mal . . . ” Frager: langsamer . . .

Norbert J. Kobler: ”Ja . . . das bin ich noch mal . . . mit meinem Vater . . . und das bin ich noch einmal hier . . . hier unten . . . gehts . . . bin ich noch einmal hier . . . mit einem meiner Lehrer . . . und bin noch mal hier . . . ”Frager: Geht die Sonne jetzt langsam runter Norbert J. Kobler: “Ist sehr scharf jetzt auf uns . . . ich glaub . . . das haben wir schon gemacht Palästina Abend . . . das haben sie bekommen . . . haben sie das bekommen von Eger . . . Wallenstein Festspiele . . . das ist Towarisch in Gablonz an der Neisse . . . das war auch im Jahre . . . die Spielzeit war 34/35 . . . hier sitze ich und hier stehe ich . . . und das ist auch in Gablonz . . . mit meiner Partnerin damals . . . das ist Kabale und Liebe in Aussig . . . an der Elbe ja . . . die Spielzeit ist 35/36 . . . ”Frager: Ich muss gestehen . . . ich weiss gar nicht wo Aussig ist . . . Norbert J. Kobler: “Aussig ist auch an der Elbe . . . oben im Norden von Sudetenland da . . . nicht weit von Gablonz . . . Reichenberg . . . die ganze Gegend dort oben . . . das heißt heute Usti nad Labem . . . (hust) . . . Aussig . . . weiss kein Mensch mehr . . . was es ist . . . da hab ich Kabale und Liebe gespielt und viele andere Stücke . . . unter anderem auch “Die Legion“ . . . das war ein religiöses Drama . . . da hab ich einen Priester gespielt . . . und das ist in Reichenberg im Jahre 37 . . . da bin ich hier . . . das ist die Operette Sissy . . . Musik von Fritz Kreisler . . . das ist in Holland . . . und in Belgien . . . da spiele ich den . . . Franz Josef . . . Kaiser von Österreich . . . da ist ein Bild von mir als Kaiser Franz Josef von Österreich . . . das ist französische Zeitungen . . . holländische Zeitung . . . das ist auch holländisch glaub ich . . . das ist flämisch . . . das .ist die selbe Sprache . . . und das ist nur eine . . . ist ein Buch, das sie herausgegeben haben . . . von der Fritz Hirsch Operette . . . und da sind Bilder von allen Künstlern, die damals da waren . . . bin ich auch mit drin . . . glaub ich . . . irgendwo . . . berühmte Leute hier, die auch damals . . . deren Operetten gespielt wurden . . . wie Paul Abraham . . . war und Franz Lehar und denn haben wir auch mal den Richard Tauber . . . dort gehabt . . . er war der Star dort . . . das ist Robert Stolz . . . Emmerich Kallmann . . . das war ein sehr guter Freund meines Vaters früher der Emmerich Kallmann . . . kannte ihn leider nicht . . . das war vor meiner Zeit . . . irgendwo bin ich hier drin . . . aber ich kann ihnen nicht sagen . . . hier . . . da bin ich . . . unten rechts . . . okay . . . so und das ist deutsches Volkstheater in Wien . . . das war im Jahre 1935 . . . ist mein Name hier . . . und das sind nur Kritiken von . . . das ist ein Stück . . . hier . . . wo ich hier gespielt habe . . . in einem kleinen Theater . . . ausser dem Film haben wir noch so kleine Theater gehabt . . . da hab ich da mal gespielt . . . das Theater hieß The Pelican Theater (? Schreibweise) . . . Das Pelikan Theater . . . und das sind nur Bilder von mir von meiner Zeit . . . wie ich der junge Schauspieler hier war . . . Okay . . . und das ist meine Tenor Karriere . . . das ist eine von den Partien die ich gesungen hab . . . und zwar hab ich in der Zauberflöte . . . den Tamino gesungen . . . und zwar im Jahre . . . 1940 . . . in Los Angeles . . . und da waren verschiedene berühmte Leute da . . . die haben alle alterniert . . . keiner von uns . . . hat jeden Tag gespielt . . . gesungen . . . wir haben immer . . . alterniert . . . ic hab alterniert . . . mit einem Tenor . . . der hieß Joe Sullivan . . . der hat sich . . . später Brian Sullivan genannt . . . und war lange Jahre . . . in Genf an der Oper dort und ist auch dort gestorben . . . vor einigen Jahren und der Papageno wurde jeden Abend . . . gesungen . . . der war der einzige

. . . der hieß . . . George London . . . damals hieß er Burns und hat seinen Namen geändert . . . und er hat den Boris . . . und vielerlei . . . Bassbariton . . . unwahrscheinlich schöne Stimme . . . und hat den . . . in vielen Opern . . . in ganz Europa gesungen . . . Wiener Staatsoper in Hamburg . . . Berlin . . . an der Metropolitan . . . in New York . . . und viele andere Opern . . . zum Schluss hat er leider gottes seine Stimme verloren . . . und wurde dann Direktor von der Kennedy Stiftung in . . . Kennedy Theater war es eigentlich . . . in Washington DC . . . er ist vor einigen Jahren gestorben . . . und das bin ich mit meiner Partnerin damals . . . in der Zauberflöte . . . sie spielt die Pamina und ich singe den Tamino . . .

Ich glaub, das haben sie vorhin schon bekommen mit meinem Vater und die Sachen Rundblick über die Parkanlage Sportsmans Lodge Hotel -Los Angeles 21. Juli 1990 Interview mit Norbert J. Kobler, Sohn des Schauspielers Julius Kobler . . . wegen unterlassener Hilfe leistung der Ärzte im UniKrankenhaus Eppendorf . . . Juden werden nicht operiert . . . 1942 elendiglich gestorben. Die Fragen stellte Jens Meyer, die Kamera hat Diemar Bruns gemacht.

Jens Meyer 2014/2020

Fotos: Dietmar Bruns, Jens Meyer

Dieser Beitrag wurde unter 17. Juni 1916, 19. November 2003, 1916, 1933, 1934, 1936, 1937, 1938, 1941, 1942, 1943, 1944, 1945, 1946, Alte Texte nicht veröffentlicht, Anita Urich Sass, Annita Urich Sass, Arisierer, Arisierung, Belo Horizonte, Beverly Hills, Billie Wilder, Billy Wilder, Californien, David Urich Sass, Deutsche, Deutsche Filme, Deutscher Film, Deutsches Reich, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Die Weltbühne, Dr. Martin Luther, Elbe, Enteignung, Fotoarchiv Jens Meyer, Fotos, Freiheit, Frida Henschel, Fritz Block, genannt Sass, Geschichten aus dem Leben, Goebbels, Hamburg, Hamburger Kinos, Hamburger Prominente, Hamurg Uhlenhorst, Hanns Brodnitz, Hanns Henschel, Heimat, Henschel, Henschel Film Konzern, Henschel Film- und Theaterkonzern OHG, Hermann Urich Sass, Hollandmöbel, Horst Urich Sass, Hugo Streit, Im Kino, Inflation, James Henschel, Jeremias Henschel, Joseph Goebbels, Juden, Judenfriedhof, Judenvermögungsabgabe, Jüdische Flüchtlinge, Jüdischer Friedhof, Jüdischer Friedhof Altona, Jüdischer Friedhof Hamburg Ohlsdorf, Julius Kobler, Julius Kobler Schauspieler, Karl Wolffsohn, Kino International, Kinobesitzer, Kinogeschichte, KPD, Kriegsgebiet, Kriegswahnsinn, Kurt Tucholsky, Lebende Photographien, Licht Bild Bühne, Lichtbildbühne, Los Angeles, Manfred Hirschel, Norbert Kobler, Notverordnung, NSDAP, Oswald Spengler, Prominente, Ranette Salfeld, Rathaus Hamburg, Reichsfluchtsteuer, Reisepass, Richard Adam, Schauspieler, Schlüterstrasse, Schulterblatt, Sephardim, Siegfried Jacobsohn, Stadtverwaltung, Talmud Tor Schule, Talmud Tora Schule, Talmud Tora Schule Hamburg, Thalia Kino, Thalia Theater Hamburg, Theater Nobistor, Touristen, Touristeninformation, Tucholsky, UFA, UFA Palast, Universal Film Studios, Urich, Urich Sass, USA, Verlag Johannes Angelus Keune, Waterloo Filmtheater, Waterloo Kino, Weisse Mäuse, Wichtigtuerei abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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